Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) schreiben Tiefbauarbeiten für die Erneuerung von Kabelanlagen im Bereich GW302 Heinersdorf öffentlich aus.
Was ist zu tun?
Wichtige Fristen:
Verfahren: Einstufige öffentliche Ausschreibung nach VOB/A – Eignung ist mit dem Angebot nachzuweisen. Einziges Los.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
100 % Preis auf die Nettoangebotssumme inkl. gewährtem Nachlass
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung & Logistik
Einrichten und Räumen der Baustelle sowie Vorhaltung über ca. 25 Wochen. Materialtransporte zum und vom BVG-Lager Siegfriedstraße 33–40, 10365 Berlin (Mo–Do 7:00–14:00 Uhr, Fr 7:00–12:00 Uhr nach Anmeldung). Herstellung provisorischer Überfahrten mit Stahlplatten, Fußgängerbehelfsbrücken sowie Montage- und Baugrubenabdeckungen. Aufbau und Vorhaltung von Baumschutz (Einhausung von 5 Bäumen). Erstellung der Bestandsunterlagen in CAD-Format (DXF/DWG) auf ALK-Basis, lage- und georeferenziert vermessen, 3-fach auf DIN A4 plus 1× digital.
Verkehrsführung und -sicherung
Durchführung der Verkehrssicherung in 7 Bauphasen vom 21.09.2026 bis 26.03.2027. Auf-, Ab- und Umbau sowie Vorhaltung und 2-mal tägliche Kontrolle aller Absperr- und Warneinrichtungen. Markierungen in gelber Folie gemäß ZTV M, transportable Schutzeinrichtungen nach ZTV-SA, transportable Lichtsignalanlagen (Typ D gemäß TL-Transportable LSA) mit Anbindung an die stationäre LSA #21x46 und den zentralen Verkehrsrechner Berlin. Sicherstellung der Mindestfußgängerfurtbreite von 2,50 m und Absturzsicherungen ab 1,25 m Grabentiefe. Verkehrszeichen mit Reflexfolie RA2, Aufstellhöhe mind. 2,25 m, variable Schildabdeckungen (keine Abklebebänder). Abstimmung und Koordinierung mit Straßenverkehrsbehörde, Bezirksamt, BVG, Wartungsbetrieb infraSignal GmbH sowie Anliegern und Gewerbetreibenden.
Tiefbau- und Erdarbeiten
Herstellung von ca. 700 m Kabelgraben (0,60–0,80 m breit, bis 1,20 m tief). Aushub von ca. 400 m³ Boden (Klasse 3–4), bei Bedarf Saugbagger-Einsatz im Wurzelbereich. Suchschachtungen zur Leitungserkundung. Container für Aushub (35 m³ + 13 m³). Lieferung und Einbau von ca. 100 m³ Füllsand sowie Grabenverfüllung mit Verdichtung auf mind. 100 % Proctordichte (Ev2 ≥ 45 MPa, nachgewiesen über dynamischen Plattendruckversuch). Oberbodenandeckung und Rasenflächenherstellung. Ausbau bestehender Kabelschutzrohre DN 110 (4- und 6-rohrig).
Kabelarbeiten
Verlegung neuer Kabelschutzrohre DN 110 aus PVC-U oder PE-HD als 4-, 6- oder 7-rohrige Rohrpakete, einschließlich Kabeldurchführungsstopfen und Endkappen sowie Einbau in Kabelaufbauschächte. Verlegen von ca. 2.700 m Kabel (Typ N2XS2Y 1x400 RM/16, beigestellt durch die BVG) und Ausbau der ca. 2.700 m alten 500 mm²-Aluminium-Kabel inkl. Zulage für Ausbau aus Schutzrohr. Kabel verkappen (ca. 10 Stück), Kabel sichern (ca. 800 m), Kabel seitlich legen (ca. 800 m). Abdeckungen über Versorgungsträger (ca. 100 m), Kabelkennzeichnungsbänder (ca. 150 Stück) und Trassenwarnband (ca. 800 m).
Oberflächenwiederherstellung und Straßenbau
Aufnehmen und Wiederherstellen von ca. 800 m² befestigter Fläche: Fugen schneiden, Asphalt aufbrechen, Borde ausbauen und wiederherstellen (BSt. HB 15×30 und TB 8×25), Baumscheibeneinfassungen aus Granit. Wiederherstellung der Oberflächen mit Schottertragschicht (Gehwege 650 m²/15 cm, Fahrbahn 50 m²/30 cm), Dränbetontragschicht, Asphalttragschicht AC 22 TS, Asphaltbinderschicht AC 16 B S, Gussasphalt MA 11 S. Pflasterflächen aus Betonstein (10 m²), Gehwegplatten 35×35×5 (ca. 440 m²), Rippenplatten taktil (5 m²), Mosaikpflaster Granit (350 m²), Kleinsteinpflaster (60 m²), Granitgroßpflaster (35 m²). Wiedereinbau von Pollern (10 St), Geländern (125 m) und Fahrradständern (6 St). Schlussreinigung der Verkehrsflächen (2.500 m²).
