Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenAuf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz bei Weißkeißel wird eine Schießbahn für Granatmaschinenwaffe verlegt. Dazu sind umfangreiche Wegebauarbeiten (Erdarbeiten, Schottertragschicht, Deckschicht, Bankette) sowie Tiefbauarbeiten für Mittelspannungs-, Trinkwasser- und IT-Leitungen (inkl. Spülbohrverfahren) auszuführen. Die Baustelle liegt in einem militärisch genutzten Sicherheitsgebiet mit aktiven Schießübungen.
Angebote sind elektronisch über die Vergabeplattform sachsen-vergabe.de einzureichen, bis spätestens 01.07.2026 um 09:00 Uhr. Zuschlagskriterium ist ausschließlich der Preis. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und baubegleitende Leistungen
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle (1 PSCH je), Bereitstellung eines Belastungsfahrzeugs (8 h), tägliche Führung von Bautagesberichten, wöchentliche Vorlage an die Bauüberwachung, Erstellung und Fortschreibung eines Baufristenplans (innerhalb 10 Werktagen nach Auftragserteilung), wöchentliche Teilnahme an Baustellenbesprechungen, Nutzung des Projektservers 'Plan Team Space', elektronische Rechnungsstellung gemäß Vorgaben des Auftraggebers.
Verkehrssicherung an Arbeitsstellen
Aufbau, Vorhaltung, Wartung, Instandsetzung und Abbau sämtlicher Absperrgeräte und Warneinrichtungen, einschließlich Schraffenbaken (1000x250 mm, gelbes Dauerlicht, WL2), Absperrschranken (250x2000 mm mit retroreflektierender Folie RA1) und Verkehrsschilder (Größe 2, RA1, Aufstellhöhe 2,00–2,20 m). Für die Spülbohrarbeiten am Verteiler FM 149 ist zusätzlich eine transportable Lichtsignalanlage (Typ B, Festzeitsteuerung, 2 Signalzeitenpläne, Entfernung 200–250 m) erforderlich. Die verkehrsrechtliche Anordnung ist unmittelbar nach Zuschlagserteilung zu beantragen.
Erdarbeiten und Landschaftsbau
Rodung von Wurzelstöcken (insgesamt ca. 300 Stück) und Strauchrodung (ca. 200.000 m²), Andecken von Oberboden (ca. 4.000–5.500 m³, 15–25 cm dick), Lösen und Wiedereinbauen von ca. 5.200–5.400 m³ Boden (mittlerer Förderweg ca. 1,5 km), Herstellung des Planums (ca. 36.000 m², Verformungsmodul Ev2 > 30 MPa), Herstellung von Mulden (ca. 2.500 m), Profilierung von Böschungen (ca. 2.400 m²). Baustellenbetrieb nur 1 Stunde nach Sonnenaufgang bis 1 Stunde vor Sonnenuntergang (Nachtbauverbot gemäß LBP).
Schichtaufbau ohne Bindemittel (Wegebau)
Liefern, Lagern und Einbauen der Schottertragschicht 0/32 (ca. 10.000–10.200 m³, 2-lagig, 40 cm dick, Ev2 > 120 MPa) mit geländegängigen Fahrzeugen, Herstellung der Deckschicht 0/16 (ca. 23.400–25.000 m², 5 cm dick, aus natürlicher Gesteinskörnung, U≥13, UF3) sowie Herstellung der Bankette gemäß ZTV E-StB (ca. 6.500–8.500 m², 30–40 cm dick, Ev2 > 80 MPa). Wegebreite Gesamt krone: 4–7 m.
Tiefbau für Mittelspannungs- und IT-Leitungen
Suchgräben (50 m³) und Leitungsgräben Elektro (950 m + 200 m, Tiefe bis 1,75 m, Sohlbreite 1,00–1,50 m) inkl. Handschachtung, Kabelbettung aus Sand 0/2 (1.150 m, Breite 1,00–1,50 m), Verfüllung der Leitungszone, Verlegung von Kabelschutzrohren PE-HD SDR 11 (d110: 210 m, d160: 50 m), Trassenwarnband.
Tiefbau für Trinkwasserleitung
Leitungsgraben (130 m, Tiefe bis 2,0 m), Rohrbettung und Leitungszone aus Sand 0/2 (Sohlbreite bis 0,50 m), Verlegung Rohr PE-HD d50x4,6, Trassenwarnband (PE-Folie blau, 40 mm breit, 'Achtung Trinkwasserleitung').
Tiefbau für IT-Leitung entlang der Baustraße
Leitungsgraben (100 m + 90 m, Tiefe 1,00–1,20 m bis 2,0 m, Breite 0,40–1,50 m) inkl. Handschachtung, Kabelbettung und Leitungszone aus Sand 0/2 (190 m), Verlegung Kabelschutzrohr PE-HD d160 SDR 11 (90 m), Trassenwarnband (PE-Folie gelb, 'Kommunikationskabel').
