Was ausgeschrieben werden soll
Leistungen laut Beschlussvorlage
- Bauleistungen Vierte Reinigungsstufe
- Bau der Spurenstoffelimination mit einer Filtereinheit, die auch die Phosphat-Zielwerte einhält. Die Fällmitteltanks der chemischen Reinigungsstufe werden erneuert, weil sie baufällig sind.
- Tuchfilter und Aktivkohle-Adsorber
- Nach dem Vortrag im Ausschuss vom 15.09.2026 ist ein Tuchfilter für 342 l/s im Vollstrom vorgesehen. Die Spurenstoffe entfernen Adsorber mit granulierter Aktivkohle, ausgelegt für 150 l/s im Teilstrom. Der Baugrund erfordert Pfahlgründungen, die Baugrube einen Verbau mit Spundwand.
- Fällmittelstation
- Die Station dosiert zwei verschiedene Fällmittel. Vorgesehen sind zwei Tanks zu je 30 m³ und ein Abfüllplatz. Die alte Technik weiter zu nutzen, wäre laut Vortrag nicht wirtschaftlich. Ein provisorischer Betrieb ist nötig.
- Zusatzmaßnahmen auf der Kläranlage
- Messungen und Steuerungen der biologischen Reinigungsstufe werden verbessert. Das gereinigte Abwasser soll teilweise UV-desinfiziert und als Brauchwasser für die Anlage genutzt werden. Die Stadtgärtnerei könnte es zur Bewässerung einsetzen. Die Kosten sind in der Kostenberechnung enthalten. Erneuert werden Hardware, Datenkommunikation und Software des Assistenzsystems für die Phosphorelimination sowie die Messungen für Ammonium, Nitrat, Sauerstoff, pH-Wert und Temperatur.
Zeitplan
Schritte und Termine laut Beschlussvorlage
- Entwurfsplanung mit Kostenberechnung im Ausschuss für Umwelt und Technik vorgestellt (erledigt)15.09.2026
- Gemeinderat stimmte dem Förderantrag und dem Grundsatzbeschluss einstimmig zu (erledigt)24.09.2026
- Förderantrag mit 20 % Basisförderung sollte bis zu diesem Tag gestellt werden (erledigt)30.09.2026
- Baubeginn der Vierten Reinigungsstufe, Bauzeit voraussichtlich zwei bis drei Jahreals Nächstes2028
Zur Art des Vergabeverfahrens sagt das Dokument nichts.
Hintergrund
Anlass und Ausgangslage
Die Kläranlage Kornwestheim hat 41.000 Einwohnerwerte. Spurenstoffe wie Arzneimittelwirkstoffe und Reinigungsmittel gelangen trotz gut ausgebauter Kläranlagen in die Gewässer. Die Einleitstelle in den Gänsbach hat einen Abwasseranteil von nahezu 100 %.
Eine rechtliche Pflicht gilt für Anlagen dieser Größe noch nicht. Nach Angaben der Vorlage ist sie durch die EU-Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) absehbar. Der Bau soll vor einer möglichen Pflicht entstehen, damit die Stadt die Basisförderung von 20 % erhält.
Ein Ingenieurbüro plant die Anlage schon. Die Ingenieurleistungen wurden ausgeschrieben und 2024 vergeben. Die Entwurfsplanung mit Kostenberechnung wurde dem Ausschuss für Umwelt und Technik am 15.09.2026 vorgestellt.
Stand der Entscheidung
Beschluss und offene Punkte
Der Gemeinderat stimmte am 24.09.2026 zu, den Förderantrag über 20 % zu stellen und den Grundsatzbeschluss für den Bau mit einem Gesamtvolumen von ca. 10.600.000 € zu fassen. Ergebnis: einstimmig.
Noch offen
- Ob der Förderantrag bis zum 30.09.2026 gestellt wurde, geht aus den Unterlagen nicht hervor.
- Ein Förderbescheid liegt in der Vorlage noch nicht vor.
- Nach einem positiven Förderbescheid gilt in der Regel eine Frist von 5 Jahren zur Fertigstellung.
Ort der Leistung
Kornwestheim, Baden-Württemberg
Markiert ist Kornwestheim, nicht der genaue Standort.
Kosten und Finanzierung
Alle Beträge laut Beschlussvorlage
| Vierte Reinigungsstufe gesamtbrutto inklusive Baunebenkosten, Kostenschätzung | 10.600.000 € |
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- Förderung
- Basisförderung 20 % vom Land Baden-Württemberg
- Finanzierung
- Die Kosten sind im Wirtschaftsplan der Stadtentwässerung enthalten oder werden nach einem positiven Beschluss in die künftigen Wirtschaftspläne aufgenommen. Das Land Baden-Württemberg bietet derzeit eine Basisförderung von 20 % an.
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