Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Gütersloh schreibt Straßenbauarbeiten im Rahmen ihres Deckensanierungsprogramms 2026 (Teil II) öffentlich aus. Es sollen Fahrbahnflächen abschnittsweise unter Vollsperrung saniert werden: Dabei wird die alte Deckschicht abgefräst und mit neuer Binder- und Asphaltdeckschicht wieder aufgebaut.
Wichtigste Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Maßgeblich sind die nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbeträgen aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Wertungssumme wird aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Vorbemerkungen zur Bauausführung
Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise unter Vollsperrung. Sämtliche Leistungen zur Verkehrsführung, -sicherung und -umstellung sind in die Kalkulation einzubeziehen – inklusive Vollsperrungen, großräumiger Umleitungen, Anliegerinformationen und nötiger Genehmigungen. Erschwernisse durch wiederholte Sperrungsumstellungen, Wochenendarbeiten und erhöhten Zeitdruck sind einzurechnen. Rettungswege sind jederzeit freizuhalten, die Müllabfuhr ist zu unterstützen. Bei Kampfmittelfunden gilt die vorgeschriebene Meldepflicht. Die Baumschutzsatzung der Stadt Gütersloh ist zu beachten. Alle Schnittarbeiten sind als Nassschnitt auszuführen. Die ordnungsgemäße Entsorgung – insbesondere von kohlenteerhaltigem Material (besonders überwachungsbedürftig nach KrWG/NachwV) – ist nachzuweisen. Maßgeblich sind die einschlägigen technischen Regelwerke (u.a. ZTV Asphalt-StB, ZTV BEA-StB, ZTV E-StB, ZTV Pflaster-StB, ZTV SoB-StB, ZTV M, RSA, StVO, DIN EN 1338/1339/1340).
Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Stellung, Unterhaltung und Räumung der gesamten Baustelleneinrichtung (Geräte, Büros, Lager, Strom, Wasser, Entsorgung). Verkehrssicherung gemäß RSA und ZTV-SA: Vollsperrungen einrichten und unterhalten, Umleitungsbeschilderung aufstellen. Verkehrszeichenplan (2-fach) mindestens 14 Werktage vor Baubeginn bei der Straßenverkehrsbehörde einreichen. Namentliche Benennung eines qualifizierten RSA-Beauftragten, eines fachkundigen Vertreters des Auftragnehmers sowie eines Verantwortlichen mit Stellvertreter für verkehrsrechtliche Maßnahmen – eine dieser Personen muss ständig erreichbar sein.
Asphalt- und Oberbauarbeiten
Asphaltoberbau schneiden und abtragen; bitumenhaltige Befestigung (AVV 170302) fräsen, laden, transportieren und entsorgen. Reinigen der Fräsfläche. Herstellen und Vergießen von Fugen an Randeinfassungen (BIGUMA-4-Vergussmasse), TOK-Fugenband 40×10 mm. Aufsprühen des Bitumenbindemittels. Einbau des neuen mehrschichtigen Asphaltaufbaus (Schottertragschicht 0/45, AC32TS-Tragschicht, AC16BS-Binderschicht, SMA8S- oder AC11DN-Deckschicht) profilgerecht inkl. Handeinbau. Abstumpfen der Deckschicht mit Splitt 2/5.
Schacht- und Entwässerungsarbeiten
Schieber- und Hydrantenkappen sowie Straßenablaufaufsätze regulieren. Schachtabdeckungen (Klasse D400, 700 mm) neu setzen oder im Bohrverfahren einsetzen; vorhandene Abdeckungen aufnehmen, lagern und ggf. wiederverwenden. Straßeneinläufe anpassen.
Fahrbahnmarkierung
Vormarkierung; Schmalstriche unterbrochen/durchgehend; Fußgänger- und Radfahrerfurten (Typ I B 25 cm) in Heißplastik; Haltelinien/Wartelinien (50 cm); Pfeile (5 m); Piktogramme (Fahrrad, 30-Zone); Rollplastik-Markierung für Radwege (rotbraun RAL 3013). Flächen vor dem Markieren reinigen und trocknen. Ausführung nach RMS, DIN EN 1436 und ZTV M durch eine im Bieterangabenverzeichnis zu benennende Fachfirma; Qualifikation des geprüften Fahrbahnmarkierers auf Verlangen nachweisen.
Pflasterarbeiten
Pflasterdecke mit Nassschneidegerät schneiden. Betonrinnenplatten aufnehmen, liefern und versetzen (inkl. Fundament C20/25). Produktkonformität der Betonsteine gemäß DIN EN 1338/1339/1340 und TL Pflaster-StB nachweisen.
Stundenlohnarbeiten
Bereithaltung und Abrechnung nach Aufwand von Hydraulikbagger (1–1,5 m³) mit Fahrer, Radlader (18–37 kW) mit Fahrer, Kompressor mit Bedienung, LKW (12–20 t, Allrad) mit Fahrer sowie Facharbeiterstunden.
Materialnachweise und Gütesicherung
Sämtliche gütegeschützten Materialien (Schotter, Asphalt, Betonsteine etc.) sind vor Einbau per Eignungsnachweis zu belegen; der Auftraggeber behält sich Materialprüfungen vor. Für jedes Gerät und wesentliche Materialien sind Hersteller/Typ im LV einzutragen. Lieferscheine sind maschinell auszustellen und täglich der Bauleitung zur Gegenzeichnung vorzulegen (Originale mit Schlussrechnung).
Abfallentsorgung
Trennung, Erfassung und ordnungsgemäße Verwertung/Beseitigung aller Bau- und Abbruchabfälle gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz und Nachweisverordnung. Falls von der vorgesehenen Lösung abgewichen wird: Nachweis der Berechtigung der Entsorgungsanlage, Bestätigung des Betreibers, ggf. Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde (bei Andienungspflicht). Verwertungskosten sind in den Einheitspreisen einzurechnen; Beseitigungskosten sind zu benennen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage / Zuverlässigkeit
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestlohn und Tariftreue
Eigenerklärung nach § 19 Abs. 3 MiLoG: keine rechtskräftigen Bußgeldentscheidungen ≥ 2.500 € wegen Verstößen gegen § 21 MiLoG; Verpflichtung zur Weitergabe der Mindestlohnpflicht an Nachunternehmer und Verleihunternehmen. Bei Aufträgen ab 30.000 € wird zusätzlich ein Wettbewerbsregisterauszug angefordert.
Wettbewerbsregister und Ausschluss
Bei vorgesehenem Zuschlag und Auftragssumme ≥ 30.000 € holt der Auftraggeber einen Auszug aus dem Wettbewerbsregister für den Bieter ein. Fehlende Zuverlässigkeit führt zum Ausschluss vom Vergabeverfahren.
Eigenerklärung zu Referenzen: vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren. Auf Verlangen sind Referenznachweise mit Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Mengenangaben, durchschnittlicher Mitarbeiterzahl, technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal) und vertraglicher Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer) sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung vorzulegen.
vergleichbare Straßenbau-/Deckensanierungsleistungen; zunächst Eigenerklärung, Nachweise nur auf Verlangen der Vergabestelle