Ausschreibungen Winterdienst

Winterdienst 2026 ff. AM Elmshorn, A 23, Los 1+2

Die Autobahn GmbH des Bundes - NL Nord | Bundeskartellamt - Vergabekammern des BundesNL Nord, BerlinFrist: (in 26 Tagen)

Zusammenfassung

Die Autobahn GmbH des Bundes (Niederlassung Nord, Außenstelle Rendsburg) schreibt für den Bereich der Autobahnmeisterei (AM) Elmshorn den Winterdienst auf der Bundesautobahn A 23 aus – aufgeteilt in zwei Lose. Beide Lose umfassen im Wesentlichen dieselbe Leistung: Bereitstellung und Betrieb eines winterdiensttauglichen Lkw mit Fahrer für Streuen und Räumen/Streuen auf festgelegten Routen rund um die Uhr. Streusalz, Schneepflug und Streumaschine werden vom Auftraggeber gestellt.

Wichtige Eckdaten:

  • Leistungszeitraum: Winterdienstsaisons 2026/2027 bis 2029/2030 (jeweils ca. 01.11. bis 30.04.)
  • Angebotsfrist: 13.07.2026, 10:30 Uhr
  • Reaktionszeit: Einsatzbeginn innerhalb von 60 Minuten nach Anforderung
  • Los 1: 1 Winterdienstfahrzeug (A 23 Mitte)
  • Los 2: 2 Winterdienstfahrzeuge (A 23 Süd)

Einzureichen sind u. a.: Angebotsschreiben, Leistungsverzeichnis mit Preisen, Eigenerklärung zur Eignung, mindestens eine vergleichbare Winterdienst-Referenz, Bieterangabenverzeichnis Fahrzeug, EU-Sanktions-Eigenerklärung (Art. 5k VO (EU) 833/2014).

Original-Bekanntmachung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert

Noch 26 Tage bis zur Angebotsfrist
Termin / Frist
20262027202820292030
JUNDEZJUNDEZJUNDEZJUNDEZ
Veröffentlichung
Angebotsfrist
Bindefrist
Einweisung Personal
Winterdienstsaison 2026/2027
Vertragsbeginn
Winterdienstsaison 2027/2028
Winterdienstsaison 2028/2029
Winterdienstsaison 2029/2030
Vertragsende
Heute
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen

Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Der Preis (in €, netto) wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird aus der nachgerechneten Angebotssumme unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen ermittelt.

Im Angebotsaufforderungsschreiben ist nur 'Zuschlagskriterium Preis' markiert; der Vordruck 'HVA L-StB Gewichtung der Zuschlagskriterien' (Anlage A) wurde nicht mitgeliefert, sodass nicht ausgeschlossen werden kann, dass weitere Qualitätskriterien mit Gewichtung existieren.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Kernleistung: Winterdienst auf der A 23

Der Auftragnehmer (AN) übernimmt den Winterdienst auf der Bundesautobahn A 23 im Bereich der Autobahnmeisterei Elmshorn. Dazu gehört:

  • Streuen zur Vermeidung/Verminderung von Eis- und Schneeglätte (Feuchtsalz FS 30)
  • Räumen und Streuen bei Schneefall
  • An- und Abfahrten zu den Einsatzorten Stützpunkt Schafstedt, Salzhalle Itzehoe-Nord und Betriebshof AM Elmshorn
  • Wartezeiten bei Probeläufen, Wartung oder Reparaturen der Winterdienstgeräte

Die Einsätze erfolgen rund um die Uhr an Werktagen, Sonn- und Feiertagen, jeweils nach Anforderung durch die AM Elmshorn. Der AN muss den Winterdiensteinsatz innerhalb von 60 Minuten nach Einsatzaufforderung am Einsatzort beginnen.

Das Streckennetz reicht von km 1,000 bis km 77,000 der BAB A 23 und umfasst u. a. die Anschlussstellen Albersdorf, Schafstedt, Hanerau-Hademarschen, Schenefeld, Itzehoe Nord/Mitte/Süd, Lägerdorf, Hohenfelde, Horst, Elmshorn, Tornesch, Pinneberg Nord/Mitte/Süd, Halstenbek und Krupunder. Auf der Strecke liegen die Streugutlagerhallen, SWISS-Messstationen (an Brücken und Gefahrenpunkten) und mehrere Rastplätze.

