Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Görlitz sucht einen Träger, der für fünf Jahre (01.01.2027 – 31.12.2031) eine zentrale Anlaufstelle für Familien, Kinder, Jugendliche und Senioren in der Görlitzer Innenstadt betreibt.
Die Anlaufstelle bietet Information, Beratung und Vernetzung für alle zielgruppenrelevanten Themen. Sie soll mindestens 20 Stunden pro Woche geöffnet sein, barrierearm und gut sichtbar in der Innenstadt liegen. Der Betreiber stellt selbst Räume, Ausstattung und Personal und entwickelt das Konzept.
Vergütet wird mit einem festen Zuschuss von 115.000 € brutto pro Jahr (halbjährliche Auszahlung). Die Auswahl erfolgt über die Bewertung eines Betreiberkonzepts (max. 78 Punkte, Mindestpunktzahl 30).
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Bisherige Arbeitsschwerpunkte/Erfahrungen
Bewertung der bisherigen Arbeitsschwerpunkte und Erfahrungen des Trägers sowie des vorgesehenen Personals im beschriebenen Arbeitsgebiet (Teil der Gesamtpunkte, max. 78 Punkte gesamt).
- Darstellung des Konzeptes
Bewertung der Qualität des eingereichten Konzepts hinsichtlich Passgenauigkeit, Innovation, Schlüssigkeit und Zielgruppenausrichtung (Bewertung je 0–3).
- Umsetzung des Konzeptes
Bewertung der methodischen Umsetzung, Ressourcennutzung, Kooperation und räumlichen Rahmenbedingungen (Bewertung 0–3 bzw. 1–3 je nach Kriterium).
- Angaben zur Qualitätsentwicklung
Bewertung der Angaben zur Qualitätsentwicklung, Qualitätssicherung, Fachlichkeit und Evaluation.
- Angaben zur Finanzierung
Bewertung der Angaben zur Finanzierung (Personalkosten, Sachkosten, Drittmittel, Eigenmittel) nach Angemessenheit und Ausgewogenheit.
- Angebot zusätzlicher Leistungen
Bewertung zusätzlicher, über die geforderten Leistungen hinausgehender Angebote des Bieters (Bewertung 0–3).
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKernaufgabe und Zielgruppen
Betrieb einer zentralen Anlaufstelle für Familien in Görlitz über 60 Monate (01.01.2027 – 31.12.2031).
Zielgruppen: Familien, Kinder, Jugendliche und Senioren.
Die Anlaufstelle bietet ein barrierearmes Informations-, Vernetzungs- und Unterstützungsangebot für alle zielgruppenrelevanten Themen.
Standort und Erreichbarkeit
Die Anlaufstelle soll in der Innenstadt von Görlitz verortet sein, möglichst zentral, barrierefrei und mit hoher Sichtbarkeit.
Der Betreiber stellt die Räumlichkeiten und die Ausstattung selbst; die Stadt Görlitz stellt weder Räume noch Ausstattung bereit.
Öffnungszeiten: mindestens 20 Stunden pro Woche sowie Termine nach Vereinbarung.
Information und Aufklärung
Aufbau eines strukturierten Informationsaustauschs zwischen Familienbüro und Bürgerräten.
Bereitstellung von Informationsmaterial (Print und digital).
Herausgabe eines Newsletters für Familien und Interessierte.
Erstellung eines Kinderstadtplans.
Mitarbeit am Welcome-Team der Stadt Görlitz (Mitgliedschaft).
Beratung und Unterstützung
Annahme und Beantwortung von Bürgeranfragen, bei Bedarf Weiterleitung an zuständige Stellen.
Optimierung von Beratungsangeboten für internationale Familien, einschließlich Unterstützung bei der Nutzung digitaler Angebote (z. B. Little Bird).
Sprechstunden für Senioren, Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige.
Beratung zu Familienentlastung, z. B. Seniorenunterstützung und Babysitterkartei.
Hilfe bei Wohngeldanträgen.
Bereitstellung barrierefreier PC-Arbeitsplätze.
Mobiles Beratungsangebot in weiteren Stadtteilen.
Vernetzung und Ehrenamt
Aufbau eines professionsübergreifenden Vernetzungspunkts für familienrelevante Akteure.
Organisation von Netzwerktreffen.
Aufbau und Pflege einer Plattform für ehrenamtliche Tätigkeiten.
Stärkung von Selbsthilfe- und ehrenamtlichen Strukturen.
Kooperation mit Trägern der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.
Projektarbeit und Berichtswesen
Entwicklung von Impulsen für eigene Projekte.
Initiierung von Bildungs- und Aufklärungsprozessen zu Familiengerechtigkeit.
Durchführung von Umfragen als Grundlage für den Familienbericht der Stadt.
Erstellung eines Jahresberichts inkl. zahlenmäßigem Verwendungsnachweis und Sachbericht bis zum 28.02. des Folgejahres.
