Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Deutsche Bahn AG (DB InfraGO AG) schreibt Tiefbau- und Erschließungsarbeiten für zwei neue elektronische Stellwerke (ESTW-Z) im Raum Flörsheim aus – eines in Eddersheim, eines in Kostheim. Pro Los sind das Modulgebäude, die Außenanlage (Zuwegung, Stellplätze, Feuerwehraufstellfläche) und die Baufeldfreimachung zu errichten. Die Leistungen umfassen Tiefbau, Kanal- und Leitungsbau (Schmutz-, Regen- und Trinkwasser), Straßen- und Wegebau, Erdbau, Entsorgung sowie Kampfmittelbehandlung. Angebote können für ein Los oder beide Lose abgegeben werden (max. 2 Lose pro Bieter).
**Angebotsfrist: 03.07.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Niedrigster Preis100%
Zuschlagskriterium: Niedrigster Preis (Los 1 - Eddersheim)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Projekteinordnung
Geltungsbereich: Beide Lose sind Teil des Projekts ESTW Flörsheim (Erneuerung der Signaltechnik auf Teilbereichen der Strecken 3603, 3525, 3531). Die ausgeschriebenen Außenanlagen-Bauleistungen umfassen die Erschließung der beiden ESTW-Z Modulgebäude an den Standorten Eddersheim und Kostheim.
Vertragslaufzeit: 01.10.2026 bis 31.12.2027 (ca. 15 Monate).
Ausführungsplanung: Die Planung bis Leistungsphase 3 wurde durch das Büro OTTAWA Management Consult GmbH erstellt. Der Auftragnehmer erstellt die Ausführungsplanung (Leistungsphase 5) eigenverantwortlich; die Vorlage muss mindestens 5 Werktage vor Baubeginn zur Prüfung und Freigabe durch die DB AG erfolgen.
Abstimmungen & Genehmigungen: Sämtliche über die bereits beiliegenden Genehmigungen hinausgehenden behördlichen Genehmigungen (z.B. EBA, Gewerbeaufsichtsamt, Verkehrsbehörden) sind vom Auftragnehmer eigenverantwortlich einzuholen.
Allgemeine Hinweise (Korrektur 3): Die Position 'Baustelle einrichten' (Pos. 01.01.0090) ist ein Fehler und mit 0,00 € zu bepreisen. Sperrpausen für Betriebsgleise sind nicht einzukalkulieren.
Baufeldfreimachung & vorbereitende Maßnahmen
Baustelleneinrichtung: Baustellenlogistik, -einrichtung, -vorhaltung und -räumung, Bauzaun (ca. 155–250 m), Container für AG-Baubüro (2 Arbeitsplätze).
Baufeldfreimachung: Rodung (Bäume fällen, Wurzelstöcke roden), Baugelände abräumen, Oberflächen- und Tiefensondierungen Kampfmittel, Kabel sichern und bauzeitlich umlegen, Bestandsaufnahme und Beweissicherung unmittelbar nach Auftragsvergabe.
Dokumentation: Abschlussdokumentation der Kampfmittelräumung in 2-fach Papier + 1-fach digital (georeferenzierte Lagepläne, Fundstellen, Störkörper). Beweissicherungsunterlagen in 3-fach Papier + 1-fach digital.
Tiefbau / Erdarbeiten / Ver- und Entsorgungsleitungen
Erdarbeiten: Boden lösen/laden/fördern (z.B. 1.600 m³, Abtrag bis 3 m), Boden einbauen und verdichten, Baugruben und Gräben.
Schmutzwasser: Kanal PVC-U DN 110 in verbautem Graben (ca. 16–45 m pro Los), Formstücke, Kontrollschächte.
Regenwasser / Mischwasser: Kanäle PVC-U DN 110–200 (ca. 131–465 m pro Los), Kontroll- und Einstiegsschächte, Rigolenfüllkörper (z.B. ACO Stormbrixx), Hofabläufe, Drosselorgane, Entwässerungsrinnen aus Polymerbeton.
Trinkwasser: PE-100-Rohrleitung DN/OD 25 (ca. 25–225 m pro Los).
Wasserhaltung: Fördermengen kontinuierlich in einem Wasserbuch dokumentieren.
Straßen-, Wege- und Platzbau
Untergrund: Planum herstellen, Frostschutzschicht (TL Gestein 0/45 mm, ca. 18 cm), Tragschicht (TL Gestein 0/32 mm, ca. 15 cm), Kontrollprüfung Tragschicht.
Beläge: Asphalttragschicht und Asphaltdeckschicht, versickerungsfähige Verbundpflastersteine aus Beton (8 cm) im Splittbett, Bordsteine (Beton 100×25×15 cm) in Magerbeton C12/15, Rinnenplatten, Geländer.
