Was ausgeschrieben werden soll
Leistungen laut Beschlussvorlage
- Linienverkehr
- Ausgeschrieben wird im bestehenden Takt, mit den Anpassungsvorschlägen des VRT. Das hat der Kreistag am 15.06.2026 so beschlossen.
- Busse für das Linienbündel
- Für das Szenario mit den gesetzlichen Quoten rechnet die Studie damit, dass neun E-Solo-Busse und neun Busse mit HVO100-Antrieb auszuschreiben sind. Der Anteil an Dieselbussen darf höchstens 35 Prozent betragen. Eine höhere Fahrzeugzahl als bei reinem Dieselbetrieb ist dafür nicht nötig.
- Ladeinfrastruktur
- Die Kosten der E-Solo-Busse enthalten die Ladeinfrastruktur. Die Studie empfiehlt ein Ladelastmanagement-System, damit Lastspitzen sinken und der Netzanschluss am Betriebshof günstiger wird.
Zeitplan
Schritte und Termine laut Beschlussvorlage
- Der Kreistag beschließt einstimmig, die Ausschreibung im bestehenden Takt weiter auszuarbeiten und die Vorabbekanntmachung im Amtsblatt der EU zu veröffentlichen (erledigt)15.06.2026
- Der Kreistag beschließt einstimmig, Batteriebus und HVO100 in der Untersuchung weiter zu verfolgen (erledigt)15.06.2026
- Der VRT stellt dem Ausschuss Kreisentwicklung die Studienergebnisse vor, eine abschließende Empfehlung gibt es nicht (erledigt)14.09.2026
- Der Kreistag soll über die Vorlage entscheidenals Nächstes14.12.2026
- Die Verwaltung bereitet die Vergabe mit VRT und SPNV-Nord vordanach
- Betriebsaufnahme des Linienbündels Östliche VulkaneifelDezember 2028
Vergabeverfahren
Wettbewerbliches Vergabeverfahren, die Verfahrensart nennt die Vorlage nicht. Der Kreistag beschloss am 15.06.2026, die Vorabbekanntmachung im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Union zu veröffentlichen. Voraussetzung ist die Freigabe der planerischen Inhalte durch das Kompetenzzentrum Integraler Taktfahrplan des Landes und den Zweckverband SPNV-Nord. Die Geschäftsstelle des Zweckverbands Verkehrsverbund Region Trier führt die Veröffentlichung durch. Den Zuschlag erhält das wirtschaftlichste Angebot. Liegt keines vor, wird das Verfahren aufgehoben und neu ausgeschrieben.
Hintergrund
Anlass und Ausgangslage
Der Landkreis Vulkaneifel ist Aufgabenträger des ÖPNV. Das Linienbündel Östliche Vulkaneifel wird neu vergeben. Der Betrieb der ersten Vergaberunde begann im Dezember 2018. Die zweite Runde soll im Dezember 2028 beginnen. Der Kreistag beschloss am 15.06.2026 einstimmig, die Ausschreibung auszuarbeiten und in der Untersuchung Batteriebus und HVO100 weiter zu verfolgen.
Das Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungs-Gesetz schreibt für die Jahre 2026 bis 2030 Quoten vor. Von den beschafften Fahrzeugen müssen mindestens 32,5 Prozent emissionsfrei und mindestens 32,5 Prozent sauber sein. Bis zu 35 Prozent dürfen sonstige Antriebe haben. Eine Machbarkeitsstudie der Aufgabenträger im VRT hat dazu verschiedene Antriebe durchgerechnet.
Das zuständige Landesministerium hat Anfang September 2026 mitgeteilt, dass es derzeit keine Freistellungen von den Vorgaben erteilen kann. Eine Untererfüllung läge in alleiniger Verantwortung der kommunalen Aufgabenträger. Weil die Vergabe ansteht, legt die Vorlage die vorläufigen Ergebnisse der Studie vor. Der Abschlussbericht mit dem Gesamtüberblick folgt später.
Stand der Entscheidung
Beschluss und offene Punkte
Vorgeschlagen war, dass der Kreisentwicklungsausschuss dem Kreistag empfiehlt, die Variante 1, 2 oder 3 umzusetzen, und die Verwaltung die Vergabe mit VRT und SPNV-Nord vorbereitet. Der Ausschuss sprach am 14.09.2026 keine abschließende Empfehlung aus.
Noch offen
- Was die Varianten 1, 2 und 3 enthalten, geht aus dem vorliegenden Text der Vorlage nicht hervor. Welche umgesetzt wird, ist offen. Der Ausschuss gab am 14.09.2026 noch keine abschließende Empfehlung für ein Szenario ab.
- Der Abschlussbericht mit dem Gesamtüberblick zur Umsetzung im Landkreis steht noch aus.
- Ein Szenario mit Überlandbussen ist zurückgestellt. Es soll als Rückfallebene dienen, falls die Umsetzung zu teuer wird.
Ort der Leistung
Daun, Rheinland-Pfalz
Markiert ist Daun, nicht der genaue Standort.
Kosten und Finanzierung
Alle Beträge laut Beschlussvorlage
| Mehrkosten gegenüber reinem Dieselbetrieb über zehn Jahrerd. 9,2 Mio. €, keine Gesamtkosten, Studienwert bei 1,6 € netto je Liter Diesel, Angebotspreise können deutlich abweichen | 9.200.000 € |
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- Finanzierung
- Die Mehrkosten gegenüber Diesel verteilen sich nach der aktuellen Finanzierungsplanung auf den Landkreis mit rd. 66 Prozent und den SPNV-Nord mit rd. 33 Prozent. Für den Landkreis sind das im Rechenbeispiel rd. 612.500 € im Jahr. Fördergelder sind in der Rechnung nicht enthalten. Die Anteile können sich noch ändern.
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Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original.