Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Autobahn GmbH des Bundes (NL Nordbayern) für Bauarbeiten an der BAB A71 im Bereich der Tank- und Rastanlage Mellrichstädter Höhe (zwischen Mellrichstadt und Sondheim).
Gegenstand ist die Erneuerung des Gerinnes zwischen dem Absetzbecken und dem Rückhaltebecken 167-34R sowie die Zuleitung des Bypass-Gerinnes in das Rückhaltebecken. Konkret umfasst die Maßnahme den Rückbau der bestehenden Raubettmulden (Hauptgerinne 6,00 m, Bypass 2,00 m), die fachgerechte Trennung und Entsorgung der Abbruchmaterialien, die Profilierung/Erdarbeiten und den Neubau der Gerinne mit witterungsbeständigen Bruchsteinen in Beton C 20/25.
Ausführungszeitraum: 01.09.2026 bis 31.10.2026.
Angebotsfrist: 08.07.2026, 09:00 Uhr. Angebote sind elektronisch in Textform (mit qualifizierter Signatur/Siegel) einzureichen. Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis – wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die genauen Gewichtungsanteile von Preis und weiteren Zuschlagskriterien ergeben sich aus der Vorlage HVA B-StB Gewichtung der Zuschlagskriterien, die im vorliegenden Kontext nicht enthalten ist. Da nur ein Zuschlagskriterium (Preis) explizit benannt ist und die Vorlage zur Gewichtung fehlt, wird der Preis hier mit 100 % angenommen, was jedoch zu prüfen ist.
- Beschleunigungsregelung0%
Im Abschnitt 2 der Vorzulegenden Unterlagen wird ein Zuschlagskriterium 'Beschleunigungsregelung' erwähnt (Angabe des verbindlichen Endes der Bauzeit und Bauzeitenplan). Zudem ist in den Besonderen Vertragsbedingungen Ziffer 9 'Beschleunigungsvergütung' vereinbart und es werden Nebenangebote zur Verkürzung der Einzelfristen für Verkehrsbeschränkungen zugelassen. Die konkrete Gewichtung ergibt sich aus der Vorlage HVA B-StB Gewichtung der Zuschlagskriterien, die im vorliegenden Kontext nicht enthalten ist.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenLage und Umfang der Maßnahme
Die Baumaßnahme liegt an der BAB A71 zwischen Mellrichstadt und Sondheim im Bereich der Tank- und Rastanlage Mellrichstädter Höhe, am Becken A71 167-34R. Sie umfasst die Erneuerung des Gerinnes zwischen dem Absetzbecken und dem Rückhaltebecken 167-34R sowie die Zuleitung des Bypassgerinnes in das Rückhaltebecken. Die Ausschreibung erfolgt als Einzelmaßnahme (keine Losaufteilung).
Ausführungszeitraum: 01.09.2026 bis 31.10.2026 (verbindliches Bauende).
Baustelleneinrichtung und Vorarbeiten
Der Bieter hat eine vollständige Baustelleneinrichtung vorzunehmen, die das Einrichten und spätere Räumen der Baustelle, Zufahrten, Geräte, Betriebsmittel, Büros, Lagerflächen, Anschlüsse (Strom, Wasser, Telekommunikation), Entsorgungseinrichtungen sowie Oberbodenarbeiten umfasst. Medienanschlüsse werden vom Auftraggeber nicht bereitgestellt. Arbeitsrampen und -ebenen sind herzustellen, zu unterhalten, umzubauen und zurückzubauen. Vor und nach den Bauarbeiten ist eine Zustandsfeststellung gemeinsam mit dem AG, der Bauoberleitung (BOL) bzw. der Bauüberwachung (BÜ) und dem Baulastträger/Eigentümer mit Fotodokumentation durchzuführen. Vor Baubeginn ist dem AG ein Abfallbeauftragter in Textform zu benennen.
Rückbau und Erdarbeiten
Rückbau der bestehenden Raubettmulde bzw. des bestehenden Raubettgerinnes. Dies umfasst das Lösen und Aufnehmen der vorhandenen Natursteine, den Rückbau der Betonbettung, das Trennen von Bauschutt und organischem Material sowie die Reprofilierung des Erdkörpers. Überschüssiger Boden ist seitlich einzuebnen, ausgewaschene Bereiche sind mit Schotter zu verfüllen.
Sohlgefälle: 1:2 bis 1:1
Böschungsneigung: 1:1,75
Mittlere Steinhöhe: h = 25 cm
Bettungsdicke: h/2 + 10 cm
Neubau der Raubettgerinne
Herstellung neuer Raubettgerinne mit witterungsbeständigen Bruchsteinen, gesetzt in Beton C 20/25, mit Fugen aus Pflasterfugenmörtel Typ A. Die Betonbettung ist konstruktiv mit Rundstählen DN 28 (Länge ≥ 1,00 m, 1 Stück pro m²) zu bewehren. Es sind zwei Gerinnebereiche neu zu errichten:
Gesamtlänge: 16,00 m
Lage zur Zuwegung: horizontal 14,30 m, vertikal 7,20 m
Entsorgung und Stoffstrommanagement
Das aus dem Rückbau gewonnene Material ist fachgerecht zu entsorgen: Bauschutt und organisches Material sind zu trennen. Gefährliche Abfälle dürfen ausschließlich über zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe gem. § 56 Nr. 2 KrWG und zugelassene Beförderer gem. § 54 KrWG entsorgt werden. Wiederverwendbares Material ist aufzubereiten. Geschätzter Fremdmaterialanteil: 20 %. Abfallschlüssel: 17 01 07 (nicht gefährliche Bau- und Abbruchabfälle). Mineralischer Ersatzbaustoff RC-1.
