Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenErneuerung der Fahrbahn der Bundesstraße B 6 in Zehren (Gemeinde Diera-Zehren, 2. Bauabschnitt) auf ca. 310 m inkl. zwei Busbuchten sowie Neubau von Gehwegen und Radwegen. Die Maßnahme ist in zwei Lose geteilt: Los 1 Straßenbau (Auftraggeber: Freistaat Sachsen / Bundesrepublik Deutschland) und Los 2 Gehweganbau (Auftraggeber: Gemeinde Diera-Zehren). Beide Lose müssen zwingend zusammen angeboten werden. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Umfang von Los 1: Erdbau, Entwässerung, ungebundene Tragschichten, Asphalt- und Betonbau, Pflaster, Bordsteine, Markierung, Verkehrssicherung mit temporären Lichtsignalanlagen und Umleitungsbeschilderung.
Umfang von Los 2: Erdbau, Landschaftsbau, ungebundene Schichten, Asphalt und Pflaster für mehrere Gehwegabschnitte (Gehweg Radfahrer frei, Gehweg B 6, Gehweg an westlicher Busbucht, Gehstreifen östliche Busbucht), Entwässerung Rückbau/Umbindung, Verkehrsschilder und Mediensicherung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis – ermittelt aus der Wertungssumme des Angebotes (nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen). Für Werkstätten für Behinderte wird ein Bonus von 15 v.H. auf die Wertungssumme eingeräumt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Maßnahmen und Vorbereitung
Baulänge gesamt ca. 310 m (Station 0,017 bis 311,60), Fahrbahnbreite 6,50–9,15 m, gegliedert in vier Bauabschnitte (BA 1 Gehweg Radfahrer frei, BA 2 östliche Busbucht, BA 3 westliche Busbucht, BA 4.1/4.2 Fahrbahnerneuerung B 6). Beide Lose (1 und 2) sind zwingend zusammen anzubieten; Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Vor Beginn sind u.a. Schachterlaubnisscheine bei Versorgungsträgern, die verkehrsrechtliche Anordnung, abgestimmte Beschilderungspläne, Haltverbots-Protokoll, SiGe-Plan nach RAB 31, Vorankündigung an die Behörde (spätestens 2 Wochen vor Baustelleneinrichtung), SiGe-Koordinator, schriftliche Anliegerinformation (Los 1 mind. 7 Werktage vor Beginn), Freistellungserklärungen von ca. 17 Grundstückseigentümern, Bauablaufplan sowie ein Prüfplan für Eigenüberwachungs- und Kontrollprüfungen vorzulegen.
Verkehrssicherung, Umleitung und temporäre Lichtsignalanlage
Auf-/Abbau, Miete und Wartung von Verkehrsschildern (Folie mind. RA2, RAL-GZ 628) und Absperrgeräten für alle Bauabschnitte; Umleitungsbeschilderung mit Planskizzen VZ 458; temporäre Markierung in gelber Folie Typ I; temporäre Lichtsignalanlagen Typ D (BA 2+3 mit 5 Signalgruppen, BA 4.1 mit 4 Signalgruppen, BA 4.2 mit 7 Signalgruppen) inkl. VTU-Erstellung, Programmierung und Abnahme mit der Verkehrsbehörde. Betrieb 24 Stunden/7 Tage mit Reaktionszeit max. 1 Stunde im Störfall. Kontrolle der Verkehrssicherung 2x täglich, dokumentiert.
Erdbau und ungebundene Schichten
Bankett und Oberboden abtragen und liefern, Boden lösen, laden und verwerten (z.B. 930 m³ und 180 m³ bei Los 1), Bodenaustausch mit grobkörnigen, gebrochenen Mineralstoffen, Planum herstellen (Ev2 mind. 45 MPa), Kombinationsgeokunststoff (ca. 690 m² Los 1), Frostschutzschichten 0/16 und 0/32, Schottertragschichten 0/32, Deckschichten 0/8 mit Profilierung.
Asphalt- und Betonbauweisen
Asphalttragschichten (AC 22 T S/T L/T N), Asphaltbinderschichten (AC 16 B S), Asphaltdeckschichten (SMA 8 S, AC 8 D N/D L, AC 11 D S); Bitumenemulsion, Fugen- und Nahtversiegelung, Abstumpfung. Belastungsklassen gem. RStO 12/24 (B 6: Bk10, Busbuchten: Bk3,2). Rückbau/Fräsen bestehender Asphaltbefestigung. Betonbau: Betondecke schneiden/aufnehmen, Fundamente abbrechen, Dränbetontragschicht.
Pflaster, Borde, Rinnen und Ausstattung
Naturstein- und Betonpflaster (u.a. Granitkleinpflaster für Seitenstreifen und Gehstreifen, Pflasterdecke Beton 100/200/80), Bordsteine aus Naturstein/Granit und Beton (u.a. TB 8x25), Rinnen aus Granit und Beton (Natursteinrinne Granit, Drainagematte), Mulden- und Schlitzrinnen (Klasse F 900), Blindenleitsystem und Noppenplatten, Infotafeln, Absperrpfosten mit Kette.
Entwässerung und Wasserhaltung
Neuordnung der Straßenentwässerung mit Anschluss an Mischwasserkanal DN 400, Rückbau und Verpressung/Stilllegung von Altkanälen (u.a. DN 300, DN 500), Schächte und Schachtabdeckungen, Straßenabläufe (Kunststoff/Beton), Anschlussleitungen DN 150 PP, Sickerstränge, Drainage DN 100. Kontrollprüfungen: Dichtheitsprüfung und Kamerabefahrung (Video + ISY-Bau-XML). Wasserhaltung mit einfacher Pumpenanlage (10 m³/h, 5 m Förderhöhe).
Verkehrsschilder, Markierung, Medien- und Durchlasssicherung
Dauerhafte Verkehrsschilder (u.a. VZ 239, VZ 250, VZ 1022-10, VZ 1026-32) mit Rohrpfosten, Bodenhülsen und Fundamenten für Bushaltestellenschild (Ortbeton C 30/37). Fahrbahnmarkierungen: Längs- und Quermarkierung, Fußgänger- und Pfeilmarkierungen (u.a. Typ II Kaltplastik P6, gelbe Folie temporär). Sicherung bestehender Versorgungsleitungen und Kabel (bis DN 400), Kreuzungssicherungen, Suchgräben mit Saugbagger und Bodenmörtel; Sicherung und teilweiser Umbau des bestehenden Durchlasses.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Voraussetzungen (Ausschlussgründe, Register, Steuern, Soziales)
Keine schweren Verfehlungen und keine Ausschlussgründe gem. § 6e EU VOB/A (u.a. keine Verurteilungen wegen Insolvenz-, Steuer- oder Sozialversicherungsdelikten, keine Liquidation). Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK (soweit einschlägig). Ordnungsgemäße Entrichtung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft nachgewiesen.
Präqualifikation und Eigenerklärung
Bevorzugt wird die Eignung über einen Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nachgewiesen. Andernfalls erfolgt der vorläufige Nachweis mit der Eigenerklärung zur Eignung (HVA B-StB). Bei Einsatz von Nachunternehmern sind auch für diese PQ-Nachweise oder Eigenerklärungen erforderlich. Fehlende Unterlagen werden nachgefordert.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Vorlage von Jahresumsatz- und Mindestumsatzangaben (Betrag im Formular einzutragen); auf Verlangen testierte Jahresabschlüsse oder Gewinn- und Verlustrechnungen. Nachweis einer Betriebshaftpflichtversicherung mit Angabe von Versicherer, Vertragsnummer, Gültigkeit und Deckungssummen für Sach- und Personenschäden.
Technische und berufliche Leistungsfähigkeit
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen der letzten 5 Kalenderjahre mit Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Eigenanteil), Ausführungszeitraum, Auftraggeber und erbrachten Leistungen. Erklärung zur durchschnittlichen Arbeitskräfteanzahl der letzten 3 Jahre nach Lohngruppen. Ggf. Nachweise zu technischer Ausrüstung, Qualitäts- und Umweltmanagement. Bei PQ-Eintrag müssen die hinterlegten Referenzen projektspezifisch vergleichbar sein; eine Nachforderung ist dann nicht zulässig.
Zuschlagskriterium und Formerfordernisse
Einziges Zuschlagskriterium ist der Preis (wirtschaftlichstes Angebot = niedrigste Wertungssumme); Werkstätten für Behinderte erhalten bei gleicher Wirtschaftlichkeit 15 % Bonus. Angebotssprache Deutsch, Preise in EUR ohne USt. mit max. 3 Nachkommastellen. Keine Mischkalkulation, nur unbedingte Preisnachlässe werden gewertet. Nebenangebote und mehrere Hauptangebote sind nicht zugelassen. Beide Lose (1 und 2) müssen zwingend angeboten werden.
Geeignete Referenzen über vergleichbare Bauleistungen (Straßenbau und/oder Gehweg-/Radwegbau inkl. Erd-, Entwässerungs-, Asphalt-, Pflaster- und Markierungsarbeiten)
Referenzbescheinigung mit Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Eigenanteil), Ausführungszeitraum, Auftraggeber (Name/Anschrift/Ansprechpartner) und Beschreibung der erbrachten Leistungen; vom Referenzgeber unterzeichnet; bei PQ-Eintrag müssen die hinterlegten Referenzen projektspezifisch vergleichbar sein