Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Der Schwalm-Eder-Kreis (vertreten durch Hessen Mobil, Kassel) lässt die Kreisstraße K9 zwischen den Gudensberger Ortsteilen Obervorschütz und Maden auf rund 1,1 km erneuern. Die alte Asphaltdecke und die darunterliegende teer-/pechhaltige Schicht werden komplett ausgebaut und durch einen neuen Oberbau (Frostschutz, Tragschicht, Deckschicht) ersetzt. Außerdem werden Bankette, Entwässerung, Markierung und Beschilderung erneuert. Gebaut wird unter Vollsperrung in ca. 2,5 Monaten.
Was müssen Bieter tun?
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Zuschlagskriterium Preis. Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Baubüro
Einrichten und später vollständiges Räumen der Baustelle, Aufstellen, Umsetzen und Entfernen eines Bauzauns (2,0 m Stahlgitter). Dem Auftraggeber ist ein Baubüro (ca. 25 m², 2 voll ausgestattete Arbeitsplätze) zur Verfügung zu stellen und für 2,5 Monate vorzuhalten.
SiGe-Koordination und Baustellenverordnung
Vorankündigung gemäß Baustellenverordnung spätestens 2 Wochen vor Baustelleneinrichtung an Hessen Mobil übermitteln. SiGe-Plan erstellen und fortlaufend fortschreiben. Einen SiGe-Koordinator gem. RAB 30/Anlage RAB 31 für die gesamte Bauzeit stellen.
Verkehrssicherung und Verkehrsführung
Verkehrssicherung 'längerer Dauer' nach Verkehrszeichenplan des AG aufbauen, 90 Tage vorhalten und wieder abbauen, inkl. aller Schilder, Lichtsignalanlagen (Typ C oder D) und Informationstafeln. Tägliche Kontrollen 04:00–06:00 Uhr und 20:00–22:00 Uhr (an arbeitsfreien Tagen nur die Frühkontrolle). Vollsperrung des Streckenabschnitts. Baustelleninformationsschild 2 Wochen vor Baubeginn aufstellen. Absperrgeräte und Warneinrichtungen für die gesamte Bauzeit vorhalten.
Kontrollprüfungen und Eigenüberwachung
Durchführung von Plattendruckversuchen (statisch und dynamisch), Materialproben, Bohrkernentnahmen inkl. Probegefäßen und Prüfberichten. Übergabe der Proben spätestens 1 Woche nach Entnahme an eine zentrale Stelle des AG. Stillstandszeit von 1 Woche für Baustoffprüfungen ist in den Ablauf einzuplanen und nicht gesondert vergütet.
Vermessung, Bestandsdokumentation und Deckenbuch
Bestandsplan in VESTRA seven Pro, OKSTRA-XML, ISYBAU-XML, PDF sowie 3-fache Planausfertigung. Örtliche Vermessung inkl. Festpunktfeld, Koordinatenliste und Datenbank im VESTRA-Format. Stationstafeln anfertigen, aufstellen und instandhalten. Deckenbuch mit Lageplänen 1:500, Querprofilen und Massenermittlung Asphalt (digital dxf/dwg/VESTRA/OKSTRA + PDF) erstellen und nach AG-Angaben überarbeiten (3 Abstimmungstermine, 12 Werktage AG-Bearbeitungszeit). Aufmaß und Ausführungszeichnungen für Sickeranlage, Schachtbauwerke und Rohrleitungen (PDF + 3-fach). Standsicherheitsnachweise (3-fach) für Durchlässe. Vermessungsprotokolle innerhalb 2 Werktagen übergeben. 3D-Laserscanning möglich.
Beweissicherung, Anliegerinformation und Koordination
Beweissicherung der Grenzsteine sowie Zustandsfeststellung vor und nach Baustelleneinrichtung. Fotodokumentation mit 25 Bildern pro Woche (Farbe, PDF und Papier), wöchentliche Übergabe. Anliegerinformation per Handzettel bei jeder Änderung der Bauphasen. Koordination mit Versorgungsunternehmen (EAM Netz, Telekom, Stadt Gudensberg). Bautagesberichte wöchentlich handschriftlich unterschrieben. Aufrechterhaltung Anliegerverkehr. Erschwernisse durch Einbauten, Suchgräben sowie Leitungsarbeiten längs (ca. 1.075 m) und quer (15 Stück) sind einzuplanen.
