Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Die Autobahn GmbH des Bundes schreibt geotechnische Erkundungsarbeiten auf der Bundesautobahn A9 zwischen den Anschlussstellen Greding und Altmühltal öffentlich aus. Es werden Baugrunduntersuchungen an mehreren Bauwerken durchgeführt.
Was ist zu tun?
Wichtige Fristen
Hinweis: Nebenangebote sind nicht zugelassen. Die Vergabe erfolgt nach dem Preis als einziges Zuschlagskriterium.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme, ggf. unter Berücksichtigung günstigerer Grund-/Wahlpositionen, monetarisierter Zuschlagskriterien und Nachlass ohne Bedingungen). Werkstätten für Behinderte erhalten 15% Bonus auf die Wertungssumme; bei gleicher Wirtschaftlichkeit erhält die Werkstatt den Zuschlag.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H. auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle inkl. Büro, Unterkünfte, Lager und Geräte. Anfahrt des Bohrpersonals. Einrichtung und Betrieb eines frostfreien Kernlagers für mindestens 300 laufende Meter Bohrgut, max. 50 km vom Baufeld entfernt. Vorhalten der gesamten Baustelleneinrichtung über die gesamte Bauzeit.
Bohrarbeiten – Kern- und Aufschlussbohrungen
Umsetzen der Bohrgeräte inkl. Auf-/Abbau und Zwischentransport. Bohrungen in allen Boden- und Felsarten in Tiefenbereichen bis 10 m, 10–30 m, 30–60 m und 60–99,5 m. Kernbohrungen in Fels mit Mindestkerndurchmesser 100 mm inkl. Wasserbeschaffung. Fotografieren der Bohrkerne (370 Aufnahmen à 4 Kerne je 1 m, Lieferung als Papier und CD). Verfüllen der Bohrungen mit Tonschnitzeln, Dämmer und Kaltasphalt im Straßenbereich. Insgesamt sind 28 Erkundungsbohrungen über alle Teilbereiche hinweg vorgesehen.
Probenentnahme
Entnahme von Boden- und Felsproben gemäß DIN EN ISO 22475-1: Becherproben (1 l), Kübelproben (5 l, 10 l) und Kernproben. Entnahme mittels Entnahmegerät (L = 300 mm, D ≥ 100 mm) inkl. Paraffinverguss. Entnahme von Grundwasserproben zur Prüfung auf Beton- und Stahlaggressivität nach DIN 4030 und DIN 50929-3.
Grundwassermessstellen
Ausbau von 5"-Pegeln (PVC-Rohre DN125) in Tiefen bis 25 m inkl. Filterkies, Tonabdichtung und Klarpumpen. Überflurausbau aus verzinktem Stahlrohr mit Betonsockel, Pegelkappe (frostsicher) und Kunststoffschild. Durchführung von Kurzpumpversuchen (ca. 3 Stunden) und 24-Stunden-Wiederanstiegsmessungen. Insgesamt sind 13 Grundwassermessstellen vorgesehen, 2 Bohrungen werden zu Messstellen ausgebaut.
Sondierungen und Schürfe
Durchführung von 19 Sondierungen mit der Schweren Rammsonde (DPH) nach DIN EN ISO 22476-2 bis 20 m Tiefe inkl. Auswertung. 5 Kleinschürfe (1,5 m × 4,0 m, bis 6 m Tiefe) mit Hydraulik-Bagger.
Kampfmittel- und sonstige Erkundungen
Oberflächen- und Tiefensondierungen zur Kampfmittelerkundung bis 6 m Tiefe sowie Freigabe der Bohransatzpunkte. Handschachtungen zur Suche von Kabeln und Leitungen (bis 2,5 m × 1,5 m Tiefe). Vermessungsarbeiten: Festlegen der Lage, Einmessen nach Ausführung im Gauß-Krüger-System und Höhensystem DHHN2016/NHN. Holzungsarbeiten (Stocken von Strauch- und Buschwerk) für Zuwegung und Arbeitsraum.
Dokumentation und Berichte
Erstellung von Koordinatenlisten der Aufschlüsse (Gauß-Krüger, DHHN2016/NHN). Digitaler Bildbericht (Bohrkerne) auf CD mit vorgegebener Dateibenennung. Auswertung der Sondierungen als PDF und in Papierform. Dokumentation des Ausbaus der Grundwassermessstellen. Pumpversuchsprotokolle mit Diagramm. Lieferung der Bohrkernfotos innerhalb von 8 Tagen nach Aufnahme.
Ausführungszeiträume (Übersicht)
Vor Bohrbeginn sind Auftraggeber, Behörden und Grundstückseigentümer mindestens 3 Tage vorher zu benachrichtigen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und rechtliche Voraussetzungen
Es dürfen keine Ausschlussgründe vorliegen (z. B. keine Verurteilungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätze in den letzten 2 Jahren). Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation. Nachweis einer Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle, bei der IHK oder Nachweis, dass keine Eintragungspflicht besteht. Nachweis der Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Fachliche Qualifikation des Personals
Qualifikationsnachweise der Fachkräfte nach DIN EN ISO 22475-1 (Geotechnische Erkundung und Probeentnahmeverfahren), nicht älter als 7 Jahre. Nachweis über Erfahrungen der Bohrgeräteführer mit komplexen Gebirgsverhältnissen (Kalkstein/Dolomit im Wechsel mit Ton-/Mergelsteinen, Bohrtiefen mind. 40 m) durch Schichtenverzeichnisse und Bohrkernfotos von mindestens 2 bestätigten Referenzen. Qualifikation des Verantwortlichen für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen gem. MVAS und ZTV-SA. Befähigungsschein nach § 20 SprengG und Erlaubnis nach § 7 SprengG für die verantwortliche Person.
Technische Ausstattung
Liste der für das Projekt vorgesehenen Bohrgeräte (Typ und Baujahr). Ausreichende Gerätekapazität, um die vorgegebenen Ausführungszeiten einzuhalten (z. B. 2 Bohrgeräte gleichzeitig für Stützmauerarbeiten).
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Eigenerklärung zur Eignung gemäß HVA B-StB 107 (VOB/A). Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Sozialkasse, Finanzamt, Berufsgenossenschaft), Freistellungsbescheinigung § 48b EStG, Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, testierte Jahresabschlüsse/Gewinn- und Verlustrechnungen oder Bestätigung durch Wirtschaftsprüfer/Steuerberater. Eignungsleihe wirtschaftliche/finanzielle Eignung möglich (Formblatt).
Sonstige Anforderungen
Eigenerklärung Bezug Russland zur Umsetzung von Art. 5k VO (EU) Nr. 833/2014. Bei Einschaltung von Nachunternehmen: Vordruck HVA B-StB Unterauftrag-/Nachunternehmerleistungen. Eignungsleihe technische und berufliche Leistungsfähigkeit möglich (Formblatt).
Erkundungsbohrungen in Gesteinen mit stark und kleinräumig wechselnder Druckfestigkeit (Kalkstein/Dolomit im Wechsel mit Ton-/Mergelsteinen), stark variierende Trennflächenabstände, Bohrtiefen mind. 40 m, Entnahmekategorie A–C nach DIN EN ISO 22475-1
Muster Schichtenverzeichnisse und Bohrkernfotos, die Qualität der Entnahmekategorien A–C bestätigen
Koordinierung von Bohrarbeiten im Verkehrsraum von Autobahnen bzw. zweibahnigen/vierstreifigen Bundesstraßen
Befähigung gem. ZTV-SA 97 und MVAS 99 für Verkehrssicherungen (kürzere und längere Dauer)