Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Waldershof schreibt den grundhaften Ausbau der Havilandstraße (Haus-Nr. 34 bis 48) als öffentliche Bauaßnahme aus. In einem Auftrag (ohne Los-Aufteilung) werden Straßen-, Kanal- und Wasserleitungsbauarbeiten einschließlich Breitband-/Beleuchtungs-Kabelarbeiten gebündelt vergeben. Die Baumaßnahme umfasst ca. 65 m Straßenlänge mit Asphaltvollausbau (ca. 370 m²), Erneuerung des Mischwasserkanals (PP DN 315, ca. 55 m) mit 9 Hausanschlüssen und 4 Sinkkastenanschlüssen, eine neue Wasser-Hauptleitung (PE 100 DN 150, ca. 80 m) mit 17 Hausanschlussleitungen sowie die Verlegung von Leerrohren für Glasfaser (Breitband) und Straßenbeleuchtungskabel. Hinzu kommen Baustelleneinrichtung, Verkehrssicherung, Entsorgung/Transport von Aushub und Asphalt sowie Stundenlohnarbeiten. Die Angebotsabgabe erfolgt digital; Bieter müssen das ausgefüllte LV, mehrere Pflichtformulare (u. a. Eigenerklärung Eignung, Russland-Bezug, Holzprodukte, Abfall, Nachunternehmer, ggf. Bietergemeinschaft) und diverse technische Nachweise/Dokumentationen einreichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Fahrbahnmietsystem
Zuschlagskriterium gemäß 2271.StB
- Qualität
Zuschlagskriterium gemäß 2272.StB
- Bauprozessmanagement Asphalt
Zuschlagskriterium gemäß 2273.StB
- Bauablaufplanung
Zuschlagskriterium gemäß 2274.StB
- Eignung Personal
Zuschlagskriterium gemäß 2275.StB – Hinweis: Bezeichnung enthält 'Eignung', Inhalt jedoch als Zuschlagskriterium aufgeführt
- Wiederverwendung von Baustoffen
Zuschlagskriterium gemäß 2277.StB
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung, Verkehrssicherung und Sicherheitskoordination
Einrichten und Vorhalten der Baustelle mit Geräten, Büro- und Lagerflächen, Bauzaun, Beschilderung und ggf. Lichtsignalanlage; Vorankündigung gemäß Baustellenverordnung; Aufstellen und Fortschreiben des SiGe-Plans; SiGe-Koordination; Zustandserfassung angrenzender Bebauung und Bestandsdokumentation.
Wegen angrenzender Bebauung sind erschütterungsarme Arbeitsweisen und fachgerechte Grabensicherung (keine Hohlräume) erforderlich; Wasserhaltung bei Grundwasser (XA2) ist vorzuhalten. Bodengutachten und Baugrunduntersuchung (Bohrungen B1/B2, DIN 4022) sind zu beachten.
Straßenbau – Oberbau und Asphalt
Asphaltvollausbau über ca. 65 m Straßenlänge mit ca. 370 m² Asphaltfläche bei ca. 3,5 m Fahrbahnbreite:
Straßenbau – Pflaster, Borde, Markierung
Ausbau und Neuerstellung von Pflaster- und Bordeinfassungen:
Kabelarbeiten – Straßenbeleuchtung und Breitband (FTTB)
Herstellung von Leitungsgräben und Verlegung von Kabeln bzw. Leerrohren:
Kanalbau – Hauptkanal
Neubau Mischwasserkanal DN 300 / PP-Rohr DN 315, Gesamtlänge ca. 55 m (Haltungen 727, 730, 733), einschließlich:
Kanalanschlussleitungen
Erneuerung der Hausanschlüsse am Mischwasserkanal:
Wasserleitungsbau – Hauptleitung
Neue Trinkwasser-Hauptleitung PE 100-RC, 180x16,4 SDR 11 (DN 150), Gesamtlänge ca. 80 m, vor Kanalbauarbeiten herzustellen:
Wasserleitungs-Hausanschlussleitungen
17 St. Hausanschlussleitungen (Druckrohr PE 100, DA 40 mm, Wanddicke 3,7 mm) in der Havilandstraße Hs-Nr. 34 bis 48 sowie Ringstraße Hs-Nr. 48 bis 62, bis ca. 1 m auf Privatgrund:
Entsorgung / Transport
Transport und Zwischenlagerung von Aushub- und Abbruchmaterial:
Stundenlohnarbeiten und Gerätevorhaltung
Vergütung von Stundenlohnarbeiten und Geräten nach Aufwand:
Beschilderung und Beleuchtung
Abbau und Neuerstellung der verkehrlichen Beschilderung:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Präqualifikation
Präqualifizierte Unternehmen müssen ihre PQ-Nummer angeben. Andernfalls ist die Eigenerklärung zur Eignung (Anlage 124) oder die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) mit dem Angebot abzugeben. Bei Einsatz von Eignungsverleihern sind deren Kapazitäten über das Formular 235 zu erklären.
Unternehmensgröße / KMU-Status
Erklärung zum KMU-Status (< 250 Beschäftigte und ≤ 50 Mio € Jahresumsatz bzw. ≤ 43 Mio € Jahresbilanzsumme). Bietergemeinschaften können die Erklärung nur abgeben, wenn der überwiegende Auftragsanteil von KMU-Partnern erbracht wird.
Rechtliche Anforderungen – Russland-Bezug, Mindestlohn, Gleichbehandlung
Erklärung Bezug Russland (Anlage 127): kein Bezug zu Russland im Sinne der EU-VO 2022/576; Eignungsverleiher, Nachunternehmer und Lieferanten dürfen insgesamt höchstens 10% des Auftragswerts mit Russland-Bezug ausführen (Ausnahmen nach Art. 5k Abs. 2 EU-VO 2022/576 möglich).
Einhaltung aller rechtlichen Verpflichtungen, insbesondere Mindestentgelt nach MiLoG, AEntG und entsprechenden Rechtsverordnungen.
Gleiches Entgelt für Frauen und Männer bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit (AGG, EntgTranspG).
Ggf. Benennung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators gem. Baustellenverordnung mit geforderter RAB-30-Qualifikation.
Nachunternehmer und Eigenleistungsanteil
Nachunternehmererklärung (Formular 2330) abgeben: mindestens 70% der Leistung sind im eigenen Betrieb auszuführen (§ 4 Abs. 8 Nr. 1 VOB/B). Beabsichtigter Nachunternehmereinsatz ist im Verzeichnis 233 (Nachunternehmerleistungen) namentlich zu benennen. Nebenangebote, die diese Erklärung ausschließen, sind nicht zugelassen. Bietergemeinschaften müssen die Erklärung 234 abgeben und im Auftragsfall eine ARGE bilden; alle Mitglieder haften gesamtschuldnerisch.
Nachhaltigkeit – Holzprodukte und Pflanzen
Erklärung zur Verwendung von Holzprodukten (Anlage 248): alle eingesetzten Holzprodukte müssen FSC- oder PEFC-zertifiziert oder gleichwertig zertifiziert sein (Nachweis geprüft durch Johann Heinrich von Thünen-Institut Hamburg oder Bundesamt für Naturschutz Bonn) bzw. die FSC/PEFC-Kriterien des jeweiligen Herkunftslandes einzeln erfüllen. Erklärung zur Lieferung und Verwendung gebietseigener Pflanzen (Anlage 2481).
Abfallwirtschaftliche Eignung
Erklärung zur Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen (Anlage 241). Der Auftragnehmer wird Abfallerzeuger (Zweiterzeuger) und Besitzer der Abfälle mit Sachherrschaft; er übernimmt Pflichten zur Verwertung und Beseitigung unter Beachtung des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) und anerkannter Regeln der Technik. Erforderliche Nachweise nach KrWG und Nachweisverordnung sind zu führen.
Bei vom Bieter abweichend vorgesehenen Entsorgungsanlagen: Anlagenberechtigung, Betreiberbestätigung über Abnahmebereitschaft und ggf. Bestätigung der Abfallwirtschaftsbehörde (Andienungspflicht gefährlicher Abfälle) mit dem Angebot vorlegen; Anzeige nach § 53 KrWG oder Erlaubnis nach § 54 KrWG beifügen, soweit gefordert.
Technische Befähigung – Schweißen, Statik, Druckprüfung, Dokumentation
Nachweis der Schweißeignung der eingesetzten Geräte und des Personals (DVS 2207, Heizwendelschweißen).
Prüffähige Rohrstatik für Druckrohrleitungen gemäß DVGW W 403 und statische Berechnung für Kanäle gemäß ATV A 127 / DWA – jeweils rechtzeitig vor Ausführung der Leistung vorzulegen.
Druckprüfung (DIN EN 805) und Desinfektion (DVGW W 291) mit bakteriologischer Untersuchung.
Eignungsprüfungen (Baustoffe/Böden) spätestens 4 Wochen vor Ausführung der jeweiligen Leistung vorlegen.
Fremdleitungs-Einweisung durch Versorger vor Beginn der Erdarbeiten.
In den vorliegenden Vergabeunterlagen sind keine konkreten Referenzprojekte (Mindestanzahl, Art, Zeitraum, Volumen) gefordert.
nicht gefordert