Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Salzgitter schreibt Bauleistungen für die Renaturierung der Fuhse auf einem rund 1 km langen Abschnitt zwischen Theodor-Heuss-Straße und A 39 (Bereich Salzgitter-Lebenstedt bis Salder) aus.
Was ist zu tun?
Rahmenbedingungen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektüberblick und Ziele
Auf einer Länge von ca. 1 km wird die Fuhse zwischen Theodor-Heuss-Straße und A 39 (Stadtgebiet Salzgitter, Ortsteile Lebenstedt und Salder) naturnah umgestaltet. Der bisher stark begradigte und monotone Gewässerlauf soll mehr Raum und Strukturvielfalt erhalten, auetypische Biotoptypen sollen entstehen und Retentionsräume sollen bei Hochwasser zur Entspannung beitragen. Gleichzeitig wird das Wegenetz für Naherholung und Umweltbildung neu konzipiert. Parallel verläuft eine Kanalbaumaßnahme (Verlegung Abwasserzentralsammler) im Baufeld.
Baustelleneinrichtung und vorbereitende Arbeiten
Einrichtung und Vorhaltung der Baustelle mit Geräten, Werkzeugen, Sanitär- und Lagereinrichtungen, Bauzaun (ca. 50 m), mobiler Baustraße (ca. 1.653 m), Lagerflächen (ca. 2.100 m²), vier temporären Behelfsüberfahrten und einer bauzeitlichen Gewässerüberfahrt (DN 1500). Baufeld mähen (ca. 2.800 m²) und freimachen (ca. 11.600 m²), Vegetation lockern und fräsen, Tiefenlockerung des Bodens (ca. 8.660 m²), Einsaatflächen vorbereiten (ca. 82.819 m²), Sedimentsperren (6 Stück), Wurzelstubben roden und lagern/entsorgen, Vermessung und baubegleitende Absteckung.
Erdarbeiten und Bodenmanagement
Oberboden in großem Umfang lösen, laden, fördern, zwischenlagern und wieder einbauen oder verwerten (ca. 16.000 m³ lösen, ca. 13.500 m³ abfahren). Unterboden in mehreren Bodenklassen (BM-0, BM-F1, BM-F3) lösen, laden, zwischenlagern, wieder einbauen oder gemäß EBV verwerten. Modellierung eines Aussichtshügels (ca. 3.400 m³ Boden) und Verwallung. Teilverfüllung des Altverlaufs. Verwertung und Entsorgung sämtlicher Bodenmassen gemäß Ersatzbaustoffverordnung, einschließlich Verwertungs- und Entsorgungsnachweisen.
Gewässerbau und Strukturierung
Neugestaltung des Gewässerlaufs mit Kiesdepots (250 t), Sohlanhebungen (200 t), Totholz-Strömungslenker (9 Stück) und diagonalen Grundschwellen (16 Stück aus Totholz, 3 Stück aus Kies), 250 Hartholzpfählen, Wurzelstubben und Störsteinen/Findlingen (11 Stück) sowie Blocksteinen. Herstellung eines Sandfangs (ca. 105 m²) und Profilierung der Grabensohle (130 m). Einbau von Steinschüttungen (185 t, LMB 5/40 Diabasstein) als Sohlsicherung für den Unterhaltungsstreifen.
Ingenieurbauwerke und Durchlässe
Neubau eines Rahmendurchlasses am Mühlengraben Salder (B/H/L = 2,0/1,2/3,0 m) aus Stahlbetonfertigteilen, mit Wasserhaltung, Gründungsschicht, Geotextil, Böschungsstücken, Kopfbalken, Sohle aus Bruchsteinen und Geländer. Grabenverrohrung am Stichweg Wiesenweg (Stahlbetonrohr DN 500, 12 m) inkl. Wasserhaltung und Geländer. Schranken für den Unterhaltungsstreifen (2 Stück, handbetätigt, 4,5 m Sperrbreite).
Wegebau und Erschließung
Rückbau des bisherigen Freizeitwegs inkl. Auskoffern und Entsorgung von ca. 1.200 t belastetem Material (Abfallschlüssel 170503*) sowie Umbau zur Baustraße. Neubau von Freizeitwegen (Stichweg Wiesenweg, Öffentlichkeitsbereich Norden) mit Tragschicht, Deckschicht, Oberboden und Füllsand. Verbreiterung eines befestigten Feldwegs als Zuwegung zum Baufeld. Herstellung und Rückbau mobiler Baustraßen.
Landschaftsbau – Pflanzungen und Ansaaten
Erosionsschutzmatten (60 m²), Schotterrasenflächen (523 m²) und Regio-Einsaaten auf rund 84.000 m² (Frische Mähwiese, Feuchtwiese, Grünlandansaat, Feldrain/Saum, Gewässerböschung) mit Regiosaatgut (HK 6 / UG 6, Vorkommensgebiet 6). Pflanzung von Hecken (2- und 3-reihig), drei Gehölzinseln, 42 Obstbäumen mit Wühlmausschutz, 41 Kopfweiden, 86 Erlen, Wildverbissschutzzaun (1.303 m) und Toren (8 Stück). Alle Pflanzen müssen gebietseigen (Vorkommensgebiet 4) und vom BDB-Mitglied oder anerkannter Markenbaumschule geliefert werden.
