Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWas wird hier vergeben?
Estricharbeiten (Gewerk 200) für den Teilneubau der Heinrich-Grupe-Schule in der Lange Straße 17 in 37124 Rosdorf. Die Gemeinde Rosdorf baut dort einen dreigeschossigen, teilunterkellerten Neubau in Massivbauweise – als Erweiterung zur vierzügigen Ganztagsschule für bis zu 400 Schüler. Während der gesamten Bauzeit läuft der Schulbetrieb weiter.
Was ist zu tun?
Auf rund 2.200 m² Bodenfläche sind Vorarbeiten, Abdichtungen (Bitumenbahnen gegen Bodenfeuchte), Dämmarbeiten, Estricharbeiten in zehn verschiedenen Ausführungsvarianten (Zement- und Heizestrich, 65–100 mm dick, mit unterschiedlichen Bodenbelägen wie Linoleum, Fliesen oder Epoxidharz), Fugarbeiten sowie Prüfungen (CM-Messung, Haftzugfestigkeit) auszuführen. Die Dämmung unter den Heizestrichen übernimmt das Gewerk TGA.
Wichtige Randbedingungen
Angebote bis 16.07.2026, 11:30 Uhr (MESZ).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorarbeiten und Baustelleneinrichtung
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle inkl. Geräte, Maschinen und Gerüste bis 3,5 m. Reinigen und Absaugen des Untergrunds (ca. 326 m²), Entsorgung nicht gefährlicher Abfälle (ca. 82 kg, AVV 17 09 04). Verlegen einer PE-Trennlage (40 m²). Wasser- und Baustromanschluss sowie Aufenthaltscontainer werden bauseits gestellt.
Abdichtungsarbeiten
In nicht unterkellerten Bereichen (KG/EG) wird auf Boden- (406 m²) und Innenwandflächen (179/358 m²) eine Abdichtung gegen Bodenfeuchte nach Wassereinwirkungsklasse W1-I und Rissklasse R1-I hergestellt: Bitumenemulsion als Voranstrich, anschließend Polymerbitumen-Schweißbahn PYE-PV 200 S5.
Dämmarbeiten
Wärmedämmschicht EPS 75 mm (33 m²), Trittschalldämmschicht EPS 30 mm (326 m²), Abdeckung mit PE-Folie 0,15 mm (326 m²) und Randdämmstreifen PE-Schaum 10×150 mm (272 m). Die Dämmung im Bereich der Fußbodenheizkreise wird durch das Gewerk TGA (Heizung/Sanitär) ausgeführt und ist nicht Bestandteil dieses Auftrags.
Estricharbeiten (Typen A–J)
Schnellzement-Estrich CT, Druckfestigkeitsklasse C35, Biegezugfestigkeitsklasse F5, in Nenndicken 65–100 mm. Belegreife bereits nach 48 Stunden bei Normklima. Insgesamt zehn Ausführungsvarianten für unterschiedliche Bodenbeläge und Untergrundverhältnisse, z. B.:
Fugen, Aussparungen und Schienen
Estrich an Durchdringungen anpassen (3 Stück), Kanten an Aussparungen herstellen (12 m), Scheinfugen herstellen (171 m) und Bewegungsfugen mit PE-Schaum-Streifen 15 mm (82 m). Dehnungs- und Scheinfugen sowie Gebäudetrennfugen (3 cm) sind in Estrich und Belag zu berücksichtigen.
Prüfungen und Dokumentation
CM-Feuchtemessung und Haftzugfestigkeitsprüfung je 49 Messstellen mit Dokumentation und Lageplan. Heizprotokoll (Erstellung durch TGA), Bauablaufplan, Messstellenmarkierung. Schlussdokumentation als Aktenordner mit Inhaltsverzeichnis.
Stundenlohnarbeiten
Nur auf besondere Anordnung: Stundenlohn für Arbeitskräfte (10 h, Mischpreis), An-/Abfahrt Montagekolonne (2 Stück) und Kleinstmaterial (Pauschale 100 €).
Besondere Ausführungsbedingungen
6-Tage-Woche (Mo–Sa), werktags 7:00–17:00 Uhr (40 Std./Woche Basis), Samstag als Arbeitstag für beeinträchtigende Arbeiten einplanen. Lärm- und staubintensive Arbeiten nur werktags 7:00–17:00 Uhr nach Anmeldung und Zustimmung des Auftraggebers. Die Schule bleibt während der gesamten Bauzeit in Betrieb – Beeinträchtigungen sind auf das Notwendige zu beschränken.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Eigenerklärung)
Der Bieter muss eine Eigenerklärung zur Eignung abgeben (Formblatt 124). Dazu gehören auf Verlangen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle oder IHK-Handwerkskarte. Außerdem ist nachzuweisen, dass das Unternehmen vergleichbare Estricharbeiten fachgerecht ausführen kann (Referenzen auf Verlangen).
Zuverlässigkeit und rechtliche Voraussetzungen
Auf Verlangen vorzulegen: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG sowie Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen. Gegebenenfalls rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan.
Personelle Leistungsfähigkeit
Mindestens 50 % der Bauleistung (gemessen an den Baukosten) sind mit eigenen, fest angestellten Mitarbeitern des Auftragnehmers auszuführen. Die Baustelle ist durchgehend mit einem deutschsprachigen Polier zu besetzen – mindestens vormittags von 8:00 bis 13:00 Uhr. Für die Baustelle sind Ersthelfer gemäß DGUV Vorschrift 1 zu benennen.
Technische Leistungsfähigkeit und Qualitätsanforderungen
Es sind nur Materialien mit bauaufsichtlicher Zulassung und entsprechender Prüfzeugnisse einzusetzen. Die Verarbeitung muss gemäß den technischen Merkblättern der Hersteller sowie den einschlägigen DIN-Normen erfolgen (u.a. DIN 18299, DIN 18534, DIN 18560-2, DIN 13163, DIN 4108-10, DIN 18202). Bei möglicher gegenseitiger Gefährdung mit anderen Gewerken ist ein SiGeKo nach DGUV zu benennen.
Arbeitsschutz und Organisation
Vor Ausführungsbeginn ist eine Gefährdungs- und Belastungsanalyse gem. § 5/§ 6 ArbSchG und § 10/§ 11 BetrSichV vorzulegen, inklusive Befähigungsnachweise des eingesetzten Personals. Zum Einsatz kommende Maschinen und Geräte müssen die vorgeschriebenen Sicherheitsprüfungen erfüllen. Vor Beginn findet eine gemeinsame Begehung des Baufeldes und der Zufahrten mit Protokoll als Schadensstatusfeststellung statt.
Auftragsbezogene Nachweise
Mindestens 2 Wochen vor Ausführungsbeginn sind einzureichen: Einbauanleitungen, bauaufsichtliche Zulassungen, Produktbeschreibungen, Übereinstimmungsnachweise, Prüfzeugnisse sowie Werk- und Montagepläne (digital und mindestens 2-fach in Papierform). Eventuelle Nachunternehmer sind ebenfalls mindestens 2 Wochen vor Beginn schriftlich zu benennen. Der Bauablaufplan ist 3 Wochen vor Beginn an den Architekten zu übergeben.
Vergleichbare Referenzprojekte zu Estricharbeiten – nur auf gesonderte Aufforderung der Vergabestelle vorzulegen
Referenznachweise gemäß Formblatt 'Eigenerklärung zur Eignung'