Was ausgeschrieben werden soll
Leistungen laut Beschlussvorlage
- Koordinierungsbüro für die Projektsteuerung
- Ein Büro soll städteübergreifend beauftragt werden. Es erarbeitet ein Umsetzungskonzept für Planung und Bau des gesamten Gewerbeboulevards und berücksichtigt dabei die Planungen anderer Akteure.
- Planungs- und Ingenieurleistungen
- Der Projektsteuerer bereitet die Vergabe für die vorrangigen Abschnitte vor, danach vergeben Bottrop und Essen. Es geht um Gutachten und Planungsleistungen nach HOAI für Verkehrsanlagen, Technische Ausrüstung (Straßenbeleuchtung und Lichtsignalanlagen) und Ingenieurbauwerke (Kanal).
- Gestaltungswettbewerb für Brücken
- Der Wettbewerb gilt drei Brücken über den Rhein-Herne-Kanal, die A 42 und die Emscher. Der Projektsteuerer soll ihn vorbereiten und betreuen, gegebenenfalls mit einem Wettbewerbsbetreuer. Ist er bis Ende 2029 nicht sinnvoll durchführbar, wird nur die Vorbereitung beauftragt.
- Verkehrsmodell Freiheit Emscher
- Das vorhandene Verkehrsmodell soll fortgeschrieben und aktualisiert werden. Der bisherige Prognosehorizont 2030 soll auf das Jahr 2040 fortgeschrieben werden.
Zeitplan
Schritte und Termine laut Beschlussvorlage
- Bottrop stellt den GRW-Förderantrag der Städte Bottrop und Essen (erledigt)Oktober 2026
- Der Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschutz soll über die Vorbereitung mit GRW-Fördermitteln entscheidenals Nächstes04.11.2026
- Die Bewilligung der GRW-Förderung wird erwartetDezember 2026
- Bis spätestens dahin soll ein Auftragnehmer oder eine Bietergemeinschaft beauftragt seinJuni 2027
- Der Förderzeitraum endet, die vier Arbeitspakete sollen bis dahin abgeschlossen sein2029
Vergabeverfahren
Die Vorlage nennt keine Verfahrensart. Bottrop und Essen wollen die Leistungen gemeinsam beauftragen, die dafür nötige Kooperationsvereinbarung ist in Vorbereitung. Beauftragt werden soll ein Auftragnehmer oder eine Bietergemeinschaft.
Hintergrund
Anlass und Ausgangslage
Das Land NRW hat die Projektbeteiligten aufgefordert, kurzfristig freigewordene Mittel der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) für die nächsten Umsetzungsschritte bei der Freiheit Emscher zu nutzen. Die Städte Bottrop und Essen haben dafür einen Förderantrag für den Gewerbeboulevard erarbeitet. Die Mittel stehen 2027 bis 2029 zur Verfügung.
Wegen der auf drei Jahre begrenzten Mittel sind größere Baumaßnahmen nicht umzusetzen. Bottrop und Essen haben nur begrenzte personelle und finanzielle Kapazitäten. Planung und Umsetzung sind aus eigener Kraft nicht zu leisten. Externe Büros sollen deshalb die Projektkoordination und Planungsleistungen übernehmen. Mit den Mitteln soll ein Umsetzungsfahrplan entstehen.
Stand der Entscheidung
Beschluss und offene Punkte
Der Ausschuss soll die Verwaltung beauftragen, die Vorbereitung des Gewerbeboulevards mit GRW-Fördermitteln gemeinsam mit Essen umzusetzen. Entsprechende Mittel sollen in den Haushalt 2027 ff. aufgenommen werden.
Noch offen
- Der Ausschuss hat noch nicht entschieden, die Bewilligung der GRW-Förderung wird bis Ende 2026 erwartet.
- Die Kooperationsvereinbarung zwischen Bottrop und Essen über die gemeinsame Beauftragung und die Kostenteilung ist noch in Vorbereitung.
- Ob der Brückenwettbewerb bis Ende 2029 durchgeführt wird, hängt von der Abstimmung des Umsetzungskonzepts ab.
Ort der Leistung
Bottrop, Nordrhein-Westfalen
Markiert ist Bottrop, nicht der genaue Standort.
Kosten und Finanzierung
Alle Beträge laut Beschlussvorlage
| Honorare, Gutachten und Brückenwettbewerb gesamtSchätzung nach jetzigem Stand, brutto oder netto nicht angegeben | 2.085.000 € |
|---|
- Förderung
- 75 % GRW (Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur)
- Finanzierung
- Land und Bund fördern das Vorhaben mit 75 % aus der GRW. Den Eigenanteil von 521.250 € teilen sich Bottrop und Essen zu gleichen Teilen, auf Bottrop entfallen 260.625 €. Bottrop bringt davon 2027 29.375 €, 2028 73.750 € und 2029 157.500 € auf.
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