Entsorgung und Umwelt
Erstellung und laufende Pflege eines Entsorgungs- und Rückbaukonzepts, Abstimmung mit der Abfallbehörde (Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz, I B 2). Beprobung und Analytik durch akkreditierte Labore (DIN EN ISO/IEC 17025) auf PAK, MKW, PCB, Schwermetalle, Cyanide, TOC, pH, Leitfähigkeit. Probenahmeprotokoll und Prüfberichte an BVG (Abt. TI.IN-GI-D1). Entsorgung gemäß Abfallschlüsselnummern ASN 170302, 170107 (RC 1–3), 170201, 170203, 170411, 170504 (BM-F1/F2/F3), 170904, 200201. Verpflichtende Teilnahme am elektronischen Abfallnachweisverfahren (eANV/ZEDAL) über die eANV-Teilnehmer-Nummer. Erzeugernummer für die Baumaßnahme: LE49B4534. Für Entsorgungsleistungen dürfen nur zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe eingesetzt werden. Aufstellung der Entsorgungsbilanz mit Schlussrechnung. Gutschriften und Wiegescheine für Altkabel-Verwertungserlöse an Gutschriftseingang@BVG.de.
Stundenlohnarbeiten und Sonstiges
Stundenlohnarbeiten für Polier, Baufacharbeiter, Sicherungsposten (SIPO/Sakra im Gleisbereich, 50 Std), Bagger, Radlader 120 PS, Lkw bis 10 t und bis 20 t – jeweils 10 Std. Alle Arbeiten unter Berücksichtigung beengter Platzverhältnisse, Vor-Kopf-Bauweise und der einschlägigen Vorschriften (DIN EN 1610, ZTVE-StB, RSA, ZTV-SA, TL-Transportable LSA, RiLSA, ASR A5.2). Berücksichtigung von Weihnachtsferien und witterungsbedingten Unterbrechungen in der Bauzeit (Gesamtbauzeit ca. 22 Wochen).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage – Ausschlussgründe
Der Bieter, jedes Mitglied einer Bietergemeinschaft sowie jeder Eignungsleihgeber müssen mit der Eigenerklärung zur Eignung bestätigen, dass:
Die Nichteinhaltung führt zum sofortigen Ausschluss vom Verfahren.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Bei Bietergemeinschaften werden die Umsätze der Mitglieder addiert.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Eignungsleihe, Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bei Eignungsleihe muss eine Verpflichtungserklärung jedes leihgebenden Unternehmens vorgelegt werden. Über Eignungsleihe können wirtschaftliche, finanzielle, technische und berufliche Anforderungen erfüllt werden. Bietergemeinschaften benennen ein geschäftsführendes Unternehmen, haften gesamtschuldnerisch und dürfen keine wettbewerbsbeschränkende Abrede (§ 1 GWB) treffen; jedes Mitglied muss wirtschaftlich vernünftige Gründe für den Zusammenschluss darlegen. Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (VHB 233) mit namentlicher Benennung der NU bereits bei Angebotsabgabe. Für Entsorgungsleistungen dürfen ausschließlich zertifizierte Entsorgungsfachbetriebe eingesetzt werden.
Weitere Anforderungen (Versicherung, Frauenförderung, Compliance)
Verfahrensregeln zur Eignungsprüfung
Einstufiges Verfahren – Eignung ist simultan mit dem Angebot nachzuweisen. Prüfung erfolgt anhand der eingereichten Unterlagen nach den in der Bekanntmachung genannten Kriterien. Nichterfüllung der Mindestanforderungen führt zum sofortigen Ausschluss. Die BVG behält sich vor, fehlende oder unvollständige Eignungsunterlagen nachzufordern. Fragen zur Ausschreibung sind mindestens 6 Kalendertage vor dem Eröffnungstermin zu stellen. Nachweise dürfen bei Ablauf der Angebotsfrist nicht älter als 3 Monate sein.
Mindestens 3 Referenzen über Kabeltiefbau (Verlegung von Kabeln/Leitungen im Tiefbau) aus den letzten 5 abgeschlossenen Kalenderjahren
Aus jeder Referenz muss Erfahrung mit Verlegung von Kabel/Leitungen im Tiefbau (Kabeltiefbau) hervorgehen. Pflichtangaben je Referenz: Vorhabenbezeichnung, Name/Anschrift Auftraggeber mit Ansprechpartner, Leistungszeitraum, Auftragswert, Kurzbeschreibung des Leistungsumfangs mit Mengenangaben. Mehr als 3 Referenzen dürfen eingereicht werden. Bieter stimmt mit Benennung der Kontaktaufnahme durch den Auftraggeber zum Referenzgeber zu.