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Abschluss eines Versorgungsvertrages über die externe Suchtberatung von Gefangenen in der Justizvollzugsanstalt Görlitz

Justizvollzugsanstalt Görlitz02826 Görlitz, SachsenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 12 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Worum geht's?

Die Justizvollzugsanstalt (JVA) Görlitz sucht einen anerkannten Suchtberatungsträger, der ab dem 1. Januar 2027 die externe Suchtberatung für Gefangene übernimmt.

Was ist zu tun?

Beratung, Betreuung und Therapievorbereitung für suchtkranke oder suchtgefährdete GefangenePrävention, Krisenintervention und Begleitung in TherapieeinrichtungenEinsatz von 1,0 Vollzeitstelle (ca. 39 Std./Woche), davon rund 60 % Arbeitszeit in der JVAKonzept zur Leistungserbringung, Eigenerklärungen zur Eignung/Flexibilität/ZusammenarbeitNachweise über Qualifikation des Personals, Referenzen und Anerkennung als Suchtberatungsstelle

Wie und bis wann?

Angebotsfrist: 28. August 2026, 10:00 Uhr (MESZ)Einreichung: schriftlich oder elektronisch über www.evergabe.deVertragsbeginn: 1. Januar 2027, erstes Vertragsjahr bis 31. Dezember 2027, automatische Verlängerung bis maximal 4 Jahre
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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 12 Tage bis zur Angebotsfrist — 28. August 2026
HEUTE
Termin / FristAUG2026 FEB AUG FEB AUG FEB AUG FEB AUG
Bieterfragen-Frist24. Aug. 2026
Angebotsfrist28. Aug. 2026
Bindefrist28. Aug. – 11. Sep. 2026
Zuschlag11. Sep. 2026
Vertragsbeginn1. Jan. 2027
Vertragslaufzeit1. Jan. – 31. Dez. 2027
Antrag Preisanpassungca. 31. Juli 2027
Kündigungsfristca. 1. Okt. – 31. Dez. 2027
Verlängerung 1ca. 1. Jan. – 31. Dez. 2028
Verlängerung 2ca. 1. Jan. – 31. Dez. 2029
Verlängerung 3ca. 1. Jan. – 31. Dez. 2030
Vertragsende31. Dez. 2030
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität3 Kriterien
Preis 50%Qualität 50%
  • Angebotspreis50%

    Der angebotene Preis (brutto) pro AKA/Jahr für die externe Suchtberatung.

  • Konzept zur Leistungserbringung40%

    Konzept zur Leistungserbringung mit Mindestinhalten gemäß Leistungsbeschreibung.

  • Qualitätssicherung10%

    Einhaltung aller geforderten Kriterien, Darstellung der Leistungsfähigkeit gemäß Anlage 2 (u.a. Eigenerklärungen zu Supervision, Fortbildung, Referenzen, Qualifikationsnachweise, Rahmenkonzeption).

KI-Hinweis: Zuschlagskriterien mit Gewichtungen (Preis 50%, Konzept 40%, Qualitätssicherung 10%) sind im Preisangebotsvordruck vollständig angegeben; die detaillierte Bewertungsmethode (z.B. Punkteskala) ist allerdings nicht hinterlegt.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Gegenstand und Rahmen

Auftraggeber: Justizvollzugsanstalt Görlitz, Postplatz 18, 02826 Görlitz

Gegenstand: Externe Suchtberatung von Gefangenen in der JVA Görlitz im Rahmen eines Versorgungsvertrags

Personalumfang: 1,0 Vollzeitstelle (z. Zt. 39 Stunden/Woche)

Zeitliche Aufteilung:

ca. 60 % der Arbeitszeit innerhalb der JVA (inkl. Begleitung in Therapieeinrichtungen, Fahrtzeiten werden nicht auf die Arbeitszeit angerechnet)ca. 40 % am Dienstsitz des Trägers für Verwaltung, Dokumentation, Supervision, Fortbildung und Fallbesprechungen

Vertragslaufzeit:

Beginn: 01.01.2027Erstes Vertragsjahr bis 31.12.2027Verlängert sich automatisch um jeweils 1 Jahr, wenn nicht mit mindestens 3 Monaten Frist zum Jahresende gekündigt wirdMaximale Gesamtlaufzeit: 4 Jahre (Ende ohne Kündigung: 31.12.2030)

Vergütung: Jährlicher Pauschalbetrag pro Vollzeitstelle, ausgezahlt in vier gleichen Quartalsraten (letzter Monat jedes Quartals: März, Juni, September, Dezember).

Aufgaben und Leistungen

Die Fachkraft erbringt folgende Leistungen für suchtkranke, suchtgefährdete Gefangene und deren Angehörige:

Mitwirkung bei Prävention in drei Stufen: universelle Prävention (für alle Gefangenen), selektive Prävention (für Risikogruppen, z. B. aus suchtbelasteten Familien), indizierte Prävention (für Gefangene mit problematischem Konsum)Diagnostik: körperliche und seelische Statuserhebung mit Test- und Interviewverfahren, daraus Behandlungsempfehlungen ableitenEinzelfallarbeit: Beratung, Information über Suchtproblematik, Förderung von Krankheitseinsicht und Motivation, Rückfall- und Vermeidungsstrategien, Anamnese für TherapiemaßnahmenGruppenarbeit: suchtspezifische Gruppenangebote (bis zu 12 Personen)Vorbereitung ambulanter/stationärer Therapie: Diagnostik, Motivation, Erstellung von Sozialberichten für Entwöhnungsbehandlung, auch bei Doppeldiagnosen und nach § 35 BtMGVermittlung in weiterführende Hilfen: Beantragung von Leistungen, Kontoklärung, Bekleidung, Leistungen zum Lebensunterhalt, Vermittlung in SelbsthilfegruppenKriseninterventionBegleitung in Therapieeinrichtungen (Terminabsprache, Anreise, Begleitung)Beratung der JVA-Mitarbeiter/innen zu suchtrelevanten ThemenKoordination: Teilnahme an Konferenzen, Informationsaustausch zu Legalprognose-Risikofaktoren, entlassungsübergreifende Vernetzung am WohnortPsychoedukation: Vermittlung von Fertigkeiten und Fähigkeiten für eine Therapie

Organisation, Dokumentation und Kooperation

Dokumentation: fortlaufende Dokumentation im Basis-Web (Termine, kritische Ereignisse, Therapieplanung); Dokumentation nach Vorgaben der Deutschen Suchthilfestatistik (DSHS)Evaluation: jährliche wissenschaftliche Auswertung (quantitativ und qualitativ, z. B. nach EBIS-System)Modulintegration: Erstellung standardisierter Steckbriefe für resozialisierungsfördernde Angebote, Integration in das sächsische Justizvollzugs-ModulsystemBerichterstattung: jährlicher schriftlicher Bericht an die JVATeilnahme: Fachdienstkonferenzen (mindestens quartalsweise), Vollzugs- und Eingliederungsplankonferenzen, Fallbesprechungen, halbjährlicher Erfahrungsaustausch im Fachausschuss 'Externe Suchtberatung' der Sächsischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren e.V., mindestens 1 Gespräch pro Jahr mit der AnstaltsleitungKooperationspartner: sozialpsychiatrischer Dienst, aufnahmeverpflichtetes Krankenhaus, Suchtfachklinik, Fachdienste der JVA, externe Therapieträger

Vertretung: Sicherstellung der Vertretung im Urlaubs- und Krankheitsfall

Qualitätssicherung: Bereitschaft zur Teilnahme an Qualitätssicherungsmaßnahmen, wöchentliche Fallbesprechungen im Team, 10 Stunden Einzel- oder Gruppensupervision pro Jahr, mindestens 1 Weiterbildung pro Jahr zum Thema Arbeit mit suchtkranken Gefangenen, Schulungen zur Suizidprävention und Deeskalation

Räumliche Voraussetzungen (von der JVA gestellt): Personensicherungssystem, Büroarbeitsplatz mit Internet/Intranet (Basis-Web), abschließbarer Schrank, blick- und schallgeschützter Beratungsplatz mit Telefon und Flipchart, Gruppenraum (bis 12 Personen) mit Moderationsmaterial, Zugang zu Dolmetscherleistungen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Persönliche und wirtschaftliche Eignung des Bieters

Eigenerklärung zur Eignung oder PräqualifizierungsnachweisEigenerklärung gemäß § 6 Abs. 3 Satz 2 VOL/A: keine Insolvenz, keine Liquidation, keine wirksamen Berufs- oder Gewerbeuntersagungen, keine einschlägigen strafrechtlichen Verurteilungen, keine Verstöße gegen Schwarzarbeits-/Sozialversicherungs-/MindestlohnrechtBei Auftragssumme ab 30.000 € netto: Auszug aus dem Gewerbezentralregister wird vom Auftraggeber angefordertErfüllung der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen PflichtenFür Bietergemeinschaften: alle Nachweise je Mitglied

Institutionelle Anerkennung als Suchtberatungsstelle

Anerkennung als Suchtberatungs- und -behandlungsstelle durch einen TrägerAnerkennung als Suchtberatungsstelle durch die deutschen Rentenversicherungsträger des jeweiligen Landkreises bzw. der jeweiligen kreisfreien Stadt (Görlitz)Mitgliedschaft in der zuständigen Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft (PSAG) gemäß § 7 SächsPsychKGTräger darf keinen Betroffenen aus der Versorgung aussließen (Art/Schwere der Erkrankung)

Fachliche Qualifikation des eingesetzten Personals (Ausschlusskriterium)

Mindestens eine einzusetzende Fachkraft muss folgende Voraussetzungen erfüllen:

Pflichtabschluss (eine der Optionen):

Diplom-Sozialarbeiter/Diplom-Sozialpädagoge oderSozialarbeiter/Sozialpädagoge (BA, Bachelor, Master)

UND mindestens eine der folgenden Qualifikationen:

Zusatzausbildung zum Suchtberater mit DRV-Anerkennung, oderZusatzausbildung zum Suchtberater ohne DRV-Anerkennung, oderim fortgeschrittenen Stadium einer Zusatzausbildung befindlich, odernachgewiesene Tätigkeit in der Suchtberatung über 5 Jahre

Berufliche Vorerfahrung im Suchtbereich ist wünschenswert. Der Qualifikationsnachweis ist vor Vertragsunterzeichnung zu erbringen.

Empfohlene Zusatzqualifikationen (laut Rahmenkonzeption):

Mehrjährige Berufserfahrung in der SuchthilfeBegonnene oder abgeschlossene Weiterbildung zur/m psychologischen Psychotherapeut/in, Fachpsychotherapeut/in, Suchttherapeut/in (analytisch, tiefenpsychologisch oder verhaltenstherapeutisch) oder systemischen Therapeut/in

Organisatorische Eignung und Bereitschaften

Wirtschaftliches, bedarfsgerechtes Arbeiten nach modernen fachlichen Standards; Mitwirkung an der WeiterentwicklungBereitschaft zur vertrauensvollen Zusammenarbeit und flexiblen Reaktion auf geänderte AnforderungenBereitschaft zur Koordination mit den Fachdiensten im VollzugBereitschaft zur Erstellung modularer Steckbriefe für resozialisierungsfördernde AngeboteSicherstellung der Vertretung im Urlaubs- und KrankheitsfallBereitschaft zur Teilnahme an Qualitätssicherungsmaßnahmen (wöchentliche Fallbesprechungen, 10 Std./Jahr Supervision, mind. 1 Weiterbildung/Jahr, halbjährlicher Fachausschuss, Fachdienstkonferenzen, Gespräch mit Anstaltsleitung)

Referenzen und Fortbildung

Referenzen (Ausschlusskriterium):

3 vergleichbare Referenzen von öffentlichen Auftraggebernaus den letzten 3 Jahrenmindestens 1 Referenz muss Maßregelvollzug, psychiatrische Einrichtungen oder Justizvollzugseinrichtungen betreffenPflichtangaben je Referenz: Leistungsumfang, Vertragsdauer, Auftraggeber, Auftragssumme, Ansprechpartner (Name, Telefon, E-Mail)

Fortbildung:

Nachweise über Weiterqualifizierungsmaßnahmen/Fortbildungen der letzten 3 Jahre
Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: letzte 3 JahreVolumen: nicht spezifiziert

Vergleichbare Suchtberatungsleistungen für öffentliche Auftraggeber

Mindestens 1 Referenz aus Maßregelvollzug, psychiatrischen Einrichtungen oder Justizvollzugseinrichtungen. Pflichtangaben je Referenz: Leistungsumfang, Vertragsdauer, Auftraggeber, Auftragssumme, Ansprechpartner (Name, Telefon, E-Mail). Ausschlusskriterium bei Fehlen.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 27%4–10 · 45%11+ · 28%
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Eigenerklärungen
Fachliche Nachweise & Konzepte
Referenzen
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Justizvollzugsanstalt Görlitz
Ort
02826 Görlitz, Sachsen
Kategorie
Sachsen
Veröffentlicht
Angebotsfrist

Erfüllungsort

Ort der Leistung
02826 Görlitz
Sachsen

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