Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Regierungspräsidiums Freiburg für die Erneuerung der Fahrbahndecke auf der Bundesstraße B317 im Bereich der Ortsumgehung Utzenfeld (Landkreis Lörrach, Baden-Württemberg).
Bieter müssen ein vollständiges Angebot in deutscher Sprache fristgerecht elektronisch einreichen. Zum Auftrag gehören Asphaltbauarbeiten inklusive erweiterter Qualitätssicherung (QSBW 4.0), Verkehrssicherung, Bankett- und Entwässerungsarbeiten sowie Pflasterarbeiten.
Die Maßnahme wird unter Vollsperrung der B317 mit Umleitung durch die Ortslage Utzenfeld ausgeführt.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssumme wird ermittelt aus der nachgerechneten Angebotssumme, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 v.H. bei der Berechnung der Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorarbeiten
Einrichten und Räumen der Baustelle, Hilfsleistungen für Kontrollprüfungen (Isotopensonden-Messungen, Bohrkerne), Bereitstellung von Absetzmulden sowie Ingenieurleistung für Lage- und Höhenplanung der Straßenentwässerung.
Verkehrssicherung
Aufbau, Vorhaltung, Kontrolle und Abbau der Verkehrssicherung an Arbeitsstellen, transportable Lichtsignalanlage Typ D sowie Kontrolle der Umleitungsstrecke. Die Maßnahme erfolgt unter Vollsperrung der B317 mit Umleitung durch die Ortslage Utzenfeld.
Qualitätssicherung QSBW 4.0 (Stufe 1)
Dynamische Logistiksteuerung, Maschinensteuerung Asphalt-Fertiger und -Walzen, Temperaturüberwachung, Qualitätsmanagementplan (Fräs-/Logistik-/Einbau-/Qualitätssicherungskonzept), erhöhte Eigenüberwachung sowie mobile Vernetzung. Gilt für sämtliche Asphaltarbeiten (ausgenommen die beiden Parkflächen).
Schichten ohne Bindemittel / Bankettarbeiten
Bankett schälen (ca. 3.400 m), profilgerechte Banketherstellung, Erschwernisse durch Einbauten wie Leitpfosten und Schutzplanken. Bei Kurvenbereichen gebundene Bankettbefestigung mit Beton-Rasengittersteinen inklusive Planum, Frostschutzschicht, Betonfundament und Rückenstütze.
Asphaltbauweisen
Asphaltfräsarbeiten (Profilfräsen ca. 15.000 m², Kopierfräsen ca. 1.730 m²), Herstellen der Asphalttragschicht, Asphaltbinderschicht (ca. 13.600 m², 8 cm, AC 22 B S), Asphaltdeckschicht als Splittmastixasphalt (ca. 8.000 m², SMA 8 D LA) und als Asphaltbeton (ca. 9.000 m², AC 11 D S), Fugen- und Nahtarbeiten, Fahrbahnübergänge am Brückenbauwerk sowie Abstumpfungsmaßnahmen. Zusätzlich Schadstellensanierung mit tiefergehender Erneuerung des Oberbaus und Aufweitung einer Land- und Forstzufahrt um bis zu ca. 1,00 m auf ca. 50 m Länge (Handeinbau).
Entwässerung
Ausbau und Einbau von Straßenabläufen, Suchschlitz, neue Entwässerungsrohrleitung (Kunststoff DN/ID 250, PP, ca. 10 m), Böschungsstück, Auslaufbereich mit Wasserbausteinen. Berücksichtigung Gewässerschutz Gewässer 'Wiese' unter dem Brückenbauwerk.
Arbeiten am Brückenbauwerk
Asphaltarbeiten gemäß konstruktivem Aufbau, Erneuerung von 2 bituminösen Fahrbahnübergängen (je ca. 9,00 m Länge, ca. 0,50 m Breite, ca. 8 cm Dicke) sowie entfernbarer Trennstreifen. Koordination mit der parallel laufenden, gesondert beauftragten Erneuerung der Brückenkappen.
Pflaster und Plattenbelag / Bankettbefestigung
Bankett abtragen, Boden ausheben, Planum, Frostschutzschicht, Betondecke mit Rasengittersteinen sowie Rückenstütze und Nähte.
Stoff- und Entsorgungsmanagement
Eignungsnachweise für alle Stoffe, Baustoffgemische und Bauteile mindestens 14 Kalendertage vor erster Verwendung. PAK-haltige Ausbaustoffe sind getrennt zu lagern; Beprobung und Einstufung durch den Auftraggeber, keine Entsorgung vor Freigabe. Vorlage von Wiege-, Übernahme-, Begleit- und Entsorgungsnachweisen.
Dokumentations- und Berichtspflichten
Tägliche Bautagesberichte in digitaler Form, Qualitätsmanagementplan mindestens 10 Arbeitstage vor Bauausführung, Bauablaufplan spätestens 5 Werktage nach Auftragserteilung, Baustelleneinrichtungsplan mindestens 10 Kalendertage vor Baubeginn, statische Berechnung Entwässerungsleitung mindestens 10 Kalendertage vor Beginn der jeweiligen Arbeiten, Zustandsfeststellung mit Fotodokumentation vor Beginn, Bestandsunterlagen zur Abnahme, Abschlussdokumentation QSBW 4.0 innerhalb 2 Wochen nach Fertigstellung der Asphaltbauarbeiten sowie DA11-Daten gemäß REB-VB 23.003 zu jeder Abschlagsrechnung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPersönliche Eignung / Ausschlussgründe
Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/A, keine einschlägigen Strafen (Freiheitsstrafe >3 Monate, Geldstrafe >90 Tagessätze oder Geldbuße >2.500 €), ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten, kein anhängiges oder eröffnetes Insolvenzverfahren, keine Liquidation. Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen der Sozialkasse und des Finanzamts, Insolvenzplan (falls zutreffend), Nachweise zur Selbstreinigung.
Registereintrag und Berufsgenossenschaft
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK (oder keine Verpflichtung dazu) sowie Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft. Auf Verlangen: Handelsregisterauszug, Gewerbeanmeldung, Handwerksrollen-/IHK-Nachweis und Berufsgenossenschaftsbescheinigung mit Lohnsummen.
Fachliche und technische Eignung
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte und technischen Fachkräfte (Namen, Funktionen, Qualifikationen), geeignete technische Ausrüstung für die Auftragsausführung, Fähigkeit zur Durchführung einer QSBW 4.0-Maßnahme (Processmanager, Maschinensteuerung, Temperaturüberwachung, mobile Vernetzung), Aufstellung und Umsetzung eines Qualitätsmanagementplans, Nachweis Fachkenntnis Verkehrssicherung gemäß MVAS 99 (oder Nachfolgeregelung). Auf Verlangen: Qualifikationsnachweise gemäß ZTV, BASt-Nachweis 'Technische Kriterien Fahrzeugrückhaltesysteme', Produktdatenblätter benannter Fabrikate.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Angabe des Mindestjahresumsatzes (brutto) der letzten 2 Jahre; konkreter Mindestbetrag in der Vergabeunterlage nicht beziffert. Auf Verlangen: Bestätigung durch vereidigten Wirtschaftsprüfer/Steuerberater oder testierte Jahresabschlüsse.
Technische Leistungsfähigkeit / Referenzen
Mindestens 3 vergleichbare Bauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren mit Angabe von Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Anteil des Bieter), Ausführungszeitraum und Auftraggeber. Auf Verlangen: Referenzbescheinigungen über ordnungsgemäße Ausführung.
Nachunternehmer und Eignungsleihe
Angabe von Art und Umfang beabsichtigter Nachunternehmerleistungen im Angebot; Benennung der konkreten Nachunternehmer erst auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle (mit PQ-Nummer falls vorhanden). Bei Eignungsleihe: Nachweise zur technischen sowie wirtschaftlich-finanziellen Leistungsfähigkeit des leihenden Unternehmens. Verpflichtung der Nachunternehmer zur LTMG-Mindestentgelterklärung.
Tariftreue und Mindestentgelt (LTMG BW)
Verpflichtung zur Zahlung des Mindestentgelts nach MiLoG an in Deutschland eingesetzte Beschäftigte (bzw. Erklärung, dass das Unternehmen ausschließlich im EU-Ausland mit dortigen Beschäftigten tätig wird), Einholung gleicher Verpflichtungserklärungen von Nach- und Verleihunternehmen, Bereithaltung prüffähiger Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte.
Arbeitsgemeinschaft / Bietergemeinschaft
Mindestens 3 vergleichbare Bauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren
Bezeichnung der Leistung, Auftragswert (Anteil des Bieters), Ausführungszeitraum, Auftraggeber; Auftraggeber kann auch ältere Referenzen akzeptieren, sofern angekreuzt