Ausschreibungen Winterdienst

Winterdienst 01.11.26 - 31.03.30 für diverse Objekte des Bezirksamtes Spandau

Bezirksamt Spandau von Berlin | Vergabekammer des Landes BerlinBerlin, BerlinFrist: (in 13 Tagen)

Zusammenfassung

Das Bezirksamt Spandau von Berlin schreibt Winterdienstleistungen (Schneeräumen, Streuen, Streugutbeseitigung) für zahlreiche eigene Liegenschaften öffentlich aus. Die Leistung ist in 5 Lose aufgeteilt, die nach Postleitzahlenbereichen in Berlin-Spandau gegliedert sind. Insgesamt sind rund 64.910 m² Außenfläche zu betreuen, darunter Gehwege, Parkplätze, Stellflächen, Fahrwege und Handreinigungsflächen. Die Wintersaison läuft jährlich vom 01.11. bis 31.03., über insgesamt 4 Saisons (2026/27 bis 2029/30). Ein Bieter darf für maximal 2 Lose Angebote abgeben und den Zuschlag erhalten. Angebote müssen elektronisch über die Vergabeplattform Berlin (iTWO tender / meinauftrag.rib.de) eingereicht werden. Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot (niedrigster Preis). Nur Bieter mit Firmensitz im Umkreis von 25 km um das Rathaus Spandau kommen in Frage.

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 13 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
20262027202820292030
MAINOVMAINOVMAINOVMAINOV
Veröffentlichung
Bieterfragen-Frist
Angebotsfrist
Versicherungsnachweis
Angebotsöffnung
Bindefrist
Informationspflicht vor Zuschlag
Vertragsbeginn
Vertragslaufzeit
Wintersaison 1
Wintersaison 2
Wintersaison 3
Wintersaison 4
Vertragsende
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Preis & Qualität4 Kriterien
  • Angebotspreis

    Niedrigstes Angebot erhält die meisten Punkte (X = Anzahl der Bieter), jedes weitere Angebot entsprechend weniger (X-1, X-2, ...). Der Preis wird an erster Stelle berücksichtigt.

  • Extrapunkte – Ausbildung1%

    1 Extrapunkt, wenn das Unternehmen in den letzten 3 Jahren jedes Jahr Auszubildende beschäftigt hat.

  • Extrapunkte – ISO 140011%

    1 Extrapunkt bei Vorlage einer ISO-Zertifizierung nach 14001.

  • Extrapunkte – ISO 90011%

    1 Extrapunkt bei Vorlage einer ISO-Zertifizierung nach 9001.

Bewertungsformel

Schritt 1 (Angebotspreis): Niedrigster Bieter erhält X Punkte (X = Anzahl Bieter), zweitgünstigster X-1 usw. Schritt 2 (Extrapunkte): Bis zu 3 Zusatzpunkte möglich – 1 Punkt für Ausbildung in den letzten 3 Jahren, 1 Punkt für ISO 14001, 1 Punkt für ISO 9001. Die Gesamtpunktzahl ergibt sich aus Preis-Punkten + Extrapunkten.

Die genauen prozentualen Gewichtungen zwischen Preis und Extrapunkten sind nicht angegeben; das Bewertungssystem basiert auf einem Punktesystem ohne explizite Prozentgewichtung.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Gegenstand und Geltungsbereich

Der Auftrag umfasst Winterdienstleistungen (Schneeräumung, Streuen) sowie bedarfsgerechte Streugutbeseitigung und -entsorgung an Objekten, Gebäuden und Außenflächen des Bezirksamts Spandau von Berlin.

Die Leistung ist nach dem Berliner Straßenreinigungsgesetz in der jeweils gültigen Fassung durchzuführen. Maßgeblich ist die Durchführung des Winterdienstes auf Gehwegen, Parkplätzen, Stellflächen, Fahrwegen, Handreinigungsflächen sowie an besonderen Einbauten (Hydranten, Parkuhren, Briefkästen, Telefonzellen, Haltestellen).

Die Leistung wird als losweise Vergabe über 5 Lose ausgeschrieben, die nach Postleitzahlenbereichen in Berlin-Spandau gegliedert sind. Ein Bieter darf Angebote für maximal 2 Lose abgeben und den Zuschlag für maximal 2 Lose erhalten.

