Adam-Kraft-Straße 2 - Starkstromanlagen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Nürnberg vergibt im offenen Verfahren die kompletten Elektroinstallationsarbeiten (Gewerk Starkstromanlagen A4) für die Generalsanierung der denkmalgeschützten Grundschule St. Johannis an der Adam-Kraft-Straße 2 in Nürnberg (90419). Geboten wird alles aus einer Hand: Demontage der alten Elektrik, komplette Neuinstallation über zwei Bauabschnitte (BA1: 02/2027–07/2027, BA2: 04/2027–12/2028), NSHV-Hauptverteilung, Unterverteiler, LED-Beleuchtung, Sicherheitsbeleuchtung, KNX-Gebäudeautomation, Blitzschutz, Brandmelde- und ELA-Anlage, passive Datennetz-Verkabelung, Notruf-, Türsprechanlage, Veranstaltungstechnik in der Turnhalle sowie eine Photovoltaikanlage mit 54 Modulen. Optional wird eine 4-jährige Wartung/Inspektion angeboten (separate Beauftragung, Preise fließen in die Wertung ein).
Angebote sind ausschließlich elektronisch über die Deutsche eVergabe-Plattform einzureichen bis spätestens 09.11.2026, 09:30 Uhr. Bindefrist: 30 Tage nach Angebotsabgabe. Bauausführung vom 24.02.2027 bis 15.12.2028.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis gemäß Bekanntmachung und Vergabeunterlagen (Bewertungsmethode: Niedrigster Preis)
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenDemontage und vorbereitende Arbeiten
Im 2. Bauabschnitt wird die bestehende Elektroinstallation vollständig zurückgebaut: Freischaltung der Verteiler (ca. 120 h), Demontage von Leuchten, Schaltern, Steckdosen, Kabelkanälen, Kabeln und Verteilern, alten Handmeldern sowie alle vorbereitenden Schlitz- und Durchbrucharbeiten (Schlitze für 1–4 Leitungen, Leerrohrschlitze, Aussparungen für Gerätedosen, Kernbohrungen). Gerüststellungen u.a. für die Turnhalle (220 m², 5 m hoch) und in Bereichen >3,5 m Arbeitshöhe sind enthalten.
Niederspannungshauptverteilung (NSHV) und Unterverteilungen
Neuer Hausanschluss mit ca. 220 kVA, NSHV mit Hauptverteilfeld und Zuleitung 2×4×185 mm², 2 Hauptverteilern, ca. 16 Unterverteilern und ca. 20 Tafelkleinverteilern. Sämtliche Schutzorgane (FI/LS), Rangierverteiler und Klemmenpläne sind enthalten.
Kabel- und Leitungsnetz
Verlegung von Kabeltrassen, Installationsrohren (PVC-U, Alu), Kabelkanälen und Brüstungskanälen. Leitungen u.a.: NYM-J, NYCWY, N2XH-J (Funktionserhalt), HSLH-JZ, LiYCY, YSLY-JB, Bus-KNX TP. Inkl. Potentialausgleich und Erdung im gesamten Gebäude.
Beleuchtung und Sicherheitsbeleuchtung
LED-Beleuchtung 4000 K mit Präsenzmeldern, Beleuchtungsstärken nach DIN EN 12464-1. Beispiele aus dem LV: 336 Pendelleuchten Klassenzimmer, 76 LED-Feuchtraumleuchten, 12 Anbauleuchten Turnhalle, 25 Einbauleuchten Küche, 120 Anbauleuchten Flure/Treppenhäuser, Außenleuchten, Wand-/Deckenleuchten, Spiegelleuchten, Einbauleuchten WCs (z.B. 80 St.). Sicherheitsbeleuchtung: 70 Rettungszeichenleuchten, 60 Sicherheitsleuchten in Bereitschaftsschaltung, 10 Einzelbatterie-Sicherheitsleuchten; Stromversorgung über Gruppenbatterieanlagen (500 W/3 h und 300 W/3 h); Messung der Sicherheitsbeleuchtung bei Dunkelheit.
Photovoltaikanlage
PV-Anlage mit 54 Modulen, 3-phasiger Wechselrichter, NA-Schutz, Einspeisemanagement, Monitoring. Lieferung Modultrageprofile, String-Boxen und Anschluss durch den Auftragnehmer; Module selbst werden bauseits gestellt.
KNX-Gebäudeautomation
KNX-Busleitung gesamt ca. 1.050 m, Binäreingabegeräte (4-/8-fach), Szenenbausteine, Schaltaktoren (4-/8-fach), Überspannungsfeinschutz, Bewegungsmelder, Präsenzmelder, Grafik-Display, Taster. DALI-Schnittstellen für die Leuchtensteuerung, Programmierung vor Ort nach Kundenvorgabe, Übergabe der unverschlüsselten ETS-Projektdatenbank auf CD inkl. Datenbankschlüssel, Übergabe aller Passwörter, Fortschreibung des KNX-Lastenhefts.
Sicherheits-, Fernmelde- und IT-Anlagen (KG 450)
Türsprechanlage, Notrufanlage in Behinderten-WCs, ELA-Anlage, Brandmeldeanlage (BMA), passives Datennetz inkl. Glasfaseranbindung (Telekommunikation), Veranstaltungstechnik in der Turnhalle sowie brandentlastende Installationstechnik. Blitzschutz- und Erdungsanlage (außen + innen, Staffelschutz).
