Worum es geht
Das zweigleisige Stahlbeton-Trogbauwerk am Barbarossaplatz wurde 1986 errichtet und dient als Zufahrt zum Stadtbahntunnel Richtung Poststraße. Es ist 138,4 m lang und durch Dehnfugen in Blöcke von 10 m geteilt. Auf beiden Seiten verläuft die Neue Weyerstraße.
Eine vertiefende Untersuchung im Jahr 2021 ergab Betonabplatzungen, Hohlstellen, großflächig freiliegende Bewehrung und starke Korrosion am Betonstahl. Im Kopfbereich der Stützwände ist der Chloridgehalt erhöht, unter anderem durch den Winterdienst auf den angrenzenden Straßen. Die Bauwerksprüfung nach DIN 1076 ergab für die Trogwände die Zustandsnote 3,5.
Die Leistungsphasen 1 bis 3 und die Tragwerksplanung sind beauftragt und durchgeführt. Gebaut werden muss in einer längeren Sperrpause. Für die Verlängerung der Haltestelle Barbarossaplatz ist die KVB-Trasse 2027 ohnehin gesperrt. In dieses Zeitfenster soll die Instandsetzung fallen.
Was ausgeschrieben werden soll
- Betoninstandsetzung
- Der schadhafte Beton an den Innenseiten der Stützwände wird mit Hochdruckwasserstrahl abgetragen, die beschädigte Bewehrung erneuert und die Oberfläche mit Spritzbeton reprofiliert. Gearbeitet wird im Pilgerschrittverfahren, also schrittweise und versetzt.
- Fugen und Anker
- Die Bauwerksfugen werden ausgeräumt, instand gesetzt und mit dauerelastischem Dichtstoff neu aufgebaut. Die Wandanker werden gestrahlt und erhalten einen Korrosionsschutz.
- Oberflächenschutz
- Zum Schluss erhält das Bauwerk ein Oberflächenschutzsystem gegen Umwelteinflüsse und Graffiti.
- Geländer
- Das umlaufende Füllstabgeländer auf der Mauerkrone wird baugleich, aber höher erneuert.
- Bauablauf
- 2-Schicht-Betrieb mit sechstägiger Arbeitswoche in den Sommerferien 2027. Die angrenzenden Fahrstreifen werden gesperrt und dienen als Fläche für Baustelleneinrichtung und Materiallager.
Verfahren und Zeitplan
Die Vorlage verlangt, die Planungs-, Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahren rechtzeitig einzuleiten. Eine Verfahrensart nennt sie nicht.
- 2021Vertiefende Bauwerksuntersuchungerledigt
- 29.06.2026Finanzausschuss berät den Baubeschlusserledigt
- danachPlanungs-, Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahrenals Nächstes
- Sommerferien 2027Instandsetzung der Trogwände in der Sperrpause
- 2030Ende der Förderperiode, bis dahin muss abgerechnet sein
Kosten und Finanzierung
| Sanierung der Stützwändenetto | 1.400.000 € |
|---|---|
| Planungs- und Gutachterleistungennetto | 174.000 € |
| Zuschlag für Unvorhergesehenes, 10 %netto | 157.400 € |
| Gesamtkostenbrutto | 2.060.366 € |
Das Dezernat für Mobilität sieht die Mittel in der Haushaltsplanung 2027 ff. vor. Voraussichtlich gibt es Fördermittel aus dem GVFG-Bundesprogramm für die Grunderneuerung der Stadtbahn. Der Fördersatz beträgt zusammen 60 % der zuwendungsfähigen Kosten und gilt nur für Bauleistungen.
Stand der Entscheidung
Der Rat soll den Bedarf für die Sanierung der Rampenwände anerkennen und die Verwaltung mit der Umsetzung beauftragen, bei voraussichtlichen Gesamtkosten von 2.060.366 € brutto.
Noch offen
- Die Fördermittel stehen laut Vorlage nur voraussichtlich zur Verfügung.
Aus dem Dokument
„Die notwendigen Planungs-, Genehmigungs- und Ausschreibungsverfahren sind rechtzeitig einzuleiten, damit die Sanierungsmaßnahme wie geplant umgesetzt werden kann.“
„Durchgeführt werden soll die Maßnahme im 2-Schicht-Betrieb mit einer sechstägigen Arbeitswoche (Mo-Sa) in den Sommerferien 2027.“
Baubeschluss für die Instandsetzung der Trogwände Stadtbahnrampe Barbarossaplatz
Beschlussvorlage 0016/2026 · Finanzausschuss · Sitzung am 29.06.2026
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original. Laufende Verfahren stehen in der Ausschreibungssuche.