Landschaftsbau – Pflege
1. Mahd 8 Wochen nach Ansaat, 2 Mahdgänge pro Jahr im ersten Jahr, 3 Jahre Fertigstellungs- und Entwicklungspflege für alle Pflanzungen und Ansaaten inkl. Wässern (2× monatlich April–September im 1. Standjahr, weitere Gänge nach Bedarf bis 3. Standjahr), Kontrollen, Nachschnitt, Ausmähen und Ersatz nicht angewachsener Pflanzen. Feststellung nicht angewachsener Pflanzen jeweils im Juni/Juli des Folgejahres.
Besucherlenkung und Ausstattung
Am Aussichtshügel und an der Wasserzugangsstelle: Blocksteine als Sitzgelegenheiten (7 Stück), Pflasterflächen (25 m² Natursteinpflaster, 16 m²), Parkbank 'Bitburg' (1 Stück), 2 weitere Bänke mit Tisch (FSC-Hartholz), Überdachung aus Stahl (Pultdach, feuerverzinkt/beschichtet, EN 1090), Liegebank, 5 Fahrradbügel, 2 Abfalleimer 'Compactboy 343-S', 2 Informationstafeln (A2, Aluminium). Beschilderung 'Ruhezone' nach StVO.
Vermessung, Dokumentation und Stundenlohnarbeiten
Endvermessung des Plangebiets in UTM 32, digitale Geländemodelle mit nachvollziehbaren Excel-Berechnungen, REB-kompatible Koordinatendatei, Bestandspläne digital (PDF, DWG/DXF) und 3-fach in Papier. Für nicht vorhersehbare Kleinmaßnahmen: Stundenlohnarbeiten für Baufacharbeiter, Bauhelfer, Hydraulikbagger, Langarmbagger, Radlader, LKW, Walze, Pumpe und Kompressor.
Abfallentsorgung und Verwertung
Der Auftragnehmer wird Abfallerzeuger und -besitzer der anfallenden Bau-, Abbruch- und Baustellenabfälle. Getrennte Erfassung und Sammlung, ordnungsgemäße Verwertung bzw. Beseitigung gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz und Nachweisverordnung. Verwertungs- und Entsorgungsnachweise für Oberboden, Unterboden und gefährliche Abfälle sind auf Verlangen vorzulegen; bei Andienungspflicht ist die Abfallwirtschaftsbehörde zu beteiligen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage
Aktueller Handelsregisterauszug, der zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe nicht älter als 3 Monate ist. Kann über die Präqualifikation (PQ-Nummer) oder eine Dritterklärung erbracht werden.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Nachweis einer bestehenden Berufs- oder Betriebshaftpflichtversicherung sowie einer Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft. Beide Nachweise können über die Präqualifikation oder eine Dritterklärung geführt werden.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Nachweis von 3 vergleichbaren Referenzen aus dem naturnahen Wasserbau der letzten 6 Jahre. Jede Referenz muss eine Gewässerlänge von mindestens 600 m, eine Bodenbewegung von mindestens 15.000 m³ und Baukosten von mindestens 500.000 € netto aufweisen. Erforderlich sind Angaben zu Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzter Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme und vertraglicher Bindung sowie eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung. Die Maßnahme darf ausdrücklich nur von erfahrenen Fachfirmen im naturnahen Wasserbau ausgeführt werden.
Zwingende fachliche Anforderungen an Auftragnehmer und Personal
Der zuständige Bauleiter muss kompetent und aussageberechtigt sein und für die wöchentlichen Baustellenbesprechungen freigestellt werden. Der Wechsel des zuständigen Poliers/Vorarbeiters innerhalb eines Gewerkes ist nur mit Zustimmung des Auftraggebers zulässig. Pflanzlieferungen dürfen nur von Baumschulen erbracht werden, die Mitglied des Bundes deutscher Baumschulen (BDB) oder eine anerkannte Markenbaumschule bzw. gleichwertige Forstbaumschule sind.
Rahmenbedingungen und Angebotsabgabe
Die Vergabe erfolgt nach VOB/A. Angebote sind in deutscher Sprache, fristgerecht und elektronisch über die Vergabeplattform DTVP einzureichen. Es sind die vorgegebenen Vordrucke zu verwenden, Preisangaben in Euro mit max. 3 Nachkommastellen ohne Umsatzsteuer (USt. gesondert am Ende des Angebots). Mischkalkulationen sind unzulässig, Preisnachlässe sind ohne Bedingung als Vomhundertsatz auf die Abrechnungssumme an der bezeichneten Stelle aufzuführen. Eigenerklärung zur Eignung kann entfallen, wenn eine Präqualifikation (PQ-Nummer) vorgelegt wird.
Sicherheiten und Bürgschaften
Bei Auftragssumme ab 250.000 € netto ist eine Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 5 % der Auftragssumme (inkl. USt., ohne Nachträge) zu stellen. Die Mängelansprüchebürgschaft beträgt 3 % der Summe der Abschlagszahlungen zum Zeitpunkt der Abnahme. Für Bürgschaften sind die Formblätter des Auftraggebers (Vertragserfüllungs-, Mängelansprüche-, Abschlagszahlungs-/Vorauszahlungsbürgschaft) zu verwenden.
Vergleichbare Referenzen aus dem naturnahen Wasserbau (Eigenerklärung)
je Referenz: mind. 600 m Gewässerlänge, mind. 15.000 m³ Bodenbewegung; Angabe von Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung; Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung