Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung über Bauleistungen zur Erneuerung der Außenanlagen am Schießstand A III der Standortschießanlage Im Bernet in Sindelfingen.
Der Auftrag umfasst die Aufarbeitung der Schottertragschicht, die Befestigung der Flächen mit ballistischem PUR-Verbundpflaster, ergänzende Elastikplatten und Randeinfassungen sowie Landschaftsbauarbeiten mit Oberboden, Rasen, Bewässerung, Pflege und Schlauchleitungen. Die Arbeiten finden abschnittsweise unter laufendem Schießbetrieb und unter Beachtung besonderer Sicherheitsanforderungen statt.
Angebote müssen bis zum 23. September 2026 um 09:00 Uhr vorliegen. Eine losweise Vergabe ist nicht vorgesehen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Für Angebote von Werkstätten für Behinderte wird ein Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme eingeräumt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenArbeitsorganisation und Bauablauf
Die Arbeiten sind abschnittsweise auszuführen. Der Auftragnehmer stellt einen Bauzeitenplan auf, stimmt ihn mit dem Auftraggeber ab und berücksichtigt die Einschränkungen durch den laufenden Schießbetrieb. Für Bauzaun und Schutzzaun ist eine Vorhaltung von jeweils vier Wochen vorgesehen.
Sicherheit und Schutzmaßnahmen
Aufzustellen sind ein 60 Meter langer, zwei Meter hoher Bauzaun aus verzinkten Stahlrohrrahmen und ein 60 Meter langer Schutzzaun mit Kunststoffnetz. Alle Beschäftigten müssen vor Beginn an einer Sicherheitsbelehrung teilnehmen und diese unterschreiben. Zusätzlich gelten Gehörschutz, eine gesonderte Baustellenzufahrt und die Sicherheitsbestimmungen für den Kasernenbereich.
Schottertragschicht
Die vorhandene Schottertragschicht ist auf 3.500 m² kreuzweise bis 15 cm Tiefe aufzulockern, zu profilieren und nachzuverdichten. Für Auf- und Abtrag ist eine Abweichung von ±2 cm bei einer Toleranz bis 5 cm vorgesehen. Gefordert ist ein Verdichtungsgrad von mindestens 1,03; außerdem sind 20 Kontrollprüfungen durch dynamische Lastplattendruckversuche vorgesehen.
PUR-Flächen und Einfassungen
Auf 3.500 m² ist rotes rotbraunes PUR-Verbundpflaster Regupol Ballistic P 43 mit 43 mm Dicke zu liefern und zu verlegen. Hinzu kommen 20 m² PUR-Elastikplatten als Kabelschachtabdeckung, 700 m PUR-Randeinfassung Regupol PLAYFIX EDGING sowie erforderliche Einschnitte und Trennungen.
Landschaftsbau und Bewässerung
Auf 3.000 m² sind der Baugrund aufzulockern, steinfreier gesiebter Oberboden in 15 bis 20 cm Dicke einzubauen und eine Vegetationstragschicht herzustellen. Es folgt ein Feinplanum, die Aussaat von Landschaftsrasen RSM 7.2.1 mit 20 g/m² sowie Mähen, Wässern und Düngen. Für die Bewässerung sind Schlauchleitungen mit insgesamt etwa 500 m vorgesehen.
Stundenlohnarbeiten und zusätzliche Lieferungen
Vorgesehen sind Stundenlohnarbeiten für Vorarbeiter, Facharbeiter und Bauhelfer sowie für Minibagger, Radlader und LKW jeweils mit Fahrer. Zusätzlich sind 50 t Oberboden zu liefern und abzuladen.
Vermessung, Abrechnung und Dokumentation
Vor dem Andecken ist eine rechtzeitige Einmessung durch den Auftragnehmer zu veranlassen. Bei unterlassener Einmessung können Kosten für eine Wiederfreilegung entstehen. Zur Abrechnung sind detaillierte Abrechnungspläne, Lieferscheinaufstellungen und Massenbilanzen vorzulegen; Lieferscheine sind nach Positionen geordnet und von der Bauleitung gegenzuzeichnen.
