Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenReparatur und Sanierung von rund 550 m Abwasserkanälen (15 Haltungen, DN 150–800 sowie Ei-Profile) im Stadtgebiet Duisburg – ohne Aufgraben, ausschließlich mit Roboterverfahren.
Auftraggeber: Wirtschaftsbetriebe Duisburg – AöR (WBD-AöR).
Wesentliche Leistungen:
Einsatzorte: 6 Straßen in den Ortsteilen Rumeln-Kaldenhausen, Alt-Homberg, Hochheide, Bergheim, Rheinhausen-Mitte und Friemersheim. Baubeginn voraussichtlich Anfang September 2026, Bauzeit rund 75 Werktage.
Verfahren: Öffentliche Ausschreibung ohne Lose. Angebote ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform. Wertung nach niedrigstem Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis100%
Maßgeblich ist in der Zuschlagserteilung ausschließlich der Angebotspreis (Wertungssumme). Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorbereitende Arbeiten (Reinigung und Inspektion)
Vor jeder Sanierung muss der Kanal mit HD-Technik gereinigt werden. Dazu sind Spezialfahrzeuge mit Wasserrückgewinnung (Kombi) einzusetzen. Die HD-Reinigung ist spätestens 24 oder 48 Stunden vor der anschließenden Inspektion bzw. Sanierung durchzuführen.
Danach ist eine neue TV-Inspektion mit einer fernsteuerbaren, ex-geschützten Farbdrehschwenkkamera (mind. 350 Zeilen Auflösung, Kabelwinde 200 m) vorzunehmen. Die Aufnahmen sind als Video (3 Phasen: vor Sanierung, nach Fräsen, Endzustand) sowie in Form von Haltungsberichten (eine PDF je Haltung) zu übergeben – bevorzugt über die WBD-Cloud.
Zusätzlich sind Digitalfotos mit Datums- und Zeiteinblendung vor, während und nach der Sanierung anzufertigen.
Roboter-Sanierung der Hauptkanäle
Kern der Maßnahme ist die Sanierung im Roboterverfahren. Die Verfahren müssen in der Lage sein, den Altrohrzustand III zu sanieren. Folgende Techniken kommen zum Einsatz:
Für jede Reparaturposition sind dem Angebot Verfahrensart, Material, Kartuschenmenge und DIBt-Zulassungsnummer beizufügen. Injektionsgele sind bei Muffensanierungen ausdrücklich nicht zugelassen.
Wasserhaltung und Abwasserführung
Während der Arbeiten ist die Abwasserhaltung sicherzustellen – das Abwasser ist zu überpumpen, ggf. über Ersatzleitungen. Rückstau sowie ein Versickern in Boden oder Gärten ist auszuschließen.
Der Hauptkanal DN 150–800 ist abzusperren und das anfallende Wasser mit Saugefahrzeugen abzusaugen. Eine Wasserhaltung im eigentlichen Sinne darf nur in Abstimmung mit dem Auftraggeber erfolgen; zu jeder Zeit ist die Vorflut zum Sammler sicherzustellen.
Baustelleneinrichtung, Verkehrssicherung und Entsorgung
Einrichtung und Räumung der Baustelle sind für die vorgesehenen Bauabschnitte vorzunehmen. Verkehrssicherung umfasst Absperrschranken, Verkehrszeichen, Bakenleuchten, Leitbaken und Halteverbotszonen; Halteverbotszonen sind 96 Stunden vor Beginn einzurichten.
Vor dem Kurzlinereinbau ist der Auftraggeber mind. 24 Stunden vorab zu informieren, damit er anwesend sein kann. Sperrungen sind zusätzlich der Feuerwehr und Polizei zu melden.
Anfallende Materialien (Harzreste, Straßenaufbruch, nicht einbaufähige Böden, abgebrochene Kanäle, Schächte, Mauerwerk, Beton etc.) sind fachgerecht zu entsorgen – die Kosten sind in die Angebotspreise einzurechnen. Es gilt das Standard-Formblatt VHB 241 (Abfall).
Einsatzorte und Bauablauf
Die Sanierung umfasst 15 Haltungen auf 6 Straßen in folgenden Duisburger Ortsteilen:
Profile: DN 800/DN 150 bzw. Ei 450/300 bis Ei 750/500.
Baubeginn: voraussichtlich 01.09.2026 (spätestens 12 Werktage nach Aufforderung). Die Schulallee und die Bergheimer Straße sind in den Sommerferien auszuführen. Die Gesamtbauzeit beträgt rund 75 Werktage (inkl. Genehmigungsfristen für verkehrsrechtliche Anordnungen); das geplante Bauende liegt im November 2026.
Dokumentation und Berichtswesen
Zu allen Fräs- und Sanierungsarbeiten ist eine lückenlose Dokumentation gemäß LV-Positionen zu führen. Bestandteile sind u.a.:
Eine Gesamtzusammenstellung sämtlicher Unterlagen ist spätestens mit der Schlussrechnung vorzulegen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage und Zuverlässigkeit
Voraussetzung ist eine Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK (bzw. eine Erklärung, warum keine Eintragung erforderlich ist). Auf gesondertes Verlangen ist der entsprechende Nachweis vorzulegen.
Zuverlässigkeit bedeutet insbesondere:
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Umsatz: Eigenerklärung über den jährlichen spezifischen Umsatz mit vergleichbaren Leistungen sowie über den jährlichen Gesamtumsatz – jeweils bezogen auf die letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre.
Betriebshaftpflichtversicherung: Nachweis über eine bestehende Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckung
(Abweichend davon nennt das Formblatt F1 abweichende Mindestdeckungen von 2.000.000 EUR Personen-/Sachschäden und 100.000 EUR Vermögensschäden – es gelten die in der Bekanntmachung geforderten Werte.)
Auf gesondertes Verlangen sind die Versicherungspolice bzw. eine Versicherungsbestätigung nachzureichen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzen: Mindestens 3 vergleichbare Leistungen in den letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren, mit Angabe von Auftraggeber, Ansprechpartner, Auftragssumme, Leistungszeitraum, Leistungsumfang mit eigenen Arbeitskräften und Mengen, eingesetzten Arbeitskräften sowie technischen/gerätespezifischen Anforderungen. Bei engerer Wahl sind Originalnachweise vorzulegen.
Personal/Bauleiter: Benennung eines Bauleiters mit mindestens 3 Jahren Berufserfahrung in vergleichbaren Leistungen; Stellvertretung ist zu benennen. Lebensläufe sind auf Verlangen nachzureichen.
Arbeitskräfte: Eigenerklärung über die jahresdurchschnittliche Zahl der Beschäftigten der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023, 2024, 2025), gegliedert nach technischem Personal und gewerblichen Arbeitskräften.
Gütesicherung Kanalbau: Nachweis der RAL-GZ 961 Gütesicherung Kanalbau für die Beurteilungsgruppen AK3, I, R und die S-Systeme S 10.1 – oder ein gleichwertiger Prüfbericht gemäß RAL-GZ 961 Abschnitt 4.1 mit Verpflichtung zur Gütesicherung (Abschnitt 4.3) und Eigenüberwachung (Abschnitt 4.2).
Empfohlen/zusätzlich von Vorteil: DIN ISO 9001 bzw. EN 19001 Zertifizierung, Mitgliedschaft in DWA/DVGW/VDRK mit Beurteilungsgruppen, Eigen- und Fremdüberwachung.
Präqualifikation, Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Präqualifizierte Unternehmen können ihren PQ-Nachweis (max. 1 Jahr alt) einreichen. Alternativ kann die Eignung über die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) nachgewiesen werden – Teil IV darf sich nicht nur auf Abschnitt α beschränken.
Der Einsatz von Nachunternehmern ist zulässig; das Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (VHB 233) ist in diesem Fall mit dem Angebot einzureichen. Bei finanzieller Eignungsleihe haften Bieter und Nachunternehmer gemeinsam; eine Verpflichtungserklärung (VHB 236) ist auf Verlangen vorzulegen.
Bietergemeinschaften sind zugelassen und müssen das Formblatt VHB 234 einreichen.
Vertragsrechtliche Rahmenbedingungen
Die Leistung ist nach VOB/B und VOB/C zu erbringen. Vertragsbestandteil sind die Besonderen Vertragsbedingungen der WBD (BVB Bau WBD) sowie die Bedingungen zur Einhaltung des Tariftreue- und Vergabegesetzes NRW (TVgG NRW, Stand 01.04.2018). Das Vergabeverfahren ist eine Öffentliche Ausschreibung; die Wertung erfolgt nach dem niedrigsten Preis.
Vergleichbare Leistungen: Kanalreparatur in geschlossener Bauweise / Roboterverfahren (HD-Reinigung, Roboter-Fräsarbeiten, Stutzen-/Riss-/Scherbensanierung, Kurzliner)
Mit Auftraggeber, Ansprechpartner, Auftragssumme, Leistungszeitraum, Leistungsumfang mit eigenen Arbeitskräften und Mengen, eingesetzte Arbeitskräfte, technische/gerätespezifische Anforderungen; Eigenerklärung VHB 124, bei engerer Wahl Originalnachweise/Referenzbestätigungen des Auftraggebers.