Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenKurzbeschreibung
Das Staatliche Bauamt Augsburg schreibt Straßenbauarbeiten zur Erneuerung der Landesstraße L 2379 zwischen Ottmaring und Bachern (Gemeinde Friedberg, Bayern) öffentlich aus. Auf einer Länge von ca. 3,3 km werden die Fahrbahnschichten erneuert, Bankette hergestellt und Markierungen aufgebracht.
Was ist zu tun?
Wichtige Eckdaten
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Ermittlung aus der Wertungssumme des Angebotes unter Berücksichtigung nachgerechneter Angebotssummen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eventueller Nachlässe. Werkstätten für behinderte Menschen, Inklusionsbetriebe und Blindenwerkstätten erhalten 10% Preisabschlag.
- Zuschlagskriterium Fahrbahnmietsystem
Bewertung des Fahrbahnmietsystems (genaue Kriterien und Gewichtung siehe Formblatt 2271.StB, das nicht im vorliegenden Dokument enthalten ist).
- Zuschlagskriterium Qualität
Qualitätsbewertung (genaue Kriterien und Gewichtung siehe Formblatt 2272.StB, das nicht im vorliegenden Dokument enthalten ist).
- Zuschlagskriterium Bauprozessmanagement Asphalt
Bewertung des Bauprozessmanagements Asphalt (genaue Kriterien und Gewichtung siehe Formblatt 2273.StB, das nicht im vorliegenden Dokument enthalten ist).
- Zuschlagskriterium Bauablaufplanung
Bewertung der Bauablaufplanung inkl. Abgabe eines verbindlichen Bauzeitenplans (Balkenplan) mit Angabe des Bauendes sowie Meilensteinen (genaue Gewichtung siehe Formblatt 2274.StB, das nicht im vorliegenden Dokument enthalten ist).
- Zuschlagskriterium Eignung Personal
Bewertung der Eignung des eingesetzten Personals (genaue Kriterien und Gewichtung siehe Formblatt 2275.StB, das nicht im vorliegenden Dokument enthalten ist).
- Zuschlagskriterium Wiederverwendung von Baustoffen
Bewertung der Wiederverwendung von Baustoffen (genaue Kriterien und Gewichtung siehe Formblatt 2277.StB, das nicht im vorliegenden Dokument enthalten ist).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung & allgemeine Vorbereitung
Einrichten und später Räumen der Baustelle inkl. Bereitstellungsflächen, Materialproben, Probegefäßen, Kontrollprüfungen und SiGe-Koordination. Vor Baubeginn ist ein Einbau-/Logistikkonzept Asphalt (Asphaltmischwerk/e, Entfernungen, Liefermengen, Umlaufplan, Thermoisolation) beim Auftraggeber einzureichen. Auf Anforderung ist ein Bauzeitenplan vorzulegen, der nach Genehmigung Vertragsbestandteil wird.
Verkehrssicherung & Verkehrsführung
Längerdauernde Verkehrssicherung gemäß ZTV-SA 97 und RSA 21; eine Vollsperrung der Strecke ist möglich. Verkehrsrechtliche Anordnungen sind rechtzeitig vor Baubeginn zu beantragen. Die Verkehrssicherungspflicht umfasst die gesamte Bauausführung inkl. längerer Unterbrechungen (z. B. Winterpause, Betriebsferien). Wetterfeste Beschilderung (DIN A3, mind. 1 m Höhe) ist ab dem ersten Lagertag anzubringen. Der SiGe-Koordinator (Qualifikation gem. MVAS) ist zu stellen. Die Koordination mit der Stadt Friedberg (Erneuerung der Ortsdurchfahrt Ottmaring in den Sommerferien 2026, 03.08.–11.09.) und der Straßenmeisterei (Leitpfosten, ca. 2 Arbeitstage) ist zwingend.
Asphaltschichten – Fräsen und Erneuern
Auf ca. 3.261 m Länge (Bau-km 0+000 bis 3+261) bei 6,50 m Fahrbahnbreite (abschnittsweise 9,50 m mit Abbiegespur) werden Deckschicht (SMA, 4 cm) und Binderschicht (AC 16) abgefräst. Nach Reinigung und Aufbringen des Schichtenverbunds (Bitumenemulsion) und ggf. Kalkhydratsuspension wird die neue Asphaltdeckschicht AD 11 D S in 4 cm eingebaut, abgestumpft und verfugt. Asphaltbewehrung ist vorzusehen. Proben, Lieferscheine/Wiegescheine und Verwendungsnachweise (Einbauorte, Schichtdicken, Bindemittelart, PAK-Gehalt) sind lückenlos zu dokumentieren.
Bankette, Sicherungsbauweisen & Erdbau
Bankette schälen und profilgerecht mit C 90/3 herstellen (Bankettbreite max. 1,50 m, abschnittsweise ca. 0,50 m), Rasenansaat. Im Bereich Bau-km 3+093 (Kreuzung Richtung Rohrbach) sind Rasengittersteine zu entfernen. Ortbetonbankette 50 cm aus C 25/30 mit Fugen und Randabdichtung herstellen, Planum vorbereiten, Asphalt trennen, Baugrube profilgerecht anlegen. Urgeländeaufnahme vor Erdarbeiten (Ausdruck noch am selben Tag), Profilabrechnung Erdbau; digitale Geländemodelle werden nicht erstellt.
