Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie AOK Bayern – Die Gesundheitskasse schreibt den Ersatzneubau ihrer Direktion in Hof (Ernst-Reuter-Straße 117) als schlüsselfertige Generalunternehmerleistung EU-weit im Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb aus.
Das neue Bürogebäude umfasst 95 Arbeitsplätze, ein Untergeschoss (Lager, Archive), ein Erdgeschoss mit Kundenverkehr sowie drei Obergeschosse mit flexiblen Büroräumen, 42 Stellplätze und ist barrierefrei nach DIN 18040/Teil 1 auszuführen.
Zum Auftrag gehören alle noch zu erbringenden Planungsleistungen (Objektplanung, Fachplanung TGA, Tragwerk, Bauphysik) sowie die komplette schlüsselfertige Bauausführung inklusive Abbruch, Verfüllung, Gebäudetechnik (HLS, Lüftung, Elektro, PV mit Speicher, Blitzschutz, Brandwarnanlage, Zutrittskontrolle) und Instandhaltung/Wartung.
Geschätzter Auftragswert: ca. 8.500.000 EUR. Bauzeit ca. 20 Monate (voraussichtlich 13.04.2027 bis 19.12.2028). Die Bewerbung erfolgt in zwei Stufen: zunächst Teilnahmewettbewerb bis 07.10.2026, danach Angebotsabgabe bis 19.01.2027.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis75%
Der Angebotspreis wird mittels linearer Interpolation in Punkte umgerechnet: Das niedrigste Angebot erhält 5 Punkte, ein Angebot mit der halben oder höheren Summe als das niedrigste erhält 0 Punkte. Dazwischen wird linear interpoliert. Das Angebot mit der höchsten Gesamtpunktzahl erhält den Zuschlag.
- Qualität, technischer Wert und Nachhaltigkeit8%
Oberkriterium Qualität, technischer Wert und Nachhaltigkeit
- Auftragsbezogenes Konzept zum Ablauf der Baudurchführungsphase10%
Oberkriterium Konzept zum Ablauf der Baudurchführungsphase
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftragsgegenstand und Vertragsrahmen
Generalunternehmerleistung (Totalunternehmer) für den Ersatzneubau der AOK-Direktion in Hof (Ernst-Reuter-Straße 117, 95030 Hof). Der Auftragnehmer erbringt sämtliche Planungs- und Bauleistungen schlüsselfertig in Eigen- oder Nachunternehmerverantwortung. Vertragsbestandteile sind u.a. die Funktionale Leistungsbeschreibung, die Vertragsbedingungen (2151.FLB.H), das Angebotsschreiben, die Preistabelle sowie die Wartungs- und Instandhaltungsbestandteile. Geschätzter Auftragswert ca. 8.500.000 EUR. Pauschalfestpreis; im Preis enthalten sind u.a. alle Kosten/Gebühren, das Mengen- und Genehmigungsrisiko, die Bauzwischenfinanzierung und ein GU-Zuschlag. Vertragserfüllungsbürgschaft 5 %, Gewährleistungsbürgschaft 3 % des Investitionsvolumens. Bauzeit ca. 20 Monate (voraussichtlich 13.04.2027 – 19.12.2028).
Planungsleistungen (LPH 5 HOAI und ergänzend)
Vom Auftragnehmer sind alle noch zu erbringenden Planungsleistungen nach Maßgabe der FLB zu erbringen, insbesondere:
Mit dem Angebot sind Konzept-Terminpläne für Planung und Bauausführung vorzulegen.
Baumaßnahmen und Bauphasen
Das Bauvorhaben gliedert sich in drei Bauphasen, die im laufenden Betrieb der AOK umzusetzen sind:
1. Teilabbruch der vorhandenen Kundenhalle und des medizinischen Dienstes.
2. Neuerrichtung des Bürogebäudes an gleicher Stelle; das bestehende Hochhaus wird währenddessen als Interimsgebäude weitergenutzt. Inklusive Erdarbeiten/Baugrube, Verfüllung der Baugrube mit RC-Material, Gründung, WU-Konstruktion (Weiße Wanne), Außenwände (Aluminium-Pfosten-Riegel-Fassade mit 3-fach-Verglasung, RC2), Innenwände (Stahlbeton/Mauerwerk, Trockenbau, System- und Glastrennwände), Innentüren, Treppenhausausstattung, automatische Schiebetüren, Decken und Böden (Hohlraumboden in Büros, Doppelboden in IT-Räumen, Teppichboden, Fliesen, Beschichtungen), Dächer (Extensivdach mit PV-Anlage, Dachentwässerung, Blitzschutz, Absturzsicherung, Taubenschutz, Treppengeländer).
3. Umzug der AOK in den Neubau, anschließender vollständiger Abriss des Altkomplexes und Landschaftsgestaltung. Außenanlagen sind laut FLB aus dem Auftrag ausgenommen ("ohne Außenanlagen").
Zwischen- und Anlieferungslogistik (Bauzaun, Tunnelzugang mit Beleuchtung, Gerüst mit Staubschutz, BE-Flächen) ist Sache des AN. Kampfmittelrisikoprüfung liegt vor; weitere Erkundung/Beseitigung ggf. nach BFR KMR.
Technische Gebäudeausrüstung (TGA)
Vollständige HLS- und Elektrotechnik inklusive Steuerung/Regelung (MSR/GLT), u.a.:
Fabrikatsangaben für PV-Module, Wechselrichter, Energiespeicher sind mit dem Angebot vorzulegen. Richtfabrikate je Bauteil sind in den Leitprodukten (Anlage 12) verbindlich vorgegeben; gleichwertige Abweichungen sind schriftlich anzuzeigen.
Instandhaltung und Wartung
Der Auftrag umfasst auch Instandhaltungsleistungen (Wartung und Inspektion) nach Vertragsmuster und AMEV-Wartungskarten für u.a.: lufttechnische Anlagen, Beleuchtung, mobile Trennwände, Brandschutztüren/elektronische Türen, Absturzsicherung, Fenster, Sonnenschutz, Dach (10 Jahre Gewährleistung), Sanitär/Abwasser/Wasser, Wärmeversorgung, Lüftung/Brandschutzklappen, Rigole/Sedimentationsanlage, Aufzug, Kälteanlagen, Gebäudeautomation (MSR/GLT), PV-Anlage, Niederspannungsschaltanlagen, Sicherheitsbeleuchtung, Hausalarm, Blitzschutz. Laufzeiten staffeln sich in 4-Jahres- und 5-Jahres-Wartungsverträge. Mit dem Angebot ist ein Verzeichnis der wartungspflichtigen Bauteile (zwingend/empfohlen) gemäß AMEV und Anlage 14 vorzulegen; der Angebotsteil Instandhaltung muss wertbar sein, sonst Ausschluss des Gesamtangebots.
Abnahme, Probebetrieb, Dokumentation
Probebetrieb mindestens 3 Wochen, nach Leistungsfeststellung 2 Wochen vor Probebetrieb. Vorbegehung 2 Wochen nach baulicher Fertigstellung. Abnahmeterminplan 4 Wochen vor baulicher Fertigstellung vorlegen, Abstimmung 2 Wochen. Dokumentationsunterlagen 20 Werktage nach Verlangen. Mängelansprüche: 4 Jahre allgemein, 10 Jahre für Abdichtungsarbeiten. SiGe-Koordination erfolgt eigenverantwortlich durch den AN; Benennung des SiGe-Koordinators 24 Werktage vor Baubeginn, Benennung leitender Projektbeteiligter 4 Wochen nach Vertragsabschluss.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenEignungskriterien im Teilnahmewettbewerb (Wertungsmatrix)
Die Bewertung im Teilnahmewettbewerb erfolgt nach einer einheitlichen Matrix: jedes Kriterium wird mit 1–3 Punkten bewertet (3 = optimal, 2 = überdurchschnittlich, 1 = Mindestanforderung erfüllt); bei 0 Punkten wird die Bewerbung nicht berücksichtigt. Es werden drei Leistungsbereiche gewichtet:
Referenzen dürfen nicht älter als 01.01.2021 sein (Stichtag: abgenommene Leistung LPH 8 bzw. Bauabnahme). Für die Wertung werden gezählt: 2 Ref. = 1 Pkt., 3 Ref. = 2 Pkt., ≥4 Ref. = 3 Pkt.