Ressourcen und Finanzierung
Jährlicher Festzuschuss: 115.000 € brutto, ausgezahlt je zur Hälfte halbjährlich im Voraus.
Der Betreiber trägt Personal, Miete, Ausstattung und Sachkosten selbst.
Erstellung eines Kostenfinanzierungsplans für die Anlaufstelle.
Akquise und Abrechnung von Drittmitteln/Fördermitteln ist ausdrücklich erwünscht.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Eignung und Registrierung
Gewerbeanmeldung, Handelsregister- oder Vereinsregisterauszug (oder vergleichbare Bescheinigung nach den Rechtsvorschriften des Herkunftslandes).
Eintragung in das zuständige Berufs- oder Handelsregister.
Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung inkl. Deckungssumme.
Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft mit Mitgliedsnummer.
Erklärung, dass kein Insolvenzverfahren anhängig oder eröffnet ist (bzw. abgewickelt) und dass keine Liquidation stattfindet.
Zuverlässigkeit
Erklärung, dass keine schwere Verfehlung gemäß § 12.1 g) Komm DE (D) EigE vorliegt (insbesondere einschlägige Straftaten innerhalb bestimmter Fristen).
Erklärung zur Einhaltung des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes, SGB III, Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) und § 266a StGB.
Bei Auftragssumme ab 30.000 € netto: Auszug aus dem Gewerbezentralregister für den zukünftigen Auftragnehmer.
Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Zahlung von Steuern/Abgaben und Sozialbeiträgen (max. 6 Monate alt).
Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit (auf Verlangen)
Bankauskünfte oder -erklärungen.
Bilanzen oder Bilanzauszüge (soweit gesetzlich vorgeschrieben).
Erklärung zu Gesamtumsatz und Umsatz für vergleichbare Leistungen in den letzten 3 Geschäftsjahren.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit (auf Verlangen)
Liste der wesentlichen vergleichbaren Leistungen der letzten 3 Jahre (Rechnungswert, Leistungszeit, Auftraggeber).
Beschreibung technischer Ausrüstung, Ausstattung und Qualitätsmaßnahmen.
Angaben zur technischen Leitung und Qualitätskontrolle.
Durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl und Zahl der Führungskräfte (letzte 3 Jahre).
Qualitätssicherungs- und ggf. Umweltmanagement-Zertifikate.
Gemeinnützigkeit und Trägerstruktur
Aktuelle Bescheinigung des Finanzamts über die Anerkennung der Gemeinnützigkeit.
Vorlage des Leitbilds bzw. der Satzung des Trägers.
Übersicht über Mitgliedschaften des Trägers in Vereinen und Verbänden.
Referenzen und Personaleignung
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Geschäftsjahren, schwerpunktmäßig in: Öffentlichkeitsarbeit, Fördermittelakquise und -abrechnung, Netzwerkarbeit, Projektkoordination und Beratung.
Qualifikationsnachweise bzw. Referenzen für das vorgesehene Personal.
Bei laufenden Personalausschreibungen: Ausschreibungsunterlagen als vorläufiger Nachweis, endgültige Nachweise nachreichen.
Gültiges Präqualifikationszertifikat (PQ-Zertifikat) kann einzelne Eignungsnachweise ersetzen.
Fachliche Anforderungen an das Personal
Hohe kommunikative Kompetenz im Umgang mit Bürgern, familienpolitischen Akteuren und Verwaltung.
Starke Identifikation mit den Werten der Familiengerechtigkeit.
Kenntnisse in Beratung und Familienleistungen.
Fundierte Kenntnisse familienrelevanter Angebote.
Fundierte Kenntnisse in Öffentlichkeitsarbeit, Organisation und Netzwerkarbeit.
Nachunternehmer und ausländische Bieter
Bei geplanter Vergabe an Nachunternehmer: gleiche Eignungsnachweise für Nachunternehmer sowie Verpflichtungserklärung (Komm DE (D) ErkINachunt).
Ausländische Bieter: vergleichbare Nachweise nach den Rechtsvorschriften ihres Landes, nicht-deutsche Dokumente mit amtlich beglaubigter Übersetzung.
Alle einzureichenden Unterlagen dürfen zum Zeitpunkt der Angebotsfrist maximal 6 Monate alt sein.
Vergleichbare Referenzen des Trägers aus den letzten 3 Geschäftsjahren in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Fördermittelakquise und -abrechnung, Netzwerkarbeit, Projektkoordination und Beratung
Pflichtangaben je Referenz: Objekt und Leistung, Auftraggeber (Name, Anschrift), Ort der Ausführung, Ausführungszeitraum, Rolle (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner oder Nachunternehmer), Auftragswert gesamt und eigener Anteil, durchschnittliche eigene Arbeitnehmer/Leitungspersonal, besondere Anforderungen, Ansprechpartner mit Telefon und E-Mail. Auf Verlangen: schriftliche Bestätigung des früheren Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.