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115-Netzplattform

FITKO (Föderale IT-Kooperation) | Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium DarmstadtFrankfurt am Main, HessenVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Kurzbeschreibung

Die FITKO (Föderale IT-Kooperation) schreibt den Betrieb und die Weiterentwicklung der technischen Netzplattform hinter der Behördennummer 115 als offenes Verfahren EU-weit aus.

Gesucht wird ein Auftragnehmer, der die geo-redundante Netzplattform bereitstellt, betreibt, wartet und kontinuierlich weiterentwickelt. Eingehende 115-Anrufe aus dem deutschen Fest- und Mobilfunknetz sowie aus dem Ausland sollen entgegengenommen und nach klar definierten Routing-Regeln an die angeschlossenen Servicecenter verteilt werden.

Die Leistung ist als Cloud-Dienst (Infrastructure as a Service) konzipiert und umfasst Aufbau, Migration, Reporting, Service Desk, IT-Sicherheit und Projektmanagement.

Vertragslaufzeit: 48 Monate ab 01.01.2027, mit Option auf Verlängerung.

Verfahren: Offenes Verfahren, kein Los, keine Nebenangebote, ausschließlich elektronische Angebotsabgabe über die Hessische Ausschreibungsdatenbank.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Angebotsfrist: 15. Oktober 2026
Termin / FristSEP2026 MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP MÄR SEP
Veröffentlichung9. Sep. 2026
Kündigungsfristca. 30. Sep. 2026
Bieterfragen-Frist5. Okt. 2026
Angebotsfrist12. Okt. 2026
Bindefrist12. Okt. – 31. Dez. 2026
Zuschlagca. 6. Dez. – 12. Dez. 2026
Nachprüfungsverfahrenca. 31. Dez. 2026 – 15. Jan. 2027
Vertragsbeginn1. Jan. 2027
Vertragslaufzeit1. Jan. 2027 – 31. Dez. 2030
Mindestvertragsdauer1. Jan. 2027 – 31. Dez. 2037bis 2037
Verlängerung 1ca. 1. Jan. – 31. Dez. 2031
Kündigungsfrist 1. Verlängerungca. 30. Sep. 2031
Verlängerung 2ca. 1. Jan. – 31. Dez. 2032
Kündigungsfrist 2. Verlängerungca. 30. Sep. 2032
Vertragsendeca. 1. Jan. – 31. Dez. 2037bis 2037
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Richtwertmethode2 Kriterien
Preis 50%Qualität 50%
  • Leistung (Qualität)50%

    Qualitative Bewertung des Angebots anhand des Kriterienkatalogs. Es können maximal 450 Leistungspunkte erzielt werden. Die Bewertung erfolgt über zahlreiche B-Kriterien (B-J/N, B-J/Tlw/N, B-F, B-K) zu Themen wie Konzept, Management Summary, Lösungsdarstellung, Routing, Migration, Betrieb, Service-Desk, Reporting, IT-Sicherheitskonzept, Projektmanagement, Terminplan etc.

  • Preis50%

    Gesamtwertungspreis des Angebots, ermittelt aus dem Preisblatt (Betriebskosten, Dienstleistungen, Stundenlohnarbeiten) über die kalkulatorische Laufzeit von 48 Monaten. Fließt ausschließlich über die Formel Z = L/P in die Wertung ein.

Einfache Richtwertmethode: Z = L / P, wobei L = erzielte Leistungspunkte (max. 450) und P = Gesamtwertungspreis des Angebots. Der Zuschlag wird auf den Bieter mit dem höchsten Z-Wert erteilt.

KI-Hinweis: Zuschlagskriterien (Preis 50%, Leistung 50%) und Bewertungsmethode (einfache Richtwertmethode Z=L/P mit max. 450 Leistungspunkten) sind in den Vergabeunterlagen (Vergabebedingungen Ziff. 4.4, Formblatt 631 EU Anlage Gewichtung der Zuschlagskriterien) und in der Bekanntmachung übereinstimmend und vollständig angegeben.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Kernaufgabe: Geo-redundante Netzplattform für die 115

Entgegennahme von 115-Anrufen aus deutschen Fest- und Mobilfunknetzen, aus dem Ausland sowie per IP.Geografische Verortung (Mapping) über ONKZ, AGS, ONKZ4, Kreiskennzahl sowie Ländervorwahl.Verteilung der Anrufe nach komplexen Routing-Regeln an die angeschlossenen Servicecenter.Konzept: 'Contact Center as a Service' (CCaaS) bzw. Infrastructure as a Service (IaaS) gemäß Cloudvertrag.Geo-redundante Auslegung der Plattform.

Zuführung und Routing der Anrufe

Erreichbarkeit der 115 vorwahlfähig (ONKZ + 115 → zuständiges Servicecenter).Filter-/Blacklisting-Funktion mit Konfigurationsmöglichkeiten.Zeit- und datumsabhängiges Routing, Tabellen-gesteuert.Routing bei Ausfall einzelner Servicecenter mit Zielkette (3 Ziele, 2 Ansagen).Notfall-Verkehrsführungsprogramm (VFP) bei Plattformausfall, mit kopfnummerbasierter Umleitung auf das regional zuständige Servicecenter.Optional: lastabhängiges Überlaufrouting zwischen Servicecentern.Ansagen in den Formaten a-law/8kHz/8bit/mono, PCM/44,1kHz/16bit/mono und MP3/128kbit/s.Mindestens 10.000 Routingziele, kostenfreie Weiterleitung in 2nd-Level über die Rufnummer 0800 3355522.

Sprachdialogsystem (SDS) und Servicecenter-Anbindung

Kommandogesteuertes SDS mit Menüauswahl per Ziffernwahl und Call Flows.Spracherkennung, optional natürliche Sprache.Mindestens 1 Call Flow je Servicecenter.Steuerung der Servicecenter über E.164-Rufnummern.Einbindung neuer Servicecenter auf Anforderung.Optional: Bereitstellung eines virtuellen Callcenters für Behörden und Gemeinden.

Reporting

Webbasierte Reporting-Tools.Ausgabeformate: PDF, Word, CSV, Excel sowie API-Zugriff.Berichte zu Anrufaufkommen, Annahmequoten, Wartezeiten, Weiterleitungen.Frei wählbarer Berichtszeitraum durch den Auftraggeber.Berechtigungsrollen für den Auftraggeber.

Betrieb, Service und IT-Sicherheit

Mindestverfügbarkeit: 99,5 % pro Monat.IT-Sicherheitskonzept nach BSI C5 und ISO 27001.Betriebshandbuch mit Störungs-, Problem-, Service-Level- und Konfigurationsmanagement.Service Desk als Single Point of Contact (Telefon, E-Mail, Online-Portal), deutsch- und englischsprachig.Trouble-Ticket-Erstellung bei jeder Störung, Eskalation bis zur Geschäftsführung, mindestens tägliches Statusupdate.Servicegespräche monatlich (technisch) und quartalsweise (organisatorisch).Service- und Reaktionszeiten je Störungsklasse (siehe Fristen).

Aufbau, Migration und Projektmanagement

Rahmenterminplan ab Beauftragung.Pflichtenheft und Migrationskonzept mit Rollback-Szenarien.Sicherstellung unterbrechungsfreier Betrieb während der Migration; abgestimmte Ausfallzeiten zulässig.Portierung aller Rufnummern und Migration aller 52 bestehenden Servicecenter.Projektmanagement durch den Auftragnehmer mit Terminplan und Statusberichten.

Optionale Leistungen

Lastabhängiges Überlaufrouting.Erweiterung des Sprachdialogsystems um natürliche Sprache und KI-gestützte Call-Flows/Bots mit externen Datenquellen.Virtuelles Callcenter für Behörden und Gemeinden.

Mitwirkung des Auftraggebers

Zentraler Ansprechpartner wird benannt.Bereitstellung von Informationen und Kontakten zu Fachansprechpartnern.Terminvereinbarungen mit Vorlauf von 3 Wochen.Aktualisierung der Routing-Daten (ONKZ-Listen, AGS) durch den Auftraggeber.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Persönliche Eignung – Ausschlussgründe

Bieter dürfen nicht von einem Ausschlussgrund nach § 123 GWB (zwingende Ausschlussgründe) oder § 124 GWB (fakultative Ausschlussgründe) betroffen sein. Dazu zählen u.a.:

Verurteilungen wegen Straftaten wie Bildung krimineller oder terroristischer Vereinigungen, Terrorismusfinanzierung, Geldwäsche, Betrug/Subventionsbetrug gegenüber der EU, Bestechung/Korruption, Menschenhandel/Zwangsarbeit.Verstöße gegen Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten.Verstöße gegen umwelt-, sozial- oder arbeitsrechtliche Verpflichtungen (u.a. MiLoG, AEntG, AufenthG, SchwarzArbG).Insolvenz, Liquidation, Eröffnung mangels Masse.Schwere berufliche Verfehlung, die die Integrität infrage stellt.Wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen oder abgestimmte Verhaltensweisen.Interessenkonflikte oder Einbindung in die Vorbereitung des Vergabeverfahrens mit Wettbewerbsverzerrung.Wesentliche mangelhafte Leistung bei früheren öffentlichen Aufträgen.Bußgeldbewehrung nach § 21 MiLoG ab 2.500 €.

Bei Bietergemeinschaften muss jedes Mitglied diese Erklärungen eigenständig abgeben.

Sanktionen und Tariftreue

Kein Bezug zu Russland gemäß Art. 5k EU-VO 833/2014: keine russische Staatsangehörigkeit, keine Niederlassung in Russland, keine 50 %+ Beteiligung durch russische Personen, kein Handeln im Auftrag russischer Personen. Gleiches gilt für Unterauftragnehmer mit mehr als 10 % Auftragswert.Verpflichtung zur Zahlung von Mindestlohn und Tariflöhnen nach HVTG (§§ 4, 6 HVTG) sowie § 19 MiLoG; diese Verpflichtung gilt auch für Unterauftragnehmer und muss vor Vertragsschluss nachgewiesen werden.

Fachliche Eignung

Nachweis der Fachkunde und Leistungsfähigkeit gemäß § 42 ff. VgV.Eine Präqualifikation (HPQR oder PQ-VOL) kann als vorläufiger Eignungsnachweis genutzt werden.Eignungsleihe ist für wirtschaftliche/finanzielle und technische Leistungsfähigkeit möglich (§ 47 VgV); bei beruflicher Befähigung nur, wenn das Drittunternehmen auch als Unterauftragnehmer tätig wird.Bei Einsatz von Unterauftragnehmern müssen die einschlägigen Erklärungen (Ausschlussgründe, Tariftreue, Russland-Sanktionen) auch für diese abgegeben werden.

Technische Mindestanforderungen (A-Kriterien)

IN/Service Delivery Platform oder Multi-Layer ACD-Architektur, Carrier-Class-Lösung.Verfügbarkeit ≥ 99,5 % pro Monat.IT-Sicherheitskonzept nach BSI C5 und ISO 27001.Sprachdialogsystem mit Menüauswahl und Call Flows.Web-Frontend für die Administration durch den Auftraggeber (Reports, Routing-Tabellen, Ansagen).Service Desk in deutscher Sprache.Einhaltung der Service-, Reaktions- und Wiederherstellungszeiten.Unterbrechungsfreier Betrieb oder abgestimmte Ausfallzeiten während Migration.Erstellung von Betriebshandbuch und IT-Sicherheitskonzept.

Hinweis zu Referenzprojekten

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 67%4–10 · 31%11+ · 2%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 39 erledigt
Pflichtunterlagen für alle Bieter
Zusätzlich bei Einsatz von Unterauftragnehmern
Zusätzlich bei Bietergemeinschaften
Konzepte und Beschreibungen zum Angebot

Verlauf dieser Vergabe

2 Bekanntmachungen
  1. 10.10.2026Ausschreibungauf dieser Seite
    • Abgabefrist: 12.10.2026 → 15.10.2026
    • Frist für Fragen: ohne Angabe → 05.10.2026
  2. 09.09.2026Ausschreibung
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Auf einen Blick

Auftraggeber
FITKO (Föderale IT-Kooperation) | Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt
Anschrift
60594 Frankfurt am Main
Ort
60594 Frankfurt am Main
Kategorie
Hessen
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.fitko.de ↗

Erfüllungsort

Ort der Leistung
60594 Frankfurt am Main
Hessen

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