Fahrzeug und Personal

Der AN stellt ein winterdiensttaugliches Fahrzeug mit Fahrer bereit. Wesentliche Anforderungen:

  • Betriebs- und verkehrssicherer Zustand, winterdiensttauglich (geeignet für FS-30-Streuung)
  • Mobilfunkausstattung, Warnmarkierung nach DIN 14502 (Rot-Weiß-Schraffur), Rundumleuchte, zusätzliche Arbeitsscheinwerfer, Beobachtungseinrichtungen für Streuvorgang und rückwärtigen Raum
  • Fahrer: zuverlässig, unterwiesen, erfahren, mit ausreichenden deutschen Sprachkenntnissen für telefonische Anweisungen; bei Überschreitung der Lenkzeiten ist ein Ablösefahrer zu stellen
  • Auf Verlangen Funkgerät des AG mitführen

Spezifikation der Winterdienstgeräte (vom AG gestellt): Schneepflug BEILHACK PVF 24-4 (Räumbreite 2,4 m) und Streuautomat Schmidt STRATOS S32 (Salzvolumen 4,5 m³, Sole 1.000 L).

Einsatzparameter und Technik

Beim Streuen gilt eine Umlaufzeit von maximal 1 Stunde, Streudichte 20 g/m² + Lauge, Streubreite 10 m, Fahrgeschwindigkeit 45 km/h (Leerfahrt 60 km/h).

Beim Räumen und Streuen beträgt die Umlaufzeit maximal 2 Stunden, maximal 3 Stunden für alle Fahrstreifen, Rampen und Parallelfahrbahnen. Standstreifen werden nachrangig geräumt. Räumgeschwindigkeit 35 km/h (Leerfahrt 60 km/h).

Streusalz (Feuchtsalz) wird vom AG an den Salzlagern Itzehoe/Edendorf oder am Stützpunkt Schafstedt bereitgestellt. Beladung und Entleerung des Streuers, Auf- und Abbau der Wintergeräte sowie Reinigung von Fahrzeug und Geräten sind im Leistungsumfang enthalten.

Vorhaltung, Einweisung und Dokumentation

Die Vorhaltung des Winterdienstfahrzeugs wird monatlich (1 Stück/Monat) je Winterdienstsaison vergütet. Vor jeder Saison findet eine Einweisung des Personals durch die AM Elmshorn statt (ca. 1–3 Stunden), für die ebenfalls eine eigene Position vorgesehen ist.

Pro Einsatz sind Fahrtennachweise (zweifach) mit Einsatzzeiten, Fahrtwegen und ausgebrachten Streustoffmengen zu führen und täglich an den AG zu übergeben.

Falls das Fahrzeug für die Erstinstallation der Winterdienst-Technik oder für umfangreiche Reparaturen bereitgestellt werden muss, ist eine Tagessatz-Position ohne Personal vorgesehen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Zwingende Ausschlussgründe und gesetzliche Anforderungen

Der Bieter darf keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB aufweisen. Er muss insbesondere:

  • in den letzten 2 Jahren nicht wegen Schwarzarbeit (§ 21 Abs. 1 SchwarzArbG), Verstößen gegen das Arbeitnehmerentsendegesetz (§ 21 Abs. 1 AEntG) oder gegen das Mindestlohngesetz (§ 19 Abs. 1 MiLoG) verurteilt worden sein
  • Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß entrichten
  • sich nicht in Insolvenz, Liquidation oder Ablehnung mangels Masse befinden
  • im Berufs- oder Handelsregister eingetragen sein (oder vergleichbarer Nachweis der erlaubten Berufsausübung)
  • die EU-Sanktionsanforderungen nach Art. 5k VO (EU) 833/2014 erfüllen: kein Russland-Bezug (keine russische Staatsangehörigkeit, keine Niederlassung in Russland, keine Beteiligung > 50 % durch solche Personen/Unternehmen, kein Handeln auf deren Weisung). Diese Anforderung gilt für Bieter, Mitglieder von Bietergemeinschaften und – auch während der Vertragslaufzeit – für Unterauftragnehmer/Lieferanten/kapazitätsstellende Unternehmen mit > 10 % Auftragswert.

