Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum es geht:
Im Essener Westen wird auf der Haus-Berge-Straße zwischen Dinslakener Straße und Bocholder Straße (ca. 650 m) eine neue Straßenbahntrasse gebaut. Drei Auftraggeber – Ruhrbahn GmbH, Stadt Essen und Stadtwerke Essen AG – schreiben die Arbeiten gemeinsam aus.
Was muss gemacht werden (Hauptleistungen):
Was Sie als Bieter mitliefern müssen: Vollständiges Angebotsschreiben, bepreistes Leistungsverzeichnis, 3 Referenzprojekte (Gleis-Ingenieurbauwerk, barrierefreier Bahnsteig, DVGW-zertifizierter Rohrleitungsbau), Nachweis Haftpflichtversicherung 5 Mio. €, Eigenerklärungen, Formblätter A-1 bis A-18.
Wichtigste Fristen: Angebotsabgabe 20.07.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis700%
Bewertung des Angebotspreises über Bewertungszahlen: Höchstgebot erhält Bewertungszahl 700 (= 700 Punkte), andere Angebote werden proportional dazu bewertet.
- Qualifikation und Erfahrung des ausführenden Personals300%
Bewertet werden Qualifikation und Berufserfahrung des vorgesehenen Personals für die Bauleitung. Eigenbelege sind beizufügen. Gesamt-Bauleitung kann in Personalunion mit einer der beiden anderen Bauleitungsfunktionen besetzt werden.
Preis: Angebotssummen werden kaufmännisch auf volle Tausend gerundet und um drei Stellen gekürzt. Dem Höchstgebot (niedrigster Preis) wird die Bewertungszahl 700 zugeordnet. Bewertungszahl der anderen = (Angebotssumme × 700) / Höchstgebot, kaufmännisch gerundet. Das Angebot mit der niedrigsten Bewertungszahl (also das preisgünstigste) erhält 700 Punkte. Die Punktzahlen der anderen ergeben sich, indem von der Höchstpunktzahl 700 der Abstand von deren jeweiliger Bewertungszahl zur niedrigsten Bewertungszahl abgezogen wird.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGleis- und Bahnanlagen (Ruhrbahn)
Neubau Straßenbahntrasse (ca. 650 m Länge):
Masse-Feder-System (ca. 900 m²): schichtweiser Aufbau aus Schottertragschicht, Sauberkeitsschicht, PE-Folie, Tragplatte (h=25 cm), Elastomermatte (ca. 5 cm), Masseplatte (h=30 cm). GFK-Bewehrung im Bereich elektrisch gesteuerter Weichen. Schallschutz nach Gutachten vom 11.08.2025.
Fahrleitungsanlage: 22 Fahrleitungsmaste mit Tiefengründung (Bohrgründung Ø 508–711 mm), inkl. Sondierungsbohrungen, Erschütterungsmessungen, Kampfmittelfreigabe und Einmessung der Fundamente.
Hinweis: Gleisbaumaterial (Weichen, Kreuzung, Schienen) wird beigestellt – Abholung Betriebshof Duisburger Str. 78, 45479 Mülheim an der Ruhr (4 Wochen Vorlauf).
Haltestellen und Bahnsteige
Fertigstellungstermine: Bergmühle bis 30.06.2027, Bocholder Straße bis 17.11.2027.
Straßen- und Tiefbau (Stadt Essen)
Fahrbahn und Nebenanlagen:
Entwässerung: ca. 600 m Leitungen DN 150–DN 300, Straßenabläufe, Schächte (ca. 12 Kontrollschächte), Gleisentwässerung mit ACO-DRAIN-Rinne S 200 K, Dichtheitsprüfungen, Kameradurchfahrung.
Anschlussbereich Süd (Dinslakener Straße bis Buschhauer Straße, ca. 210 m): Gleiserneuerung (ca. 400 m auf Montageklötzen Typ B), Fahrbahnsanierung (je ca. 750 m²), Entwässerung.
Ausbaugewerke (Stadt Essen)
Beleuchtung (Teil 03): ca. 3.700 m Kabelschutzrohr DN 53–110, ca. 8 Kabelschächte, ca. 26 Mastfundamente mit Beleuchtungsmasten und Leuchten. Schutzart IP42/54 nach DIN.
Lichtsignalanlagen (Teil 04): ca. 2.300 m Kabelschutzrohr, ca. 19 Kabelschächte, ca. 19 LSA-Maste an Einmündung Bergmühle und Zollstraße. Demontage Altanlagen.
Markierung (Teil 05): ca. 665 m durchgehende, ca. 505 m unterbrochene Linien in Heißplastik, 8 Richtungspfeile, 33 Piktogramme, 12 Schriftzeichen.
Beschilderung (Teil 06): ca. 31 Verkehrszeichen nach StVO, ca. 23 Maste, Rohrschellen, Großflächenwegweiser inkl. Statik.
Versorgung und Nebenanlagen
Trinkwasserleitung (Stadtwerke Essen AG, Teil 07): Erneuerung und Umlegung von ca. 164 m Stahlrohr DN 1000 in die Zollstraße. Schweißarbeiten nur durch geprüfte Schweißer (DIN EN ISO 9606-1, DVGW GW 330). Druckprüfung nach DVGW W 400 T2. Hygienekonzept nach DVGW W 263. Material wird durch Infralogistik Ruhr GmbH beigestellt.
Kabeltiefbau und LWL (Ruhrbahn): ca. 13 Kabelschächte (Typ Gr. 2 bis 88 R1), ca. 2.995 m Kabelschutzrohr DN 110, ca. 405 m DN 63, 5 Kabelverteilerschränke (Göhre 7114), ca. 1.000 m LWL-Kabel, provisorische LWL-Verlegung an Fahrleitungsmasten.
Baumfällungen (Teil 08): ca. 58 Bäume verschiedener Arten, inkl. Artenschutzkontrolle, Verpflanzung 4 Jungbäume, Pflanzgruben mit Ballenverankerung, Fertigstellungs- und Entwicklungspflege.
Landschaftsbau und Pflege (Ruhrbahn): Baumgrubenvorbereitung, Rasentragschicht (Cordolith 80), Pflege des Rasengleises für 1. und 2. Jahr.
Baugrundvorbereitung und Umfeld
Bauzeitfenster:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Stahlbewehrtes Ingenieurbauwerk einer Gleisanlage nach DIN 45673 (Mechanische Schwingungen – Elastische Elemente des Oberbaus)
Schwingungsisolierte/elastisch gelagerte Gleistragplatte, Beton-Längsbalkensystem oder sonstiges tragendes Bauteil unter Gleisanlage im Straßenraum. Vergleichbare Leistung mit Betonbauwerk + Gleiseinbau.
Errichtung eines barrierefreien Bahnsteigs für Niederflurstraßenbahnen
Barrierefreier Bahnsteig für Niederflur-Straßenbahnen (Haltestelle Bergmühle / Bocholder Straße)
Tief- und Rohrleitungsbau: a) DVGW GW 301 W1 + b) Tiefbau im Rohrleitungsbau nach GW 381 für DN > 600
Kann in einem Projekt oder in zwei separaten Projekten nachgewiesen werden. Anforderung: Gewerkekoordination im Baufeld.