Altablagerungsstelle Dörnberg, ehem. Industrieabfalldeponie Laurenburg; Tagesbruch
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenBeratungs-, Planungs-, Begleit- und Auswertungsleistungen für die geotechnisch-altbergbauliche und hydrologische Untersuchung der ehemaligen Berge- und Flotationshalde bei Laurenburg.
Leistungen umfassen unter anderem Bestandsaufnahme, Untersuchungskonzept, Monitoring, Gefährdungsbeurteilung, Vorplanung sowie den Vergleich von mindestens drei Varianten. Die Ausschreibung ist nicht in Lose aufgeteilt.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis50%
Das günstigste Angebot erhält maximal 5 Punkte. Angebote bis zum doppelten niedrigsten Preis werden linear interpoliert; ein fiktives Angebot mit dem doppelten niedrigsten Preis sowie alle darüber liegenden Angebote erhalten 0 Punkte.
- Projektteam50%
Das Projektteam muss aus mindestens zwei Mitarbeitern bestehen. Für jedes Teammitglied sind Qualifikation und Berufserfahrung darzustellen. Die Wertung erfolgt anhand der Berufserfahrung im Bereich Altbergbau/Geotechnik, Umwelttechnik und Hydrogeologie; maximal sind 5 Punkte möglich.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektorganisation und Bestandsaufnahme
Sichtung, Ordnung und fachliche Auswertung der bereitgestellten Unterlagen sowie Erstellung einer Bestands- und Defizitanalyse. Die Geländeaufnahme umfasst unter anderem den Haldenkörper, Böschungen, das Regenrückhaltebecken, den Tagesbruch, das Hurbachtal, den Hurbachkanal sowie sichtbare Entwässerungseinrichtungen. Verformungen, Risse, Senken, Erosionen, Vernässungen und Wasseraustritte werden kartiert und dokumentiert. Ergebnisse sind in einem georeferenzierten Lageplan, Profilen und einer Fotodokumentation darzustellen.
Untersuchungs- und Monitoringkonzept
Erstellung eines abgestimmten Konzepts für geotechnisch-altbergbauliche und hydrologische Untersuchungen sowie für das Monitoring. Das Konzept legt Untersuchungsstellen, Messstellen, Messgrößen, Messverfahren, Messintervalle, Verantwortlichkeiten sowie Schwellenwerte und Alarm- und Meldewege fest. Berücksichtigt werden unter anderem Grundwasser, Porenwasserdruck, Wasserstände, Niederschlag, Setzungen, Verformungen, der Zustand des Hurbachkanals und mögliche Schwermetallbelastungen. Bohr-, Aufschluss- und Laborleistungen durch Dritte sind nicht Bestandteil dieses Auftrags.
Vergabeunterlagen und Begleitung von Erkundungsarbeiten
Erstellung fachtechnischer Vergabeunterlagen für später zu vergebende Aufschluss-, Messstellen-, Monitoring-, Labor- und Nebenleistungen. Dazu gehören Leistungsbeschreibungen, ein bepreisbares Leistungsverzeichnis, Mengenansätze, technische Vorbemerkungen, Pläne und Qualitätsanforderungen. Die Auftragnehmerin wirkt fachlich bei Bieterfragen, Angebotsprüfung und Vergabevorschlägen mit. Bei späteren Erkundungs- und Messstellenarbeiten werden Unterlagen geprüft, Arbeiten fachlich begleitet, Ergebnisse qualitätskontrolliert und digital im Anzeigeportal des LGB abgelegt.
Gefährdungsbeurteilung und Variantenvergleich
Die Untersuchungs- und Monitoringergebnisse werden zu einem ingenieurgeologischen, geotechnischen und hydrogeologischen Standortmodell verarbeitet. Daraus werden maßgebende Bemessungssituationen, Standsicherheitsberechnungen, Szenarien, Einwirkungsbereiche, Risikoeinstufungen, Unsicherheiten und Handlungsempfehlungen abgeleitet. Tagesbruch, Hohlraum- und Kanalzustand sowie Verbrüche, Erosion, Suffosion und Stauprozesse werden beurteilt. Mindestens drei sinnvoll unterscheidbare Varianten für Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen werden auf Vorplanungsniveau verglichen, einschließlich technischer Randbedingungen, Umsetzbarkeit, Unterhaltungsbedarf, verbleibender Risiken und Grobkostenschätzung. Detail- und Ausführungsplanung sowie die Begleitung späterer Bauleistungen sind nicht enthalten.
Berichte, Termine und Datenübergabe
Nach Abschluss der Bestandsaufnahme und Festlegung des Konzepts ist ein Zwischenbericht zu erstellen. Für das laufende Monitoring sind monatliche Kurzberichte über die Messdaten, Niederschläge und Sichtkontrollen vorgesehen; auffällige Messwerte und Funktionsausfälle sind unverzüglich zu melden. Die Leistung umfasst außerdem Ergebnis- und Entscheidungsvermerke sowie regelmäßige Besprechungen und anlassbezogene Ortstermine im Raum Koblenz und im Bereich der Flotationshalde Laurenburg. Berichte sind als PDF, Pläne zusätzlich in bearbeitbarem GIS-, Raster- oder Vektorformat und Messdaten in tabellarischer Form zu übergeben. Bedarfsleistungen dürfen nur nach vorheriger schriftlicher Beauftragung erbracht werden.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Qualifikation und Projektteam
Das Projektteam muss aus mindestens zwei Mitarbeitern bestehen. Für jedes Teammitglied sind Qualifikation, Berufserfahrung und Referenzprojekte aus den Bereichen Altbergbau, Geotechnik, Umwelttechnik und Hydrogeologie darzustellen. Erfahrungen mit Flotationshalden sind besonders zu berücksichtigen. Eine verantwortliche Projektleitung ist zu benennen.
Referenzen und Versicherung
Geeignete Referenzprojekte müssen seit dem 01.01.2016 bearbeitet worden sein und die in der Eignungserklärung genannten Leistungsbereiche abdecken. Für jedes Projekt sind Empfänger, Ansprechpartner, Leistungszeit und Rechnungswert anzugeben. Die Berufshaftpflichtversicherung ist durch eine Eigenerklärung nachzuweisen. Ein Mindest-Rechnungswert für Referenzen ist nicht festgelegt.
Erklärungen und Nachunternehmer
Erforderlich sind die KMU-Eigenerklärung, die Scientology-Schutzerklärung sowie die je nach Anwendbarkeit erforderliche LTTG-Erklärung. Nachunternehmer sind bereits bei Angebotsabgabe zu benennen und müssen die einschlägigen Anforderungen erfüllen. Bietergemeinschaften, Eignungsleihe und die Einbindung qualifizierter Nachunternehmer sind zugelassen, sofern die Verfügbarkeit der erforderlichen Mittel nachgewiesen wird.
Zugang und Eignungsvoraussetzungen
Die Teilnahme am Ortstermin zur Besichtigung der Örtlichkeit ist zwingende Voraussetzung für die Angebotsabgabe. Nebenangebote sind nicht zugelassen. Konkrete quantitative Schwellenwerte für Umsatz, Unternehmensgröße oder Referenzaufträge werden nicht genannt.
Geotechnische, altbergbauliche und hydrogeologische Untersuchungen zur Standsicherheitsbeurteilung von Halden oder vergleichbaren Erdbauwerken; Konzeption und Auswertung geotechnischer und hydrologischer Monitoringsysteme; Untersuchungen und Maßnahmen im Altlastenbereich. Erfahrungen mit Flotationshalden sollen besonders kenntlich gemacht werden.
Für jedes Projekt sind der öffentliche oder private Empfänger, ein Ansprechpartner, die Leistungszeit und der Rechnungswert anzugeben. Die Vorlage erfolgt mittels Eigenerklärung.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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