Worum es geht
Die Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung sieht für die Gemeinschaftsgrundschule Hoffnungsthal drei Züge vor. Am 07.05.2026 wurden dem Schulbauausschuss mehrere Varianten für die bauliche Entwicklung vorgestellt. Die Verwaltung empfiehlt Variante 1, einen Anbau mit Sanierung im Bestand.
Abriss und Neubau empfiehlt die Verwaltung nicht. Ein vollständiger Abriss würde eine außerplanmäßige Abschreibung von ca. 8 Mio. € auslösen, dazu kämen ca. 6 Mio. € für die Auslagerung des Schulbetriebs. Ein Neubau an der Bergischen Landstraße würde sich das Grundstück mit der Löschgruppe teilen, was die Verwaltung für zu riskant hält.
Offen ist, ob die Schule während der Bauzeit im Gebäude bleibt (Variante 1a) oder ausgelagert wird (Variante 1b). Die Auslagerung kostet voraussichtlich rund 4 Mio. € mehr. Der Beschluss steht unter dem Vorbehalt des Ratsbeschlusses vom 06.07.2026 zur Schulentwicklungsplanung.
Was ausgeschrieben werden soll
- Grundlagenermittlung
- Lagepläne und Vermessungsunterlagen, Baugrunduntersuchungen mit Baugrundgutachten und, sofern erforderlich, eine Artenschutzprüfung.
- Fachplanung
- Fachbeiträge für die Sondernutzungen Küche und Gymnastikhalle. Sie sind Grundlage der funktionalen Leistungsbeschreibung, die die Verwaltung selbst erstellt.
- Planungs- und Bauleistungen
- Erweiterungsbau mit Küche, Mensa und einem Gymnastik- und Bewegungsraum im Obergeschoss in Modul- oder Systembauweise. Planung und Bau werden in einem Vergabeverfahren gebündelt und von einem Auftragnehmer erbracht.
Verfahren und Zeitplan
Totalunternehmerausschreibung auf Grundlage einer funktionalen Leistungsbeschreibung. Für alle drei Ausschreibungen wird die Verwaltung ermächtigt, den Zuschlag auf das jeweils wirtschaftlichste Angebot zu erteilen. Mit der Vergabe sollen ein verbindlicher Fertigstellungstermin und ein Festpreis oder eine Kostenobergrenze vereinbart werden.
- 07.05.2026Vorstellung der Varianten im Schulbauausschusserledigt
- 08.07.2026Schulbauausschuss entscheidet über Variante und Ausschreibungenerledigt
- danachAusschreibung von Grundlagenermittlung und Fachplanungals Nächstes
- anschließendFunktionale Leistungsbeschreibung und Totalunternehmerausschreibung
Kosten und Finanzierung
| Gesamtkosten Variante 1b mit Auslagerung des Schulbetriebsca. | 10.500.000 € |
|---|---|
| Mehrkosten der Auslagerungrund, voraussichtlich | 4.000.000 € |
Laut Vorlage sind die benötigten Mittel im Haushalt eingestellt. Betroffen sind die Haushaltsjahre 2026 bis 2028.
Stand der Entscheidung
Die Verwaltung soll Variante 1 mit Anbau und Sanierung im Bestand weiterverfolgen. Der Ausschuss beschließt die Ausschreibung der Grundlagenermittlung, der Fachplanung und der Planungs- und Bauleistungen.
Noch offen
- Ob der Schulbetrieb während der Bauzeit ausgelagert wird, ist noch zu entscheiden.
- Einen Zeitplan für Ausschreibung und Bau nennt die Vorlage nicht.
Aus dem Dokument
„Sofern dem Beschlussvorschlag gefolgt wird, sollen die Planungs- und Bauleistungen im Wege einer Totalunternehmerausschreibung in Modul- bzw. Systembauweise vergeben werden.“
„Die Gesamtkosten für die Variante 1b) betragen demzufolge ca. 10,5 Mio. €.“
Entwicklung des Grundschulstandortes Hoffnungsthal
Beschlussvorlage 198/2026 · Schulbauausschuss · Sitzung am 08.07.2026
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original. Laufende Verfahren stehen in der Ausschreibungssuche.