Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Wasserwirtschaftsamt Ansbach sucht ein Bauunternehmen für Baugrunduntersuchungen und den Bau von 30 Grundwassermessstellen im Raum Gunzenhausen (Projekt "Überleitung Donau-Main").
Die Leistung umfasst 30 Rotationskernbohrungen (8–15 m Tiefe), 30 Kleinrammbohrungen (ca. 5–7 m Tiefe) sowie den fachgerechten Ausbau zu Grundwassermessstellen inklusive oberfluriger Abschlussbauwerke. Hinzu kommen Probennahmen, Bohrlochversuche, bodenmechanische und chemische Laboruntersuchungen, Dokumentation sowie alle Baustellen- und Entsorgungsleistungen.
Gefordert sind unter anderem eine Zertifizierung nach DVGW W 120/W 120-1 für den Messstellenausbau und vergleichbare Referenzen aus den letzten fünf Jahren.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, ggf. monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines eventuellen Nachlasses ohne Bedingungen.
- Fahrbahnmietsystem
Zuschlagskriterium Fahrbahnmietsystem (2271.StB) – Details und Gewichtung siehe gesondertes Formblatt 227.
- Qualität
Zuschlagskriterium Qualität (2272.StB) – Details und Gewichtung siehe gesondertes Formblatt 227.
- Bauprozessmanagement Asphalt
Zuschlagskriterium Bauprozessmanagement Asphalt (2273.StB) – Details und Gewichtung siehe gesondertes Formblatt 227.
- Bauablaufplanung
Zuschlagskriterium Bauablaufplanung (2274.StB) – inkl. Angabe des verbindlichen Endes der Bauzeit und Abgabe eines Bauzeitenplans als Balkenplan. Details und Gewichtung siehe gesondertes Formblatt 227.
- Eignung Personal
Zuschlagskriterium Eignung Personal (2275.StB) – Details und Gewichtung siehe gesondertes Formblatt 227.
- Wiederverwendung von Baustoffen
Zuschlagskriterium Wiederverwendung von Baustoffen (2277.StB) – Details und Gewichtung siehe gesondertes Formblatt 227.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorbereitung
Baustelleneinrichtung inkl. Umsetzen, Verkehrssicherung, Zustandserfassung (Fotodokumentation) und Mobiltoilette. Beweissicherung genutzter Flächen und Zuwegungen. Anpassung der Bohrgerätestellflächen sowie einer Baustraße an die eigenen Bedürfnisse; ggf. Aufbohren und Wiederverschließen befestigter Flächen. Sicherung wassergefährdender Betriebsmittel in abschließbaren und dichten Containern (AwSV).
Rückbau der Gerätestellflächen und Baustraßen nach Abschluss der Arbeiten.
Rotationskernbohrungen (Großbohrungen)
30 lotrechte Rotationskernbohrungen mit Teufen von 8 m bis 15 m, durchgehende Kerngewinnung, Bohrdurchmesser mind. 100–200 mm. Lotrechte Bohrungen in Böden 0–10 m (ca. 240 m), 10–20 m sowie im Fels 5–20 m (ca. 51 m); Aufweitungen 0–15 m (ca. 132 m). Einsatz einer Mammutpumpe, fachgerechte Bohrgutentsorgung mit Nachweisen, wasserrechtliche Bohranzeige. Durchführung durch qualifiziertes Personal gemäß DIN EN ISO 22475-1.
Ausbau zu Grundwassermessstellen
Ausbau von 30 Bohrungen zu Grundwassermessstellen: Vollrohre DN 125 (ca. 45 m), Filterrohre DN 125 (ca. 87 m), Bodenkappen, Zentrierungen, Schrumpfmuffen aus PVC hart (Wanddicke den statischen Gegebenheiten angepasst). Ringraumverkiesung mittels Einfüllrohren und Setzungskolben nach Vorgaben der Bauüberwachung. Absperrung Typ norddeutsch mit im Kontraktorverfahren eingebrachter Zement-Bentonit-Suspension.
Mindestmaße und Verhältnis Bohr-/Ausbaudurchmesser gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 121. Setzen oberfluriger Abschlussbauwerke mit frostsicherer Gründung, Betonanfahrschutz und verschließbarem VA-Stahlrohr.
Entwicklung, Probennahmen und Bohrlochversuche
Entwickeln und Klarpumpen der Grundwassermessstellen über mindestens 1 Stunde (Entsandung) mit Kolben-Entwicklung, Entsandungspumpen und Absetzbecken. Probennahmen Boden/Fels (gestört/un gestört) sowie arbeitstägliche Wasserspiegelmessungen zur Erfassung des unbeeinflussten Ruhewasserspiegels. Durchführung von Bohrlochversuchen.
Kleinrammbohrungen / Rammkernsondierungen
30 Kleinrammbohrungen (Rammkernsondierungen) mit Teufen ca. 5,0 m (max. 7,0 m), z.B. 0–5 m (ca. 150 m) und 5–10 m, inkl. Schichtaufnahme und Probenahme. Verbringung der Proben in 1-l-Kunststoffbehälter.
Laboruntersuchungen
Bodenmechanische Untersuchungen in einem anerkannten bodenmechanischen Labor: Bodenansprache, Kalkgehalt, Korngrößenverteilung, Fließ- und Ausrollgrenze, Dichte, Scherfestigkeit, Druckfestigkeit, Durchlässigkeitsbeiwert.
Chemische Untersuchungen: Betonaggressivität und Stahlaggressivität.
Dokumentation und Logistik
Erstellung Ausbauplan, Schichtenverzeichnis, Pumpversuchsauswertung und Bohrtagesberichte je Grundwassermessstelle. Führung einer dauerhaften Messstellenakte. Fotografische Baudokumentation und Einmessen der 30 GWM. Tägliche Verbringung der Kerne in das Kernlager.
Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanung (SiGe-Planung) und Koordinierung. Entsorgung von Bohrgut und Spülungen mit Nachweisen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignung (Ausschlussgründe, Recht, Finanzen)
Kein laufendes Insolvenzverfahren oder vergleichbares Verfahren. Keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A. Keine Eintragungen im Wettbewerbsregister. Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen. Nachweis Handelsregistereintragung und/oder Handwerksrolle und/oder IHK-Eintragung.
Bei engerer Wahl auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse, Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG, Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft, Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug, ggf. Erklärung zum Insolvenzplan.
Fachliche Eignung (Bohr- und Messstellentechnik)
Erstellung der Grundwassermessstellen durch zertifizierte Fachbetriebe gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 120 bzw. W 120-1 oder vergleichbare Qualifikation. Messtellenausbau gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 121 (Mindestanforderungen an Verhältnis Bohr- und Ausbaudurchmesser). Bohrungen durch qualifiziertes Personal gemäß DIN EN ISO 22475-1. Laborversuche durch ein anerkanntes bodenmechanisches Labor.
Technische Fachkenntnisse für Bohr- und Grundwassermessstellentechnik.
Personal und Ressourcen
Ausreichende personelle Kapazitäten für die Auftragsdurchführung. Der Bieter bestätigt, über die zur fach- und fristgerechten Bauausführung erforderlichen Arbeitskräfte, Gerätschaften und Betriebsmittel zu verfügen und deren fristgerechte Bereitstellung sicherzustellen.
Sicherheit und Umwelt
Einhaltung der AwSV (Verordnung zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen). Qualifikation des SiGe-Koordinators gemäß MVAS oder gleichwertig (auf Verlangen). Bestätigung über die Luftbildauswertung auf Kampfmittel (vom AG beauftragt).
Nachunternehmer und Präqualifikation
Präqualifikation über das Präqualifikationsverzeichnis (PQ-Nummer) oder alternativ Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124). Bei eingesetzten Nachunternehmern: Eigenerklärungen der NU (sofern nicht präqualifiziert); Nachweis der Präqualifikation der Nachunternehmer auf Verlangen.
Vergleichbare Leistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren (bei Abgabe des Angebots). Bei engerer Wahl: drei Referenznachweise mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, maßgeblichem Leistungsumfang mit eigenen Mengen, durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmern, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Art der Baumaßnahme und vertraglicher Bindung sowie Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.
Bohr- und Grundwassermessstellentechnik, geo- und bohrtechnische Untersuchungen, Laboruntersuchungen; Bestätigung des jeweiligen Auftraggebers.