Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung (VOB/A) der Stadt Halberstadt für den Ausbau der Radwegeverbindung im Ortsteil Schachdorf Ströbeck, 3. Bauabschnitt (Bahnhofstraße).
Kern der Baumaßnahme: Auf ca. 1.300 m Länge wird das bestehende Großpflaster in der Mitte auf ca. 3 m Breite aufgenommen und durch einen Asphaltstreifen ersetzt. Beidseitig verbleibt je ein 0,5 m breiter Pflasterstreifen. Die Strecke wird als Fahrradstraße gewidmet und entsprechend beschildert. Ausführung unter Vollsperrung.
Gefordert werden u.a.:
Angebotsabgabe: ausschließlich elektronisch über evergabe.de in Textform, Frist 10.09.2026, 10:30 Uhr. Ausführungszeitraum: 01.10.2026 – 30.11.2026. Zuschlagskriterium: niedrigster Preis. Keine Lose.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und allgemeine Leistungen
Einrichten, Vorhalten, Betreiben und Räumen der Baustelle sowie Herstellen und Rückbau eines Zwischenlagers (ca. 1.000 m², mit Folie, Sandschicht, Probenahme-/Verladflächen und Entwässerung).
Aufstellen eines Baustelleninformationsschildes (ca. 2,70/2,00 m) inkl. Fundament und statischem Nachweis nach Vorgaben des AG.
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination (SiGeKo): Der SiGeKo wird vom Auftraggeber gestellt; der Auftragnehmer hat Zuarbeit zu leisten.
Verkehrssicherung
Aufbau, Vorhalten und Abbau einer langfristigen Verkehrssicherung nach RSA Regelplan B I/15 für die gesamte Bauzeit unter Vollsperrung.
Aufstellen und Umsetzen von 6 Verkehrsschildern (Folie RA2, 2,00 m hoch) für ca. 3 Monate, Aufstellen von 20 Absperrschranken (250×2000 mm, RA2, mit 3 Strahlern) für die gesamte Bauzeit, tägliche schriftliche Kontrolle der Verkehrssicherung (ca. 100 Tage).
Einholen der verkehrsrechtlichen Anordnung und Erstellung der zugehörigen Planunterlagen nach Unterlagen des AG.
Bedarfsweise Errichtung einer Lichtsignalanlage (gesondert vergütet).
Dokumentation und Prüfungen
Durchführung von 6 Plattendruckversuchen nach DIN 18134 und 6 dynamischen Lastplattendruckversuchen nach TP BF-StB Teil B 8.3 (Kontrollprüfungen); das Prüflabor muss in Sachsen-Anhalt zugelassen sein, Prüfberichte 2-fach.
Erstellung eines Abfallverwertungskonzepts inkl. Abfallliste als Excel-Datei sowie Genehmigung und Abnahme durch den Landkreis Harz.
Durchführung von 2 Deklarationsanalysen gemäß EBV (Ersatzbaustoffverordnung): Probenahme, Transport zum akkreditierten Prüflabor, chemische Untersuchung und Prüfbericht.
Anlage von 5 Höhen- und Lagefestpunkten.
Fotodokumentation des Bauablaufs (digital, mind. 1024×768 Pixel, 4-fach, je eine Ausfertigung je AG).
Erstellung eines Bauablaufplans mit Personalstärke und Mittelabfluss.
Bestandsvermessung der Fahrbahn und Seitenbereiche in Lage und Höhe, Übergabe als PDF und DWG/DXF.
Bereitstellung eines Belastungsfahrzeugs für ca. 6 Stunden.
Oberbauarbeiten – Radweg
Herstellen des Lichtraumprofils auf ca. 100 m (bis 4,50 m Höhe) inkl. Baumstammschutz (42 Stück, StU 50–100 cm, 2,00 m hoch) im Bereich Station 0+820–0+900.
Aufnehmen der bestehenden Natursteinpflasterdecke (Basalt, Kantenlänge > 12 cm): ca. 1.350 m² zur Wiederverwendung, ca. 4.000 m² zur Verwertung; ebenso Aufnehmen der Schicht ohne Bindemittel (4.000 m²).
Aufnehmen von 6 vorhandenen Verkehrsschildern.
Profilieren der Unterlage auf 5.350 m² (EV2 ≥ 80 MPa).
Herstellen der Schottertragschicht auf 5.350 m²: 0/32, 30 cm dick, EV2 120 MPa, Belastungsklasse Bk100.
Bodenaustausch 100 t (Naturgestein 0/63 mm, gebrochen).
Pflasterarbeiten
Wiedereinbau der Natursteinpflasterdecke mit Großpflastersteinen aus Basalt (160/160/160 mm, Diagonalverband, Bk1,8) auf 1.350 m² – Steine werden vom Auftraggeber gestellt.
Anpassungsarbeiten in 10 Teilflächen (je bis 0,5 m²).
Beidseitig des Asphalts verbleibt je ein 0,5 m breiter Pflasterstreifen.
Asphaltbauweisen
Asphalttragschicht AC 32 T N auf 4.000 m², 8 cm dick (Sorten 50/70 und 50/80).
Asphaltdeckschicht AC 8 D N auf 4.000 m², 4 cm dick (Sorten 70/100 und 50/80).
Aufspühen einer Bitumenemulsion C40B5-S auf 4.000 m² (200–300 g/m²).
Abstumpfungsmaßnahme auf 4.000 m² (1 kg/m², LFK 1/3).
Trennen von Asphaltflächen (15 m, 30 m und 2.600 m), Herstellen von Fugen (15 m).
Berücksichtigung von Erschwernissen durch Einbauten (10 Stück).
Bankettarbeiten
Bankett schälen auf 2.600 m Länge (bis 1,00 m breit, 5–10 cm tief).
Bankett profilgerecht herstellen auf 2.600 m Länge mit Material C 90/3 (5–10 cm).
Ausstattung und Beschilderung
Aufstellen von 6 Rohrpfosten (Länge 2.500–3.000 mm, St 76,1/2,9 mm).
Anbringen von Verkehrsschildern: je 2 Stück Ronde, Dreieck, Quadrat und Zusatzzeichen (Höhe 1 und 3), Folie RA2, 2 mm Alu, mit Klemmschellen.
Aufbringen von 2 Markierungszeichen Typ II (weiß, Kaltplastik, P7).
Ausstattung als Fahrradstraße mit Piktogrammen und Beschilderung an Bauanfang und bei Station 1+300.
Anpassungsarbeiten
Herstellen einer 3-zeiligen Muldenrinne aus Naturstein (Basalt 160/160/160, Fuge Typ A) auf 15 m Länge am Bestandsanschluss innerorts.
Trennen und Fräsen von Asphalt (35 m², 4 cm) sowie Herstellen der Asphaltdeckschicht im Handeinbau (35 m², Bk0,3–Bk1,0).
Aufnehmen von 105 m² Natursteinpflaster zur Wiederverwendung und Wiederherstellen der Pflasterdecke mit Epoxidharzfuge (Bk1,8).
Herstellen des Fugenvergusses im Aufweitungsbereich (Schwerlastzufahrten, 20 m² und 23 m²).
Entsorgung
Entsorgung von nicht gefährlichem Abfall (Bankettschälgut) auf Fahrzeug: ca. 2.100 m³.
Entsorgung von Aushubmaterial und Altbaustoffen gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz, Ersatzbaustoffverordnung und elektronischem Abfallnachweisverfahren (eANV).
Vermessung und baubegleitende Dokumentation
Absteckung, Kleinpunkte und Aufmaß durch den Auftragnehmer nach ZTV Verm-StB 01.
Erstellung von Abrechnungszeichnungen mit der Schlussrechnung.
Tägliche Bautagesberichte.
Eigenüberwachungsprüfplan (vorzulegen zur Bestätigung durch Bauoberleitung/Bauüberwachung).
Vorlage eines Bauzeitenplans 14 Tage nach Zuschlag, eines Einbau- und Logistikkonzepts (ZTV-StB LSBB ST 21) 1 Woche vor Asphalteinbau und eines Prüfplans für Gegenpole 14 Tage vor Oberbauarbeiten.
Vorlage der Materialnachweise spätestens 8 Tage vor Einbau.
Vorankündigung beim Gewerbeaufsichtsamt 1 Woche vor Baustelleneinrichtung.
Anzeige des Einbaus mineralischer Ersatzbaustoffe bei der unteren Abfallbehörde 4 Wochen vorher.
Erstellung der Verkehrszeichenpläne nach Zuschlag mit Antrag auf verkehrsbehördliche Anordnung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenWirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe der Umsätze der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre (2022, 2023, 2024, ggf. 2025), soweit sie mit der ausgeschriebenen Leistung vergleichbar sind (Erklärung im Formblatt 124 HBS).
Ein Mindestumsatz ist nicht spezifiziert.
Erklärung über die ordnungsgemäße Entrichtung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Erklärung, dass in den letzten 5 abgeschlossenen Kalenderjahren vergleichbare Leistungen erbracht wurden (Referenzen Ref-HBS 3).
Bei Präqualifikation müssen die hinterlegten Referenzen mit der ausgeschriebenen Leistung übereinstimmen; andernfalls sind zusätzliche Referenzen einzureichen.
Ausweisung der durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten 3 Kalenderjahre (2023–2025), gegliedert nach Lohngruppen, mit separater Ausweisung des technischen Leitungspersonals.
Durchführung der Plattendruckversuche durch ein in Sachsen-Anhalt zugelassenes Prüflabor; EBV-Deklarationsanalysen durch ein akkreditiertes Prüflabor; Probenahme durch qualifiziertes Fachpersonal.
Genehmigung und Abnahme des Abfallverwertungskonzepts durch den Landkreis Harz.
Berufliche Zulassung und Eintragungen
Eintragung im Handelsregister und/oder Handwerksrolle und/oder IHK (oder Nachweis der Nicht-Verpflichtung).
Gewerbeanmeldung.
Anmeldung bei der zuständigen Berufsgenossenschaft.
Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse (sofern beitragspflichtig).
Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft.
Ausschlussgründe und Zuverlässigkeit
Keine zwingenden Ausschlussgründe nach § 123 GWB (u.a. Verurteilungen wegen Terrorismus, Geldwäsche, Betrug, Bestechung, Menschenhandel).
Keine fakultativen Ausschlussgründe nach § 124 GWB (u.a. Verstöße gegen Umwelt-, Sozial-, Arbeitsrecht; Insolvenz; schwere Verfehlungen; wettbewerbswidrige Absprachen; wesentliche Mängel bei früheren Aufträgen).
Keine Verstöße gegen das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (§ 24 LkSG).
Keine Berufsverbote oder Gewerbeuntersagungen (§ 70 StGB, § 132a StPO, § 35 GewO).
Tariftreue und landesspezifische Erklärungen
Eigenerklärung zu Tariftreue, Mindeststundenlohn und Entgeltgleichheit nach § 11 TVergG LSA – wird Vertragsbestandteil gemäß § 5 Abs. 4 Satz 2 TTVer AVO.
Erklärung zum Nachunternehmereinsatz nach § 14 Abs. 2 und 4 TVergG LSA (bei Einsatz von NU).
Vorlage vollständiger und prüffähiger Unterlagen zu Entgeltabrechnungen während der Vertragslaufzeit; Arbeitnehmer sind auf Kontrollmöglichkeiten hinzuweisen.
Formale Anforderungen und Bietergemeinschaften
Vergleichbare Leistungen (Referenz HBS 3) aus den letzten 5 abgeschlossenen Kalenderjahren
Bei Präqualifikation: Referenzen müssen mit der ausgeschriebenen Leistung übereinstimmen; sonst zusätzliche Referenzen einreichen. Für nicht präqualifizierte Unternehmen: Erklärung über vergleichbare Leistungen der letzten 5 Jahre im Formblatt 124 HBS. Identische Anforderung gilt auch für Nachunternehmer.