Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Stadtwerke Kulmbach für eine Tiefbaumaßnahme zur Erneuerung der Trinkwasserleitung und des Mischwasserkanals im Bereich der Bayreuther Straße / Gabelsberger Straße. Die Bundesstraße 85 und der Kinzelsbach werden mittels Rohrvortrieb (geschlossene Bauweise) gequert. Ausgeschrieben werden Tiefbau-, Rohrleitungs- und Kanalbauarbeiten inkl. Schachtbauwerke, Druckprüfung/Desinfektion, Oberflächenwiederherstellung und Stundenlohnarbeiten. Baubeginn spätestens 08.10.2026, Bauende geplant 15.05.2027. Angebotsfrist 10.09.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Sicherungsmaßnahmen
Einrichten und Vorhalten der Baustelle (1 pauschal sowie 35 Wochen Vorhaltung).
Sicherungsmaßnahmen wie Bauzäune, Grabenbrücken, Lichtsignalanlage und Verkehrssicherung an der B85. Verkehrsrechtliche Anordnung muss vom Auftragnehmer vor Baubeginn beantragt und dem Auftraggeber vorgelegt werden.
Wöchentliche Baustellenbesprechungen mit bevollmächtigtem Vertreter des Auftragnehmers.
Trinkwasserleitung
Auswechslung der TW-Leitung DN 80 GG auf DA 125 PE-HD, ca. 66 m, von Gabelsberger Straße 53 bis Bayreuther Straße 60.
Einschieben einer neuen TW-Leitung da 32 PE-HD in die Bestandsleitung DN 80 GG, ca. 12 m (Rohr-in-Rohr-/Relining-Verfahren).
Querung B85 mittels Stahlrohrpressung mit Schutzrohr DN 200, ca. 32 m.
Einbau von 5 Absperrschiebern DN 100 inkl. Einbaugarnitur und 2 Unterflurhydranten DN 80 inkl. Sickerstein und Straßenkappe.
Druckprüfung ca. 100 m nach DIN EN 805 (Druckverlustverfahren) sowie Desinfektion der Trinkwasserleitung nach DVGW W 291.
Trassenmarkierung mit Trassenwarnband und Ortungsdraht, ca. 66 m.
Verdämmung/Rückbau stillgelegter Leitungen und Wiederherstellung der Oberflächen.
Mischwasserkanal
Auswechslung des MW-Kanals DN 400 B auf DN 500 B/GFK, ca. 46 m.
Kanalbau in offener Bauweise (ca. 50 m, Betonrohr DN 500 C40/50) sowie in geschlossener Bauweise als Stahlrohrpressung (ca. 37 m, UP-GF DN 500 SN5000 in Schutzrohr DN/ID 1000).
Herstellung von 4 Schachtbauwerken: S-01 (DN 2600), S-05 (DN 1500), S-10 (DN 1200), S-15 (DN 1500), jeweils mit Zubehör.
Anschluss an 3E_0299_PP.
Dichtheitsprüfung ca. 80 m nach DIN EN 1610, Verfahren W, sowie optische Inspektion per TV-Kamera (DN 400–600).
Rückbau/Verdämmung bestehender Kanäle und Schächte sowie Wiederherstellung der Oberflächen (Frostschutzschicht, Asphalt, Pflaster, Rasen).
Rohrvortrieb B85 / Kinzelsbach (geschlossene Bauweise)
Herstellung der Startbaugrube und Zielbaugrube mit wasserdichtem Verbau bis ca. 5 m Tiefe.
Vortriebsrohr Stahl DN 1000, ca. 32 m, inkl. Rohrvortrieb.
Beweissicherung, Nullagenmessung, Messüberwachung und Abschlusskontrolle.
Wasserhaltung und Provisorien
Tageswasserhaltung im Bereich der offenen Bauweise.
Provisorische Aufrechterhaltung/Abwasserüberleitung während der Bauzeit.
Stundenlohnarbeiten
Stundenlohnarbeiten nur nach schriftlicher Anordnung des Auftraggebers; werktäglich einzureichen.
Vorgesehen u. a.: Vorarbeiter, Facharbeiter, Fachwerker, Helfer, Monteur, Geräte sowie Baustofflieferungen (Schmutzschotter, Splitt 2/8/16, Sand 0/2 – je 5.000 t).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Bauleiter)
Der Bauleiter muss mindestens Ingenieur oder Bautechniker sein.
Mindestens 5 Jahre spezifische Berufserfahrung.
Gültiges RSA95-Schulungszertifikat.
Deutsche Sprache in Wort und Schrift.
Persönliche Erreichbarkeit innerhalb von max. 1 Stunde.
Ein Wechsel des Bauleiters ist nur in dringenden Ausnahmefällen mit schriftlicher Zustimmung des Auftraggegers zulässig.
Unternehmensbezogene Eignung
Eigenerklärung zur Eignung gemäß Formblatt 124 (bzw. PQ-Nachweis oder Einheitliche Europäische Eigenerklärung).
Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in der Handwerksrolle bzw. bei der IHK.
Kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation; ggf. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan.
Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A; keine Eintragungen im Wettbewerbsregister (Abfrage ab 50.000 € netto).
Unbedenklichkeitsbescheinigungen: tarifliche Sozialkasse (falls beitragspflichtig), Finanzamt/Bescheinigung in Steuersachen, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen).
Durchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen, mit extra ausgewiesenem technischen Leitungspersonal.
Besondere Qualifikationen für Trinkwasserarbeiten
Zertifizierung des Unternehmens nach DVGW GW 301.
Vor Ort muss bei Trinkwassertätigkeiten ein Rohrleitungsbauer gemäß DVGW GW 301 anwesend sein.
Mitarbeiter geschult in Trinkwasserhygiene gemäß VDI 6023.
Qualifikation gemäß DVGW GW 381 erforderlich.
Sonstige Anforderungen
Einhaltung aller gesetzlichen, behördlichen, berufsgenossenschaftlichen und technischen Regelwerke.
Kein SiGe-Plan und kein SiGeKo bestellt – eigenverantwortliche Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften durch den Auftragnehmer.
Baustellensprache Deutsch; bei nicht deutschsprachigen Beschäftigten sind Dolmetscher bereitzustellen.
Eigenerklärung Bezug Russland (EU-VO 2022/576): keine russische Staatsangehörigkeit / Niederlassung / >50%ige Beteiligung / Handeln im Auftrag sanktionierter Personen; keine Eignungsleihe von sanktionierten Unternehmen >10% des Auftragswerts (bzw. Ausnahme nach Art. 5k Abs. 2 EU-VO 2022/576).
Mindestens 70 v. H. der Leistung muss im eigenen Betrieb ausgeführt werden.
Abfallrecht: Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Bau- und Abbruchabfällen gemäß KrWG i. V. m. NachwV; Vorlage entsprechender Erklärungen/Belege während der Auftragsausführung.
Mindestlohngesetz, AEntG, AGG, EntgTranspG sind einzuhalten.
Kein Beitrag zu unzulässigen Wettbewerbsbeschränkungen.
Vergleichbare Leistungen in den letzten 5 Kalenderjahren (Kanal-/Rohrvortriebsarbeiten)
Jeweils mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenem maßgeblichen Leistungsumfang (mit Mengen), eingesetzten Arbeitnehmern, technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.