Spülbohrverfahren (HDD) für IT-Leitung Verteiler FM 149
Koordinierungszuschlag, technische Bearbeitung, Bauzaun 2,00 m (Stahlgitter, 100 m aufstellen/entfernen + 200 m umsetzen), ASP-Zaun versetzen (80 m), Baumstammschutz (45+25 Stück), Start- und Zielbaugruben (9 Stück, Tiefe bis 1,75 m), Pilotbohrung (ca. 2.000 m), Einziehen Schutzrohr DN 50 PE-HD (ca. 2.000 m), Bohrspülung (ca. 208 t, 3-faches Bohrlochvolumen), Verwertung/Entsorgung der Bohrspülung (LAGA Z0), Dokumentation. Koordinierung mit Elektro, Baumpfleger und Versorgungsunternehmen erforderlich.
Dokumentation, Bodenuntersuchungen und Abfallwirtschaft
Erstellung umfangreicher Dokumentationsunterlagen (2-fach Papier + 1-fach digital, Übergabe 4 Wochen vor Abnahme, Strukturvorgabe laut Inhaltsverzeichnis): Bautagesberichte, Schlussaufmaß und Anschlussskizzen, Verdichtungsnachweise (Fremd- und Eigenüberwachung), Materialnachweise, Herstellerzertifikate, Zulassungen, Gütenachweise, Entsorgungsnachweise, Bestandspläne. Für Aushubböden: Deklarationsuntersuchung gemäß ErsatzbaustoffV und LAGA PN98 (Haufwerksgröße max. 500 m³, sachkundiger Probenehmer, akkreditiertes Labor nach DIN EN ISO/IEC 17025, Rückstellproben 6 Monate, Übergabe der Ergebnisse spätestens 14 Arbeitstage nach Probenahme). Verwendbarkeitsnachweise für alle Bauprodukte spätestens 14 Kalendertage vor Abnahme. Sachgerechte Trennung, Verwertung bzw. Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen nach KrWG (eigenverantwortlich als Erzeuger/Besitzer der Baustellenabfälle).
Besondere Anforderungen militärisches Sicherheitsgebiet
Vor Beginn Anmeldung aller Mitarbeiter (Zuname, Vorname, Geburtsdatum, Wohnsitz, Personalausweisnummer) über den Kasernenkommandanten, Belehrung durch das Bundeswehrdienstleistungszentrum, gültiger Personalausweis für Passwechselverfahren an der Wache. Bei Tätigkeiten > 3 Monaten Beantragung von Sonderausweisen. Schriftliche Genehmigung für Foto-/Filmaufnahmen vom Nutzer erforderlich. Gefährdungsbeurteilungen, Benennung und Nachweis von Ersthelfern, baustellenbezogene Einweisung aller Arbeiter und Nachunternehmer.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Referenzen)
Nachweis von mindestens 3 Referenzprojekten vergleichbarer Bauleistungen (Verkehrswegebau, Erdbau, Tiefbau für Versorgungsleitungen) aus den letzten 5 Kalenderjahren. Pro Referenz sind anzugeben: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Mitarbeiterzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Vorlage mit dem Angebot; nur auf gesonderte Anforderung der Vergabestelle.
Persönliche und wirtschaftliche Eignung
Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Handwerkskarte und/oder IHK-Eintragung (je nach Eintragungspflicht). Unbedenklichkeitsbescheinigung der Sozialkasse (soweit beitragspflichtig), Bescheinigung in Steuersachen bzw. Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG sowie qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft (mit Angabe der Lohnsummen). Kein eröffnetes Insolvenzverfahren, kein abgelehnter Insolvenzantrag mangels Masse, keine Liquidation. Keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A; keine Verurteilung mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 Euro in den letzten 2 Jahren. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Sozialversicherungspflichten. Ab Auftragswert von 30.000 € wird ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister angefordert (auf Wettbewerbsregister-Auskunft beim Bundeskartellamt umgestellt). Nachweis der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte (gegliedert nach Lohngruppen, mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal) auf Verlangen.
Verfügbare Kapazitäten (Personal, Geräte, Nachunternehmer)
Erforderliche Arbeitskräfte und Geräte müssen zur Verfügung stehen. Einsatz von Nachunternehmern ist erlaubt; Art und Umfang der an sie vergebenen Teilleistungen sind im VHB 235 zu benennen. Bei Eignungsleihe (Verpflichtungserklärung VHB 236) sind Verfügbarkeit und Eignung des Drittunternehmens nachzuweisen; bei finanzieller Eignungsleihe haftet die Bietergemeinschaft gemeinsam. Nachunternehmer mit Ausschlussgründen sind innerhalb einer von der Vergabestelle gesetzten Frist zu ersetzen.
Compliance und EU-Sanktionen
Abgabe der Eigenerklärung Art. 5k VO (EU) Nr. 833/2014 (Russland-Sanktionen): Bestätigung, dass weder der Bieter noch Unterauftragnehmer/Lieferanten mit > 10 % Auftragswert russischen Sanktionierten zuzurechnen sind und dies auch während der Vertragslaufzeit sichergestellt wird.
Zuschlagskriterium
Ausschließlich der Preis (niedrigster Preis). Mehrere Hauptangebote sind zugelassen, Nebenangebote sind nicht zugelassen. Verfahrensart: Offenes Verfahren nach VOB/A-EU.
Vergleichbare Bauleistungen (Verkehrswegebau, Erdbau, Tiefbau für Versorgungsleitungen) aus den letzten 5 Kalenderjahren
Mit dem Angebot einzureichen (bei Bedarf auf Verlangen mit folgenden Pflichtangaben: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Mitarbeiterzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung).