Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für Heizungs- und Kälteinstallationen (HVAC) an der Universität Ulm am Standort Festpunkt N24 (Ersatzforum). Es geht um die Neuinstallation der Rohrleitungen, Armaturen und Geräte zur Wärme- und Kälteversorgung von 3 raumlufttechnischen Anlagen, die die Hörsäle 11–16 versorgen. Die Temperierung der Hörsäle erfolgt ausschließlich über die Zuluft. Auftraggeber ist das Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Ulm.
Das Angebot muss bis spätestens 29.09.2026 um 12:00 Uhr in Papierform vorliegen. Mit dem Angebot sind u.a. das Angebotsschreiben, die Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124), das ausgefüllte Leistungsverzeichnis mit Preisen, die Angaben zur Preisermittlung (221/222) und ggf. das Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (233) einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent bei der Berechnung der Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Versorgungsaufgabe
Neuinstallation der Rohrleitungen, Armaturen und Geräte zur Wärme- und Kälteversorgung von 3 RLT-Geräten in der bestehenden Lüftungszentrale (Raum N24-0401, Niv. 0, Westflügel). Versorgt werden die Hörsäle 11–16 (Niv. 01 und 02), je 150 Personen, Sollluftmenge ca. 5.000 m³/h je Hörsaal. Beheizung und Kühlung erfolgen ausschließlich über die Zuluft.
Anschluss an die bestehende Wärme-/Kälteverteilung sowie Anbindung von Vorheizregistern, Nachheizregistern, Kühlregistern und 6 Zonennachheizregistern.
Arbeiten in 2 Teilabschnitten: 1) Demontage durch Zeitvertragsfirmen, 2) Neumontage durch den AN dieses Gewerks.
Arbeitshöhen 3,5–5,5 m über Standfläche – Gerüst erforderlich.
Heizungsinstallation (1.1 / 1.2)
Rohrleitungen aus Stahlgewinderohren (mittelschwer, nahtlos, schwarz) und nahtlosen Stahlrohren, AD 21,3–76,1 mm, inkl. Rundschweißnähte, Schweißbogen, T-Stücke, Reduzierstücke, Sattelstutzen.
Armaturen und Apparate: Flanschenarmaturen (Absperrventile DN20/DN32/DN65), Strang- und Abgleichventile, Schmutzfänger DN65, Rückschlagventile DN32/DN65, Kugelhähne G1/2 und G1, Entleerungs-/Entlüftungsarmaturen, Schnellkupplungen, Spindelverlängerungen, Zeigerthermometer, Tauchhülsen, Druckmessgeräte.
Pumpen und Zähler: 1 Wärmemengenzähler Kompaktgerät (Ultraschall, Qn 10 m³/h, DN40), 3 Umwälzpumpen DN25 (KSB Calio Pro Plus 025-040) inkl. Inbetriebnahme durch Herstellerservice, 2 Umwälzpumpen DN32 (KSB Calio Pro Plus 032-120) inkl. Inbetriebnahme.
Einbau vom AG beigestellter motorisch geregelter Durchgangsventile (DN15, DN20, DN40).
Befestigung: Rohrschellen verzinkt DN15–DN65, Festpunktschellen DN32/DN50/DN65, Einschweißstutzen DN15/DN20.
Verbindungstechnik: Rotguss-Verschraubungen, Doppelnippel, Vorschweißflansche und Blindflansche PN16, Anschlüsse an bestehende Rohrnetze.
Hydraulischer Abgleich: Einregulierung der Strang- und Verteilerregulierventile (16 Stk.).
Druckprüfung, Spülen und Entlüften der HK-Anbindeleitung und Verteilleitung (ca. 100 m Rohrleitung DN15–DN40).
Kälteinstallation Klimakaltwasser 6°C/13°C (1.3 / 1.4)
Rohrleitungen aus Stahlgewinderohren/-rohren mit Korrosionsschutz gemäß AGI Q 151, AD 21,3–139,7 mm, DN15–DN125, inkl. Rundschweißnähte DN50–DN125, Schweißbogen, T-Stücke, Reduzierstücke, Sattelstutzen.
Armaturen: Flanschen-Absperrventile DN65/DN80/DN100, Abgleichventile DN50/DN65, Schmutzfänger, Kugelhähne, Schnellkupplungen, Entlüftungsarmaturen, Mess- und Anzeigegeräte.
Zähler: 1 Wärmezähler als Splitgerät (Ultraschall, Qn 40 m³/h, DN80).
Einbau vom AG beigestellter Durchgangsventile (DN32, DN40). Anschluss an RLT-Kühlregister DN50 (Gewindeflansche bauseits).
Korrosionsschutz: 2-lagiger Korrosionsschutzanstrich an Formstücken und Rohren unter Dämmung gemäß DIN EN ISO 12944, Medientemperatur 5–20°C.
Befestigung: Rohrschellen DN15–DN125, Kältefestpunktschellen DN32–DN125.
Verbindungstechnik: Rotguss-Formstücke, Verschraubungen, Vorschweißflansche PN16, Blindflansche.
Hydraulischer Abgleich des Klimakaltwasserkreislaufs (3 Ventile).
Sonstige Leistungen, Gerüste, Besondere Leistungen und Stundenlohnarbeiten (1.5–1.8)
Sonstiges (1.5): Befestigungskonstruktionen aus feuerverzinktem Profileisen, Montageschienen, Gewindestangen M8/M10/M12, Bezeichnungsschilder, Fließrichtungs- und Temperaturschilder ('Kaltwasser VL -6°C', 'Kaltwasser RL +13°C', 'WW-Heizung VL/RL'), zusätzliche Druckprüfungen, Spülen und Entlüften (ca. 20 Heizkörper, ca. 100 m Rohrleitung DN15–DN40).
Gerüste (1.6): 2 fahrbare Stahlrohrgerüste (2 kN/m², 3×1×3 m, Arbeitshöhe 3,5–5,5 m), Gebrauchsüberlassung 5 Werktage je Stück.
Besondere Leistungen (1.7): An-/Abmelden der Rauchmelder, Koordinationsaufwand MSR/Regeltechnik (10 Std.), Einweisung Betriebspersonal (8 Std.), laminiertes Anlagenschema (1500×900 mm), Revisionsunterlagen (2-fach digital + 2-fach Papier), Eintragung ELT-/GLT-Codes (8 Std.), zusätzliche Bestandsunterlagen.
Stundenlohnarbeiten (1.8): Service-Techniker (8 Std), Obermonteur/bauleitender Monteur (15 Std), selbstständiger Monteur (25 Std), Monteur (25 Std), Hilfsmonteur (10 Std), Auszubildender (10 Std).
Planung, Dokumentation und Baustellenorganisation
Detail- und Montagepläne (M 1:50 und M 1:20) firmenspezifisch ergänzen, 1-fach zur Prüfung vorlegen (VB-BW Amt Ulm), nach Freigabe 1-fach farbig an Fachbauleitung. Planunterlagen Regelanlage und elektrische Geräte 3-fach vor Montagebeginn, Maschinenfundamentpläne, Schlitz- und Durchbruchspläne.
Baustellen-Einrichtungsplan spätestens 2 Wochen nach Auftragserteilung, maßstäblich, mit AG abstimmen. Wöchentliche Koordinationsgespräche, Teilnahme durch bevollmächtigten Vertreter. Bautagebuch mit Tagesberichten. Abstimmung der Abschaltzeiten mit Projekt-/Bauleitung/Nutzer/TBA. Tägliche Baustellenreinigung, Bauschuttentsorgung. Baustrom 230 V und 460 V in Niv. 0 nutzbar. Bei Schweiß- und Lötarbeiten: Genehmigung einholen, Brandschutz, Nachkontrolle 2 Std. nach Beendigung.
Revisionsunterlagen gem. VOB/C, 14 Kapitel, 2-fach digital (.dxf/.dwg/.pdf) + 2-fach Papier, je 1x Uni Ulm und 1x VB-BW Amt Ulm. Inhalte: Bestandspläne, Anlagenschema, Strangschemata, Grundrisse mit Material/Dimension, elektrische Schalt- und Anschlusspläne (DIN EN 61082-1/-3), technische Datenzusammenstellung, Prüf- und Herstellerbescheinigungen (inkl. ErP, SFP, COP, EER, SEER), Protokolle (Dichtigkeit, Druckprüfung, Volumenstrommessungen, Hydraulischer Abgleich, Abgasmessung, Anlagenparameter, Schaltzeiten, Abnahmen, Sachverständigenabnahmen), Bedienungs- und Wartungsanleitungen (deutsch), Gerätebeschreibungen mit Efficiency-Label, Fachunternehmererklärungen, Anlagen-Funktionsbeschreibung, Ersatzteilliste mit Bezugsadressen, Einweisungsprotokolle, Kenndaten-Tabelle für Morada, Datenpunktlisten, Mess- und Zählerkonzept, Brandfallsteuermatrix.
Nach Fertigstellung: Reinigung, Eigenprüfung, Mängelbehebung durch Erneuerung, Probebetrieb (ggf. wiederholt), Beschilderung der Armaturen.
