Was ausgeschrieben werden soll
Leistungen laut Beschlussvorlage
- Abbrucharbeiten
- Die Halle wird weitestgehend entkernt. Für den Abbruch ist eine Ausschreibung von Januar bis April 2027 vorgesehen. Einfache Räumungs- und Rückbauarbeiten können Freiwillige der Vereine erledigen, das wird noch abgestimmt.
- Rohbauarbeiten und Anbauten
- Angebaut werden ein Windfang mit gemeinsamem Foyer, eine Küchen- und Vereinszimmererweiterung im Norden und eine Bühnenerweiterung nach Süden.
- Innenausbau und Brandschutz
- Die Bühne wird zu einem Multifunktionsraum mit Sportboden ausgebaut. Erneuert werden Sportbelag und Prallwände, dazu kommen Trennvorhänge. Weitere Arbeiten sind Brandschutz, der Umbau von Sanitärbereich und Küche und die Überarbeitung aller Oberflächen.
- Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro
- Die seit den 80er Jahren bestehende Anlagentechnik für Heizung, Lüftung, Sanitär und Gebäudeautomation wird komplett zurückgebaut und erneuert. Vorgesehen sind eine Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage zur Eigennutzung und eine neue Lüftungstechnik.
- Außenanlagen und Entwässerung
- Die Außenanlagen im Bereich der Zugänge werden erneuert und barrierearm angebunden. Die Entwässerungsanlagen werden ausgetauscht.
- Küchentechnische Einrichtung
- Die küchentechnische Einrichtung umfasst Getränkeausschank, Küche, Spülküche und Kombi-Bereich. Dazu gehören unter anderem eine Kochblockanlage, eine Kippbratpfanne, ein Combi-Dämpfer, eine Haubenspülmaschine und eine Kühlzelle.
Zeitplan
Schritte und Termine laut Beschlussvorlage
- Entwurfsplanung, Kostenberechnung und Bau- und Ausschreibungsbeschluss stehen auf der Tagesordnung des Gemeinderats (erledigt)14.10.2026
- Einreichung des Bauantragsals NächstesNovember 2026
- Ausführungsplanung, parallel dazu AusschreibungNovember 2026 bis Juni 2027
- Ausschreibung des AbbruchsJanuar bis April 2027
- Beginn des AbbruchsMai bis Juli 2027
- Beginn der RohbauarbeitenJuli bis Dezember 2027
- FertigstellungApril 2029
Zur Art des Vergabeverfahrens sagt das Dokument nichts.
Hintergrund
Anlass und Ausgangslage
Die Schlierbachhalle in Neuler stammt aus dem Jahr 1981 und soll von Grund auf modernisiert werden. Tragfähige Altsubstanz wird weiter genutzt. In einem VgV-Verfahren haben sechs Objektplaner die Frage nach Neubau oder Sanierung mit einem klaren Votum für die Sanierung beantwortet. Der Gemeinderat hat deshalb die Sanierung präferiert. Die Ausführungsplanung soll nach den vorliegenden Verträgen für Objektplanung und Fachplanungen beauftragt werden.
Die Kostenberechnung vom Dezember 2025 ging von Baukosten von 8,49 Mio. € aus. Die neue Kostenberechnung liegt rund 1,28 Mio. € höher. Dazu zählen rund 700.000 € für den besseren energetischen Standard, 400.000 € allgemeine Preissteigerung und rund 90.000 € für die Entwässerung. Die 700.000 € sollen durch einen KfW-Zuschuss ausgeglichen werden.
Ein Förderverein hat die Bereitschaft zu Eigenleistungen signalisiert, etwa zur Räumung und zu einfachen Abbrucharbeiten in den Nebenräumen. Ab dem 01.03.2027 ist die Halle mit den Nebenräumen komplett gesperrt. Im Winter 27 und 28 wird es verstärkt Nutzungsengpässe geben.
Stand der Entscheidung
Beschluss und offene Punkte
Der Beschlussvorschlag sieht vor, die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung zu billigen, die Ausführungsplanung zu beauftragen und den Bau- und Ausschreibungsbeschluss für die Sanierung zu fassen.
Noch offen
- Nicht enthalten sind Kosten für Unvorhergesehenes und die Baupreissteigerung bis zur Ausführung.
- Der KfW-Zuschuss wird noch beantragt.
- Die Abstimmung mit den Nutzern über die Interimszeit beginnt in den nächsten Wochen.
Ort der Leistung
Neuler, Baden-Württemberg
Markiert ist Neuler, nicht der genaue Standort.
Kosten und Finanzierung
Alle Beträge laut Beschlussvorlage
| Gesamtkosten laut Kostenberechnung, Stand 10/2026brutto, effektiv 8,7 Mio. € nach Vorsteuer, ohne Unvorhergesehenes und Baupreissteigerung bis zur Ausführung | 9.761.980 € |
|---|---|
| Bauwerk, Baukonstruktion (Kostengruppe 300)brutto | 4.858.687 € |
| Bauwerk, Technische Anlagen (Kostengruppe 400)brutto | 2.580.656 € |
| Baunebenkosten (Kostengruppe 700)brutto | 1.840.864 € |
| Küchentechnische Anlagen (Kostengruppe 471)brutto, 212.890 € netto, Kostenschätzung vom 08.07.2026 | 253.339 € |
- Förderung
- Zuschüsse insgesamt 6,3 Mio. €, Förderquote 73 %
- Finanzierung
- Erwartet werden Zuschüsse von 4,3 Mio. € und gut 2 Mio. € aus dem Sondervermögen des Bundes, zusammen 6,3 Mio. € und damit eine Förderquote von 73 %. Sportstättenförderung, Ausgleichsstock und Städtebauförderung sind bewilligt, ein KfW-Zuschuss wird noch beantragt. Der Eigenanteil liegt bei 2,4 Mio. €, der im Haushaltsplan 2026 angenommene Kredit von 2 Mio. € wird im Haushaltsplan 2027 nicht überschritten.
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