Erd- und Vorarbeiten
Rasen mähen, bauliche Anlagen und Beton abbrechen, ländliche Wege abtragen, Strauchbestand roden, Fläche beräumen, Äste absägen. Bankett abtragen und neu herstellen, Oberboden lösen und andecken, Rasenansaat RSM Regio, Boden lösen und verwerten, Nachprofilierung. Planum mit Verformungsmodul Ev2 ≥ 45 MPa herstellen, partieller Bodenaustausch (ca. 10 % der Fläche, 50 cm dick, 0/100). Gräben und Mulden ausräumen.
Ausbau pech-/teerhaltiger Schichten und Asbest
Trennen und Aufnehmen der bituminösen Befestigung sowie der pechhaltigen Teerschotterlage (ca. 2.400 t, gefährlicher Abfall, Abfallschlüssel 17 03 01*). Thermische Behandlung in zugelassener Anlage, elektronische Abfallnachweise (eANV) über ZKS, Anmeldung 3 Wochen vor Durchführung. PCB-haltige Fugen/Mörtelungen/Beschichtungen, PAK-haltige Materialien, festgebundener Asbest, KMF und Taubenkot fachgerecht ausbauen und entsorgen. Schwarz-Weiß-Anlage bei Schadstoffarbeiten vorhalten. Anmeldung 2 Wochen vor Leistungserbringung. Arbeitsschutz nach BGR 128, TRGS 551, DGUV 101-004, TRGS 519, TRGS 521.
Entwässerung und Durchlässe
Reinigung vorhandener Leitungen, Rückbau und Erneuerung eines Querdurchlasses, Spülung vorhandener Quer- und Längsdurchlässe. Ausräumung und profilgerechte Wiederherstellung der Mulden und Gräben inkl. Muldenbefestigungen. Neue Rohrleitungen PE-HD DN 300 (ca. 15 m), Stahlbetonrohr DN 400 (ca. 15 m), Böschungsstücke. Schachtbauwerke und Sickeranlage (ca. 2.000 m) herstellen.
Oberbau, Bankette und Pflaster
Frostschutzschicht aufnehmen, Unterlage profilieren (Ev2 ≥ 120 MPa), neue Frostschutzschicht aus Baustoffgemisch 0/22 (ca. 1.450 t) für Bk 0,3 herstellen. Bankett-Verbundplatten aus Beton (40 cm breit, ca. 1.000 m) verlegen, Nachbehandlung 5 Tage ab Herstellung.
Asphaltbauweisen
Asphalttragschicht AC 22 T N (ca. 5.780 m², 8 cm) und Asphaltdeckschicht AC 8 D N (ca. 5.700 m², 4 cm) auf der Hauptstrecke. Asphalttragdeckschicht AC 16 TD für ländliche Wege. Bindemittelpaar 50/70 // 50/80 VL, Niedrigtemperaturasphalt (TA-Asphalt) gem. ARS 13/2025, Einsatz von Asphaltgranulat nach ARS 13/2025. Bitumenemulsion, Kalkmilch, Abstumpfung, Unterlage reinigen, Randabdichtung, Verkehrsfläche kehren, Fugen herstellen (Heißvergussmasse, längs/quer sowie zwischen Asphalt und Bankett). Asphalttransport in thermoisolierten Fahrzeugen (R-Wert ≥ 1,65 m²K/W). Mineralische Ersatzbaustoffe nur gem. EBV, Anzeige ≥ 250 m³ oder in Wassenschutzgebieten.
Markierung, Beschilderung, Leiteinrichtungen und Geländer
Längsmarkierung Typ II (Heißplastik P 7, ca. 2.150 m + 35 m). 5 Verkehrsschilder (Größe 2, RA 2) an neuen Aluminium-Rohrpfosten (3,5–4 m, inkl. Bodenhülsen und Kernbohrung) anbringen, Alt-Schilder abbauen. 30 Leitpfosten (PE-HD, 1,20 m) neu aufstellen, Alt-Pfosten abbauen, 30 Grasstopp-Platten setzen. Stahlgeländer (10 m Handlauflänge, 15 m²) mit Sweepstrahlen, Korrosionsschutz 240 µm und Deckbeschichtung BD 703.
Wasserhaltung und Umweltauflagen
Wasserhaltung für Oberflächen-, Sicker-, Schicht-, Grund- und Niederschlagswasser vorhalten. Eignungsnachweise für Stoffe und Baustoffe (CE, Prüfzeugnisse, Zulassungen) 2 Wochen vor Verwendung vorlegen. Mineralische Ersatzbaustoffe nur nach EBV-Klassifizierung einbauen, Anzeige bei ≥ 250 m³ oder in Wasserschutzgebieten. Baubeginn-Ankündigung mindestens 1 Woche vor Maßnahmenabschluss. Bei Bedarf Vor-/Abschlussanzeige MEB.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A. Kein Eintrag im Gewerbezentralregister in den letzten 2 Jahren wegen Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Kein beantragtes/eröffnetes Insolvenzverfahren, keine Ablehnung mangels Masse, keine Liquidation. Kein Verstoß nach § 21 MiLoG mit Geldbuße ≥ 2.500 €. Eintragung im Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (oder keine Pflicht zur Eintragung). Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft. Gegebenenfalls rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan und Nachweise zur Selbstreinigung.