Brandschutzmaßnahmen
Kabelbeschichtungen, Mineralfaser-Schotts, Brandschutzkanäle I30/I90, Schottungen S90/S30, Schlitz- und Durchbrucharbeiten mit brandschutzgerechter Schließung, Foto-Doku aller Maßnahmen (DIN A4, laufend nummeriert), Kennzeichnungsschilder je Schott, bauaufsichtliche Zulassungen in Originalschriftgröße innerhalb 2 Wochen nach Auftragserteilung.
Außenanlagen
Außenbeleuchtung, Wippschalter, Steckdosen, CEE-Dosen, Kleinverteiler, NYY-Kabel und Kabelverlegung in vorhandenen Rohren/Kanälen.
Bauabschnitte, Termine und logistische Rahmenbedingungen
Ausführung in 2 Bauabschnitten: BA1 ab 24.02.2027 (Feinmontage OG2, danach OG1, EG, UG; BMA ab 16.04.2027), Abnahme BA1 am 13.07.2027. BA2 ab 04/2027, Abnahme BA2 am 16.12.2028. Lärmintensive Arbeiten wegen laufendem Schulbetrieb nur begrenzt vormittags. Montageplanung BA1 3 Wochen nach Zuschlagsschreiben, Montageplanung BA2 3 Wochen nach Architekten-Startfreigabe BA2; Kabeltrassen 1 Woche nach Montagefreigabe durch Hochbau.
Abgrenzung – nicht im Auftragsumfang
Küchengeräte (bauseits), Sonnenschutz MSR und Architektenleistung, Öffnungsflügel und Motorantrieb NRA (bauseits), PV-Module (bauseits). Die Verkabelung und elektrische Anbindung dieser Teile gehört nur soweit zum Auftrag, wie sie im LV Position beschrieben ist.
Dokumentation, Prüfung und Qualitätssicherung
Komplette Revisions-/Bestandsdokumentation: CAD-Installationspläne, Montage- und Werkstattpläne, Bestandspläne, Beleuchtungsberechnungen, Klemmenpläne, Funktionsschemata, Messprotokolle Schutzmaßnahmen, Niederschrift zur Prüfung gem. VOB DIN 1 B 382 § 3.1.4 inkl. DGUV V3, Brandschotts und Asbestfreiheit, Bedienungsanleitungen, Kalibriernachweise. Übergabe 3-fach Papier (DIN A4, glasfaserverstärkt) plus USB-Stick mit PDF, AutoCAD DWG/DXF.
Optionale Wartung / Inspektion (KG 495)
Jährliche Inspektion und Wartung der gesamten E-Anlage für 4 Jahre nach Fertigstellung. Separate Beauftragung bis 3 Monate nach Fertigstellung möglich. Die jährlichen Wartungspauschalen werden in der Wertung berücksichtigt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und personelle Eignung
Fachliche Eignung (Berufsregister)
Eintragung in das Berufs- oder Handelsregister des Sitzes/Wohnsitzes (HRA/HRB, Amtsgericht) oder in die Handwerksrolle bzw. IHK. Anstelle Einzelnachweis auch Präqualifikationsverzeichnis zulässig.
Referenzen
3 Referenzbescheinigungen für vergleichbare Elektro-Installationsarbeiten (Starkstrom, Beleuchtung, KNX, Sicherheitsbeleuchtung o.ä.) aus den letzten bis zu 5 Kalenderjahren, inkl. Ansprechpartner beim Auftraggeber, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenem Leistungsumfang, durchschnittlicher Mitarbeiterzahl, technischer/gerätespezifischer Anforderungen, Vertragsrolle und Auftraggeberbestätigung vertragsgemäßer Ausführung.
Ausschlussgründe und Integrität
Steuern, Abgaben und Sozialversicherung
Steuer- und Abgabenpflichten ordnungsgemäß erfüllt (Unbedenklichkeitsbescheinigung); Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft. Verpflichtung zu Tariftreue, Mindestlohn (AEntG, AGG, EntgTranspG), Sozialkassen und entsprechender Nachunternehmerverpflichtung; bei Verstößen gegen Mindestlohn gilt eine Vertragsstrafe von 1 % der Auftragssumme (max. 25.000 €, bei mehreren Verstößen max. 10 % / max. 250.000 €).
Bietergemeinschaften und Drittkapazitäten
Bietergemeinschaften zugelassen. Erforderlich: von allen Mitgliedern unterzeichnete Erklärung mit Bildung der ARGE im Auftragsfall, Mitgliederliste, bevollmächtigtem Vertreter, Vertretungsregelung gegenüber dem Auftraggeber und gesamtschuldnerischer Haftung. Bei Inanspruchnahme von Kapazitäten Dritter können Nachweise verlangt werden (Frist 6 Kalendertage).
3 Referenzbescheinigungen für vergleichbare Elektro-Installationsarbeiten (Starkstrom, Beleuchtung, KNX, Sicherheitsbeleuchtung o.ä.) aus den letzten bis zu 5 Kalenderjahren
Je Referenz: Ansprechpartner Auftraggeber, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, stichwortartige Beschreibung des eigenen Leistungsumfangs (inkl. Mengenangaben), durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen oder Baumaßnahmen (Neubau/Umbau/Denkmal), Vertragsrolle (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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