Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Emschergenossenschaft vergibt Bauleistungen zur Asphaltierung von Betriebswegen entlang der Emscher im Bauabschnitt 18 (BA 18). Der Baubereich erstreckt sich vom Schellenbruchgraben in Herten bis zum Holzbach in Gelsenkirchen.
Die Maßnahme umfasst neben den eigentlichen Asphaltarbeiten auch Erd-, Entwässerungs- und Pflasterarbeiten, Baustelleneinrichtung, SiGe-Koordination, Kontrollprüfungen, Ausstattung (Beschilderung, Zäune) sowie Bestandsvermessung und Dokumentation.
Wegen der direkten Nähe zur Emscher und zum Grundwasser gelten besondere Umweltanforderungen (Schutz des Fließgewässers, kein Eintrag wassergefährdender Stoffe, Einhaltung von WHG, KrWG und Ersatzbaustoffverordnung).
Verfahrensart: Offenes Verfahren nach VOB/A. Es handelt sich um ein einzelnes Los (keine Losaufteilung).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut VergabeunterlagenLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorbereitung
Aufbau und Unterhaltung der Baustelleneinrichtung mit Baustraßen, Bauzaun, Verkehrssicherung, Beschilderung und SiGe-Koordination.
Vorbereitende Arbeiten umfassen das Abräumen von Oberboden, Gehölzschnitt, Rückbau von Zaunanlagen sowie das Einholen von Leitungsplänen.
Erd- und Entwässerungsarbeiten
Bodenaushub, Bodenverbesserung, Herstellung der Frostschutzschicht und Schottertragschicht sowie Oberbodenandeckung mit Ansaat.
Entwässerung über Muldenprofile und Anpassung der Schachtbauwerke an die neue Trasse.
Asphalt- und Pflasterarbeiten
Herstellung der Fahrbahnoberfläche mit Asphaltschnitt und Einbau einer Asphalttragdeckschicht AC 16 TD in 10 cm Stärke, einschließlich Splittüberwurf und witterungsbedingter Schutzmaßnahmen.
Pflasterarbeiten umfassen das Regulieren der Pflasterdecke, die Herstellung von Betonpflasterflächen, Bord- und Basamentsteinen sowie thermoplastischen Dreiecksmarkierungen.
Ergänzend wassergebundene Decken aus Schottertragschicht, Hartkalksplitt und Effenberger Deckschicht.
Ausstattung und Dokumentation
Lieferung und Montage der Wegeausstattung: Beschilderung (VZ 250, RWS 1 NRW), Schilderpfosten, Emscherzaun und Eingangsschilder.
Dokumentation durch Beweissicherung, Fotodokumentation, Bestandsunterlagen und Vermessung.
Bestandsplanerstellung im Maßstab 1:250, georeferenziert (UTM, Höhenbezug m ü. NN) in 3-facher Ausfertigung sowie 1 Woche vor Abnahme digital (pdf/dxf/dwg) plus 2-fach Papierplot.
Umwelt- und Gewässerschutz
Schutz des Fließgewässers Emscher und der umgebenden Natur: Verhinderung von Grundwasserverunreinigungen, keine wassergefährdenden Stoffe im Untergrund.
Einhaltung des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG), des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) mit getrennter Sortierung und Recycling sowie der Ersatzbaustoffverordnung (EBV) inklusive Dokumentationspflichten gemäß § 25 ErsatzbaustoffV.
Einsatz lärmschutzgerechter Maschinen und Bauverfahren.
Berichtswesen und Liefernachweise
Führung von Tagesberichten, Leistungsnachweisen und Lieferscheinen nach Formularen des Auftraggebers.
Vorlage einer prüfbaren Massenbilanz über alle gelieferten und entsorgten Schüttgüter mit der Schlussrechnung.
Rechnungen und Massenermittlungen in einfacher Ausfertigung, originale Wiege- und Lieferscheine verbleiben beim Auftraggeber.
Unverzügliche schriftliche Schadensanzeige bei schweren Personenschäden oder wesentlichen Sachschäden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Eignung
Umsatz des Unternehmens in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren, soweit er Bauleistungen und andere Leistungen betrifft, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind (einschließlich Anteile bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Leistungen).
Nachweis einer ausreichenden Versicherungsdeckung (Deckungssummen siehe vertragliche Anforderungen), Nachweis unverzüglich nach Auftragserteilung.
Möglichkeit der Präqualifikation: Eintragungsnummer im Präqualifikationsverzeichnis.
Technische und berufliche Eignung
Vergleichbare Referenzleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (drei Referenznachweise mit Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengen, Arbeitnehmerzahl, technischen Anforderungen und Bestätigung des Auftraggebers).
Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte; bei enger Wahl: jahresdurchschnittliche Anzahl der Beschäftigten in den letzten drei Jahren, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Registereintragungen: Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (soweit zutreffend).
Benennung eines Bauleiters mit mindestens 3 Jahren Berufspraxis und Benennung des Verantwortlichen für die Sicherung an Arbeitsstellen gemäß MVAS 1999.
Ausschlussgründe
Kein offenes oder eröffnetes Insolvenzverfahren, kein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan, keine Liquidation.
Keine schweren Verfehlungen, die die Zuverlässigkeit in Frage stellen.
Keine Verurteilung wegen eines Verstoßes gegen Vorschriften mit Eintrag im Gewerbezentralregister, Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €.
Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen, Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Ab Auftragssumme von 30.000 € netto: Auszug aus dem Gewerbezentralregister gemäß § 150a GewO wird vom Auftraggeber beim Bundesamt für Justiz angefordert.
Versicherungsanforderungen
Betriebshaftpflichtversicherung: mindestens 5 Mio. EUR pauschal für Personen- und Sachschäden.
Umwelthaftpflicht: eingeschlossen oder als separate Police.
Vermögensschäden: mindestens 10 Mio. EUR Deckungssumme.
Tätigkeitsschäden: mindestens 2 Mio. EUR (Sublimit).
Für Unterfangungs-/Unterfahrungsarbeiten: zusätzlicher Versicherungsschutz erforderlich.
Versicherungsschutz muss auch bei Einschaltung von Nachunternehmen und bei Tätigkeit in Arbeitsgemeinschaften bestehen.
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Vorgesehene Nachunternehmerleistungen sind bereits mit Angebotsabgabe zu benennen (Art und Umfang der Leistungen).
Auf Verlangen der Vergabestelle: Verpflichtungserklärung des Nachunternehmers gemäß § 6 EU Abs. 1 VOB/A.
Bei Bietergemeinschaften: Angaben zu allen Mitgliedsfirmen (Firma, Rechtsform, Adresse, Registergericht, Registernummer, USt-ID) auf gesonderter beigefügter Anlage.
Drei vergleichbare Referenznachweise zu erbrachten Bauleistungen, die mit der zu vergebenden Leistung (Asphaltierung von Betriebswegen, Erd-/Entwässerungs-/Asphalt-/Pflasterarbeiten) vergleichbar sind
Ansprechpartner beim Auftraggeber, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit ausgeführten Mengen, Zahl eingesetzter Arbeitnehmer, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung