Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Der Auftraggeber Berlin TXL Management GmbH sucht ein Bauunternehmen für den Neubau einer Trinkwasser-Interimsleitung am Terminal A auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tegel (Urban Tech Republic, Berlin-Reinickendorf).
Die Arbeiten umfassen Tiefbau, das Verlegen von duktilen Gussrohren (DN 150 und DN 200), den Einbau einer oberirdischen Interimsleitung sowie die endgültige Wiederherstellung von Fahrbahn, Geh- und Radwegen.
Die Maßnahme ist Teil eines großen Stadtentwicklungsprojekts (DGNB-Zertifizierung Platin angestrebt) und wird als öffentliche Ausschreibung nach VOB/A durchgeführt. Angebote müssen elektronisch über die Vergabeplattform Berlin eingereicht werden.
Wichtigste Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebotspreis als einziges Zuschlagskriterium
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbersicht
Die Baumaßnahme umfasst den Neubau von Trinkwasserleitungen am Standort Berlin TXL (Urban Tech Republic, Terminal A) in Berlin-Reinickendorf. Ausführungsort ist der Erschließungsbereich rund um das Terminal A. Die Arbeiten erfolgen montags bis samstags zwischen 07:00 und 18:00 Uhr, die Bauzeit beträgt 50 Werktage ab Baubeginn. Das Baufeld ist als kampfmittelbelastet eingestuft; bei Funden ist sofort der Auftraggeber zu informieren.
Tiefbau und Erdarbeiten
Leistungen umfassen das Aufbrechen und Wiederherstellen von Asphalt- und Pflasterflächen, Fugen schneiden, Tragschichten aus Beton und HGT herstellen, das Herstellen des Planums sowie den Erd- und Bodenaushub (Homogenbereiche 0 und 3) mit Verfüllung und Verdichtung. Oberboden wird abgehoben und nach Beendigung Rasenflächen wiederhergestellt. Probeschlitze zur Leitungssuche sowie die Kampfmittelbergung als Bedarfsposition sind eingeplant.
Rohrleitungsbau (Trinkwasser)
Es werden GGG-Rohre (duktiles Gusseisen) nach DIN EN 545 in den Nennweiten DN 150 (ca. 162 m erdverlegt + 122 m oberirdisch) und DN 200 (ca. 8 m) verlegt. Die Rohrverbindung erfolgt längskraftschlüssig mit BLS-Steckmuffen, die Druckstufe ist PFA 10. Zur Ausrüstung gehören Formstücke, Schieber DN 100/150/200, Unterflurhydranten, Entlüftungen und der Ausbau von Bestandsleitungen. Die oberirdische Interimsleitung erhält eine 60 mm Faserdämmung mit Alu-Schmutzmantel und einen Anprallschutz.
Straßen- und Wegebau
Endgültige Wiederherstellung von ca. 21 m² Geh- und Radweg in Pflasterbauweise, ca. 38 m² Fahrbahn in Asphaltbauweise (Asphaltbinder- und Asphaltdeckschicht aus Gußasphalt MA 11 S) sowie Borde nach ZTV A-StB 12 und RStO 12.
Desinfektion, Prüfung und Inbetriebnahme
Vor Inbetriebnahme sind die neuen Leitungsanlagen gemäß DVGW W 291 und Trinkwasserverordnung zu desinfizieren (Kaltnebelgerät mit Sanosil S003), es ist eine Leitungsspülung durchzuführen und eine Druckprüfung vorzunehmen. Wärmedämmungen sind an den oberirdischen Rohrabschnitten anzubringen.
Logistik, Umwelt und Nachhaltigkeit
Die Baustellenlogistik (Bauzäune, Beschilderung, Verkehrsführung) richtet sich nach dem Baulogistikhandbuch der Berlin TXL Management GmbH. Verantwortlicher für die Verkehrssicherung ist gem. MVAS 99 zu benennen. Es sind emissionsarme Baumaschinen einzusetzen, die Vorgaben von VwVBU Nr. 30.2 sind zu beachten. CO2-reduzierte Betone (mind. CSC CO2-Modul Level 1) sind zu verwenden. Das Projekt ist auf DGNB-Quartierszertifikat Platin ausgelegt; alle Nachhaltigkeits- und Abfallmanagementanforderungen (z. B. elektronisches Abfallregister via ZEDAL, Schadstoffkataster) sind einzuhalten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZwingende Ausschlussgründe
Bewerber dürfen nicht in schwerwiegender Weise unzuverlässig aufgefallen sein, keinen Eintrag im Wettbewerbsregister des Bundeskartellamts haben, sich nicht in Insolvenz/Liquidation befinden und müssen Steuern, Abgaben sowie Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß entrichten. Ab einer Auftragssumme von 30.000 € wird für den vorgesehenen Zuschlagsempfänger eine Wettbewerbsregister-Abfrage durchgeführt.
Fachliche und persönliche Eignung
Verlangt werden Nachweise über die Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK, die Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft, die Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte sowie die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (Mindestjahresumsatz, der von der Vergabestelle vorgegeben wird). Bodeneingriffe für Sondierungs-/Kampfmittelbergungsarbeiten dürfen nur durch Fachfirmen mit Befähigung nach §§ 7, 19, 20 SprengG erfolgen.
Technische Leistungsfähigkeit (Referenzen)
Nachzuweisen sind mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus dem Rohrleitungs- und Tiefbau mit einem Netto-Auftragswert von jeweils mindestens 300.000 €, erbracht innerhalb der letzten 5 Kalenderjahre. Maßgeblich sind Angaben zu Leistung, Auftragswert (bzw. Anteil des Bieters), Ausführungszeitraum und Auftraggeber. Bei Zuschlag sind Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung vorzulegen.
Präqualifikation und Nachunternehmer
Präqualifizierte Unternehmen reichen ihre ULV- oder Präqualifikationsverzeichnis-Nummer ein. Nicht präqualifizierte Bieter füllen die Eigenerklärung zur Eignung V 124.V-I F aus. Der Einsatz von Nachunternehmern ist zulässig; Art und Umfang sind im V 233 F anzugeben. Nachunternehmer müssen ebenfalls präqualifiziert sein oder die Voraussetzungen erfüllen. Beim Transport asbesthaltiger Abfälle ist ein gültiges EfB-Zertifikat nach § 54 KrWG erforderlich.
Sprache und Sonstiges
Die deutsche Sprache muss zur Verständigung mit den Arbeitnehmern ausreichend beherrscht werden, auch bei Nachunternehmern. Alle nicht deutschsprachigen Bescheinigungen sind zu übersetzen. Mindestlohn (13,69 €/Std. brutto, zzgl. gesetzlicher/tariflicher Regelungen), ILO-Kernarbeitsnormen und Frauenförderung (ab 200.000 € Auftragswert) sind verbindlich; Verstöße können mit Vertragsstrafe, Kündigung oder Schadenersatz sanktioniert werden.
Vergleichbare Referenzen im Rohrleitungs- und Tiefbau
Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (bzw. Anteil des Bieters), Ausführungszeitraum und Auftraggeber sind anzugeben. Bei Zuschlag sind Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung vorzulegen.