Wirtschaftliche und finanzielle Eignung

Vom Auftraggeber festzulegende Mindestwerte (im Formular nicht beziffert):

  • Mindestjahresumsatz (Gesamtunternehmen)
  • Mindestjahresumsatz im Tätigkeitsbereich (Winterdienst / Straßenwinterdienst)
  • Berufshaftpflicht- bzw. Betriebshaftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen für Personenschäden und Sach-/Vermögensschäden (Beträge vom AG im Formular einzutragen)

Bei Bedarf kann die wirtschaftliche/finanzielle Eignung durch Eignungsleihe eines anderen Unternehmens nachgewiesen werden. Das leistende Unternehmen muss eine Verpflichtungserklärung zur wirtschaftlichen Eignungsleihe abgeben und übernimmt die gemeinsame Haftung im Umfang der Eignungsleihe.

Technische und berufliche Eignung

Der Bieter muss nachweisen:

  • Fachkräfte mit der für die Winterdienstleistung erforderlichen Qualifikation und Berufserfahrung
  • Technische Ausrüstung: Verfügbarkeit der nötigen Winterdienst-Fahrzeuge und -Geräte (Eignung für FS-30-Streuung); Nachweis über die einzusetzenden Fahrzeuge und Geräte
  • Einsatzbereitschaft: Eigenerklärung, dass der Winterdiensteinsatz innerhalb von 60 Minuten nach Einsatzaufforderung am Einsatzort begonnen werden kann
  • Qualitätssicherungsmaßnahmen und ggf. Umweltmanagementmaßnahmen
  • Durchschnittliche jährliche Beschäftigtenzahl (letzte 3 Jahre), einschließlich Führungskräfte
  • Vergleichbare Referenzen: mindestens 1 Winterdienst-Referenz, max. 3 Jahre alt (ältere Referenzen werden ebenfalls akzeptiert); pro Referenz: Leistungsbezeichnung, Auftragswert, Erbringungszeitpunkt, Kontaktdaten des Auftraggebers. Der AG behält sich vor, Referenzgeber zu kontaktieren.

Für Teilleistungen, die der Bieter nicht selbst erbringt, kann die Eignung über Unterauftragnehmer / Eignungsleihe nachgewiesen werden. Dafür ist die Verpflichtungserklärung des Unterauftragnehmers vorzulegen.

Sonstige Verfahrensanforderungen

  • Wettbewerbsregister-Abfrage: ab einer Auftragssumme von 30.000 € netto wird der Auftraggeber den Bieter beim Wettbewerbsregister (§ 6 WRegG) abfragen
  • Präqualifikation: es liegt eine Präqualifikation A-P0505-00 vor (Psch Erhaltung FB BAB – RD); PQ-Status oder Eintrag im amtlichen Verzeichnis (IHK) bzw. PQ-Verein kann genutzt werden
  • KMU-Erklärung: optional Angabe des KMU-Status (< 250 Beschäftigte, ≤ 50 Mio. € Umsatz bzw. ≤ 43 Mio. € Bilanzsumme)
  • Bietergemeinschaften: Bildung ist zulässig; Erklärung Bietergemeinschaft ist einzureichen (bevollmächtigter Vertreter, alle Mitglieder mit USt-ID, Unterschriften)
Referenzprojekte
mindestens 1 (max. 3 im Formular, mehr auf Anlage möglich) ReferenzenZeitraum: bis zu 3 Jahre zurück (ältere Referenzen werden ebenfalls akzeptiert)

Mindestens eine vergleichbare Referenz über Winterdienstleistungen

Bezeichnung der Leistung, Auftragswert, Erbringungszeitpunkt, Kontaktdaten des Auftraggebers; AG behält sich Kontaktaufnahme zum Referenzgeber vor

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben

11+Angebote erwartet
Hohe Konkurrenz

Median rund 15 Angebote.

Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 30%4–10 · 26%11+ · 44%

Unternehmen, die ähnliche Ausschreibungen gewonnen haben

Aus vergleichbaren bereits vergebenen Vergaben (KI-Ähnlichkeit)

Checkliste zur Angebotsabgabe

Konkrete Schritte laut Vergabeunterlagen

Pflicht-Angebotsunterlagen (mit dem Angebot einzureichen)10
  • HVA L-StB Angebotsschreiben ausfüllen und unterzeichnenPflicht
    Anerkennung VOL/B 2003 und Verbindlichkeit des Leistungsverzeichnisses bestätigen
  • Leistungsbeschreibung – Kurzfassung – mit PreisangabenPflicht
    Preise für ALLE Positionen eintragen
  • Selbstgefertigtes Leistungsverzeichnis (LV-Abschrift/Kurzfassung)Pflicht
    Vom Bieter nochmals auf eigene Rechenblätter übernommen
  • HVA L-StB Eigenerklärung zur EignungPflicht
    Angaben zu Ausschlussgründen, Umsatz, Haftpflichtversicherung, Fachkräften, Beschäftigtenzahl
  • Mindestens 1 vergleichbare Winterdienst-ReferenzPflicht
    max. 3 Jahre alt (ältere Referenzen werden ebenfalls akzeptiert); mit Leistungsbezeichnung, Auftragswert, Zeitpunkt, Auftraggeber-Kontaktdaten
  • Anlage Bieterangabenverzeichnis Fahrzeug (pro Fahrzeug)Pflicht
    Hersteller, Typ, Kennzeichen, kW, Achsen, Emission, Nutzlast, Gesamtgewicht, Sonderausstattung
  • Nachweise über die einzusetzenden Winterdienst-Fahrzeuge und -GerätePflicht
    Eignung des Geräts für FS-30-Streuung
  • Eigenerklärung 60-Minuten-Reaktionszeit (Einsatzbeginn am Einsatzort)Pflicht
    Bestätigung, dass das Fahrzeug innerhalb 60 Min. am Einsatzort sein kann
  • EU-Eigenerklärung nach Art. 5k VO (EU) 833/2014 (Russland-Sanktionen)Pflicht
    Von Bieter, Bietergemeinschaft, Unterauftragnehmern >10 % Auftragswert zu unterzeichnen
  • Verzeichnis Leistungen von Unterauftragnehmern (falls zutreffend)Pflicht
    Mit OZ, Teilleistung, Angabe Eignungsleihe ja/nein
Bei Bietergemeinschaft / Eignungsleihe zusätzlich3
  • HVA L-StB Erklärung BietergemeinschaftPflicht
    Bevollmächtigter Vertreter, alle Mitglieder mit USt-ID, Unterschriften aller Mitglieder
  • HVA L-StB Verpflichtungserklärung Unterauftragnehmer (auf Verlangen)Pflicht
    Nur bei enger Wahl anzufordern
  • HVA L-StB Verpflichtungserklärung wirtschaftliche Eignungsleihe (auf Verlangen)Pflicht
    Bei Inanspruchnahme wirtschaftlicher/finanzieller Kapazitäten Dritter; gemeinsame Haftung
Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle8
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung Sozialkasse und FinanzamtPflicht
  • Gewerbeanmeldung / Berufsregisterauszug / HandwerksrollePflicht
  • Testierte Jahresabschlüsse / GuV oder Bestätigung WP/StBPflicht
  • Nachweis Berufs-/BetriebshaftpflichtversicherungPflicht
    Mindestsummen werden vom AG festgelegt
  • Nachweise Fachkräfte (Qualifikation, Berufserfahrung)Pflicht
  • Angaben zu QS- und UmweltmanagementmaßnahmenPflicht
  • Angaben zu beabsichtigten UnteraufträgenPflicht
  • Ggf. InsolvenzplanPflicht
Optionale Angebotsbestandteile3
  • Nebenangebote (falls vorhanden)optional
    Nur, wenn ausdrücklich zugelassen
  • Bedingungsloser Preisnachlass auf die Abrechnungssummeoptional
    Für Haupt- und Nebenangebote getrennt möglich
  • EEE – Einheitliche Europäische Eigenerklärung (statt Eigenerklärung zur Eignung)optional
    Kann alternativ verwendet werden
Nach Auftragserteilung2
  • Vorstellung des Winterdienst-Fahrzeugs bei der AM ElmshornPflicht
    Termin wird vom AG bestimmt
  • Teilnahme an der jährlichen Einweisung (ca. 1–3 Std. vor Saisonbeginn)Pflicht
    Personal und Fahrzeug müssen vor Ort sein

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