Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Landesbetriebs Forst Brandenburg für den Ersatzneubau einer einfeldrigen Brücke über den Dressler Strom bei Krausnick im Landkreis Dahme-Spreewald.
Die vorhandene dreifeldrige Holzbrücke ist einsturzgefährdet und gesperrt. An gleicher Stelle wird eine neue, einfeldrige Brücke mit Stahlüberbau (HEB 300) und Eichenholzbohlenbelag gebaut, die für 30-Tonnen-Fahrzeuge ausgelegt ist (Stützweite ca. 7 m).
Umfasst Abbruch des Bestandsbauwerks, Spundwandgründung mit Stahlbeton-Auflagerbänken, Wasserhaltung, Erdarbeiten, Wegebau, Naturschutzmaßnahmen (Ameisennest-Umsetzung, Baufeldabsuche) sowie Dokumentation (Bauwerksbuch, Bestandsdokumentation).
Bauzeit geplant: ca. Mitte August bis Ende November 2026. Die Baustelle liegt in Schutzgebieten (Biosphärenreservat Spreewald, FFH/Natura 200G, Naturschutz- und Vogelschutzgebiet).
Zuschlag: nach Preis (Wirtschaftlichkeit). Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen
Ersatzneubau statt der einsturzgefährdeten, gesperrten 3-Feld-Holzbrücke an gleichem Standort. Neue Brücke als Einfeld-Konstruktion mit:
Lage: Mehrere Schutzgebiete (Biosphärenreservat Spreewald, FFH-Gebiet, NSG, Vogelschutzgebiet). Daher ökologische Baubegleitung bauseits durch den Auftraggeber (AG), Beteiligungspflicht des Auftragnehmers (AN). Ggf. Winterbau (bis ca. −10 °C) zugelassen.
Bauzeit: ca. August bis November 2026 (geplanter Ausführungsbeginn 17.08.2026, Vollendung abnahmereif bis 27.11.2026).
Erreichbarkeit: Über Waldweg nur eingeschränkt erreichbar. Kein Baustromanschluss vorhanden.
Vorbereitung, Baustelleneinrichtung und Dokumentationspflichten
Folgende Plan-, Anzeige- und Dokumentationsunterlagen sind durch den AN zu erstellen bzw. mit dem Angebot vorzubereiten:
Bestandsdokumentation nach Bauende:
Naturschutz und ökologische Maßnahmen
Wegen der Lage in Schutzgebieten sind folgende ökologische Vermeidungsmaßnahmen zwingend:
Temporäre Waldumwandlung ist erforderlich.
Abfallvermeidung und Entsorgung
Pflichten zur Abfallverwertung/-beseitigung gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG):
Anlieferung, Baustoffe und Qualitätsnachweise
Vom AN vorzulegen/zu führen sind u.a.:
Hauptmengenübersicht (LV-Auszug):
| Position | Inhalt | Menge |
|---|---|---|
| 2 | Baumschutz | 20 Stück |
| 3 | Abriegelungs-/Überfahrtdamm + Verrohrung | ca. 400 m³ |
| 5 | Bodenaushub und Hinterfüllung | ca. 50 m³ |
| 6 | Spundwände (Gründung) inkl. Korrosionsschutz | ca. 20 t |
| 8 | Stahlbeton (Holme auf Spundwand) | ca. 20 m³ |
| 9 | Bauschlosser/Stahlbau (HEB 300) | ca. 8 t |
| 10 | Zimmerarbeiten (Eichenbohlen, Lärchen-Geländer) | ca. 11 m³ Holz (ca. 40 m² Bohlenbelag, ca. 30 m Holmgeländer) |
| 11 | Uferverbau | ca. 20 m |
| 12 | Wegebau | ca. 150 m² |
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage / Zuverlässigkeit
Firmenregistrierung:
Zuverlässigkeit (keine Ausschlussgründe):
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Mindestumsatz: Umsatz des Unternehmens in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren mit vergleichbaren Bauleistungen (inkl. ARGE-Anteil).
Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle vorzulegen:
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzen: vergleichbare Bauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (oder in der Auftragsbekanntmachung festgelegter Zeitraum). Bei Zuschlag in enger Wahl mindestens 3 Referenznachweise erforderlich. Alternativ: Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis (Verein für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.) – PQ-Nummer im Angebotsschreiben genügt.
Personelle Ausstattung:
Fachkunde: gemäß § 6a Abs. 3 VOB/A (weitere Angaben in Vergabeunterlagen).
Sprachanforderung: Bescheinigungen in fremder Sprache mit deutscher Übersetzung vorlegen.
Bietergemeinschaften: zulässig, gesamtschuldnerisch haftend, mit bevollmächtigtem Vertreter; Erklärung in Textform.
Nachunternehmer: Art und Umfang der Teilleistungen sind im Angebot anzugeben (Formblatt 233); auf gesondertes Verlangen Eignungsnachweis (präqualifiziert oder Eigenerklärung).
Mindestanforderungen nach BbgVergG (Mindestentgelt)
Mit Abgabe des Angebots ist die Vereinbarung Mindestanforderungen BbgVergG (Formblatt 5.3) sowie ggf. die Vereinbarung für Nachunternehmer/Verleiher (Formblatt 5.4) zu unterzeichnen. Der Bieter verpflichtet sich u.a.:
Konsequenzen bei Verstößen: Vertragsstrafen, Auftragssperren. Ohne Unterschrift der Vereinbarung gilt das Angebot als unvollständig.
Vergleichbare Bauleistungen (Brücken-/Ingenieurbau) aus den letzten 5 Kalenderjahren; mind. 3 Nachweise bei Zuschlag in enger Wahl
Mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar; pro Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigener Leistungsumfang inkl. Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/NU), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Alternativ PQ-Eintrag möglich.