Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Eberbach schreibt Tief- und Straßenbauarbeiten für den Umbau der Holderbachverdolung in der Odenwaldstraße öffentlich aus.
Die Baumaßnahme umfasst den Rückbau der bestehenden Bachverdolung und den Neubau eines Stahlbeton-Rechteckdurchlasses (ca. 13,5 m lang, 3,32 m breit, 1,55 m hoch), den Bau eines Schmutzwasserkanals mit Schachtbauwerk DN 1500 und Stahlbetonrohren DN 400–600, die Umverlegung von Versorgungsleitungen (Wasser DN 150, Gas DN 150, Strom, Beleuchtung) sowie die Wiederherstellung der Straßen- und Gehwegflächen (Asphalt- und Pflasterbauweise, Borde, barrierefreie Querungen).
Vergabenummer: 2026-19-0660. Ausführung: 17.08.2026 bis 31.03.2027 (ca. 7,5 Monate). Angebote können elektronisch (mit qualifizierter Signatur) oder schriftlich eingereicht werden.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Aufbau, Vorhaltung und Räumung der kompletten Baustelleneinrichtung inkl. Baubüros, Strom-, Wasser- und Fernsprechanschlüsse sowie Lagerplätze.
Verkehrssicherung für eine Vollsperrung der Odenwaldstraße und eine innerörtliche Umleitungsstrecke von ca. 3 km: Bauzaun (2,0 m hoch), Verkehrszeichen, transportable Lichtsignalanlagen, regelmäßige Kontrolle und Dokumentation der Verkehrssicherung. Verkehrszeichenplan und Antrag bei der Verkehrsbehörde spätestens 2 Wochen vor Baubeginn (3-fach).
Tief- und Erdarbeiten
Asphalttrennschnitte, Aufbruch und Wiederherstellung von ca. 25 m³ Asphalt und ca. 150 m² Pflasterflächen. Aufnahme und Wiedereinbau von ca. 70 m Betonbordsteinen.
Oberboden abtragen und liefern, Boden lösen, zwischenlagern und wiedereinbauen, Herstellung des Planums.
Herstellung von ca. 400 m³ Leitungsgräben, Schachtbaugruben und Baugruben (Tiefen teilweise über 3,00 bis 5,00 m) inkl. Verbau nach Wahl des Auftragnehmers (Tragwerksplanung erforderlich).
Straßen- und Gehwegbau
Wiederherstellung der Fahrbahn in Asphaltbauweise (Frostschutz, Schottertragschicht, Asphalttragschicht AC 32 T N, Asphaltdeckschicht AC 11 D N, Belastungsklasse Bk 1,8) sowie der Geh- und Radwege in Pflasterbauweise mit Betonpflastersteinen (Lithonplus 'System 16 Rocca', steingrau, 8 cm) inkl. Leitelemente (Rippen-, Noppen-, Kontrastplatten nach DIN 32984).
Bordsteinarbeiten (Tiefbord 8x20, Rundbord 15x22, Hochbord 15x30) und barrierefreie Querungshilfen nach DIN 18040-3 (Sonderbordsteine).
Zaunanlagen (Maschendraht- und Stahlgitterzaun), Fahrbahnmarkierung (u.a. Thermoplastik), Auf-/Abbau von Verkehrszeichen.
Kanalbau / Umbau Holderbachverdolung
Rückbau der bestehenden Holderbachverdolung (Wandstärke ca. 0,30 m) und Neubau als Stahlbeton-Rechteckdurchlass (lichte Weite 3,32 m, lichte Höhe 1,55 m, Gesamtlänge ca. 13,52 m) mit U-Rahmen, Deckenplatte, Krümmer und Endverschlusswand.
Herstellung von Wasserhaltung: Bachumleitung DN 400 über PVC-Umlenkung, mobile Absetzbecken (8 m³), Pumpen- und Messarbeiten (pH, Leitfähigkeit, Temperatur, absetzbare Stoffe).
Neubau Schmutzwasserkanal in offener Bauweise: ca. 1 Stück Schachtbauwerk DN 1500 (Beton, Tiefe 3,0–3,5 m), ca. 35 m Stahlbetonrohre DN 400–600, ca. 4 m Stahlbetonrohr DN 1500, ca. 15 m Betonfertigteile inkl. Ortbeton für Anschluss an Bestand.
Dichtheitsprüfungen nach DIN EN 1610 und DWA-A 139, Muffendruckprüfungen DN 400/600, Schachtprüfungen DN 1500 (Prüfungen nur werktags 7:00–18:00 Uhr), optische TV-Inspektion des Kanals.
Versorgungsleitungen Wasser, Gas und Strom
Leitungsgräben für Gas-/Wasserversorgung (ca. 140 m³) und Stromversorgung (ca. 50 m³).
Wasserleitung: ca. 80 m PE 100-RC DA 160 (blau), Verlegetiefe ca. 1,50 m ab OK Fahrbahn, inkl. Hausanschlussleitungen, Druckprüfung nach DVGW W 400-2, Reinigung und Desinfektion der Trinkwasserleitung, Rohrbuch.
Gasleitung: ca. 80 m PE-HD DA 160 (gelb), Verlegetiefe ca. 1,20 m, inkl. Hausanschlussleitungen, Belastungs- und Dichtheitsprüfung nach DVGW G 469.
Strom: ca. 200 m Kabel des AG verlegen, 3 Stück Mastfundamente herstellen, 3 Stück Beleuchtungsmasten aufstellen (bis 6 m und 8 m), Leuchten, Kabelschutzrohr DA 90, Trassenwarnband, Blitzschutz-/Erdungssammelleitung, Einschleifen der Kabel in Mastfundamente.
Vermessung: lage- und höhenmäßige Einmessung aller Kabel, Leerrohre und Masten in Gauss-Krüger-Koordinaten, Erstellung eines Bestandsplans (AutoCAD-DXF und ASCII).
Stundenlohnarbeiten und Hilfsleistungen
Verrechnungssätze für Bauvorarbeiter, Baufacharbeiter und Bauwerker sowie diverse Baugeräte (Bagger, Frontlader, Walzen) und Fahrzeuge (Allrad-Kipper, Montagebus) für etwaige Stundenlohnarbeiten.
Hilfsleistungen: Tragfähigkeitsprüfungen (Plattendruckversuch), Wasserhaltungsmessungen. Tägliche Rapporte für Stundenlohnarbeiten erforderlich.
Baubegleitende Dokumentation und Nachweise
Bauzeitenplan nach Auftragserteilung (2-fach, wird Vertragsbestandteil), wöchentliche Tagesberichte, Eigenkontrollprüfungen und Verdichtungsnachweise fortlaufend.
Eignungsprüfungen vor Baubeginn für Frostschutz, Schottertragschicht, Asphalt und Abwasserrohre; statische Nachweise für Abwasserrohre und das Fertigteilbauwerk der Verdolung.
Abrechnungszeichnungen, Einmessskizzen und Bestandspläne (1-fach bei Abschlagszahlungen, 2-fach bei Schlussrechnung), Lieferscheinlisten (Excel + Papier), Soll-Ist-Vergleich mit Schlussrechnung, Fotos der Leitungsverläufe und Stutzenplan.
Abfallentsorgung gemäß KrWG: getrennte Erfassung, Nachweise nach Nachweisverordnung, Kosten der Verwertung in Einheitspreisen einkalkuliert.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Unternehmen)
Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (präqualifizierte Unternehmen).
Falls nicht präqualifiziert: Vorlage des ausgefüllten Formblatts 'Eigenerklärung zur Eignung' (VVB 124, Fassung 2022) mit dem Angebot.
Nachweis der Fachkunde gemäß § 6a Abs. 3 VOB/A.
Technische Eignung – DVGW-Zertifizierungen
Für die Verlegung von Wasser- und Gasleitungen (Leitungsbau) sind zwingend erforderlich:
Die Nachweise sind vor Beginn der Arbeiten der örtlichen Bauüberwachung und dem Netzbetreiber vorzulegen.
Technische Eignung – Referenzen
Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren ausgeführt.
Bei Angebot in engerer Wahl: 3 Referenznachweise mit Ansprechpartner des Auftraggebers, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang (Mengen, eigenes Personal, koordinierte Gewerke), Zahl eingesetzter Arbeitskräfte, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung und Auftraggeberbestätigung.
Persönliche Eignung / Zuverlässigkeit
Erforderliche Arbeitskräfte stehen zur Verfügung; jahresdurchschnittlich beschäftigte Arbeitskräfte der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
Kein Insolvenzverfahren anhängig oder eröffnet; keine Liquidation.
Keine schweren Verfehlungen gem. § 6e EU VOB/A, keine Verurteilung mit Freiheitsstrafe > 3 Monate / Geldstrafe > 90 Tagessätze / Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren (Gewerbezentral- bzw. Wettbewerbsregister).
Ab einer Auftragssumme von 30.000 € fragt der Auftraggeber für den vorgesehenen Zuschlagsempfänger das Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt ab.
Wirtschaftliche / finanzielle Eignung
Angabe der Unternehmensumsätze der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre, soweit sie vergleichbare Bauleistungen betreffen (inkl. ARGE-Anteil).
Steuern, Abgaben und Sozialversicherung
Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten sowie Sozialversicherungsbeiträge.
Nachweise bei engerer Wahl: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, Bescheinigung des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Berufsgenossenschaft und Registereintragungen
Tariftreue und Mindestlohn (LTMG)
Abgabe der Verpflichtungserklärung nach dem Landestariftreue- und Mindestlohngesetz Baden-Württemberg (LTMG).
Verpflichtung des Auftragnehmers und aller Nach-/Verleihunternehmen, die einschlägigen tarifvertraglichen Vorgaben (AEntG) sowie das Mindestlohngesetz einzuhalten.
Fähigkeit, auf Verlangen prüffähige Unterlagen (Arbeitsverträge, Lohnnachweise) vorzulegen.
Schuldhafte Verstöße führen zu Vertragsstrafe, Ausschluss vom Verfahren und bis zu dreijährigem Ausschluss von weiteren Vergaben des Auftraggebers.
Vergleichbare Bauleistungen in den letzten 5 Kalenderjahren
Vergleichbare Tief- und Straßenbauleistungen (z.B. Kanal- und/oder Straßenbau); Angabe von Ansprechpartner des Auftraggebers, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang (Mengen, eigenes Personal, koordinierte Gewerke), Zahl eingesetzter Arbeitskräfte, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer) sowie Auftraggeberbestätigung über vertragsgemäße Ausführung