Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Flughafen München GmbH schreibt den Ersatzneubau einer bestehenden Fußgängerunterführung am Knoten West Eins als offenes Verfahren nach VOB/SektVO aus. Die alte, enge Unterführung wird abgebrochen und durch eine breitere, monolithische Ortbetonkonstruktion in offener Bauweise ersetzt – inklusive Erdarbeiten, Entwässerung, Kabelleerrohrverlegung, Elektroinstallation, Beleuchtung und vollständiger Wiederherstellung der Straßen- und Verkehrsanlagen.
Bieter müssen ihre Eignung nachweisen (keine Ausschlussgründe, Umsatz, Personal, bis zu 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 36 Monaten). Angebote werden ausschließlich elektronisch über das DTVP-Portal eingereicht, der Zuschlag erfolgt nach dem Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Einrichtung und Vorhaltung der Baustelle für die gesamte Bauzeit (ca. 20 Wochen Vorhaltung), inklusive Bauzaun, Baustrom, Beleuchtung, Baustraßen und Vermessung. Verkehrssicherung mit verkehrsrechtlicher Anordnung bei der Stadt Freising, tägliche Kontrolle der Sicherungseinrichtungen, Markierungsarbeiten und Leitwänden während der gesamten Bauzeit.
Abbruch und Rückbau
Rückbau der bestehenden Fußgängerunterführung (ca. 35 x 2,5 x 2,5 m, ca. 165 m³ Beton C35/45) sowie der oberirdischen Anlagen: Straßenbeleuchtung, Ampelanlage, Leitplanken, Borde, Pflaster und Asphaltflächen. Fachgerechte Entsorgung mit Haufwerksbeprobung; Abbruchmaterial nach Z0/Z1.1/Z1.2/Z2 getrennt.
Erd- und Tiefbauarbeiten
Aushub, Rückbau und Wiederherstellung der Zufahrtsrampe, Baugruben für die neue Unterführung sowie Suchschachtungen und Leitungsgräben bis 3 m Tiefe. Herstellung von Frostschutzschicht und Planum, Bodenaustausch und fachgerechte Entsorgung. Verbauarbeiten nach DIN 18303/4124.
Entwässerung
Neuverlegung und Sicherung von Regenwasserkanälen (DN 150 bis DN 400, Guss/PP/Stahlbeton), Schächten (DN 1000–1500), Anschluss an Bestand, Dichtigkeitsprüfung und Kanal-TV-Untersuchung. Errichtung eines neuen Regenwasserpumpwerks (2 Tauchmotorpumpen) mit Druckleitung (PEHD) zur Versickerungsmulde (ca. 67 m², 11 m³ Speichervolumen).
Kabelleerrohranlagen und Starkstrom
Verlegung von Kabelschutzrohrpaketen (KSR DA 110 in 1x1-, 2x1-, 2x2-zügig) inkl. Schächte, Dichtigkeitsprüfung und Kalibrierung nach FMG-Werknorm N44. Verlegung von LWL-Außenkabeln (24 Fasern), CAT-7A-Datenkabeln sowie Stromkabeln (NYCWY 4x70) inkl. Anschluss an die Trafostation 162.75.
Betonarbeiten – Unterführung
Monolithische Ortbetonkonstruktion in wasserundurchlässiger Bauweise (WUB-KO): Sauberkeitsschicht (ca. 100 m³), Sohle (280 m³ C35/45, 72 t Bewehrung), Wände (141 m³ C30/37, 35 t Bewehrung), Decke (249 m³ C30/37, 41 t Bewehrung) und Zugangsportale (60 m³ C30/37). Sichtbetonqualität SB3, Fugenbleche, Injektionsschläuche, Stahlstützen HEM 260, Abdichtung mit Polymerbitumen-Schweißbahnen.
Verkehrsanlagen (Straßen, Wege, Plätze)
Wiederherstellung der Verkehrsflächen mit Asphalttragschicht, -binder und -deckschicht (SMA, ca. 580 m²), Granithochbord, Rinnen und Pflasterflächen (Betonplatten, ca. 660 m²). Rückbau der Bestandsrampenzufahrt und Wiederherstellung des Knotens West 1 nach Abschluss der Maßnahme.
Elektroinstallation, Beleuchtung und Automation
Niederspannungsinstallation in Unterputz, Kabel und Leitungen nach VDE, Deckeneinbauleuchten LED (ca. 13 Stück, IP65), Sicherheits-/Einzelbatterieleuchten, Straßen- und Fußgängermastleuchten, Ampelanlage, DALI-Steuerung. SPS-Steuerungen für Beleuchtung und Pumpwerk (BACnet, DALI-Gateway, GSM-Fernmeldung), Ultraschall-Höhenstandsmessung für das Regenwasserpumpwerk.
Blitzschutz, Erdung und Schutzeinrichtungen
Ringerder und Staberder aus nichtrostendem Stahl (Rd10, ca. 350 m), Fundamenterder, Ableitungen, Potentialausgleichsschienen, Überspannungsschutz und Erdungsmessung mit Dokumentation (georeferenzierter Verlegeplan, DGN/DXF/DWG).
Wasserhaltung und Provisorien
Bauwasserhaltung mit Pumpensümpfen, Sickerleitungen DN150, Abwasserpumpen und Sandfang gemäß FMG-Leitfaden 14; Versickerung des geförderten Grundwassers über Versickerungsmulde oder Schluckbrunnen (Einleitung in Kanalisation nicht zulässig). Provisorische Einspeisung der Bestandsbeleuchtung während der Bauzeit.
Landschaftsbau und Wiederbegrünung
Rekultivierung bauzeitlich in Anspruch genommener Flächen nach FMG-UBB-Merkblatt 4: Oberbodenandeckung, Tiefenlockerung, Rasenansaat (RSM 7.3 für Sickermulden und Rampen), Pflanzungen, Mager- und Frischwiesenansaat mit gebietseigenem Saatgut (Ursprungsgebiet 16).
Baubegleitende Dokumentation und Qualitätssicherung
Bauzeitenplan (Balkenterminplan) ab 2 Wochen vor Baubeginn, monatliche Fortschreibung, Wochenvorschau, Tagesberichte, Bautagesberichte. Beweissicherung Bestand vor Beginn und nach Ende der Arbeiten, Eigenüberwachungsprüfungen wöchentlich, Probefeld Sichtbeton zur Qualitätsfestlegung, Statische Berechnungen für Kanalbau, Dichtigkeitsprüfungsprotokolle (3-fach), Videodokumentation der Kanalbefahrung im ISY-BAU-Format.
Übergabe und Inbetriebnahme
Erstellung der Montageplanungen binnen 4 Wochen nach Auftragserteilung, technische Dokumentation je Gewerk (Papier + digital), Inbetriebnahme und Einweisung des Betreiberpersonals mit Teilnehmerliste, SPS-Programme als .zip nach FMG-Standard, Übergabe der Werk- und Montagepläne (AutoCAD-DWG unter Verwendung FMG-Symbolbibliotheken), EPLAN-Schaltpläne (P9), Blitzschutzdokumentation digital, Beleuchtungsmessung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Eignung – Ausschlussgründe
Keine rechtskräftigen Verurteilungen wegen schwerer Straftaten (Terrorismus, Geldwäsche, Bestechung, Menschenhandel, Betrug gegen EU-Haushalt) – entspricht den zwingenden Ausschlussgründen der vergaberechtlichen Vorschriften.
Keine Eintragungen im Gewerbezentralregister wegen Verstößen gegen Mindestlohn- und Arbeitnehmer-Entsendegesetz.
Keine Zahlungsunfähigkeit oder laufendes Insolvenzverfahren.
Keine rechtskräftig festgestellten Verstöße gegen das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG).
Weder Bieter noch verbundene Unternehmen dürfen als sanktionierte Personen geführt werden (EU-Sanktionsverordnungen, insbesondere wegen Russland-Bezug, Art. 5k EU-VO 833/2014).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Erklärung zum Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre – sowohl Gesamtumsatz als auch Umsatz mit vergleichbaren Leistungen – jeweils in EUR netto. Mindestgrößen werden in den vorliegenden Vergabeunterlagen nicht ausdrücklich beziffert.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Angabe der durchschnittlichen Anzahl der Arbeitskräfte der letzten 3 Geschäftsjahre, gegliedert nach Berufsgruppen.
Vorlage eines Organigramms/Unternehmens-Gliederungsplans (Anlage 2).
Benennung von bis zu 3 Referenzprojekten aus den letzten 36 Monaten vor Veröffentlichung, die in Art und Umfang mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind (Ingenieurbau, Tunnelbau oder vergleichbar).
Formale und verfahrenstechnische Anforderungen
Bietergemeinschaften sind zulässig: gesamtschuldnerische Haftung mit bevollmächtigtem Vertreter, je Mitglied gesonderte Eignungserklärung.
Einsatz von Unterauftragnehmern ist zulässig, Verzeichnis der NU und Verpflichtungserklärung sind erforderlich.
Präqualifikation wird alternativ zur Eigenerklärung akzeptiert (Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.).
Sämtliche Unterlagen sind in deutscher Sprache einzureichen.
Im Leistungsverzeichnis implizit geforderte Fachkunde
Erfahrung in Ortbetonbau mit Sichtbeton der Klasse SB3 (Nachweis eines Betontechnologen vor Einsatz).
Erfahrung im Bau wasserundurchlässiger Betonkonstruktionen (WUB-KO).
Kenntnisse in Blitzschutz nach DIN EN 62305-3 (Blitzschutz-Fachkraft).
Erfahrung in Verbauarbeiten nach DIN 18303/4124, Erdbau nach ZTV-E.
Kompetenz in SPS-Programmierung (BACnet, DALI) und EPLAN P9 Elektroplanung.
Vergleichbare Ingenieur-/Tunnelbau-Projekte in Art und Umfang (z.B. Fußgängerunterführung, Ingenieurbau, Tunnelbau)
je Projekt: Name + Adresse Auftraggeber, Standort, Kurzbeschreibung (Ingenieurbau / Tunnelbau / Sonstige), Zeitraum, Eigenleistungs-/NU-/Kooperationsangabe mit Eigenleistungsanteil in %