Fachliche Mindestanforderungen (Referenzen)
Vergleichbar sind Neubauten von Verwaltungsgebäuden mit BGF > 3.000 m².
Für jede Referenz ist eine Referenzbescheinigung (bei Los 3 Formblatt 444) vorzulegen. Personalien und Qualifikationen sind im ADH-Bewerberformular zu erklären.
Personelle Anforderungen
Qualifizierte Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt letzte 3 Geschäftsjahre 2023–2025, in Vollzeitäquivalenten):
Projektleiter-Berufserfahrung: Architekt/Dipl.-Ing. mit entsprechender Fachrichtung; Bewertung bis 5 J. = 0, bis 10 J. = 1, bis 15 J. = 2, ab 15 J. = 3 Punkte (Los 1/2); Los 3 bis 10 J. = 1, bis 15 J. = 2, ab 15 J. = 3 Punkte. Bei Bietergemeinschaften werden Mitarbeiterzahl und Umsatz addiert.
Wirtschaftliche Anforderungen (Umsatz)
Gesamtumsatz netto im Durchschnitt der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2023–2025), je Leistungsbereich:
Allgemeine Eignung nach Formblatt 124 (Eigenerklärung)
Mit der Eigenerklärung zur Eignung bzw. EEE sind u.a. nachzuweisen:
Bei Auftragssumme ≥ 30.000 € netto fragt der Auftraggeber beim Wettbewerbsregister nach.
Sanktionsausschluss Russland (Formblatt 127)
Bieter dürfen nicht unter die Russland-Sanktionen gemäß Art. 5k VO (EU) Nr. 833/2014 i.d.F. VO (EU) 2022/576 fallen. Dies umfasst russische Staatsangehörige/in Russland niedergelassene Personen, juristische Personen mit >50 % russischer Beteiligung, im Namen russischer Organisationen Handelnde sowie Eignungsverleiher/Nachunternehmer/Lieferanten mit Russlandbezug über 10 % des Auftragswerts (sofern keine Ausnahme nach Art. 5k Abs. 2). Eine unterzeichnete Eigenerklärung (Formblatt 127 bzw. RUS-Sanktionen-Anschreiben) ist zwingend mit dem Angebot abzugeben.
Versicherungsnachweis
Mit dem Angebot ist der Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung zu erbringen mit folgenden Mindestdeckungssummen:
Eignungsleihe / Nachunternehmer / Bietergemeinschaft
Vorgesehene Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen sind im Teilnahmeantrag/Angebot zu benennen; bei Eignungsleihe oder Nachunternehmereinsatz sind Formblätter 235, ggf. 236 (Verpflichtungserklärung) und auf Verlangen 2370.FLB (Verpflichtungserklärung vorzeitige Vertragsbeendigung) vorzulegen. Bei wirtschaftlicher/finanzieller Eignungsleihe haften Auftragnehmer und verliehendes Unternehmen gesamtschuldnerisch. Bietergemeinschaften benennen einen bevollmächtigten Vertreter und haften gesamtschuldnerisch (Formblatt 234/11314).
Vergleichbare Referenzen als Generalunternehmer für schlüsselfertige Errichtung von Verwaltungsgebäuden (Hochbau) mit Rohbau, Ausbau und Technischen Anlagen
Neubauten Verwaltungsbau BGF > 3.000 m² als Generalunternehmer mit Rohbau, Ausbau und Techn. Anlagen; pro Referenz Formblatt 444 (Referenzbescheinigung) inkl. Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeiterzahl, Bestätigung des Auftraggebers
Persönliche Referenz des Projektleiters Bauen – mindestens ein GU-Projekt mit schlüsselfertiger Errichtung (KGR 300 + 400)
GU-Projekt mit schlüsselfertiger Errichtung (KGR 300 + 400); Berufserfahrung Projektleiter Bau bis 10 J. = 1 Pkt., bis 15 J. = 2 Pkt., ab 15 J. = 3 Pkt.