Außenanlagen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Der Landkreis Erlangen-Höchstadt schreibt die Außenanlagen für den Neubau des Emil-von-Behring-Gymnasiums in Spardorf öffentlich aus – als ein einzelnes Los, ohne Aufteilung in Fachlose.
Was ist zu tun?
Es geht um umfangreiche Garten- und Landschaftsbauarbeiten rund um den rund 18.000 m² großen Schulneubau. Dazu gehören Erdarbeiten, Wegebau mit Pflaster- und Asphaltflächen, Entwässerung und Regenwasserversickerung, Einfriedungen, Stützwände, Treppen und Rampen mit Handläufen, Spielgeräte (z. B. ein Raumnetz-Klettergerät) sowie umfangreiche Pflanzungen, Rasenflächen und eine mehrstufige Fertigstellungs- und Entwicklungspflege.
Wichtige Rahmenbedingungen:
Der Bieter muss u. a. das ausgefüllte Leistungsverzeichnis, eine Eigenerklärung zur Eignung, Nachweise zu Holzprodukten (FSC/PEFC), gebietseigenen Pflanzen, Russland-Bezug und abfallrechtliche Erklärungen abgeben.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen
Bauvorhaben: Neubau des Emil-von-Behring-Gymnasiums, Buckenhofer Str. 5, 91080 Spardorf
Bauherr: Landkreis Erlangen-Höchstadt, Nägelsbachstr. 1, 91052 Erlangen
Gebäude: 6-geschossiger Neubau, ca. 56 m Gebäudelänge, ~21 m Höhe, ca. 18.000 m² Bruttogeschossfläche inkl. Laubengang
Leistungszeitraum: 01.02.2027 bis 10.09.2027 (Hauptleistung), danach ca. 1 Jahr Fertigstellungspflege und ca. 2 Jahre Entwicklungspflege nach FLL
Vergabenummer: 5502, Maßnahmennummer 1.2351.9402
Verfahren: offenes Verfahren (VOB/A EU), ein Los, keine Losaufteilung, Zuschlag nach Preis
KG 200 – Herrichten
Abbruch bestehender Bitumenbefestigungen, Schneiden des Asphaltoberbaus, Entfernung von Verkehrseinrichtungen und Hindernissen sowie Entsorgung der anfallenden Abfallfraktionen (u. a. AVV 170101 Beton, 170302 Bitumengemisch, 170405 Eisen/Stahl, 170904 gemischte Bau- und Abbruchabfälle, 200201 biologisch abbaubare Abfälle).
KG 360 – Dächer (Laubengang)
Werkplanung für Plattenaufständerungen, Aluminium-Unterkonstruktion (Profile 64×95 mm, 64×30 mm inkl. Verbinder/Kreuzverbinder), Gummigranulat-Pads und höhenverstellbare Terrassenlager (10–225 mm) mit Plattenauflagern, Adaptern, Randhaltern, T-Profilen und Fugenkreuzadaptern. Belag mit Betonsteinplatten 50×50×4 cm (ca. 310 m²). Abtrittroste am Haupt- und Nebeneingang sowie Fassadenrinne mit Maschenrost (ca. 150 m).
KG 510 – Erdbau
Pflanzliche Bodendecke abräumen, Oberboden abtragen (ca. 450 m³), Boden für Baugrube lösen und lagern (ca. 850 m³, bis 2,8 m Tiefe), Aushub für Kleinfundamente und Gräben für Entwässerungsleitungen (bis 2,75 m), Verbau für Kanalgraben beidseitig (ca. 250 m²), Kopflöcher herstellen (4× ca. 2,75 m, 2× ca. 3,25 m) inkl. Handschachtung. Bodenproben und EBV-Untersuchungen. Wiedereinbau von Boden/Auffüllung, Liefern/Einbauen/Verdichten von Füllstoffen, Sand in Leitungszone.
KG 530 – Oberbau und Deckschichten
Wege (KG 531): Planum, Frostschutzschicht 0/45, Schottertragschicht 0/32; Schotterrasen, dynamische Schicht, wassergebundene Decke mit Bindemittel; Fallschutzbelag aus Holzhackschnitzeln (30 cm) mit Dränschicht Kies und Geotextil; Betonsteinplatten 50×50 cm in verschiedenen Stärken (insgesamt ca. 1.600 m²), Bordsteine (TB8/25, TB10/30, EF6/20), Winkelprofile aus Stahl, Muldenrinne MU30/12, Randeinfassungen und Pflasterarbeiten.
Geh- und Radweg (KG 532): Planum, Geogitter, Frostschutzschicht, Schottertragschicht; Asphalttragschicht AC32TN 14 cm (ca. 400 m²), Asphaltdeckschicht AC8DN 4 cm, Randabdichtung sowie Fugen herstellen und füllen.
KG 540 – Baukonstruktionen
Einfriedungen: Zaun aus Stahlgittermatten (Doppelstabmatte H 1,8 m) inkl. Zaunecken, Passstücke und Endpfosten.
Wandkonstruktionen: Werk- und Montageplanung Betonfertigteile, Frostschutzschicht und Ortbeton-Fundamente sowie Winkelstützelemente in unterschiedlichen Größen (z. B. 30/55, 45/80, 55/100, 100/180 cm).
Rampen, Treppen, Tribünen: Werk-/Montageplanung Betonfertigteile (Treppen/Sitzblöcke), Blockstufen H 15/20 cm in Längen 50/100/200 cm (ca. 150 Stück), Sitzblöcke als Betonfertigteile mit Sitzauflagen aus Hartholz Lärche sowie Stahlbau für Handläufe (Keramikraum, Ost, Haupteingang, Rampe mit Radabweiser) und Absturzsicherungen. Handlauf ca. 44 m.
KG 550 – Technische Anlagen
Abwasseranlagen (KG 551): Kanalrohre DN 110/DN 160 aus PP mit Bögen, Doppelmuffen, Abzweigen und Reduzierungen; Reinigung, Dichtheitsprüfung und Kamerabefahrung; Einstiegsschacht DN 1000 (2 St.), Absetzschacht, Ausgleichsringe, Schachtdeckel B125; Regenwasserzisterne (5,8 m³) mit Tauchmotorpumpe; Rigolenanlage mit ca. 300 Rigolenfüllkörpern, Kontrollschächten und Schachtabdeckungen; Straßen- und Hofabläufe, Entwässerungsrinnen NW 150/NW 100 (Klassen A15/C250) mit Einlaufkästen; Fassadenrinne am Musikraum, Leibungsablaufelemente, Abtrittroste, Drainagematte, Drainmörtel, Sickerpackung; Suchgraben und Leitungsdokumentation.
Raumlufttechnik (KG 555): Lüftungstürme als Ansaug- und Fortluftturm DN 1000 (z. B. Rehau AWADUKT o. ä.) mit Betonfundamenten, Ankerkörben und statischem Nachweis inkl. Koordination, Abnahme und Anschlusshöhen-Überprüfung.
Elektrische Anlagen (KG 556): Kabel unter Spannung sichern, Elektrokabelgräben, Kunststoffkabelschacht 1300×1300 mm, Kabelschutzrohre DN 50/DN 75/DN 110 und Trassierband.
KG 560 – Einbauten
Allgemeine Einbauten: Lichtschachtabdeckungen aus Stahl (2 St.), Tischanlage mit Bank (10 m, 5×2 m), Poller (8 St.), Findlinge aufnehmen und versetzen (36 St.).
Besondere Einbauten/Spielbereich: Tischtennis-Tische (2 St.), Raumnetz-Klettergerät (1 St.), Kletterfelsen (3 St.), Hängematten (3 St.) inkl. Abnahmeprüfung der Spielplatzanlage nach DIN EN 1176/1177.
KG 570 – Vegetationsflächen
Bodenbearbeitung (KG 571): Tiefenlockern, Fräsen, Planieren (ca. 400 m²), Oberboden liefern/auftragen (ca. 25 m³) und lagern (ca. 350 m³), Pflanzgruben, Feinplanum, Mulchabdeckung (Lava, Rindenmulch), Düngung mit NPK-Dünger und Düngekalk.
Pflanzflächen (KG 573): Bäume (z. B. Acer pseudoplatanus, Celtis australis, Morus alba 'Fruitless', Quercus cerris) mit Dreibockverankerung (10 St.) und Stammschutz; Gehölze (z. B. Cornus mas, Corylus avellana, Ribes alpinum, Sambucus nigra, Spiraea); umfangreiche Staudenpflanzung (z. B. Alchemilla, Allium, Anemone, Aster, Athyrium, Bergenia, Crocus, Echinacea, Epimedium, Geranium, Hosta, Lavandula, Narcissus, Tulipa, Vinca u. v. m.). Pflanzdichten und -größen je Art vorgegeben, Zwiebelware nach FLL.
Rasenflächen (KG 574): Rasen ansäen Gebrauchsrasen RSM 2.3 (ca. 1.200 m²) und Landschaftsrasen RSM 7.1.2 (ca. 200 m²), Fertigrasen verlegen (ca. 150 m²) und sichern.
Fertigstellungspflege (KG 579): Lockern (4 Arbeitsgänge) und Vorratsdüngung der Pflanzflächen, Wässern Pflanzflächen/Bäume/Sträucher (je 8 Arbeitsgänge), Gehölzschnitt (Erziehungsschnitt), Mähen Rasen (6 Schnitte, ca. 1.950 m²), Nachsäen Rasen (ca. 500 m²).
KG 590 – Sonstige Maßnahmen
Baustelleneinrichtung: Baustelleneinrichtung pauschal, Bauzaun aufstellen/vorhalten/räumen (100 m) und umsetzen (50 m), Absperrung zur Verkehrssicherung (20 m), Schutzlage (100 m²), Stammschutzummantelung (15 St.), Reinigung der Verkehrswege (ca. 300 m²) sowie digitales Bestandsaufmaß vor Baubeginn und nach Bauende.
Sonstiges: Baustellenmittellohn (Vorarbeiter, Baufacharbeiter, Helfer) sowie Fahrzeuge/Maschinen (LKW, Radlader, Flächenrüttler, Trennscheibe, Kompressor).
Holzprodukte, Pflanzenherkunft und Abfallwirtschaft
Alle eingesetzten Holzprodukte müssen nach FSC, PEFC oder einem gleichwertig anerkannten Standard zertifiziert sein; die Gleichwertigkeit wird auf Verlangen durch das Thünen-Institut Hamburg oder das Bundesamt für Naturschutz Bonn geprüft.
Pflanzgut für die Außenanlagen muss als gebietseigenes Pflanzgut gemäß § 40 BNatSchG verwendet werden; Herkunftsnachweis ist vorzulegen.
Bau- und Abbruchabfälle sind vorrangig zu verwerten; nicht verwertbare Anteile sind unter Einhaltung von KrWG und NachwV nachweispflichtig zu beseitigen. Der Auftragnehmer ist Abfallerzeuger und -besitzer; bei Abweichung von der Leistungsbeschreibung sind Verwertungs-/Beseitigungsnachweise der Anlagen sowie Andienungsbestätigungen der Abfallwirtschaftsbehörde vorzulegen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und wirtschaftliche Eignung
Umsatz: Nachweis des in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren erzielten Umsatzes aus vergleichbaren Bauleistungen (inkl. ARGE-Anteil).
Referenzen: Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren (Inhalt siehe Checkliste-Gruppe 'Eignungsnachweise').
Personal: Ausreichende Verfügbarkeit von Arbeitskräften; durchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen und mit gesondert ausgewiesenem technischen Leitungspersonal – auf Verlangen bei Zuschlag in engere Wahl vorzulegen.
Zuverlässigkeit und rechtliche Eignung
Kein Insolvenzverfahren beantragt oder eröffnet, kein Ablehnungsbescheid mangels Masse, keine Liquidation (oder rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan).
Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A, kein Eintrag im Wettbewerbsregister (Ab Auftragssumme ≥ 50.000 € netto wird für den Bieter mit dem wirtschaftlichsten Angebot eine Wettbewerbsregisterabfrage durchgeführt).
Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen; Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft mit Unbedenklichkeitsbescheinigung.
Registereintragung (Handelsregister oder Handwerksrolle oder IHK-Eintragung) bzw. Erklärung, dass keine Eintragungspflicht besteht.
Präqualifikation und Eignungsleihe
Präqualifizierte Unternehmen können den Eintrag im PQ-Verzeichnis nutzen, ggf. ergänzt durch auftragsspezifische Einzelnachweise. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung (Formular 124) bzw. die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) ein.
Bei Eignungsleihe (wirtschaftlich/finanziell) ist eine gemeinsame Haftungserklärung mit dem anderen Unternehmen erforderlich; für technische Eignungsleihe genügt die Verpflichtungserklärung.
Bieterstrukturen und Unteraufträge
Bietergemeinschaften: Erklärung aller Mitglieder in Textform mit ARGE-Bildung für den Auftragsfall, Auflistung der Mitglieder, Benennung des bevollmächtigten Vertreters, Vertretungsbefugnis und gesamtschuldnerischer Haftung. Auf Verlangen der Vergabestelle ist die Erklärung von allen Mitgliedern unterzeichnet oder fortgeschritten/qualifiziert signiert vorzulegen.
Nachunternehmer: Art und Umfang der NU-Leistungen sind im Verzeichnis Nachunternehmerleistungen (Formular 233) zu benennen; Namen der NU erst auf Verlangen der Vergabestelle. Werden Kapazitäten anderer Unternehmen in Anspruch genommen, sind diese im Verzeichnis Leistungen/Kapazitäten anderer Unternehmen (Formular 235) zu benennen; die Verpflichtungserklärung (Formular 236) ist auf Verlangen vorzulegen.
Vergleichbare Bauleistungen im Bereich Außenanlagen/Landschaftsbau (Neubau, Umbau oder Denkmal)
Mit Angabe von Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmern, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Baumaßnahmenart, Vertragsbindung (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer) und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung; Formblatt 444 (Referenzbescheinigung) empfohlen. Referenzen sind mit Angebotsabgabe einzureichen; vollständige Nachweise auf Verlangen der Vergabestelle (bei Zuschlag in engere Wahl).
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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