Fachliche Eignung und Personal
Verfügbarkeit der für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte und technischen Fachkräfte (mit Namen, Funktion und Qualifikation). Qualifikationsnachweis des Verantwortlichen für Sicherungsarbeiten an Arbeitsstellen gem. MVAS und RAB 30. Qualifikationsnachweis des Verantwortlichen gem. ZTV. Bei ausländischen Bietern: gleichwertige Nachweise. SiGe-Koordinator mit Qualifikationsnachweis gem. RAB 30. Fachkundiges Vermessungspersonal.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Eigenerklärung zur wirtschaftlichen und finanziellen Leistungsfähigkeit. Eignungsleihe wirtschaftlich/finanziell möglich. Bestätigung des Umsatzes durch vereidigten Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse bzw. Gewinn- und Verlustrechnungen. Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Referenzen und vergleichbare Bauleistungen
Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Bauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Auftraggeber akzeptiert auch ältere Referenzen). Pro Referenz: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Anteil eigenes Unternehmen), Ausführungszeitraum und Auftraggeber. Bei Eingang in die engere Wahl werden Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung nachgefordert. Mehr als 3 Referenzen auf separater Anlage möglich. Für Taubenkotentfernung: Sachkunde anhand von Referenzen über vergleichbare Leistungen.
Technische Ausrüstung und Qualitätssicherung
Angaben zu technischer Ausrüstung, Geräten und technischer Ausstattung. Maßnahmen zur Qualitätssicherung, zum Lieferkettenmanagement und ggf. zum Umweltmanagement. Studien- und Befähigungsnachweise, soweit als Zuschlagskriterium bewertet. Nachweis Wärmedurchlasswiderstand der Asphalttransportfahrzeuge ≥ 1,65 m²K/W. Nachweis Fahrzeugrückhaltesysteme gem. BASt-Technische Kriterien (Einzelnachweis oder Bezug auf BASt-Technische Übersichtsliste) und ggf. BASt-Begutachtungsschreiben gem. TL-Transportable Schutzeinrichtungen. Erlaubnis § 7 SprengG und Qualifikation Verantwortlicher gem. § 20 SprengG für Kampfmittelräumung, sofern einschlägig. Eignungsnachweise für Baustoffe (CE-Kennzeichnung, Prüfzeugnisse, Zulassungsbescheide) 2 Wochen vor Verwendung.
Fachkunde Schadstoffe und Entsorgung
Nachweise der Fachkunde gem. BGR 128 und TRGS 551. Für PCB-/PAK-Arbeiten: Fachkundenachweis gem. DGUV-Regel 101-004 und Zulassung der Berufsgenossenschaft. Für Asbestarbeiten: Fachkundenachweis gem. TRGS 519 und Zulassung der zuständigen Behörde. Für KMF-Arbeiten: Fachkundenachweis gem. TRGS 521 und Zulassung der zuständigen Behörde. Gefährdungsbeurteilungen, Vorsorgeuntersuchungen G26, Prüfzeugnisse. Entsorgungsfachbetriebsnachweis gem. § 56 KrWG oder vollständige Einzelnachweise gem. EfbV §§ 3–11. Behördliche Genehmigungsbescheide der Entsorgungsanlagen. Für gefährliche Abfälle: Transportgenehmigung gem. § 54 KrWG. ZKS-Registrierungsbestätigung für eANV.
Tariftreue und Präqualifikation
Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und Mindestentgelt nach HVTG. Bei Einsatz von Nachunternehmern und Leiharbeitern sind entsprechende Verpflichtungserklärungen vorzulegen. Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis für Bauunternehmen (PQ-Nummer) oder gleichwertige Nachweise verkürzen die Prüfung.
Vergleichbare Bauleistungen (Straßenbau / Tiefbau)
Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Anteil eigenes Unternehmen), Ausführungszeitraum, Auftraggeber; bei Eingang in engere Wahl: Bescheinigungen über ordnungsgemäße Ausführung nachzufordern. Zusätzlich für Taubenkotentfernung: Sachkunde anhand von Referenzen über vergleichbare Leistungen.