Feuerwehraufstellfläche: Belastbares Betonpflaster oder Asphalt, Tragfähigkeit 16 t, Wendebereich, Hinweisschilder nach DIN 4066.
Begrünung: Bankette mit Oberbodenauftrag, Rasenansaat (Regel-Saatgut-Mischung für Straßenböschungen).
Löschwasserversorgung (nur Los 1 Kostheim)
Erdverlegter Löschwassertank aus PE mit 96.000 l Nutzvolumen, LKW-befahrbar (SLW 30), inklusive Erdarbeiten, Grube, Anschlüssen und Dichtheitsprüfungen.
Entsorgung & Abfallmanagement
Entsorgungskonzept: Vorhabenbezogen, verbindlich, gemäß Mustergliederung einzureichen.
Leistungen: Selektiver Bodenabtrag, getrennte Zwischenlagerung nach Bodenarten, Rückbau/Abbruch (ober- und unterirdisch), Schadstoffausbau und -kennzeichnung, Entsorgung mineralischer Bauabfälle (Boden, Gleisschotter, Beton, Ziegel, Keramik), Entsorgung LST-/TK-Reststoffe (Bereitstellung, Verkauf/Verschrottung durch AG).
Nachweisverfahren: Elektronische Abfallnachweisführung (eANV/ZEDAL), Entsorgungsnachweise, Deklarationsanalytik durch akkreditiertes Labor (DIN EN ISO/IEC 17025), Einbaudokumentation für Boden/Ersatzbaustoffe, Registerbelege, Wasserbuch.
Personal: Abfallverantwortlicher vor Ort mit Qualifikation Abfallbeauftragter/Fachbauleiter und Sachkundenachweis LAGA PN 98.
Baustellenmanagement, Vermessung & Sicherheit
Vermessung: Bezugssysteme DHDN/DHHN12, DB_REF2003, DB_REF2016; nur geschultes Personal unter Leitung eines Vermessungsingenieurs.
Sicherungsplanung: Sicherungspläne je Betra mindestens 10 Tage vor Inkraftsetzung; 1. Seite Sicherungsplan mindestens 15 Kalendertage vor Arbeitsbeginn über den SiPla-Workflow digital beantragen.
Sperrpausen: Notfallpläne mindestens 14 Tage vorher, Verfügbarkeitsnachweise mindestens 7 Tage vorher, Wocheneinsatzpläne bis mittwochs 12:00 Uhr der Vorwoche.
Schutzmaßnahmen: Grundstücksgrenzen mit Holzpflöcken kennzeichnen, DIN 18920 und RASBB bei Arbeiten an Bäumen beachten, Baumschutzsatzung Wiesbaden einhalten.
Kommunikation: Wöchentliche Bautagesberichte, Fotodokumentation der Haufwerke, Aushubprotokolle, Mengen-/Kubaturermittlung im Beisein der BÜW.
Naturschutz-, Boden- und Artenschutzauflagen
Baufeldfreimachung (Artenschutz): Vergrämung Reptilien, Reptilienschutzzaun, Baufeldfreimachung Brutvögel und Reptilien, Entfernung Wurzelstöcke, Ausstiegshilfen an Gruben, umweltfachliche Bauüberwachung, Tabuzone Reptilien.
Bodenschutz: Beauftragung einer Bodenkundlichen Baubegleitung (BBB) durch qualifiziertes Ing.-Büro, Erstellung eines Bodenschutzkonzepts nach DIN 19639, Alarmplan, schriftliche Arbeitsanweisungen an ausführende Firmen, Materialien zur Schadensbeseitigung bereitstellen, Zwischenlagerung Oberboden Weinberg (Flur 12, Flurstück 6/1) separat und vor Verunreinigungen geschützt, Fotodokumentation, Abschlussbericht 3 Monate nach Bauabschluss.
Behördliche Fristen: Benennung BBB-Ing.-Büro und Ansprechpartner 2 Wochen vor Baubeginn an die Untere Wasser-/Bodenschutzbehörde.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenVergleichbare Bauleistungen: Tiefbau, Ver- und Entsorgungsleitungen, Straßenbau, Baufeldfreimachung (Leistungsart Bau). Nachweis der Eignung gemäß § 51 Abs. 2 SektVO i.V.m. § 16a Abs. 1 VOB/A-EU.
Eintrag in PQ-VOB-Liste des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. ODER vorläufige Eigenerklärung mit Nachlieferung auf Verlangen (Frist 6 Kalendertage). Für jedes Referenzprojekt: Baumaßnahme, Auftragssumme, ARGE-Beteiligung, Bauzeit, Bauherr, Kurzbeschreibung der ausgeführten Arbeiten.