Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Muldestausee schreibt den Ausbau des Bahnhofsvorplatzes in Muldenstein zu einer barrierefreien ÖPNV-Schnittstelle aus.
Gefordert sind Straßenbauarbeiten, der Bau von 22 P+R- und rund 24 B+R-Stellplätzen, zwei Bushaltestellen, Kanalbau (Regen- und Schmutzwasser) sowie Straßenbeleuchtung – einschließlich Baustelleneinrichtung, Abbruch, Markierung und Stadtmöblierung.
Die Ausführungszeit beginnt am 09.11.2026 und endet am 30.07.2027.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung, Verkehrssicherung und Vorarbeiten
Einrichten der Baustelle mit Geräten, Werkzeugen, Anschlüssen und Baubüros.
Verkehrssicherung in Form einer Vollsperrung mit Umleitungsbeschilderung (Genehmigung durch das Straßenverkehrsamt).
Sicherung von Übergängen, Zufahrten, Grenzsteinen und Grundstücken, Aufstellen eines Bauzauns.
Beweissicherung an angrenzenden Gebäuden und Grundstücken durch einen unabhängigen Gutachter (3-fach Papier und digital), durchzuführen vor Bauausführung.
Bauabsteckung auf Grundlage übergebener Vermessungsdaten, Leitungsortung bei MITNETZ STROM, MIDEWA, AZV Untere Mulde, Telekom, Straßenbeleuchtung und Mitnetz Gas.
Bestellung eines SiGe-Koordinators nach RAB 30, Erstellung des SiGe-Plans nach RAB 31, Vorankündigung nach § 2 Abs. 2 BaustellV.
Erstellung eines arbeitstagebezogenen Bauablaufplans je Abschnitt, Bestandspläne nach DIN 2425 (Maßstab 1:250, 4-fach Papier + 1-fach DXF).
Bodenanalytik nach LAGA 'Boden' inkl. Differenzparameter/Ersatzbaustoffverordnung, Vorhalten und Betrieb einer Zwischenlagerfläche für Aushub (bis 1.000 t) für ca. 8 Monate sowie Verwertung von Aushub der Klassen Z0 bis Z2.
Kontrolle der Arbeitsstellensicherung über 330 Tage (Vertragszeitraum).
Abbruch und fachgerechte Entsorgung
Aufnahme und Entsorgung von vorhandenem Natursteinpflaster, Asphaltflächen, Bordsteinen, Grünflächen, Hecken, Verkehrs- und Straßenschildern, Entwässerungsleitungen sowie Wurzelstöcken.
Fachgerechte Entsorgung/Verwertung der anfallenden Materialien gemäß den einschlägigen Vorschriften.
Straßen- und Platzbau Bahnhofsvorplatz
Neubau der Verkehrsflächen gemäß Regelquerschnitten 1 bis 3 (RStO 01, Bauklasse 3,2) mit:
Gesamtbreiten ca. 15,65 m (RQ1) und 16,65 m (RQ2).
Oberbau Fahrbahn: 4 cm Splittmastix SMA 11 S als Deckschicht, 12 cm Asphalttragschicht AC 32 TS, 6 cm Asphaltbinderschicht AC 16 BS, Gesamtschichtdicke 55 cm.
Oberbau Gehweg/Parkfläche (Variante A): 8 cm Betonsteinpflaster auf 4 cm Brechsand-Splitt-Gemisch 0/5, 18 cm Schottertragschicht 0/45-B1, Gesamtschichtdicke 30 cm.
Verdichtungsnachweise je 50 m (dynamisch/statisch); geforderte Ev2-Werte u.a. 45 MPa (Schottertragschicht), 80 MPa (Asphalttragschicht), 120 MPa (Asphaltbinderschicht).
Bordsteine (Beton, Busborde, Tiefbord, Hochbord inkl. Radien), 2- und 3-reihige Pflasterrinnen, Asphaltdecken (Trag-, Binder-, Deckschicht), Fugen- und Dehnungsfugen, bituminöse Anschlüsse.
Bushaltestelle inkl. Busborde und Anrampungsteine sowie taktilen Platten.
Kontrollprüfungen (Verdichtung) mit Messreflektoren, Probegefäßen, Gegengewichten und Fremdüberwachung.
Markierung (Längsmarkierung durchgehend/gestrichelt, Markierungszeichen, Fußgängerüberweg, Haltelinie) und Beschilderung der Platzflächen.
Stadtmöblierung: Bänke inkl. Fundamente, aushäng- und absperrbare Abfallbehälter.
Grün- und Pflanzarbeiten: Oberboden, Rasenansaat, eine Baumpflanzung inkl. Fertigstellungspflege sowie Pflegearbeiten (Rasen mähen, Baumscheibenpflege, Bewässerung).
Fahrradabstellanlage, Bushaltestellen-Überdachung und Bahnsteigszugang
Fahrradabstellanlage mit 12 Anlehnbügeln und einer überdachten Abstellfläche (13,66 m × 4,80 m) inkl. Fundamente und feuerverzinkter Stahlkonstruktion mit Pultdach; Ausführungszeichnungen/Fundamentpläne (2-fach) und geprüfte Statik durch den Hersteller.
Überdachung des Bushaltestellen-Wartebereichs (4,66 m × 2,00 m) inkl. Fundamente, Stahlkonstruktion, Flachdach, ESG-Seitenwand und Entwässerung; ebenfalls mit Ausführungszeichnungen und geprüfter Statik.
Provisorischer Zugang zum Bahnsteig: Mähen der Grünflächen, überfahrbare Stahlplatten mit Geotextil, Rampe aus Asphalttragdeckschicht und Asphaltaufkantung.
Regenwasser- und Schmutzwasserkanal
Regenwasserkanal (RW): Anschlussleitungen DN 150, Sammler DN 200 und DN 300 inkl. Formstücke, Schächte DN 1000 mit Schachtabdeckungen, Rohrgrabenverbau, Rohrgrabenverfüllung, Verdichtungsnachweise und Kanalreinigung zur Prüfung.
Schmutzwasser-/Schutzrohre (SW): Anschlussleitungen DN 200 und DN 110, Kabelschutzrohre als PE-Verbundrohr DN 110, Grabenherstellung und -verfüllung.
Statische Berechnungen für erdverlegte Rohrleitungen DN 150 und DN 300.
Straßenbeleuchtung
Kabelgraben auf der Gehwegseite, Verlegung von Beleuchtungskabel NYY-J 5×10 mm² (ca. 310 m), Hülsenfundamente für Maste, Montage von 11 Beleuchtungsmasten (AK 60.76), Mastanschlusskästen (EKM 2020), Erdung, Anschluss und Durchschleifen der Kabel.
Lieferung und Montage von 20 LED-Mastaufsatzleuchten (davon 2 mit FGÜ-Optik für den Fußgängerüberweg) in den Ausführungen breitstrahlend, tiefbreitstrahlend und asymmetrisch.
Inbetriebnahme, Prüf- und Messprotokolle sowie Übergabe der Bestandsunterlagen in Papier und digital.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und rechtliche Eignung (Eigenerklärung)
Mit dem Angebot ist die Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124) einzureichen, sofern keine Präqualifikation im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nachgewiesen wird.
Bei Präqualifikation genügt der Eintrag im Verzeichnis, ggf. ergänzt um auftragsspezifische Einzelnachweise.
Bewerber-/Bietergemeinschaften müssen eine Textform-Erklärung aller Mitglieder abgeben (ARGE, bevollmächtigter Vertreter, gesamtschuldnerische Haftung).
Vom Bieter und ggf. Nachunternehmern wird die Bewerbererklärung gemäß RdErl. MW vom 21.11.2008 (41-3257/03) verlangt, mit Angaben u.a. zur vollständigen Anschrift, Rolle im Verfahren, eingesetzten Nachunternehmern (Maßnahme, angebotene Teilleistungen), Steuer- und Abgabenpflicht, Sozialversicherung, gewerberechtlichen Voraussetzungen, Unfallversicherung/Berufsgenossenschaft und zuständiger Arbeitsagentur.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Erklärung, dass in den letzten zwei Jahren keine Verurteilung wegen illegaler Beschäftigung mit einer Freiheitsstrafe von mehr als 3 Monaten, einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Geldbuße von mehr als 2.500 Euro erfolgt ist.
Erklärung, dass keine schweren Verfehlungen vorliegen, die einen Ausschluss nach § 6e EU VOB/A begründen würden.
Bestätigung der Insolvenzfreiheit (kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation, bzw. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan).
Technische und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Bei engerer Wahl sind drei Referenznachweise über vergleichbare Leistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren vorzulegen (mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit eigenem Personal, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertraglicher Bindung und Bestätigung des Auftraggebers).
Außerdem ist ein Nachweis über die jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten drei Kalenderjahre, gegliedert nach Lohngruppen und Leitungspersonal, vorzulegen.
Registereintragungen (Handelsregisterauszug, Handwerksrolle/Handwerkskarte bzw. IHK oder Gewerbeanmeldung) sowie Unbedenklichkeitsbescheinigungen der tariflichen Sozialkasse, des Finanzamts, der Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen) und eine Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG.
Bei Auftragssummen ab 30.000 Euro wird ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister angefordert.
Tariftreue, Mindeststundenentgelt und Nachunternehmereinsatz
Vergleichbare Bauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (z.B. Straßen- und Tiefbauarbeiten, ÖPNV-Infrastruktur)
nur bei engerer Wahl vorzulegen; Nachweis je Referenz mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit eigenem Personal (Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl), besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal), vertraglicher Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE-Partner/Nachunternehmer), ggf. koordinierten Gewerken und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung