Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Sanitärgewerks (VE 410) für den Neubau und die Aufstockung der Zentralen Notaufnahme (ZNA) der Kreisklinik Ebersberg. Umfasst Trinkwasser-, Löschwasser-, Schmutz- und Regenwasserinstallation, Sanitärobjekte, Brandschutzabschottungen und Durchführungen. Ausführung unter laufendem Krankenhausbetrieb vom 09.11.2026 bis 21.04.2028.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAbwasseranlagen
Verlegung neuer Schmutz- und Regenwasserleitungen aus Gusseisen (DN 50–200) sowie Anschluss an die vorhandene Entwässerung außerhalb des Gebäudes. Lieferung und Einbau von Bodeneinläufen (mit Brandschutzeinsatz), einer Duo-Hebeanlage für fäkalienhaltiges Abwasser (Zulauf DN 150, Druckabgang DN 80) sowie aller Befestigungssysteme (Rohrschellen, Fallrohrstützen). Dichtheitsprüfungen nach DIN EN 1610.
Wasseranlagen – Trinkwasser
Verlegung neuer Trinkwasserleitungen aus Edelstahl rostfrei nach DVGW GW 541 (DN 15–50) mit Pressverbindungen. Anschluss an den vorhandenen Hausanschluss mit Druckminderer, Wasserzähler und Absperrventilen. Hygiene-Erstbeprobung gemäß TrinkwV 2023, mikrobiologische Prüfungen und Dokumentation der Hygienespülung nach DIN EN 806-4 und VDI/DVGW 6023.
Wasseranlagen – Löschwasser und Aufbereitung
Installation der Löschwasserleitungen aus Edelstahl (DN 54–88,9) mit 6 Wandhydranten Typ F, Spülung und Dokumentation nach DIN 14462. Lieferung und Einbau einer Kalkschutzanlage DN 50 mit Inspektions- und Servicevertrag über 5 Jahre.
Sanitärobjekte und Ausstattung
Lieferung und Montage sämtlicher Sanitärgegenstände in barrierefreier Ausführung nach DIN 18040, inkl. Vorwandinstallationselemente für Waschtisch, WC, Urinal, Dusche (auch bodengleich) und Ausgussbecken. Einbau von 77 Elektro-Durchflusswassererwärmern (5,7 kW), einem 21-kW- und zwei 27-kW-Geräten, inklusive Elektroanschluss. Lieferung aller Betätigungsplatten, Halter, Griffe und Brausen gemäß LV-Positionen.
Brandschutz und Durchführungen
Herstellung aller Brandschutzabschottungen (Feuerwiderstandsklasse R 90) für Abwasser-, Trinkwasser- und Löschwasserleitungen (mineralisch oder Mörtel). Ausführung von Kernbohrungen (DN 25–200) und fachgerechtes Verschließen der Durchdringungen mit Leichtbeton.
Planung, Dokumentation und Inbetriebnahme
Erstellung der Werk- und Montageplanung mit Darstellung der Bauphasen, Materialvorhaltung, Mannschaftsstärke und zeitlichen Abfolge. Anfertigung von Revisions- und Bestandsunterlagen (Anlagenschema, Strangschema, Rohrnetzschema, R&I-Schema, Funktionsbeschreibung) in deutscher Sprache. Kennzeichnung nach AKS und Vorgaben des Betreibers. Probebetrieb (3 Wochen), fachgerechte Inbetriebnahme, Einweisung des Betreibers, CE-Kennzeichnung mit Leistungserklärung gemäß Bauproduktenverordnung.
Baustelleneinrichtung und Nebenleistungen
Einrichtung, Vorhaltung (12 Monate), Umsetzung und Räumung der Baustelle inkl. Container/Lager (20 Wochen). Stellung fahrbarer Gerüste (Auf-/Abbau 6×, Gebrauchsüberlassung 120 Wochen) und Stundenlohnarbeiten (Meister 20 h, Obermonteur 30 h, Monteur 40 h, Helfer 60 h). Baustellendokumentation mit PlanRadar. Koordination mit anderen Gewerken, Einhaltung des Bauzeitenplans.
Abfallwirtschaft und Umweltschutz
Trennung, Erfassung und sachgerechte Entsorgung der Bau- und Abbruchabfälle gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung. Kosten der Abfallverwertung sind in die Einheitspreise einzurechnen; Kosten der Abfallbeseitigung sind benannt und unmittelbar vom Auftraggeber zu tragen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung
Eintragung in der Handwerksrolle (oder IHK) für Sanitärinstallation bzw. Nachweis vergleichbarer Berechtigung. Präqualifikation im Verzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. ist möglich; alternativ Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe der Umsätze der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre für Bauleistungen und vergleichbare Leistungen (inkl. Anteile bei Gemeinschaftsunternehmen). Bestätigung der Umsätze durch Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse/G&V. Bei Eignungsleihe gemeinsame Haftung mit Verpflichtungserklärung.
Technische Leistungsfähigkeit – Referenzen
Mindestens drei vergleichbare Referenznachweise aus den letzten 5 Kalenderjahren mit Angabe von Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenem maßgeblichem Leistungsumfang (mit Mengen), durchschnittlicher Mitarbeiterzahl, besonderen technischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung (Formblatt 444 empfohlen). Vorlage nur bei engerer Wahl.
Personal
Erklärung, dass die für die Leistung erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Bei engerer Wahl: Nachweis der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen, technisches Leitungspersonal extra.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Kein Insolvenzverfahren, kein Ablehnungsbescheid mangels Masse, nicht in Liquidation (bzw. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan). Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A, keine Eintragungen im Wettbewerbsregister. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft.
Sanktionen / Russland-Sanktionen
Kein Bezug zu sanktionierten Personen/Unternehmen gemäß EU-Verordnung 2022/576 (Art. 5k). Bei Eignungsleihe, Nachunternehmern oder Lieferanten mit Russland-Bezug darf der Anteil am Auftragswert 10 % nicht überschreiten, sofern keine Ausnahme nach Art. 5k Abs. 2 greift. Jedes Mitglied einer Bietergemeinschaft muss eine eigene Erklärung abgeben (Formblatt 127).
Register und Bescheinigungen
Rechtliche und tarifliche Verpflichtungen
Einhaltung Mindestlohngesetz, Arbeitnehmerentsendegesetz (AEntG), Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG). Bei Bietergemeinschaften muss der überwiegende Teil des Auftrags von KMU-Partnern erbracht werden.
Wertung und Zuschlag
Verfahren: offenes Verfahren nach VOB/A EU. Zuschlag auf das niedrigste Preisangebot (eforms_awarding_criterion_type = price). Auswahl nach Standard-to-Average-Verfahren.
Vergleichbare Sanitärinstallationsleistungen (z.B. Krankenhaus- oder Großgewerbebau)
Mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenem Personal, durchschnittlicher Mitarbeiterzahl, technischen Anforderungen, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung (Formblatt 444 empfohlen)