Leistungszeitraum

Der Winterdienst wird jährlich wiederkehrend in der Wintersaison vom 01.11. bis 31.03. erbracht. Die Vertragslaufzeit erstreckt sich vom 01.11.2026 bis 31.03.2030 und umfasst damit 4 vollständige Wintersaisons (2026/27, 2027/28, 2028/29, 2029/30). Pro Saison beträgt die Laufzeit 5 Monate (November bis März).

Leistungspositionen und Kalkulationsgrundlage

Die Leistung wird über die Anlage 1 (Kalkulationsdatei) je Los kalkuliert. Folgende Positionen sind je nach Objekt zu bedienen:

  • Gehwege bis 1,50 m Räumbreite (lfd. Meter)
  • Gehwege über 1,50 m Räumbreite (lfd. Meter)
  • Gehwege zusätzliche Flächen (m²)
  • Parkplatz-Stellflächen und Fahrwege (m²)
  • Handreinigung (m²)
  • Streugutbeseitigung für die Positionen Gehwege, Parkplätze und Handreinigung (m²)
  • Einzelpositionen für besondere Einbauten: Briefkästen, Parkuhren, Hydranten, Fernsprechzellen, Haltestellen einzeln/doppelt, Telefonzellen

Maßgeblich für die Kalkulation sind die Flächenangaben in der Anlage 1 (Kalkulationsdatei). Die Anlage 2 (Losaufteilung) dient nur als Übersicht.

Abrechnung und Rechnungsstellung

Rechnungen sind verpflichtend pro Liegenschaft zu erstellen und an den im Reiter „Rechnungsadresse" (bzw. „Liste für die Ausschreibung") der Kalkulationsdatei hinterlegten Rechnungsempfänger zu senden. Die Preisbildung umfasst Grundpreise pro Einheit/Monat/Saison sowie Arbeitspreise pro Einsatztag.

Zusätzlich ist ein Stundenverrechnungssatz (SVS) zu kalkulieren, der mindestens Tarif- bzw. Mindestlohn, Sozialversicherungsbeiträge, Lohnfolge- und Lohnnebenkosten, unternehmensbezogene Kosten, Risiko und Gewinn abdeckt. Stundenverrechnungssätze mit einem Zuschlag unter 60 % des Tarif-/Mindestlohns werden intensiv geprüft und können zum Ausschluss führen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Allgemeine Anforderungen an den Bieter

Berufliche Eignung: Eintragung im Berufs- oder Handelsregister bzw. in der Handwerksrolle des Sitzes oder Wohnsitzes. Gewerbeanmeldung ist Voraussetzung. Ausländische Bieter legen gleichwertige Bescheinigungen des Herkunftslandes mit beglaubigter deutscher Übersetzung vor.

Standort: Der Firmensitz darf nicht mehr als 25 km (kürzeste übliche Strecke) vom Rathaus Spandau entfernt sein. Bieter ohne Sitz im Umkreis kommen nicht in Frage.

Sprache: Angebote und alle Unterlagen sind in deutscher Sprache abzugeben; fremdsprachige Dokumente benötigen eine beglaubigte Übersetzung.

Wirtschaftliche und finanzielle Eignung

Gültiger Eintrag im ULV (Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis für öffentliche Aufträge des Landes Berlin) oder in einer anerkannten Präqualifizierungsdatenbank. Alternativ sind die folgenden Einzelnachweise vorzulegen:

  • Gewerbeanmeldung
  • Handwerkskarte und/oder IHK-Zugehörigkeitsbescheinigung
  • Steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts (nicht älter als 12 Monate)
  • Bescheinigung der Krankenkasse über rückstandslose Beitragsentrichtung (mind. 50 % der Angestellten, nicht älter als 12 Monate)
  • Bescheinigung der Berufsgenossenschaft über rückstandslose Beitragsentrichtung (nicht älter als 12 Monate)

Jahresumsatz: Die Summe der Jahresumsätze der letzten 3 Geschäftsjahre muss mindestens das 2-fache der voraussichtlichen Jahresauftragssumme (netto) des Bieters betragen. Bei Bietergemeinschaften werden die Umsätze der Mitglieder addiert; der bevollmächtigte Vertreter muss mindestens 50 % des geforderten Umsatzes nachweisen.

Bonität: Die Hausbank muss verbindlich erklären, dass zu Vertragsbeginn eine Bürgschaft in Höhe von 5 % des Netto-Auftragsvolumens eines Jahres gestellt wird.