Abfallwirtschaft
Der Auftragnehmer hat Bau- und Abbruchabfälle zu trennen, ordnungsgemäß zu erfassen, zu verwerten oder zu beseitigen und die erforderlichen Nachweise zu führen. Bei einer abweichenden Verwertungs- oder Beseitigungslösung sind Berechtigungsnachweis und Annahmebestätigung der Anlage beizubringen; die Kosten sind in den Einheitspreisen zu berücksichtigen.
Elektronischer Datenaustausch
Für Angebotsanforderung, Angebotsabgabe und Abrechnung ist ein elektronischer Datenaustausch nach der GAEB-Schnittstelle DA XML vorgesehen. Datenträger müssen dem Vergabeverfahren oder Vertrag eindeutig zugeordnet werden. Bei Abweichungen zwischen Datenaustauschdateien und der schriftlichen Fassung gilt die schriftliche Fassung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachkunde und Leistungsfähigkeit
Präqualifizierte Unternehmen können ihre Eignung durch den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis nachweisen. Nicht präqualifizierte Unternehmen müssen die Eigenerklärung zur Eignung Formblatt 124 einreichen. Auftragsspezifische Einzelnachweise können ergänzend verlangt werden.
Umsatz und Personal
Im Rahmen der Eigenerklärung sind der Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre für vergleichbare Bau- und sonstige Leistungen sowie die Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte zu erklären. Bei engerer Wahl sind die durchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre nach Lohngruppen und mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal anzugeben.
Vergleichbare Referenzen
Bei engerer Wahl sind drei vergleichbare Referenznachweise aus den letzten fünf Kalenderjahren vorzulegen. Sie müssen unter anderem Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigene Leistungsumfänge und Mengen, eingesetzte Arbeitnehmer, technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Rolle und eine Auftraggeberbestätigung enthalten.
Rechtliche und registerbezogene Nachweise
Auf Verlangen sind insbesondere Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug sowie Eintragung in die Handwerksrolle beziehungsweise bei der Industrie- und Handelskammer vorzulegen. Ein rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan ist nur falls zutreffend gefordert.
Steuern, Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft
Auf Verlangen sind Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts und der Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen sowie eine Freistellungsbescheinigung vorzulegen. Der Bieter hat die ordnungsgemäße Erfüllung der Verpflichtungen zur Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen zu erklären.
Ausschlussgründe und Selbstreinigung
Es darf kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt sein, kein Eröffnungsantrag mangels Masse abgewiesen und das Unternehmen nicht in Liquidation sein. Zudem dürfen keine einschlägigen Ausschlussgründe und keine unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen. Falls ein Ausschlussgrund besteht, können ergriffene Selbstreinigungsmaßnahmen zu erklären sein.
Nachunternehmer und andere Unternehmen
Art und Umfang der an Nachunternehmer vergebenen Leistungen sind im Angebot anzugeben. Eingesetzte Unternehmen müssen präqualifiziert sein oder die Eignungsvoraussetzungen erfüllen. Auf Verlangen können Sicherheitsauskunft und Verpflichtungserklärung angefordert werden; Bescheinigungen sind in deutscher Sprache oder mit deutscher Übersetzung vorzulegen.
Angebotssprache und Formerfordernisse
Das Angebot ist in deutscher Sprache und unter Verwendung der vorgesehenen Vordrucke einzureichen. Alle Eintragungen müssen dokumentenecht sein. Preisangaben erfolgen in Euro ohne Umsatzsteuer, mit höchstens drei Nachkommastellen; die Umsatzsteuer ist am Ende separat hinzuzufügen.
Drei Nachweise über Leistungen, die mit der zu vergebenden Leistung vergleichbar sind; gefordert, wenn das Angebot in die engere Wahl kommt.
Je Referenz sind Ansprechpartner, Leistungsart, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblicher eigener Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlich eingesetzte Arbeitnehmer, technische und gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Rolle und eine Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung anzugeben.