Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Hirschberg an der Bergstraße schreibt Tiefbauarbeiten zum barrierefreien Ausbau mehrerer Bushaltestellen in den Ortsteilen Großsachsen und Leutershausen öffentlich aus.
Worum es geht:
Wichtige Eckdaten:
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Zuschlagskriterium Preis - einziges Wertungskriterium
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenRückbau und Neubau der Bushaltestellen
Rückbau der vorhandenen Busbuchten und Herstellung der Haltestellen direkt am Fahrbahnrand (Haltestelle am Bordstein statt in der Bucht). Einbau von Busbordsteinen als sog. Kasseler Sonderborde (Typ B, heller Weißbeton) für einen stufenlosen, barrierefreien Einstieg in den Bus.
Taktiles Blindenleitsystem
Verlegung eines Blindenleitsystems im Haltestellenbereich und an Querungsstellen: Rippenplatten als Leitstreifen, Noppenplatten als Aufmerksamkeits-/Auffindefeld, Tastkanten an Gebäuden/Mauern, Richtungsfelder, Begleitstreifen/Kontrastplatten sowie Einstiegsfelder. Material u. a. Rippenplatten und Noppenplatten (PROFILBETON GmbH oder gleichwertig) und Klebeelemente.
Straßen-, Gehweg- und Pflasterbau
Herstellung der Haltestellen- und Gehwegflächen in Betonsteinpflaster (z. B. Combi Stabil, kiesbetongrau/anthrazit) und Natursteinpflaster (Granit). Aus- und Wiedereinbau von Bestandsflächen. Standardaufbau Gehweg: 8 cm Betonsteinpflaster, 4 cm Splitt, 30 cm Schottertragschicht 0/45 (42 cm gesamt). Standardaufbau Fahrbahn: 4 cm Asphaltdeckschicht AC 11 DS, 16 cm Asphalttragschicht AC 32 TS (2 Lagen), 30 cm Schottertragschicht 0/45, 30 cm Frostschutzschicht 0/45 (65 cm gesamt).
Barrierefreie Querungsstellen
Herstellung ergänzender barrierefreier Querungsstellen mit abgesenkten Bordsteinen (Rollbord, Tastbord), taktilen Bodenindikatoren (Rippen- und Noppenplatten) und angepassten Markierungen (u. a. Fußgängerfurten, Haltelinie Z 294, Sperrflächen Z 298, Längsmarkierung Thermoplastik).
Wartehallen und Ausstattung
Liefern und Aufstellen neuer Wartehallen (System MABEG Typ System C mit 2 oder 3 Feldern) inkl. 20 cm Stahlbetonbodenplatte als Fundament. Ausstattung: Sitzbank (Drahtgitter-Einzelsitzbank Typ W), Abfallbehälter (C-40 mit Ascher), Haltestellenschild nach StVO (VZ 224-50), Fahrradanlehnbügel (5 Stück, Typ D / Orion Bausysteme oder gleichwertig) inkl. Betonfundamente.
Entwässerung und Kabeltiefbau
Herstellung bzw. Anpassung der Straßenentwässerung mit HS-S-Kanalrohren DN/OD 160 mm und Straßenentwässerungsabläufen Klasse D. Herstellung von Leitungsgräben für Kabelversorger und Verlegung von Kabelschutzrohren DN 150 PE. An Bushaltestelle Rose zusätzlich: Signalanlagen-Fundamente, Signalmast-Aufstellung und Leerrohre (Tiefbauleistung; Signalbaufirma koordiniert).
Verkehrssicherung und Umleitungen
Verkehrssicherung gemäß StVO, RSA, ZTV-SA: halbseitige Sperrungen mit Ampelanlage, ggf. Vollsperrungen, bauzeitliche Umleitungen (z. B. Einbahnstraßenregelungen). Tägliche Kontrollfahrten an Arbeitstagen und an arbeitsfreien Tagen (Protokoll). Verkehrsführungspläne je Bauphase in 5-facher Ausführung (Papier DIN A3 + digital). An der B 3: Bauarbeiten zeitlich auf 9:00–15:00 Uhr beschränkt. Mehrfaches Auf- und Abbauen der Verkehrssicherung (z. B. Winterpause) ist einzuplanen. Personal mit MVAS-Schulung.
