Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Mannheim saniert 2026 die stadtauswärtige Fahrbahn der Wilhelm-Varnholt-Allee (B 37) auf etwa 1,5 km Länge. Gebaut wird unter Vollsperrung mit großräumiger Umleitung.
Die Strecke ist in drei Bauabschnitte aufgeteilt:
Zum Auftrag gehören außerdem Verkehrssicherung mit Stauwarnanlage, Schutzeinrichtungen, Pflaster- und Bordarbeiten, Anpassung von Schächten und Straßenabläufen, LSA-Tiefbau, Fahrbahnmarkierungen sowie das Aufstellen neuer Verkehrszeichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Für Angebote von Werkstätten für Behinderte wird ein Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme eingeräumt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorbereitende Arbeiten und Baustelleneinrichtung
Einrichten, Vorhalten und Räumen der Baustelle mit Bauzaun (u. a. 520 m Baumschutz), Baustellenschild (1.600 × 1.250 mm) und beheizbarem Besprechungscontainer (mind. 6 × 4 m).
Vor Ausführungsbeginn sind der verantwortliche Bauleiter und der Verantwortliche für die Verkehrssicherung (Qualifikation gem. MVAS 1999) schriftlich zu benennen.
Erkundigung über Kabellagen bei den Versorgungsträgern, Absteckung geometriebestimmender Punkte, Sichern von Grenzmarkierungen, Erstellen und Aushängen eines Bauzeitenplans mit titel- und positionsbezogenen Einzelfristen (Übergabe spätestens 14 Werktage nach Auftragserteilung).
Kampfmittel und Sicherheit
Kampfmittelfreimessung der gesamten Baustellenfläche (17.000 m²), baubegleitende Aushubüberwachung durch eine Munitionsfachkraft sowie verpflichtende Unterweisung aller beteiligten Mitarbeiter durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg.
Für Arbeiten im Gleisbereich (4,50 m Abstand) ist eine Sicherungsfachkraft einzusetzen; entlang der Baumallee in BA 2 begleitet ein Fachagrarwirt für Baumpflege die Maßnahme.
Verkehrssicherung und Umleitung
Verkehrsrechtliche Anordnung gem. §§ 45, 46 StVO beantragen, Umleitungsbeschilderung gemäß Umleitungsplan aufbauen und unterhalten, transportable Schutzeinrichtungen (TSE) im Mittelstreifen und im Überleitungsbereich (Schubertstraße, A656) aufstellen.
Mobile Stauwarnanlage (MSWA) auf der Bundesautobahn einrichten und 75 Tage vorhalten: 2 beidseitige + 2 einseitige Anzeigequerschnitte sowie 1 Messquerschnitt.
Kontrolle der Baustelle auch an Wochenenden und Feiertagen; 24-h-Notdienst; Freihalten des Schienenbereichs als Rettungsweg für Einsatzfahrzeuge und Bahnverkehr; Mindestbreite der Behelfsfahrstreifen 3,00 m (Abschnitt 5) bzw. 3,50 m (übrige Abschnitte).
Erdarbeiten, Abbruch und Entsorgung
Oberboden abtragen und Oberbodenmanagement durchführen, Bodenaushub und Kanal-Freilegung, Asphalt fräsen in BA 1 (ca. 3.700–4.100 m²) und Fahrbahn in BA 2 + BA 3 aufbrechen (ca. 11.600 m²), belasteten PAK-Boden ausbauen (ca. 75 m³).
Entsorgung des Aushubmaterials differenziert nach Schadstoffklassen (BM-0 / BM-0* / BM-F0*: ca. 1.000 t, BM-F1/F2: ca. 500 t
Dokumentation und Qualitätssicherung
Arbeitstägliche Führung eines Bautagebuchs, wöchentliche Übergabe an die Bauleitung.
Erstellung eines Aufmaßplans sowie von Bestandsplänen als PDF/DXF plus Papierplott im Maßstab 1:250; nachvollziehbare, gemeinsam durchgeführte Aufmaße mit Massenermittlung.
Eigenüberwachungsprüfungen gemäß ZTV, unaufgeforderte Übergabe der Qualitätsnachweise; Prüfzeugnisse und Eignungsnachweise für sämtliche Baustoffe vor Anlieferung an die Bauleitung/AG.
Statische Lastplattendruckversuche (30 Stück) in Anwesenheit des AG; einbaubegleitende Qualitätssicherung bei HGT-Arbeiten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Registereintragungen
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle und/oder bei der IHK.
Mitgliedschaft in der Gütegemeinschaft Bodenverbesserung und Bodenverfestigung (GBB) und RAL GZ 503 BG BVF – zwingend für die HGT-in-situ-Arbeiten in BA 1 (Bindemittel NovoCrete® ST 98).
RAL-Gütezeichen RAL-GZ 692 für Schachtabdeckungen (Einbau inkl. DIN EN 124 / DIN 1229).
Zuverlässigkeit und rechtliche Voraussetzungen
Kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt, kein Antrag mangels Masse abgelehnt, keine Liquidation.
Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A; keine Verurteilung mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren wegen Verstößen mit GZR-Eintrag.
Keine laufenden Ausschlüsse wegen Verstößen gegen das Landestariftreue- und Mindestlohngesetz (LTMG) Baden-Württemberg.
Leistungsfähigkeit und Kapazität
Nachweis ausreichender Arbeitskräfte für die Ausführung; auf Verlangen Zahl der in den letzten 3 Kalenderjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit extra ausgewiesenem Leitungspersonal.
3 vergleichbare Referenzprojekte aus den letzten 5 Kalenderjahren (Details siehe Referenzprojekte).
Steuern, Abgaben und Sozialversicherung
Ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtung zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft; qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Angabe der Lohnsummen ist auf Verlangen vorzulegen.
Tariftreue und Mindestlohn (LTMG BW)
Unterzeichnete Verpflichtungserklärung gemäß Landestariftreue- und Mindestlohngesetz Baden-Württemberg (Auftragswert ab 20.000 € netto).
Einhaltung von Mindestlohn (MiLoG) bzw. einschlägigem Tarifvertrag für alle eigenen Beschäftigten (außer Auszubildende).
Für Nachunternehmen und Verleihunternehmen mit Auftragsvolumen ≥ 10.000 € netto sind deren Verpflichtungserklärungen beizufügen; bei rein EU-ausländischer Ausführung genügt eine schriftliche Versicherung. Vertragsstrafe bei Verstößen: 1 % des Auftragswerts je schuldhaftem Verstoß, max. 5 %.
Eignung von Nachunternehmern und Bietergemeinschaften
Nachunternehmer müssen präqualifiziert sein oder die Voraussetzungen des PQ-Verzeichnisses erfüllen; auf Verlangen sind Eigenerklärungen/PQ-Nummern vorzulegen.
Bietergemeinschaften reichen eine ARGE-Erklärung in Textform ein: Auflistung aller Mitglieder, bevollmächtigter Vertreter, gesamtschuldnerische Haftung; auf Verlangen von allen Mitgliedern unterzeichnet bzw. (fortgeschritten oder qualifiziert) signiert.
Vergleichbare Fahrbahnsanierungen mit eigenem Personal ausgeführt
je Referenz: Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer, technische/gerätespezifische Anforderungen oder Kurzbeschreibung, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/NU), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung