Worum es geht
Die Trauerhalle Melaten mit Vordächern, Nebengebäuden und Außenanlagen wurde 1954 bis 1958 gebaut und steht unter Denkmalschutz. Die Sichtbetonflächen an Fassaden und Vordächern haben zahlreiche Risse und Abplatzungen. Die Mauerwerksschalen sind nicht kraftschlüssig verbunden. Elektroinstallation und Beleuchtung sind erneuerungsbedürftig. Die versenkbare Fensteranlage am Haupteingang und die Warmluftheizung lassen sich nicht mehr reparieren.
Trauerhalle und Vordächer sind seit 2023 gesperrt. Seit Januar 2023 finden Trauerfeiern in einem Zeltbau mit WC-Containern statt, mit höchstens 80 Personen. Das Interim kostet ab 2026 rund 67.000 € brutto im Jahr. Seit 2022 laufen Bestandserkundungen. Ein Instandsetzungsbericht für die Tragkonstruktionen liegt seit dem 15.03.2026 vor.
Was ausgeschrieben werden soll
- Bauzustandsuntersuchung und Vorplanung
- Leistungsphasen 1 und 2 HOAI für die Trauerhalle mit Vordächern, die Betriebsunterkunft des Bestattungsdienstes, das ehemalige Gewächshaus, den Abstell- und früheren Kühlzellenbereich, die Außen-Toilettenanlage und die Außenanlagen.
- Bestandsaufnahmen
- Anlagentechnik, Kanalbautechnik, Bauphysik und Brandschutz für alle Teile des Ensembles. Dazu kommen eine Kampfmitteluntersuchung und eine Arten- und Landschaftsschutzuntersuchung.
- Denkmalbindungsplan
- Für alle Gebäude des Ensembles und die Außenanlagen mit Einfriedungen.
- Totalunternehmen
- Planung ab Leistungsphase 3 und Bau durch ein Totalunternehmen. Die Vergabe wird mit den Ergebnissen der Vorplanung und einem weiteren Beschluss vorbereitet.
Verfahren und Zeitplan
Ab Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) ist die Beauftragung eines Totalunternehmens vorgesehen. Vorher holt die Verwaltung einen kombinierten Weiterplanungs- und Baubeschluss ein.
- seit 2022Bestandserkundungenerledigt
- 15.03.2026Instandsetzungsbericht für die Tragkonstruktionen liegt vorerledigt
- 29.06.2026Bezirksvertretung Lindenthal berät die Vorlageerledigt
- nach der VorplanungKombinierter Weiterplanungs- und Baubeschluss, Vergabe an ein Totalunternehmenals Nächstes
- 2029Fertigstellung
Kosten und Finanzierung
| Bauzustandsuntersuchung und Vorplanung, Leistungsphasen 1 und 2rund, brutto, mit 15 % Risikozuschlag und Eigenleistung der Gebäudewirtschaft | 601.000 € |
|---|---|
| Laufende Kosten des Interims ab 2026rund, brutto, je Jahr, zusätzlich zur Baumaßnahme | 67.000 € |
Wirtschaftsplan der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln. Die Mittel sind dort laut Vorlage bereits vorgesehen.
Stand der Entscheidung
Der Rat soll den Sanierungsbedarf anerkennen und die Verwaltung mit Bauzustandsuntersuchung und Vorplanung beauftragen. Mit den Ergebnissen soll ein kombinierter Weiterplanungs- und Baubeschluss folgen, um die Vergabe an ein Totalunternehmen vorzubereiten.
Noch offen
- Die Sanierungsvarianten für die Betonkonstruktionen müssen mit der Denkmalpflege abgestimmt werden.
- Kosten und Termine der Sanierung stehen erst nach der Vorplanung fest.
Aus dem Dokument
„Um die etwaigen Sanierungsmaßnahmen zügig und mit hoher Terminsicherheit durchführen zu können, ist eine Beauftragung eines Totalunternehmens ab Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung) vorgesehen.“
„Derzeit wird von einer Fertigstellung im Jahr 2029 ausgegangen.“
Denkmalpflegerische Sanierung des Trauerhallenensembles auf dem Melaten-Friedhof, Piusstraße durch ein Totalunternehmen - Bedarfsfeststellungs- und Planungsbeschluss
Beschlussvorlage 1764/2025 · Bezirksvertretung Lindenthal · Sitzung am 29.06.2026
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original. Laufende Verfahren stehen in der Ausschreibungssuche.