Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung des Regierungspräsidiums Tübingen – Landesbetrieb Gewässer, Dienststelle Ravensburg.
Gefordert werden Bauleistungen zur Sicherung und zum Neubau einer Steiluferböschung an der Schussen im Bereich der Mündung des Bleichenbachs in Ravensburg (Schlegelwinkel 1, 88212 Ravensburg). Die bestehende Ufersicherung wurde durch das Hochwasser Ende Mai / Anfang Juni 2024 beschädigt.
Kernleistungen:
Wichtige Termine: Baubeginn spätestens 28.09.2026, Fertigstellung zwingend bis 16.10.2026 (nur 18–19 Kalendertage Bauzeit). Angebote müssen bis 16.09.2026, 23:59 Uhr vorliegen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebotspreis – einziges Zuschlagskriterium (niedrigster Preis) bei einer öffentlichen Bauvergabe nach VOB/A
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenÜbergeordnete Baumaßnahme
Standort: Schlegelwinkel 1, 88212 Ravensburg, an der Schussen im Bereich der Mündung des Bleichenbachs. Die bestehende Böschungsfußsicherung wurde durch das Hochwasser Ende Mai / Anfang Juni 2024 beschädigt und muss vollständig neu hergestellt werden. Baubeginn spätestens 28.09.2026, Fertigstellung zwingend 16.10.2026 (Bauzeit nur rund 18–19 Kalendertage).
Vorarbeiten & Baustelleneinrichtung
Räumung der Baustelle, Absturzsicherung nach ZTV-SA 97, Verkehrszeichen und Umleitungen (inkl. verkehrsrechtliche Anordnungen), Bauzaun (15 m, 2 m hoch), Schutzzaun (50 m, 1 m hoch), Mahd/Mulchen (ca. 220 m²), Wurzelstockrodung, Baumschutz (Stangengeviert, Stammschutz), Bereitstellung eigener Unterkünfte, Sanitäranlagen und Lagerflächen. Bauwasser und Baustrom werden eigenverantwortlich über die tws Ravensburg beschafft.
Erdarbeiten & Bodenumgang
Oberbodenabtrag in verschiedenen Belastungsklassen nach BBodSchV. Lösen, Fördern und Lagern der Homogenbereiche S1–S3 (ca. 410 m³) auf dem AG-Lagerplatz Mariatal. Bodenverwertung in den EBV-Klassen BM-0 bis BM-F3 sowie DK I/II. Lieferung und Einbau von Füllboden für die Krainer Wand (ca. 70 m³) sowie Wacken-Bearbeitung. Witterungsschutz der Mieten ist vorzusehen.
Gräben, Leitungen & Spartensicherung
Grabenaushub bis ca. 0,6 m Tiefe, überwiegend in Handarbeit, Suchgräben zur Leitungserkundung. Sicherung, Ausbau und Wiederverlegung des Mischwasserkanals DN 300. Sicherung und Umgang mit Telekom-Leitungen (NAYY 4×150, NA2XS2Y 3×1×150), NHEKBA 3×95 sowie NZ/VW/DN 75/PE100 und NZ/AW-VW/DN 32/PE80.
Wasserhaltung
Errichtung eines Fangedamms aus 13 Big-Bags (1 m Höhe, mehrfach umsetzen), Einsatz von Betonblöcken als Strömungsabweiser und 50 Sandsäcken. Pumpenanlage 100–150 m³/h bei 5 m Förderhöhe. Bei Hochwasser (> 2-jährlich) ab 18 zusammenhängenden Werktagen Stillstand gilt eine Wiedereinarbeitungszeit von 3 Tagen; Ansprüche auf Bauzeitverlängerung sind innerhalb von 12 Werktagen nach Ende des Stillstands anzumelden.
Natursteinlieferung
Lieferung von Vorarlberger Kieselhartkalk als Wasserbausteine in den Klassen CP 45/125 (5 t), LMB 5/40 (90 t), LMB 10/60 (100 t), LMB 40/200 (15 t), LMB 60/300 (5 t), HMB 300/1000 (5 t). Zusätzlich Steine für den Steinsatz (ca. 80 t, Kantenlänge ≥ 120 cm) sowie Wandkies (5 t). Vor Bestellung sind je Herkunft 3 Handmuster zu bemustern; Zertifizierung nach TLW 2003 bzw. 1997 inkl. Konformitätsbescheinigung ist vorzulegen.
Ingenieurbiologische Bauweisen
Steinbuhnen aus LMB 10/60 und LMB 40/200 (ca. 40 t), Struktursteine/Störsteine (6 t), Mauersteinsatz (ca. 32 m²), Hinterfüllung aus Drainbeton (15 m), Filterschichten aus Schotter 0/10, 22/45 und 100/200. Böschungsfuß-Hangvorschüttung (170 t). Geotextil mit Sandballastierung (240 m²), 30 Weiden-Steckhölzer, Geotextilsäcke 2-lagig (65 m), Kokosgewebe (20 m²). Stammholz Eiche/Robinie (15 fm) sowie die zentrale Holzgrünschwelle/Krainer Wand als Doppelkasten (190 m, davon 150 m als Doppelkasten).
Sanierung Hochwasserschutzwand
Aufnahme, Lagerung und Wiedereinbau von 3 Betonelementen der bestehenden Hochwasserschutzwand.
Vegetation & Bepflanzung
Feinplanum für eine Wiesenfläche (50 m²). Lieferung gebietseigener Gehölze aus Vorkommensgebiet 6.1 Alpenvorland: Corylus avellana (10 Stk.), Crataegus monogyna (15 Stk.), Euonymus europaeus (15 Stk.), Prunus padus (10 Stk.), Sambucus nigra (5 Stk.), Viburnum opulus (25 Stk.). Pflanzung mit Biberschutz: ca. 3.680 Weidensteckhölzer/Sträucher (mit Schälschutzmittel). Ansaat einer Frisch- bzw. Fettwiese (50 m²).
Stundenlohnarbeiten
Bereitstellung von Facharbeitern, Arbeitern und diversen Baugeräten (LKW, Bagger, Kompressor, Motorsäge, Pumpen etc.) auf Stundenlohnbasis für nicht vorhersehbare Zusatzleistungen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenHinweis zu Eignungsnachweisen
Technische Anforderungen an Materialien
Frostbeständigkeit aller Einbauten und Beläge ist nachzuweisen. Wasserbausteine benötigen eine Zertifizierung nach TLW 2003 oder 1997 inkl. Konformitätsbescheinigung. Geotextil/Filtervlies muss CE-zertifiziert sein und ein gültiges BAW-Prüfzeugnis besitzen (100 Jahre Nutzungsdauer nach DIN EN 13253); das Produktdatenblatt ist 8 Kalenderwochen vor Einbau vorzulegen. Natursteinmuster (3 Steine je Herkunft) sind vor Bestellung zu bemustern.
Anforderungen an Pflanzmaterial
Alle Gehölze müssen gebietseigen aus Vorkommensgebiet 6.1 Alpenvorland stammen; die lückenlose Nachverfolgbarkeit vom Erntebestand bis zur Lieferung ist zu belegen.
Umwelt-, Arten- und Gewässerschutz
Baum- und Biotopschutz nach DIN 18920. Seuchenprophylaxe Steinkrebs: Gerätereinigung >60 °C mit 48 h Trocknung oder Wofasteril-Desinfektion. Wassergefährdende Stoffe: Auffangwannen, 10 m Mindestabstand zum Gewässer, biologisch abbaubare Hydrauliköle. Hochwasserschutz: Information über Pegelstände, Rettungsmaterial vorhalten. Denkmalschutz: Funde bei Erdarbeiten sofort melden.
Terminliche Anforderungen
Baubeginn spätestens 28.09.2026, Fertigstellung zwingend 16.10.2026 (Bauzeit ca. 18–19 Kalendertage). Die sehr kurze Bauzeit setzt eine entsprechende Leistungsfähigkeit und sofortige Verfügbarkeit von Personal, Geräten und Material voraus.