Abfallwirtschaft und Stammpersonal
Vermeidung, Verwertung und Beseitigung der Bau- und Abbruchabfälle gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) und Nachweisverordnung (NachwV). Getrennte Erfassung und ordnungsgemäße Entsorgung über zugelassene Anlagen; Nachweise, Begleitscheine und Entsorgungsbelege sind dem AG vorzulegen. Kosten der Verwertung sind in die Einheitspreise einzurechnen, Kosten der Beseitigung sind separat zu benennen.
Mindestens 70 % der Leistungen sind mit eigenem Stammpersonal zu erbringen; Nachunternehmer müssen ebenfalls mindestens 70 % Stammpersonal einsetzen. Verzeichnis des Stammpersonals auf Verlangen, vor Baubeginn unaufgefordert Verzeichnis der auf der Baustelle eingesetzten Arbeitskräfte (getrennt nach eigenen und NU-Mitarbeitern), Personalwechsel unverzüglich in Textform melden.
Tariftreue und Mindestlohn nach LTMG Baden-Württemberg: Verpflichtungserklärung abgeben, von Nachunternehmen/Verleihunternehmen einholen, prüffähige Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte bereithalten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenGewerberechtliche Zulassung
Eintragung im Handelsregister ODER in der Handwerksrolle ODER bei der IHK – oder keine Eintragungspflicht. Gewerbeanmeldung ist immer erforderlich.
Finanzielle und steuerliche Zuverlässigkeit
Kein Insolvenzverfahren eröffnet oder mangels Masse abgelehnt, keine Liquidation (ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan). Ordnungsgemäße Erfüllung der Zahlungspflichten (Steuern, Abgaben, Sozialversicherung). Unbedenklichkeitsbescheinigung/Bescheinigung in Steuersachen vom Finanzamt, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft
Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (falls beitragspflichtig) sowie Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der Lohnsummen.
Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit
Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A; ggf. Nachweis der Selbstreinigung. Keine Eintragungen im Gewerbezentralregister (letzte 2 Jahre) wegen Geldstrafe > 90 Tagessätzen, Freiheitsstrafe > 3 Monaten oder Geldbuße > 2.500 € wegen Verstößen nach § 6e EU VOB/A. Bei Auftragssumme ≥ 30.000 € wird der Auszug vom AG angefordert.
Fachliche Eignung – Personal und Referenzen
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte. Auf Verlangen: Erklärung zur durchschnittlichen Arbeitskräfteanzahl der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit separat ausgewiesenem Leitungspersonal.
3 Referenzen über vergleichbare Heizungs-/Kälteleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren, inkl. Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang, besonderer technischer/gerätespezifischer Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (HAN/ARGE/NU) sowie Auftraggeber-Bestätigung über vertragsgemäße Ausführung.
Stammpersonal und Tariftreue (LTMG)
Bereitschaft, mindestens 70 % der Leistung mit eigenem Stammpersonal zu erbringen; Nachunternehmer müssen ebenfalls mindestens 70 % Stammpersonal einsetzen. Stammpersonalverzeichnis auf Anforderung vorlegen, Arbeitskräfteverzeichnisse vor Baubeginn unaufgefordert übermitteln, Personalwechsel unverzüglich in Textform melden.
Abgabe der Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und Mindestentlohnung nach LTMG Baden-Württemberg; Verpflichtungserklärungen von Nachunternehmen/Verleihunternehmen einholen und dem AG vorlegen. Bei ausschließlich im Ausland ausgeführten Leistungen schriftliche Versicherung beibringen. Prüffähige Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte bereithalten.
Abfallwirtschaftliche Eignung
Nachweisfähige abfallrechtliche Berechtigung: Anzeige nach § 53 KrWG oder Erlaubnis nach § 54 KrWG. Bestätigung des Betreibers der Verwertungs-/Beseitigungsanlage über Zulassung und Annahmebereitschaft. Name und Berechtigungsnachweis der Verwertungs-/Beseitigungsträger mit schriftlicher Annahmeerklärung. Erklärung, dass die Abfallwirtschaftsbehörde dem AG Auskunft über die Eignung des Trägers erteilen darf. Bei Andienungspflicht (gefährliche Abfälle): Bestätigung der zuständigen Abfallwirtschaftsbehörde. Klare, nachvollziehbare Kalkulation der Entsorgungskosten.
3 Referenzen über vergleichbare Leistungen im Bereich Heizung/Kälte
Mit Ansprechpartner beim AG, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Baumaßnahmentyp (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (HAN/ARGE/NU), ggf. koordinierten Gewerken, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Vorlage auf Verlangen der Vergabestelle.