Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Bezirksamt Spandau von Berlin schreibt Winterdienstleistungen (Schneeräumen, Streuen, Streugutbeseitigung) für zahlreiche eigene Liegenschaften öffentlich aus. Die Leistung ist in 5 Lose aufgeteilt, die nach Postleitzahlenbereichen in Berlin-Spandau gegliedert sind. Insgesamt sind rund 64.910 m² Außenfläche zu betreuen, darunter Gehwege, Parkplätze, Stellflächen, Fahrwege und Handreinigungsflächen. Die Wintersaison läuft jährlich vom 01.11. bis 31.03., über insgesamt 4 Saisons (2026/27 bis 2029/30). Ein Bieter darf für maximal 2 Lose Angebote abgeben und den Zuschlag erhalten. Angebote müssen elektronisch über die Vergabeplattform Berlin (iTWO tender / meinauftrag.rib.de) eingereicht werden. Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot (niedrigster Preis). Nur Bieter mit Firmensitz im Umkreis von 25 km um das Rathaus Spandau kommen in Frage.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis
Niedrigstes Angebot erhält die meisten Punkte (X = Anzahl der Bieter), jedes weitere Angebot entsprechend weniger (X-1, X-2, ...). Der Preis wird an erster Stelle berücksichtigt.
- Extrapunkte – Ausbildung1%
1 Extrapunkt, wenn das Unternehmen in den letzten 3 Jahren jedes Jahr Auszubildende beschäftigt hat.
- Extrapunkte – ISO 140011%
1 Extrapunkt bei Vorlage einer ISO-Zertifizierung nach 14001.
- Extrapunkte – ISO 90011%
1 Extrapunkt bei Vorlage einer ISO-Zertifizierung nach 9001.
Schritt 1 (Angebotspreis): Niedrigster Bieter erhält X Punkte (X = Anzahl Bieter), zweitgünstigster X-1 usw. Schritt 2 (Extrapunkte): Bis zu 3 Zusatzpunkte möglich – 1 Punkt für Ausbildung in den letzten 3 Jahren, 1 Punkt für ISO 14001, 1 Punkt für ISO 9001. Die Gesamtpunktzahl ergibt sich aus Preis-Punkten + Extrapunkten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Geltungsbereich
Der Auftrag umfasst Winterdienstleistungen (Schneeräumung, Streuen) sowie bedarfsgerechte Streugutbeseitigung und -entsorgung an Objekten, Gebäuden und Außenflächen des Bezirksamts Spandau von Berlin.
Die Leistung ist nach dem Berliner Straßenreinigungsgesetz in der jeweils gültigen Fassung durchzuführen. Maßgeblich ist die Durchführung des Winterdienstes auf Gehwegen, Parkplätzen, Stellflächen, Fahrwegen, Handreinigungsflächen sowie an besonderen Einbauten (Hydranten, Parkuhren, Briefkästen, Telefonzellen, Haltestellen).
Die Leistung wird als losweise Vergabe über 5 Lose ausgeschrieben, die nach Postleitzahlenbereichen in Berlin-Spandau gegliedert sind. Ein Bieter darf Angebote für maximal 2 Lose abgeben und den Zuschlag für maximal 2 Lose erhalten.
Leistungszeitraum
Der Winterdienst wird jährlich wiederkehrend in der Wintersaison vom 01.11. bis 31.03. erbracht. Die Vertragslaufzeit erstreckt sich vom 01.11.2026 bis 31.03.2030 und umfasst damit 4 vollständige Wintersaisons (2026/27, 2027/28, 2028/29, 2029/30). Pro Saison beträgt die Laufzeit 5 Monate (November bis März).
Leistungspositionen und Kalkulationsgrundlage
Die Leistung wird über die Anlage 1 (Kalkulationsdatei) je Los kalkuliert. Folgende Positionen sind je nach Objekt zu bedienen:
Maßgeblich für die Kalkulation sind die Flächenangaben in der Anlage 1 (Kalkulationsdatei). Die Anlage 2 (Losaufteilung) dient nur als Übersicht.
Abrechnung und Rechnungsstellung
Rechnungen sind verpflichtend pro Liegenschaft zu erstellen und an den im Reiter „Rechnungsadresse" (bzw. „Liste für die Ausschreibung") der Kalkulationsdatei hinterlegten Rechnungsempfänger zu senden. Die Preisbildung umfasst Grundpreise pro Einheit/Monat/Saison sowie Arbeitspreise pro Einsatztag.
Zusätzlich ist ein Stundenverrechnungssatz (SVS) zu kalkulieren, der mindestens Tarif- bzw. Mindestlohn, Sozialversicherungsbeiträge, Lohnfolge- und Lohnnebenkosten, unternehmensbezogene Kosten, Risiko und Gewinn abdeckt. Stundenverrechnungssätze mit einem Zuschlag unter 60 % des Tarif-/Mindestlohns werden intensiv geprüft und können zum Ausschluss führen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Anforderungen an den Bieter
Berufliche Eignung: Eintragung im Berufs- oder Handelsregister bzw. in der Handwerksrolle des Sitzes oder Wohnsitzes. Gewerbeanmeldung ist Voraussetzung. Ausländische Bieter legen gleichwertige Bescheinigungen des Herkunftslandes mit beglaubigter deutscher Übersetzung vor.
Standort: Der Firmensitz darf nicht mehr als 25 km (kürzeste übliche Strecke) vom Rathaus Spandau entfernt sein. Bieter ohne Sitz im Umkreis kommen nicht in Frage.
Sprache: Angebote und alle Unterlagen sind in deutscher Sprache abzugeben; fremdsprachige Dokumente benötigen eine beglaubigte Übersetzung.
Wirtschaftliche und finanzielle Eignung
Gültiger Eintrag im ULV (Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis für öffentliche Aufträge des Landes Berlin) oder in einer anerkannten Präqualifizierungsdatenbank. Alternativ sind die folgenden Einzelnachweise vorzulegen:
Jahresumsatz: Die Summe der Jahresumsätze der letzten 3 Geschäftsjahre muss mindestens das 2-fache der voraussichtlichen Jahresauftragssumme (netto) des Bieters betragen. Bei Bietergemeinschaften werden die Umsätze der Mitglieder addiert; der bevollmächtigte Vertreter muss mindestens 50 % des geforderten Umsatzes nachweisen.
Bonität: Die Hausbank muss verbindlich erklären, dass zu Vertragsbeginn eine Bürgschaft in Höhe von 5 % des Netto-Auftragsvolumens eines Jahres gestellt wird.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Berufliche Qualifikation der Leistungserbringer und Führungskräfte (Zeugnisse, Diplome, Studiennachweise, Bescheinigung über die berufliche Befähigung). Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle sind Nachweise vorzulegen.
Bei ausländischen Bietern: gleichwertige Nachweise des Herkunftslandes mit beglaubigter deutscher Übersetzung.
Versicherung und Tariftreue
Nachweis eines ausreichenden Versicherungsschutzes (insbesondere Haftpflichtversicherung), der 4 Wochen vor Vertragsbeginn und auf Verlangen jederzeit vorgelegt werden kann.
Beachtung der Bestimmungen des Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetzes (BerlAVG) zu Mindestlohn, Tariftreue, ILO-Kernarbeitsnormen, Frauenförderung, Benachteiligungsverbot und Umweltschutz. Nachweis der ILO-Konformität ist als Anlage zur Leistungsbeschreibung einzureichen.
Ausschlussgründe
Es gelten die Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB. Insbesondere keine Verurteilungen wegen Straftaten (Bestechung, Betrug, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Menschenhandel, Zwangsarbeit), keine offenen Steuer- oder Sozialversicherungsbeiträge, keine Insolvenz/Liquidation, keine schweren Verfehlungen oder Täuschungen im Vergabeverfahren, keine wesentlichen Mängel bei früheren öffentlichen Aufträgen.
Zusätzlich: keine Verurteilungen gem. § 21 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, § 21 Arbeitnehmerentsendegesetz oder § 19 Mindestlohngesetz (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €).
Bei geschätztem Auftragswert ab 30.000 € netto erfolgt eine Wettbewerbsregister-Abfrage durch den Auftraggeber.
Wertungs-Extrapunkte (optional)
Für die Zuschlagswertung können optionale Extrapunkte erworben werden:
Eignungsleihe und Bietergemeinschaften
Eignungsleihe nach § 47 VgV ist zulässig. Andere Unternehmen können Kapazitäten zur Verfügung stellen; Eignungsverleiher müssen eigene Erklärungen (Wirt-124 EU) abgeben und haften anteilmäßig.
Bietergemeinschaften sind zulässig. Es ist eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung (Wirt-238) erforderlich mit: Bildung einer Arbeitsgemeinschaft, Benennung eines bevollmächtigten Vertreters, gesamtschuldnerische Haftung, Vertretungsbefugnis und Zahlungsregelung. Jedes Mitglied muss die Eignungsnachweise gesondert erbringen.