Markierungsarbeiten
Längs- und Quermarkierungen Typ II (Verkehrsklasse P 7) in Kaltspritzplastik (KSP) weiß, mind. 0,6 mm Schichtdicke. Zusätzlich Agglomeratmarkierung weiß in offener Struktur, mind. 2,2 kg/m² Kaltplastikmasse, 60 % Flächenbedeckung, Grundstrich 0,4 mm. Demarkierung durch Ausfräsen und Verfüllen mit Mastix-Masse (Gewährleistung 4 Jahre). Nachweise (BASt-Prüfnummer), Baustoffverzeichnis und Qualifikationsnachweis der Fachkraft für Fahrbahnmarkierungen nach ZTV M 13 sind innerhalb von 6 Kalendertagen auf Verlangen vorzulegen.
Massenmanagement, Kreislaufwirtschaft & Entsorgung
Getrennter Aushub nach Homogenbereichen (B 1), Wiederverwendung, Verwertung gemäß EBV und ME B, Aufbereitung und Verfüllung; Beseitigung nur, soweit erforderlich. Lagerflächenmanagement mit arbeitstäglichem Betriebstagebuch (bezogen auf Homogenbereiche), Haufwerkskennzeichnung, Skizzen und Beprobung (Bagger mind. 14 t wird bauseits bereitgestellt). Entsorgungsnachweise: vereinfachtes Nachweisverfahren für nicht gefährlichen Abfall (Übernahmescheine), elektronisches Nachweisverfahren eANV (z. B. Zedal) für gefährlichen Abfall inkl. Begleitscheine je LKW mit KFZ-Kennzeichen. Transportgenehmigungen nach § 54 KrWG sind vorzulegen; die baustellenbezogene Abfallerzeugernummer wird durch den AG eingeholt. Liegezeit: vom AG zu entsorgendes Material 2 Monate ab Deklaration, vom AN zu entsorgendes Material max. 6 Wochen. Verantwortliche Erklärungen und Annahmeerklärungen sind beizubringen.
Leitpfosten, Bautafel & Dokumentation
Leitpfosten inkl. Fundament ausbauen, Betonsockel entsorgen, Leitpfosten lagern. Genehmigung für Bautafel beim AG einholen (Größe und Standort durch AG). Arbeitstägliche Bautagesberichte (Witterung, Arbeitskräfte, Geräte, Materialanlieferungen, Behinderungen, Unfälle), gemeinsame Aufmaße mit dem AG an Ort und Stelle (nummeriert, mit Datum und Unterschriften), Lieferscheine EBV (vom AG ausgestellt) sowie Lageskizzen für Wiederverwendungs- und Liefermaterial. Eignungsnachweise für Baustoffe (bitumenhaltige Stoffe, Betone, Stahlsorten) mind. 10 Tage vor Einbau. Chargenmischprotokolle der Asphaltmischanlage sind binnen 2 Tagen digital vorzulegen. Probenbegleitpapiere und Bindemittelproben (3 Teilproben à 2 kg, luftdicht verschließbar) sind bereitzustellen. Eigenüberwachungsprüfungen nach ZTV M 13 täglich mit Protokoll an AG.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und persönliche Eignung
Eintragung in Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (Nachweis auf Verlangen). Nachweis vergleichbarer Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren. Ausreichende personelle und maschinelle Ausstattung der Markierungskolonnen. Nachgewiesene Qualifikation der Fachkraft für Fahrbahnmarkierungen gemäß ZTV M 13, eines SiGe-Koordinators gemäß MVAS sowie Prüfurkunde Schutzplanken-Montagefachmann. Keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A, keine Eintragungen im Wettbewerbsregister, keine schwere Verfehlung, die die Zuverlässigkeit in Frage stellt. Bei eventueller Selbstreinigung: Nachweis der Wiederherstellung der Zuverlässigkeit.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe des Umsatzes der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (Bauleistungen und vergleichbare Leistungen inkl. ARGE-Anteile). Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren, keine Abweisung mangels Masse, keine Liquidation. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen, Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Nachunternehmer und Kapazitäten Dritter
Bei Einsatz von Nachunternehmern: Formblatt 233 (Verzeichnis der NU-Leistungen); auf Verlangen Formblatt 126. Bei Bietergemeinschaften: Formblatt 234. Bei Nutzung von Kapazitäten Dritter: Formblatt 235, auf Verlangen Formblatt 236. Mindestens 70 % der Leistung sind im eigenen Betrieb auszuführen. Bieter, die nicht präqualifiziert sind, reichen die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) ein.
Abfall- und entsorgungsrechtliche Befähigung
Fähigkeit zur Durchführung des elektronischen Nachweisverfahrens (z. B. Zedal) für gefährlichen Abfall. Kenntnis und Beachtung von EBV, BBodSchV, Verfüll-Leitfaden, DepV, RuVA-StB, RuA-StB. Entsorgungsfachbetrieb nach § 56 KrWG für Transport und Entsorgung. Auf Verlangen: Nachweise über Transportgenehmigungen nach § 54 KrWG.
Vergleichbare Straßenbauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Asphalt- und Markierungsarbeiten an Landes-/Staats-/Kreisstraßen vergleichbarer Größenordnung)
Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengenangaben, MA-Zahl, technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau), vertragliche Bindung (Haupt-AN/ARGE/NU), Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung