Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der DEGES für ergänzende geotechnische Baugrunduntersuchungen und Messinstrumentierung im Zuge des Autobahn-Ausbaus A14 (VKE 4151) zwischen AS Dahlenwarsleben und AS Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt.
Zwei Lose:
Beide Lose umfassen Probennahmen, Pumpversuche, Kampfmittel-Sondierungen und umfangreiche Dokumentation. Leistungszeitraum bis 26.02.2027. Angebote sind bis 08.09.2026, 09:00 Uhr elektronisch über das DEGES-Vergabeportal einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen). Bonus von 15 v.H. für Werkstätten für Behinderte.
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGemeinsame Leistungen – Aufschlussarbeiten
Kernbohrungen (BK): Durchgehende Gewinnung gekernter Bodenproben, Durchmesser mind. 100 mm, Mindestbohrteufen +20 % über Anforderung. Verrohrung DN 100/101 mm in verschiedenen Homogenbereichen (drehend/rammend mit/ohne Spülhilfe).
Drucksondierungen (CPTU): Gemäß DIN EN ISO 22476-1, Gesamtdruckkraft mind. 200 kN, Tiefenbereich 8–30 m (ca. 3.082 m Gesamtlänge), mit Neigungsmessung. 20-t-Kettenfahrzeug. Mindesttiefe 10–15 m je nach Anforderung.
Bohrlochversuche: Standard-Penetration-Test (SPT) nach DIN EN ISO 22476-3 (50 Stück), Bohrlochaufweitungsversuche (BAV) mit Dilatometer/Seitendrucksonde (6 Stück, bis 30 m Tiefe).
Grundwassermessstellen (GWM): Nach DIN EN ISO 22475-1 und DVGW W 121, PVC-Ausbau mit Überflur-/Unterflur-Variante, Klarspülung/Klarpumpen.
Gemeinsame Leistungen – Proben und Untersuchungen
Bodenproben: Güteklasse 3–5 (Kategorie B, 600 Stück aus Bohrungen, mind. 1/m), Güteklasse 1 (50 Stück aus Bohrungen + 50 Stück aus Schürfen), Güteklasse 1–2 Kategorie A (15 Kernproben, Kernlänge 0,50 m, Ø 100 mm).
Grundwasserproben: 28 Stück inkl. Temperaturmessung, Transport innerhalb 4 Stunden. Bestimmung Betonaggressivität (DIN 4030) und Stahlaggressivität (DIN 50929+), Parameter Eisen(II), Mangan, Nitrat, Nitrit.
Pumpversuche: Mind. 8 Stunden je Messreihe (0,25 h Vorpumpen, 3 h Hauptphase, 0,75 h Wiederanstieg), nach DVGW W 111.
Verfüllung der Aufschlüsse: Schichtgerechte Verfüllung, dichtende Schichten wiederherstellen, Ringraumverfüllung mit Tonpellets und Filtersand.
Gemeinsame Leistungen – Dokumentation und Nebenarbeiten
Dokumentation: Schichtenverzeichnisse (DIN EN ISO 22475-1), Sondier-/Feldversuchs-/Probenahmeprotokolle, Sondierdiagramme (ASCII + Ausgabeplot), Fotodokumentation (300 Stück, 300 dpi, 4032x3024 Pixel, max. 4 m pro Foto), Ausbauzeichnungen GWM (DIN-gerecht, PDF), Verfüllprotokolle, Entsorgungsnachweise.
Kernzwischenlager: Einrichten und 22 Wochen betreiben (frostbeständig, beleuchtet, sanitäre Anlagen, Strom/Wasser, mind. 150 m Kernauslage). Räumung/Entsorgung frühestens 6 Monate nach Abschluss der Erkundungsarbeiten.
Baustelleneinrichtung: Vollständig vom AN zu beschaffen (Strom, Wasser, Entsorgung), keine Flächen vom AG. Baufeldfreimachung (Rodung, Mähen, Vorschachtung).
Kampfmittel-Sondierung: Elektromagnetische Oberflächendetektion (TDEM), EDV-gestützte Geomagnetik, Bohrlochsondierung bis 9 m u. GOK, Störkörperbergung bis 3 m u. GOK, Volumenräumung, baubegleitende Räumung, Kampfmittelfreigabe. Keine Kampfmittelfreigabe vor Bohrlochsondierung.
Sicherheits-/Gesundheitsschutz: Vorankündigung gem. BaustellenV 2 Wochen vor Baustelleneinrichtung, SiGe-Plan (RAB 31), SiGe-Koordinator (RAB 30).
Zustandsfeststellung: Vor und nach Bauarbeiten, Fotodokumentation.
Probentransport: Bis 100 km zum geologischen Dienst, bis 135 km zum Gutachter DMT Leipzig (Geschwister-Scholl-Straße 21, 04205 Leipzig), gekühlt bei 4 °C.
Erfüllungsort und Leistungszeitraum
Erfüllungsort: Berlin, 10117 (Stammdaten-Ergänzung). Projekt liegt in Sachsen-Anhalt, Landkreis Börde, Strecke A14 von Bau-km 200+000 bis 211+481,243.
Leistungszeitraum: Beginn spätestens 7 Werktage nach Zuschlagserteilung, Vollendung bis 26.02.2027. Betrieb und Wartung des Monitoringsystems: 42 Monate.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Lage – Ausschlussgründe
Keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A (keine schweren Verfehlungen). Keine Verurteilung wegen Verstößen mit > 3 Monate Freiheitsstrafe, > 90 Tagessätzen oder > 2.500 € Geldbuße in den letzten 2 Jahren. Ggf. Erklärung zu Selbstreinigungsmaßnahmen. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Kein Insolvenzverfahren, kein Antrag mangels Masse, keine Liquidation.
Fachliche Eignung – Erkundungsarbeiten
Erfahrung in Aufschlussarbeiten in umwelttechnisch anspruchsvollem Umfeld (Landschaftsschutzgebiet) – Anlage 1.1.
Erfahrung in Aufschlussarbeiten in Bereichen mit hohen Grundwasserständen – Anlage 1.2.
Erkundungsarbeiten mit Aufschlusstiefen bis 40 m und durchgehender Gewinnung gekernter Bodenproben – Anlage 2.1.
Durchführung von Drucksondierungen (CPT) bis 25 m Tiefe – Anlage 2.2.
Messstellenausbau für eigens durchgeführte Bohrungen – Anlage 2.3.
Die Anforderungen können in einem oder verschiedenen Referenzprojekten erbracht worden sein.
Technische Leistungsfähigkeit – Geräte und Personal
Geräteausstattung: Mind. 3 Bohrgeräte auf Raupenfahrwerk mit Mannschaften gleichzeitig verfügbar, CPT-Verfügbarkeit (Anlage 3.1). Vollständige Geräteliste mit Foto/Datenblatt aller Einsatzgeräte (Anlage 3.2).
Personal: Verfügbarkeit erforderlicher Arbeitskräfte und Fachkräfte. Bohrgeräteführer mit Qualifikationsnachweis gem. DIN EN ISO 22475. Bohrgeräte nach EN 16228-1 und DIN EN ISO 22476-15. Akkreditierter Probenehmer für Grundwasser-/Umweltproben (DIN EN ISO/IEC 17025 oder notifizierte Stelle gem. § 18 BBodSchG). Probenehmer für Haufwerksproben zertifiziert nach LAGA PN 98 (max. 5 Jahre alt). SiGeKo mit Nachweis gem. RAB 30.
Qualitätsdokumentation
Qualitätsdokumentation: Bohrkernfotos gemäß Standard (Farbe, 9×13, 4 lfdm/Bild, Maßstab 1:10, Grau- und Farbskala, Vergleichsmaßstab, verzerrungsfrei) – Anlage 4.1. Schichtenverzeichnisse und Bohrprofile – Anlage 4.2. CPT-Messprotokoll/Diagramm – Anlage 4.3.
Zertifizierung und Präqualifikation
Zertifizierung: DVGW-Arbeitsblatt W 120-1 für Ausbau von Messstellen bis DN 150 – Anlage 4.4.
Präqualifikation: Gültiger PQ-Nachweis für Leistungsbereich 214-01 (Bohrarbeiten) ODER Eigenerklärung gem. Formblatt HVA B-StB 'Eigenerklärung Eignung' – Anlage 5.
Registereintragungen: Eintragung im Handelsregister, Handwerksrolle, IHK (oder keine Eintragungspflicht). Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: Mindestjahresumsatz (Gesamt + im Tätigkeitsbereich) – konkreter Betrag in der Eigenerklärung (HVA B-StB 107) einzutragen.
Hinweis: Alle Nachweise gelten auch für den vorgesehenen Einsatz von Nachunternehmern.
Aufschlussarbeiten in Landschaftsschutzgebiet (umwelttechnisch anspruchsvolles Umfeld)
Projekt, Auftraggeber, Bohrmeter gesamt (Anlage 1.1)
Aufschlussarbeiten in Bereichen mit hohen Grundwasserständen
Projekt, Auftraggeber, Bohrmeter gesamt (Anlage 1.2)
Erkundungsarbeiten mit Aufschlusstiefen bis 40 m und durchgehender Gewinnung gekernter Bodenproben
Tiefbohrung mit Kerngewinnung bis 40 m (Anlage 2.1)
Durchführung von Drucksondierungen (CPT) bis 25 m Tiefe
CPT bis 25 m (Anlage 2.2)
Messstellenausbau für eigens durchgeführte Bohrungen (DVGW-konform bis DN 150)
DVGW W 120-1 Zertifizierung erforderlich (Anlage 2.3)
Vergleichbare Bauleistungen (allgemeine Eignung, HVA B-StB 107)
Bezeichnung, Auftragswert, Ausführungszeitraum, Auftraggeber