Erdarbeiten und Entsorgung
Oberbodenabtrag, Bodenabtrag/Auskofferung, Aufbruch von Schwarzdecken (auch kontaminierte Schwarzdecken Klasse B/DK1/DK2), Ausbau von Bordsteinen, Rinnenplatten und Betonsteinpflaster. Sicherung von Kabeln und Leitungen. Bodenabfuhr (Zwischenlager/AN-Kippe/kontaminierte Klassen BM-0*, BM-F0*, BM-F1/F2). Probeentnahmen und chemische Analysen nach RuVA-StB und ErsatzbaustoffV. PAK-Bestimmung bei Schwarzdecken.
Bauzeiten und Ausführung
Bauzeit je Bushaltestelle ca. 3–4 Wochen inkl. der angrenzenden Querungsstellen. Gesamtbauzeit ca. Oktober 2026 bis Mai 2027 (ca. 8 Monate). Schlussrechnung längstens bis 3. Quartal 2027 (Fördermaßnahme). Lohn- und Stoffpreise sind Festpreise bis Ende der Bauzeit.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung (Zuverlässigkeit, rechtliche Voraussetzungen)
Eintragung in Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK (bzw. keine Eintragungspflicht). Kein anhängiges/eröffnetes Insolvenzverfahren, keine Liquidation. Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A – insbesondere keine Verurteilung wegen schwerer Verstöße (Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldbuße > 90 Tagessätze/> 2.500 €) in den letzten 2 Jahren. Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft. Ab Auftragssumme ≥ 30.000 €: Wettbewerbsregister-Abfrage durch Auftraggeber gem. § 6 WRegG.
Fachliche und technische Eignung
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte (Stammarbeitskräftequote mind. 70 %). Verantwortlicher für Verkehrssicherung mit Qualifikation gem. ZTV-SA (Qualifikationsnachweis beizulegen). Fachkundiges Personal mit MVAS-Schulung für Kontrollfahrten. Statik für Verbauarten (geprüfte Statik vor Baubeginn). Materialprüfungen/Rammsondierungen durch unabhängige Sachverständige. Einhaltung der einschlägigen DIN-/VOB-/ZTV-/RSA-Normen.
Wirtschaftliche/finanzielle Eignung und Referenzen
Vergleichbarer Umsatz der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre mit vergleichbaren Bauleistungen. Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren (Angabe im KEV 179, Seiten 3–4). Auf Verlangen: schriftliche Bestätigung des früheren Auftraggebers, Ansprechpartner, jahresdurchschnittliche Arbeitskräfteanzahl (gegliedert nach Lohngruppen, mit Leitungspersonal), Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Sozialkasse, Finanzamt, BG), Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, Eintragung in Handwerksrolle oder IHK.
Tariftreue und Mindestlohn (LTMG-BW)
Verpflichtung zur Einhaltung des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes (AEntG) und des Mindestlohngesetzes (MiLoG). Verpflichtung, auch Nach- und Verleihunternehmer entsprechend zu verpflichten. Bereithaltung prüffähiger Unterlagen über eingesetzte Beschäftigte während der gesamten Vertragslaufzeit.
Sicherheiten und Vertragserfüllung
Vertragserfüllungssicherheit: 5 % der Auftragssumme (inkl. USt, ohne Nachträge). Mängelanspruchssicherheit: 3 % der Auftragssumme. Sicherung jeweils durch Bürgschaft auf Vordrucken KEV 310 (Vertragserfüllung), KEV 311 (Mängelansprüche), KEV 312 (Abschlags-/Vorauszahlungen).
Formale Angebotsanforderungen
Angebot in deutscher Sprache, vorgegebene Vordrucke verwenden, dokumentenechte Eintragungen, Preise ohne Umsatzsteuer mit max. 2 Nachkommastellen. Bei elektronischer Abgabe: Textform mit fortgeschrittener oder qualifizierter Signatur/Siegel über die Vergabeplattform. Bei schriftlicher Abgabe: unterschriebenes Angebot in verschlossenem Umschlag. Unklarheiten sind vor Angebotsabgabe unverzüglich in Textform zu melden.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen über in den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren erbrachte Bauleistungen (Tiefbau/Straßenbau/Bushaltestellen)
Mit dem Angebot einzureichen (Eigenerklärung KEV 179, Seiten 3–4). Auf Verlangen: schriftliche Bestätigung des Auftraggebers und Ansprechpartner des damaligen AG. Pflichtangaben je Referenz: Baumaßnahme, Ort, Bauherr, Leistungsbeschreibung, Auftragswert gesamt/eigener Anteil, Ausführungszeit, Rolle (Haupt-/ARGE/Nachunternehmer), eingesetzte Arbeitskräfte und Leitungskräfte, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Leistung mit Menge und Einheit.