Vom Bieter vorzulegen:
Reinigung, Verkehrswege und Baustellenbetrieb
Verkehrswege mit gebundener Fahrbahndecke sind mit selbstaufnehmender Saugkehrmaschine zu reinigen. Die Aufwendungen für Zustandsfeststellung, Saugkehrmaschinen-Reinigung und Entsorgung sind in die Einheitspreise einzurechnen, ebenso alle Aufwendungen für Baustelleneinrichtung, -betrieb und -rückbau. Nebenangebote sind nicht zugelassen (Ausnahme: Verkürzung der Einzelfristen für Verkehrsbeschränkungen).
Technische Vertragsgrundlagen
Für die Bauausführung gelten die Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen (ZTV) u. a. für Baustelleneinrichtung, Erdarbeiten, Entwässerung, Landschaftsbau, Vermessung, Tragschichten, Deckenbau, Straßenausstattung sowie Brücken- und Ingenieurbau (Stand 05.05.2026). Die Bauabrechnung erfolgt IT-gestützt nach REB mit Aufmaßblättern und Massennachweisen per Wiegescheinen. Der Datenaustausch erfolgt im DA11-Format gemäß REB-VB 23.003.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und persönliche Zuverlässigkeit
Der Bieter darf keine schweren Verfehlungen begangen haben, die seine Zuverlässigkeit infrage stellen. In den letzten 2 Jahren dürfen keine Verstöße mit Freiheitsstrafe > 3 Monaten, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße > 2.500 € gegen ihn verhängt worden sein. Gegebenenfalls ist eine Selbstreinigung nachzuweisen.
Finanzielle und steuerliche Eignung
Der Bieter muss seine Zahlungspflichten gegenüber Steuerbehörden, Sozialversicherungen und Sozialkassen ordnungsgemäß erfüllen. Auf Verlangen sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen des Finanzamts, der tariflichen Sozialkasse und der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen) sowie die Freistellungsbescheinigung gem. § 48b EStG vorzulegen. Der Bieter darf sich nicht in einem Insolvenzverfahren, einer Liquidation oder einer vergleichbaren Lage befinden.
Gewerberechtliche Befähigung
Erforderlich ist eine Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle, bei der IHK oder eine bestätigte Nicht-Eintragungspflicht. Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft ist nachzuweisen.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Nachweis eines ausreichenden Mindestjahresumsatzes (Höhe vom AG festzulegen) sowie eines Mindestjahresumsatzes im Tätigkeitsbereich. Bestätigung durch Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse/Gewinn- und Verlustrechnungen. Ggf. Eignungsleihe wirtschaftliche und finanzielle Eignung (HVA B-StB).
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Referenzen: Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über die Ausführung von Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren. Als vergleichbar gelten Erstellungen von Gerinnen, Pflasterungen oder Verkleidungen mit Bruchsteinen in Beton. Ausnahmsweise können auch ältere Referenzen anerkannt werden. Auf Verlangen sind Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung vorzulegen.
Personal: Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte; auf Verlangen Erklärung zur durchschnittlichen Arbeitskräfteanzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen und technischem Leitungspersonal. Nachweise zu technischen Fachkräften (Studiennachweise, Berufserfahrung).
Technische Ausrüstung: Nachweise zur technischen Ausrüstung des Unternehmens und zur Geräteausstattung für die Auftragsausführung.
Ggf. Eignungsleihe technische und berufliche Leistungsfähigkeit (HVA B-StB).
Sanktionen und Russland-Sanktionen
Eigenerklärung Bezug Russland gemäß Art. 5k VO (EU) Nr. 833/2014 ist mit dem Angebot verpflichtend einzureichen.
Sicherheits-, Qualitäts- und Umweltmanagement (optional auf Verlangen)
Auf Verlangen der Vergabestelle sind Nachweise zu Qualitätssicherungsmaßnahmen, Lieferkettenmanagement- und Überwachungssystem, Umweltmanagementmaßnahmen, Befähigungsnachweisen (Studiennachweise) sowie zur Geräte- und technischen Ausstattung vorzulegen. Zudem kann die Verpflichtungserklärung anderer Unternehmen (bei EU-Verfahren) verlangt werden.
Eigenausführung und Nachunternehmer
Der Bieter muss erklären, ob er die Leistung im eigenen Betrieb ausführt oder Nachunternehmer einsetzt. Bei Nachunternehmereinsatz sind die Teilleistungen im Vordruck HVA B-StB 103 zu benennen; auch für Nachunternehmer ist die Eignung (Präqualifikation oder Eigenerklärung) nachzuweisen.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über die Ausführung von Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren – speziell: Erstellung von Gerinnen, Pflasterungen oder Verkleidungen mit Bruchsteinen in Beton
Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle vorzulegen; ausnahmsweise können auch ältere Referenzen anerkannt werden