Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Landkreises Freising für umfangreiche Sanitärarbeiten beim Neubau des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Freising (BSZF).
Was zu tun ist:
Verlegung von Schmutz- und Regenwasserleitungen, Trinkwasserleitungen aus Edelstahl, Gasleitungen, Druckluftanlagen, Feuerlösch-Steigleitungen sowie Einbau von Hebeanlagen, Fett- und Leichtflüssigkeitsabscheidern, Enthärtungsanlage, sanitären Einrichtungsgegenständen, Boden- und Dachabläufen sowie Begleitheizungen.
Besondere Anforderungen:
Verfahren: Offenes Verfahren nach VOB/A EU, Zuschlagskriterium: Preis.
Abgabefrist: 30.06.2026, 10:00 Uhr (elektronisch über Vergabeplattform).
Los: Einzelnes Los (LOT-0000).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Wertungssumme des Angebotes, ermittelt aus nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und Nachhaltigkeitszertifizierung
Das Bauvorhaben ist der Neubau des Staatlichen Beruflichen Schulzentrums Freising (Wippenhauser Straße, 85354 Freising) mit ca. 11.000 m² Hauptnutzfläche, ausgelegt für 1.500 Schüler, 140 Lehrkräfte und weitere Beschäftigte, inkl. 3-fach-Sporthalle, Mensa und Werkstätten. Der Auftraggeber ist der Landkreis Freising.
Das Gebäude wird nach DGNB Version 2018 (Ziel: Silber, Qualitätsstufe 3) sowie mit QNG-Siegel (Variante NW23) zertifiziert. Daraus ergeben sich für die Sanitärarbeiten besondere Materialanforderungen (z. B. halogenfreie Kabelummantelungen, chlorparaffin- und SVHC-arme Produkte, Chrom-VI-freie Passivierungen, kein HBCD bei EPS-Dämmung). Alle Bauprodukte sind über den Online-Produktmanager (Building Material Scout) zur Freigabe einzureichen – spätestens 10 Arbeitstage vor Bestellung bzw. Anlieferung auf der Baustelle.
Die Baumaßnahme wird über KfW gefördert; die zugehörigen Förderunterlagen sind bis spätestens 18.09.2029 einzureichen.
Allgemeine Ausführungsanforderungen
Die Ausführung erfolgt nach VOB/B und VOB/C (insbesondere DIN 18381 für Sanitärarbeiten). Sämtliche Schallschutzanforderungen nach DIN 4109 sind einzuhalten. Die Luftdichtheit der Gebäudehülle ist mit einem Zielwert qE50 ≤ 1,8 m³/m²h sicherzustellen.
Während der Bauphase ist der laufende Schulbetrieb zu beachten (z. B. Abiturprüfungen 2026/2027 – lärm- und erschütterungsfreie Zeiten). Mehrkosten für DGNB-Anforderungen sind in die Einheitspreise einzurechnen, eine gesonderte Vergütung erfolgt nicht.
Die gesamte Baubestandsdokumentation ist nach Fertigstellung in den Formaten DWG, PDF, PLT-HPGL2, TXT, JPG sowie tabellarisch (TAB) zu übergeben (1x Papier, 1x digital). Pläne sind in den Maßstäben 1:50, 1:20 und 1:10 zu liefern. Für jedes Gewerk ist ein Planverzeichnis, eine Layerliste und eine Plotstiltabelle beizufügen.
Sämtliche CAD-Planlieferungen müssen dem 'Technischen Standard CAD Ausführungsplanung' entsprechen: 3D IFC-Modell nach BMDV-Richtlinie, 2D-Exporte als AutoCAD DWG Version 2018, zuzüglich PDF. Montage- und Bestandsplanung sind ebenfalls nach BMDV-Richtlinie aus dem 3D-Modell zu generieren.
Probebetrieb, Prüfungen und Abnahmen
Für sämtliche technischen Anlagen (Hebeanlagen, Fettabscheider, Wasseraufbereitung, Druckerhöhung, Regenwassernutzung, Druckluft, Begleitheizung, Laborsteuerung) ist nach Inbetriebnahme ein 8-wöchiger Probebetrieb durchzuführen und mit einem Mess- und Übergabeprotokoll zu dokumentieren. Die Einweisung des Betreibers ist zu protokollieren.
Für Gasleitungen sind Druckproben nach TRGI/DVGW (Vorprüfung 1 bar/10 Min., Hauptprüfung 110 mbar/20 Min.) durchzuführen. Für Feuerlöschleitungen sind Druckproben nach DIN 14462-2 und eine Sachverständigenprüfung erforderlich. Für Druckluftanlagen ist eine Abnahme gemäß BetrSichV Kategorie 4 mit ZÜS-Prüfbericht vorzunehmen. Für Fettabscheider ist eine Generalinspektion mit Bilddokumentation, Entsorgungsnachweisen und Betriebstagebuch zu erstellen.
Bei Trinkwasserleitungen sind wöchentliche Spülprotokolle sowie eine Trinkwasseruntersuchung erforderlich. Druckproben für PE-Druckleitungen erfolgen mit 16 bar. Alle Druckprotokolle sind der Bauleitung zu übergeben.
Die abschließende VOB-Abnahmeniederschrift, eine Fachunternehmer-Bestätigung sowie ein Protokoll der Mängelbeseitigung sind zu erstellen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage / Zuverlässigkeit
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Nachweisweg: Wahlrecht des Bieters – Präqualifikationsverzeichnis (PQ-Verzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.), Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Auf Verlangen innerhalb von 6 Kalendertagen nachzureichen: Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerksrolleneintragung, testierte Jahresabschlüsse, Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Sozialkasse, Finanzamt, Berufsgenossenschaft), Freistellungsbescheinigung § 48b EStG, Auszug aus dem Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt (ab Auftragssumme ≥ 30.000 EUR).
Berufung auf andere Unternehmen: Falls sich der Bieter auf die Fähigkeiten Dritter stützt, sind deren Präqualifikationsnummern oder entsprechende Erklärungen/Nachweise vorzulegen.
Mindestens 3 Referenznachweise über vergleichbare Sanitär-Installationsarbeiten (Art und Umfang vergleichbar mit dem Auftragsgegenstand: Schmutz-/Regenwasserleitungen, Trinkwasserleitungen aus Edelstahl, Hebeanlagen, Druckluft-/Gasanlagen)
Mit folgenden Pflichtangaben je Referenz: Ansprechpartner, Art der ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Benennung des mit eigenem Personal ausgeführten maßgeblichen Leistungsumfangs einschl. Mengenangaben, Zahl der durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen bzw. Baumaßnahmen-Kurzbeschreibung, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke. Für die wichtigsten Bauleistungen Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung und das Ergebnis (in Anlehnung an Formblatt 444 Referenzbescheinigung des StMB Bayern). Bei Berufung auf andere Unternehmen: deren Referenzen ebenfalls nachweisen.