Technische und berufliche Leistungsfähigkeit

Berufliche Qualifikation der Leistungserbringer und Führungskräfte (Zeugnisse, Diplome, Studiennachweise, Bescheinigung über die berufliche Befähigung). Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle sind Nachweise vorzulegen.

Bei ausländischen Bietern: gleichwertige Nachweise des Herkunftslandes mit beglaubigter deutscher Übersetzung.

Versicherung und Tariftreue

Nachweis eines ausreichenden Versicherungsschutzes (insbesondere Haftpflichtversicherung), der 4 Wochen vor Vertragsbeginn und auf Verlangen jederzeit vorgelegt werden kann.

Beachtung der Bestimmungen des Berliner Ausschreibungs- und Vergabegesetzes (BerlAVG) zu Mindestlohn, Tariftreue, ILO-Kernarbeitsnormen, Frauenförderung, Benachteiligungsverbot und Umweltschutz. Nachweis der ILO-Konformität ist als Anlage zur Leistungsbeschreibung einzureichen.

Ausschlussgründe

Es gelten die Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB. Insbesondere keine Verurteilungen wegen Straftaten (Bestechung, Betrug, Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung, Menschenhandel, Zwangsarbeit), keine offenen Steuer- oder Sozialversicherungsbeiträge, keine Insolvenz/Liquidation, keine schweren Verfehlungen oder Täuschungen im Vergabeverfahren, keine wesentlichen Mängel bei früheren öffentlichen Aufträgen.

Zusätzlich: keine Verurteilungen gem. § 21 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, § 21 Arbeitnehmerentsendegesetz oder § 19 Mindestlohngesetz (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 €).

Bei geschätztem Auftragswert ab 30.000 € netto erfolgt eine Wettbewerbsregister-Abfrage durch den Auftraggeber.

Wertungs-Extrapunkte (optional)

Für die Zuschlagswertung können optionale Extrapunkte erworben werden:

  • +1 Extrapunkt: Unternehmen hat in den letzten 3 Jahren jedes Jahr Auszubildende beschäftigt.
  • +1 Extrapunkt: Zertifizierung nach ISO 14001 (Umweltmanagement).
  • +1 Extrapunkt: Zertifizierung nach ISO 9001 (Qualitätsmanagement).

Eignungsleihe und Bietergemeinschaften

Eignungsleihe nach § 47 VgV ist zulässig. Andere Unternehmen können Kapazitäten zur Verfügung stellen; Eignungsverleiher müssen eigene Erklärungen (Wirt-124 EU) abgeben und haften anteilmäßig.

Bietergemeinschaften sind zulässig. Es ist eine von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung (Wirt-238) erforderlich mit: Bildung einer Arbeitsgemeinschaft, Benennung eines bevollmächtigten Vertreters, gesamtschuldnerische Haftung, Vertretungsbefugnis und Zahlungsregelung. Jedes Mitglied muss die Eignungsnachweise gesondert erbringen.

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Registrierung & Plattformzugang2
  • Registrierung auf der Vergabeplattform iTWO tender (Bieterportal)Pflicht
    Erstregistrierung unter meinauftrag.rib.de erforderlich; ohne Registrierung keine elektronische Angebotsabgabe möglich.
  • Verknüpfung mit der Vergabeplattform Berlin herstellenPflicht
    Notwendig, um die Vergabeunterlagen abzurufen und das Angebot abzugeben.
Pflichtformulare & Erklärungen7
  • Wirt-124 EU (oder V 124 HF / Einheitliche Europäische Eigenerklärung) – Erklärung zu Ausschlussgründen und Angaben zum UnternehmenPflicht
    Erklärung zu §§ 123, 124 GWB sowie Unternehmensangaben.
  • Wirt 124.1 – Hinweise zu restriktiven Maßnahmen gegenüber RusslandPflicht
    Gilt auch für Unterauftragnehmer, Lieferanten und Eignungsverleiher.
  • Wirt-213 (bzw. .1/.2/.3 je nach Losvariante) – AngebotsschreibenPflicht
    Pro angebotenem Los eigenes Angebotsschreiben verwenden.
  • Wirt-2141 – BVB zur Frauenförderverordnung (FFV)Pflicht
    Verbindliche Verpflichtungserklärung.
  • Wirt-235 – Erklärung zu Unteraufträgen und EignungsleihePflicht
    Nur ausfüllen, falls Unteraufträge oder Eignungsleihe vorgesehen sind.
  • Wirt-236 – Verpflichtungserklärung anderer Unternehmeroptional
    Nur auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle bzw. bei Eignungsleihe.
  • Wirt-238 – Erklärung der Bieter-/Bewerbergemeinschaftoptional
    Pflicht bei Bietergemeinschaften; gesamtschuldnerische Haftung.
Eignungsnachweise6
  • Eintrag im ULV (Unternehmer- und Lieferantenverzeichnis) oder PQ-Datenbank – gültiger NachweisPflicht
    Falls vorhanden, ersetzt er die meisten Einzelennachweise.
  • Falls kein ULV/PQ: Gewerbeanmeldung, Handwerkskarte/IHK-Bescheinigung, steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung (max. 1 Jahr alt), Bescheinigung Krankenkasse und Berufsgenossenschaft über rückstandslose Beitragsentrichtung (max. 1 Jahr alt)Pflicht
    Alle Bescheinigungen nicht älter als 12 Monate.
  • Eintragung im Berufs- oder Handelsregister bzw. HandwerksrollePflicht
    Ausländische Bieter: gleichwertige Bescheinigung mit beglaubigter deutscher Übersetzung.
  • Anlage A – Angaben zum Unternehmen (Rechtsform, Umsatz 2023–2025, Mitarbeiterzahl, Auszubildende, Personal für Winterdienst, Vertretungsberechtigte)Pflicht
    Jahresumsatz-Summe der letzten 3 Jahre muss mind. das 2-fache der voraussichtlichen Jahresauftragssumme netto betragen.
  • Bonitätsnachweis der Hausbank (Bürgschaftszusage 5 % des Netto-Jahresauftragsvolumens)Pflicht
    Verbindliche Erklärung der Hausbank, dass Bürgschaft zu Vertragsbeginn gestellt wird.
  • Nachweis ausreichender Versicherungsschutz (4 Wochen vor Vertragsbeginn)Pflicht
    Auf Verlangen der Vergabestelle jederzeit vorzulegen.
Kalkulation & Preisblätter4
  • Anlage 1 – Kalkulationsdatei (vorgegebene Excel-Datei) vollständig ausfüllenPflicht
    Datei nicht verändern, Schreibschutz nicht aufheben; Preise und geforderte Angaben eintragen.
  • Stundenverrechnungssatz (SVS) im entsprechenden Tabellenblatt kalkulierenPflicht
    Inkl. Tariflohn, Sozialversicherung, Lohnneben-/Lohnfolgekosten, unternehmensbezogene Kosten, Risiko und Gewinn.
  • Preisblatt je angebotenem Los vollständig ausfüllen (Grundpreise, Arbeitspreise, Saisonpreise)Pflicht
    Maßgeblich sind die Flächenangaben aus Anlage 1 (Kalkulationsdatei), nicht aus Anlage 2 (Losaufteilung).
  • Anlage zur Leistungsbeschreibung: Nachweis ILO-KonformitätPflicht
    Erforderlich zur Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen nach BerlAVG.
Zusätzliche Dokumente5
  • Anlage 2 – Losaufteilung (Übersicht der Lose und Postleitzahlenbereiche)Pflicht
    Nur informativ, dient der Orientierung.
  • Anlage 3 – Sanktionen (BerlAVG)Pflicht
    Kenntnisnahme und ggf. Erklärung.
  • Entwurf Winterdienstvertrag und Bedingungen & Erläuterungen zur Ausschreibung – unterschrieben zurückPflicht
    Vertragsdokumente der Vergabestelle.
  • Beglaubigte deutsche Übersetzung für alle fremdsprachigen Unterlagenoptional
    Pflicht, sofern nicht deutschsprachige Dokumente eingereicht werden.
  • ISO 14001 / ISO 9001 Zertifizierung (optional, für Extrapunkte)optional
    Jede Zertifizierung gibt 1 Extrapunkt bei der Wertung.
Technische Hinweise zur Abgabe4
  • Angebot elektronisch in Textform über das Bieterportal einreichenPflicht
    Keine Änderungen oder Ergänzungen an den Vergabeunterlagen vornehmen.
  • Maximal 2 Lose anbietenPflicht
    Ein Bieter darf den Zuschlag für maximal 2 Lose erhalten.
  • Keine Nebenangebote, keine elektronischen KatalogePflicht
    Führen zum Ausschluss.
  • Dateinamen ohne Sonderzeichen verwendenPflicht
    Technische Vorgabe der Plattform.

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