Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Seelze schreibt Kanalbauarbeiten im Stadtteil Almhorst Rehwinkel öffentlich aus. Der bestehende Regenwasserkanal ist hydraulisch unzureichend und durch Wurzeleinwuchs geschädigt; er wird durch eine neue, rund 125 m lange Regenwasserleitung DN 500 ersetzt. Die Maßnahme umfasst Erdarbeiten, Rückbau, Neubau von Haltungen und Schächten, Wasserhaltung, Oberflächenwiederherstellung sowie Dichtheitsprüfungen und Dokumentation. Angebote sind bis zum 24.07.2026 um 10:45 Uhr einzureichen; der Baubeginn ist Ende August 2026, die Fertigstellung Ende Januar 2027.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine und vorbereitende Leistungen
Aufbereitung der übergebenen digitalen Unterlagen, Erstellung des Bauzeitenplans innerhalb 14 Kalendertagen nach Auftragserteilung, Einholen der Leitungsauskünfte bei Versorgungsträgern, Abstecken und Sichern der Hauptachsen. Frühzeitige Beantragung der verkehrsrechtlichen Anordnung inklusive Übersichtsplan.
Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle. Aufbau einer provisorischen Baustraße (rund 480 m², Schottertragschicht 0/32, ca. 20 cm dick). Verkehrssicherung mit Absperrgittern (ca. 8 m) und einer Behelfsbrücke für Fußgänger sowie Mobilbauzaun (ca. 150 m, Höhe 2,00 m). Stellplätze für Anlieger.
Ersatzvorflut und Wasserhaltung
Herstellung, Betrieb (ca. 8 Wochen) und Räumung einer provisorischen Ersatz-/Interimsentwässerung. Geschlossene Grundwasserhaltung im Rohrgraben (ca. 146 m) und in den Baugruben (7 Stück). Grundwasserstand liegt bei ca. 1,21–1,41 m unter GOK.
Erdarbeiten und Rückbau
Aufnehmen des Pflasterbelags, der Pflasterbettung, der Schottertragschicht und der Frostschutzschicht. Rückbau von Bordsteinen, einer Rohrleitung DN 300 Beton (ca. 60 m) sowie zweier Schachtbauwerke DN 1000. Herstellen des Rohrgrabens DN 500 (ca. 395 m³) und der Baugruben für Schächte (ca. 126 m³), Verbau nach DIN 4124, Suchgräben/-schlitze, Schutz bestehender Gas- und Trinkwasserleitungen, Planum, Sandbettung 0/8 mm, Lieferung und Einbau von Flüssigboden (ZFSV, 275 m³), Lieferung und Anddecken von Oberboden (150 m³), Wiederherstellung der Rasenflächen.
Kanal- und Rohrleitungsbau
Liefern und Verlegen von ca. 125 m Betonrohren DN 500 als neue Regenwasserhaltung und ca. 22 m PP-Rohren DN 150 für Anschlussleitungen. Herstellen der Rohranschlüsse an Schachtbauwerke, Anschluss der Regenfallrohre. Trennen bestehender Regenwasserhaltungen DN 300–DN 400, Rohrverschluss DN 300.
Stilllegungsarbeiten
Verfüllen stillgelegter Haltungen mit Dämmer (rund 25 m³) und Außerbetriebnahme einzelner Bestandshaltungen.
Schächte und Schachtzubehör
Sauberkeitsschicht C12/15. Neubau von Schächten DN 1000 mit Fertigteilgerinnen in unterschiedlichen Ein-/Auslauf-Konfigurationen (u. a. 2× DN 500; DN 500+DN 300+DN 500; DN 500+DN 150+DN 500; DN 150+DN 150; DN 400+DN 150+DN 500). Lieferung von Abdeckplatten, Auflageringen, Schachtabdeckungen Klasse B 125, Schmutzfängern und Edelstahl-Einstiegshilfen. Sanierung des bestehenden gemauerten Schachtes ALR624.
Prüfung, Abnahme und Dokumentation
Dichtheitsprüfungen der neuen Regenwasserkanäle DN 500 (125 m), Anschlussleitungen DN 150 (22 m) und Schächte DN 1000 (7 St) nach DIN EN 1610 und DWA-A 139. TV-Abnahmeinspektion aller neuen Haltungen. Vollständige Dokumentation inklusive Bestandsplänen nach DIN 2425 (Vor- und Nachzustand), Vorlage spätestens zwei Wochen vor VOB-Abnahme.
Oberflächenwiederherstellung und Entsorgung
Wiederherstellung der Gehwege (Frostschutz, Schotter, Pflasterbettung, Pflasterbelag, Bordsteine), Reinigung der neuen Kanäle und Schächte. Fachgerechte Entsorgung der anfallenden Aushub- und Rückbaumaterialien (Baustoffabfall ca. 100 t, Boden ca. 1.000 t unterschiedlicher LAGA-Klassen, Räumgut ca. 1 t).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage – Zuverlässigkeit
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle, bei der Industrie- und Handelskammer oder bei der Landwirtschaftskammer (alternativ: keine Eintragungspflicht). Kein laufendes Insolvenzverfahren, kein Antrag mangels Masse, keine Liquidation. Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A, insbesondere keine rechtskräftigen Verurteilungen zu Freiheits- oder Geldstrafen wegen Wettbewerbsverstößen in den letzten zwei Jahren. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Vorlage einer Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) oder einer Präqualifizierungsnummer (PQ) bzw. einer Einheitlichen Europäischen Eigenerklärung (EEE). Auf Verlangen: aktuelle Bescheinigung in Steuersachen (nicht älter als 1 Jahr), qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen, Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Krankenkassen (nicht älter als 1 Jahr), Freistellungsbescheinigung nach § 48b Abs. 1 EStG, Nachweis einer (Berufs-)Haftpflichtversicherung.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Nachweis des Gütezeichens Kanalbau RAL-GZ 961 für die Ausführungsbereiche AK 2 oder AK 3 (Eigenerklärung; alternativ Erstprüfung gemäß Abschnitt 4.1 RAL-GZ 961 und Beginn der Fremdüberwachung gemäß Abschnitt 4.3 ab Arbeitsaufnahme). Drei Referenznachweise aus den letzten fünf Kalenderjahren über vergleichbare Kanalbauleistungen in offener Bauweise (VHB 444 oder vergleichbares Formblatt). Fachkundiges Unternehmen für Dichtheitsprüfungen mit geschultem Personal und geeichten Prüfgeräten. Zugelassene Fachfirma für Verkehrssicherung aus anerkanntem Fachverband. Nachweis der fachlichen Qualifikation und der technischen Leistungsfähigkeit.
Anforderungen an Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Bei Einsatz von Nachunternehmern: verbindliche Aufführung der Nachunternehmer mit auszuführenden Leistungen, Nachweisen, Zertifikaten und Kapazitäten; Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) bzw. PQ-Nummer, Tariftreueerklärung nach § 4 NTVergG sowie Verpflichtungserklärung (VHB 236). Bei Bietergemeinschaften: Erklärung Bieter-/Arbeitsgemeinschaft (VHB 234). Verwendung von ZFSV-Flüssigboden nur durch zertifizierte und fremdüberwachte Anbieter.
Vergleichbare Kanalbauleistungen in offener Bauweise (Erneuerung/Neubau Regenwasserkanäle mit Schächten, DN 500)
VHB 444 Referenzbescheinigung oder vergleichbares Formblatt mit Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetzte Arbeitnehmer, Leistungsumfang inkl. Mengenangaben, Bestätigung der vertragsgemäßen Ausführung