Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Das Regierungspräsidium Karlsruhe (Referat 47.2 – Baureferat Mitte) baut auf einer Länge von ca. 575 m entlang der B 3 zwischen Langenbrücken und Bad Mingolsheim einen gemeinsamen Geh- und Radweg nach dem Standard RadNETZ BW und optimiert den Kreisverkehrsplatz (KVP) am nördlichen Ortseingang Bad Mingolsheim.
Was ist zu tun?
Der bestehende asphaltierte Weg wird zurückgebaut und auf 3,00 m Breite neu hergestellt (zzgl. 2×0,50 m Bankett). Inklusive Erdbau, Oberflächenbefestigung (Asphalt- und Pflasterarbeiten), barrierefreier Querungsstelle mit taktilen Leiteinrichtungen, Natursteinmauern, Beleuchtungsanpassung, Markierung und Beschilderung. Am KVP wird eine Aufsatzinsel mit zugehörigem Bordanlagenumbau und Markierungsarbeiten errichtet.
Rahmenbedingungen:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis: Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Werkstätten für Behinderte erhalten bei der Berechnung der Wertungssumme einen Bonus von 15 v.H.
Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Logistik
Baubüro des Auftragnehmers vor Ort (1× Pauschale + 3 Monate Vorhaltung), Baustelleneinrichtung und -räumung, Behelfslager für 100 % der Aushub- und ggf. belasteten Abbruchmaterialien mit Beprobung, Lagerung nach Schadstoffklassen und Entwässerung.
Suchgräben und Leitungssicherung, Schutzmaßnahmen für Bestandsbäume im Wurzelbereich nach ZTV-Baumpflege (FLL), DIN 18920, RAS-LP 4 und Baumschutzsatzung.
Koordinierung mit parallel laufenden Arbeiten (z. B. Beleuchtung durch Netze BW) und mit Leitungsträgern.
Verkehrssicherung und Umleitung
Verkehrssicherung in 6 Bauphasen plus 2 KVP-Punktmaßnahmen, einschließlich verkehrsrechtlicher Anordnung, eigener Verkehrszeichenpläne und Baustelleninfoschilder (Land und Bund, ca. 2,7 × 2,0 m, farbig) – 70 % Vergütung nach Aufstellen, 30 % nach Entfernen.
Lichtsignalanlage für Bauphase 5 (12 Tage Vorhaltung), großräumige Umleitung für Rad- und Fußverkehr, Kontrolle der Umleitung 2× täglich (an arbeitsfreien Tagen 1× täglich).
Kontrolle der Sicherung 2× täglich, Markierung und Beschilderung in den Bauphasen.
Vorarbeiten und Sicherheits-/Gesundheitsschutz
Vorankündigung gemäß Baustellenverordnung (spätestens 2 Wochen vor Einrichtung der Baustelle), Erstellung des SiGe-Plans nach RAB 31, Bestellung/Benennung eines SiGe-Koordinators nach RAB 30.
Abstimmung eines unabhängigen, vom AG anerkannten Sachverständigen für Straßenunterbau/Schüttmaterialien mit dem Landratsamt Karlsruhe – Amt für Umwelt.
Abbruch und Rückbau
Vegetationsarbeiten/Rodung.
Rückbau von Beschilderung und Demarkierung.
Rückbau bituminöser Befestigungen (Fräsen und Aufnehmen); Asphaltgüte RuVA-StB A.
Rückbau Pflaster/Borde, Rückbau bestehende Treppenanlage, Zaun, Brückengeländer und Holzgeländer, Demontage Aufsatzgeländer am bestehenden Brückenbauwerk.
Rückbau bestehender Fußweg zwischen Eichstraße und B 3 (Ausgleichsfläche).
Erdarbeiten und Entsorgung
Boden lösen, lagern und für Verkehrsflächen (Geh-/Radwege) wieder einbauen.
Entsorgung des zwischengelagerten Bodens (BM-0 bis BM-F3) und des Asphaltaufbruchs (RuVA-StB A); Wiegen und Vorlage der Wiegescheine wöchentlich an den AG, fortlaufende Beprobung (max. 1 Woche Zyklus), Auswertung ca. 2–3 Wochen.
Entsorgungsnachweise (eANV) für gefährliche Abfälle mit Erzeuger- und Entsorgernummer gemäß NachwV.
Oberflächenbefestigung
Frostschutz- und Tragschichten für Geh-/Radwege und Böschungen.
Asphaltarbeiten (Trag-, Binder- und Deckschicht) für Radwege und Arbeitsstreifen Fahrbahn; beim Radweg Vollausbau mit 2,5 cm AC 8 DL + 8,0 cm AC 22 TL + 29,5 cm Frostschutzschicht (Gesamt 40 cm), Deckensanierung 2,5–5 cm AC 8 DL; Arbeitsstreifen Fahrbahn B 3 mit 4 cm AC 11 DS + 8 cm AC 16 BS + 10 cm AC 32 TS + 15 cm Schottertragschicht + 18 cm Frostschutzschicht (Gesamt 55 cm, Bk10). Belastungsklasse 'Rad- und Gehwege' gem. RStO 12/24.
Pflaster- und Plattenbeläge (Betonsteinpflaster 10×20×8 cm, anthrazit, Läuferverband) einschließlich taktiler Bodenindikatoren (30/30/8 cm, weiß, Beton) als Leitelemente für Blinde/Sehbehinderte.
Bordsteine (Tiefbord 10/40, Flachbord F15, Rundbord RB 15/22, Querungsbord 30×20×50, Rollstuhlüberfahrtsteine), Rinnenplatten und Einläufe (30×50).
Natursteinmauer (Trockenmauer Granit, Dicke 30 cm, Höhe bis ca. 80 cm) als Baumschutz, Fugen ohne Fangstellen, Verzicht auf Vermörtelung wo möglich.
Fahrbahnnebenflächen und Vegetation
Bankett als Schotterrasen SR3 (B = 50 cm), Rasenansaat und Böschungsprofilierung mit gebietseigenem Regiosaatgut Typ 'Fettwiese' (Herkunftsgebiet 9 'Oberrheingraben') inkl. lückenloser Nachverfolgbarkeit über Herkunftsnachweis/Zertifikat.
Beleuchtung, Beschilderung und Markierung
Versetzen bestehender Mastleuchten (bis 5 m und 10 m) einschließlich Fundamente, Gräben und Leitungen in Abstimmung mit Netze BW.
Verkehrsschilder liefern und montieren (Rohrpfosten, Masten, Schilder gemäß Z 239, Z 240, Z 1022-10 u. a. nach Musterblatt 9.2-1 RadNETZ BW).
Markierung Typ II (retroreflektierend): Fahrbahnbegrenzung, Leitlinien, Sperrflächen, Symbole, Radfahrsymbole (1,0×1,3 m), Piktogramme gemeinsamer Geh- und Radweg (1,5×1,5 m), Schmalstriche (S 12 cm), Richtungspfeile (2 m), Wartelinien – Vormarkierung mind. 3 Tage vor Markierungsarbeiten anmelden und mind. 3 Tage bestehen lassen.
Geländer und Ausstattung
Holzgeländer an der Böschung (ca. 80 m, Höhe 1,30 m) als temporäre Absturzsicherung, einschließlich Fundamente und separat vergüteter Werkplanung.
Dokumentation und Qualitätssicherung
Versuchsprotokolle Kontrollprüfungen (Druck- und Lastplattendruckversuche) in 3-facher Ausfertigung.
Einbaudokumentation für Baustoffgemische und Eignungsnachweise Mischgut.
Aufbau entsprechend RStO 2012/24, kontinuierliche Bauabwicklung in Bauabschnitten/Bauphasen gemäß Anlage 02, getrennte Rechnungslegung nach Kostenträger (Land, Bund, Gemeinde) für Baubegleitung, Kontrollprüfungen, Verkehrssicherung, Vorarbeiten und Beleuchtung.
Vergabeform und Besonderheiten
Einheitliches Hauptlos Bau ohne Losteilung; Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Auftraggeber: Regierungspräsidium Karlsruhe, Referat 47.2 – Baureferat Mitte.
Standort: 76669 Bad Schönborn (B 3 zwischen Langenbrücken und Bad Mingolsheim, Bau-km 0+000 bis 0+575).
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche und rechtliche Eignung
Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A vorliegen (keine schweren Verfehlungen, keine Verurteilungen > 3 Monate Freiheitsstrafe / > 90 Tagessätze / > 2.500 € Geldbuße); Erklärung über Insolvenz- und Liquidationsfreiheit, ggf. Vorlage eines bestätigten Insolvenzplans.
Angaben zu Registereintragungen (Handelsregister, Handwerksrolle, IHK) – auf Verlangen Auszüge.
Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft – auf Verlangen Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Lohnsummen.
Erklärung zur ordnungsgemäßen Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen – auf Verlangen Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Finanzamt, Sozialkasse).
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Geforderter Mindestjahresumsatz: 600.000 € brutto im relevanten Tätigkeitsbereich; Nachweis durch testierte Jahresabschlüsse, Gewinn- und Verlustrechnungen oder Bestätigung eines Wirtschaftsprüfers/Steuerberaters auf Verlangen.
Eigenerklärung, dass die erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung stehen; auf Verlangen durchschnittliche Beschäftigtenzahl der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen und technischem Leitungspersonal.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über Bauleistungen im Rad-/Gehweg- oder Straßenbau aus den letzten 5 Kalenderjahren (ältere nur, wenn vom AG ausdrücklich zugelassen); je Referenz: Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Gesamt- und Bieteranteil), Ausführungszeitraum, Auftraggeber; Bescheinigungen über ordnungsgemäße Ausführung auf Verlangen.
Auf Verlangen ergänzende Nachweise zu technischen Fachkräften, Geräten und Qualitäts-, Umwelt- und Lieferketten-Managementsystemen.
Präqualifikation und Eignungsleihe
Präqualifikation möglich, aber nicht zwingend; bei Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. genügt der Verweis auf den PQ-Eintrag. Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die HVA B-StB Eigenerklärung zur Eignung (oder eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung) mit dem Angebot ein.
Eignungsleihe für technische und berufliche sowie wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit über andere Unternehmen möglich (HVA B-StB Verpflichtungserklärung). Nachunternehmen müssen präqualifiziert sein oder die Präqualifikationsvoraussetzungen erfüllen.
Spezifische Anforderungen an Fachkräfte und Produkte
Benennung eines SiGe-Koordinators mit Qualifikation gem. RAB 30 (Baustellenverordnung).
Verwendung von Holzprodukten mit FSC-/PEFC-Zertifizierung oder gleichwertig.
Bei Beleuchtungs-/Leitungsarbeiten: Koordinierung mit Netze BW; auf Verlangen Nachweis der BASt-Technischen Kriterien für Fahrzeugrückhaltesysteme.
Verwendung gebietseigenen Regiosaatguts (Herkunftsgebiet 9 'Oberrheingraben', Typ 'Fettwweise') mit lückenloser Nachverfolgbarkeit.
Besonderheiten bei Bietergemeinschaften und Nachunternehmern
Bietergemeinschaften benennen einen bevollmächtigten Vertreter und haften gesamtschuldnerisch; KMU-Erklärung (< 250 Beschäftigte und ≤ 50 Mio. € Umsatz bzw. ≤ 43 Mio. € Bilanzsumme) ist nur möglich, wenn der überwiegende Auftragsanteil von KMU-Partnern erbracht wird.
Verzeichnis der Unterauftrag-/Nachunternehmerleistungen mit OZ und Beschreibung der Teilleistungen ist Pflicht; Nachunternehmer-Namen erst auf Verlangen der Vergabestelle.
Bei Eignungsleihe: gemeinsame Haftung des Bieters mit dem die Eignung beibringenden Unternehmen.
Formale Anforderungen
Sprache: Deutsch.
Vorgegebene Vordrucke der Vergabestelle sind zu verwenden; alle Eintragungen müssen dokumentenecht sein.
Preisangaben mit max. 3 Nachkommastellen, ohne Umsatzsteuer.
Elektronisches Angebot in Textform oder schriftliches (unterschriebenes) Angebot; ggf. signiert/siegelfrei übermittelt.
Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Mindestens 3 Referenzen über vergleichbare Bauleistungen (Rad-/Gehweg-, Straßen- oder Wegebau), in den letzten 5 Kalenderjahren ausgeführt
Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Gesamt- und Bieteranteil), Ausführungszeitraum (Monat/Jahr), Auftraggeber (Name, Anschrift); Bescheinigungen über ordnungsgemäße Ausführung auf Verlangen – Mehr als 3 Referenzen möglich (als Anlage)